Beratung für Automatisierung und Prozessautomatisierung
Automatisierungsberatung: von der Fallauswahl bis zum Betrieb, der sie trägt
Automatisierungsberatung beantwortet die Frage, welche Arbeit künftig ohne Zutun eines Menschen läuft — und unter welchen Bedingungen. Das reicht von der Prozessautomatisierung im kaufmännischen Alltag über Workflows und Schnittstellen zwischen Systemen bis zur Steuerungs- und Anlagentechnik in der Fertigung. Beide Welten unterscheiden sich in der Technik, nicht in der Logik: Automatisiert wird ein Regelfall, und über den Nutzen entscheidet, wie oft dieser Regelfall bricht. Wichtig wird das Thema, wenn Fallzahlen steigen, ohne dass Personal dazukommt, wenn dieselbe Angabe an mehreren Stellen erfasst wird, wenn eine Anlage laufend von Hand nachgesteuert werden muss oder wenn erste Werkzeuge im Haus stehen und niemand sie verantwortet. Nötig sind drei Dinge: eine belastbare Auswahl der Fälle, die technische Umsetzung samt Schnittstellen und Nachweisen — und eine benannte Zuständigkeit für den Betrieb. Fehlt die dritte, veraltet jede Automatisierung im Takt ihrer eigenen Ausnahmen.
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Was Automatisierungsberatung leistet — und was nicht
Automatisierungsberatung ordnet ein, welche Vorgänge ein Unternehmen maschinell ausführen lassen kann, mit welcher Technik das geschieht und wer das Ergebnis danach führt. Der Begriff fasst mehrere Techniklinien zusammen: Prozessautomatisierung und Workflow-Automatisierung in kaufmännischen Abläufen, Robotic Process Automation für Anwendungen, die keine Schnittstelle anbieten, Integrationsarbeit zwischen Systemen, regel- und modellbasierte Verfahren bis hin zu agentischen Werkzeugen — und in der Produktion die industrielle Automatisierung mit Steuerung, Sensorik, Visualisierung und Leittechnik. Die Geschäftsprozessautomatisierung im Büro und die Fabrikautomatisierung an der Linie werden meist getrennt eingekauft; die Fragen, an denen sie scheitern, sind dieselben.
Der gemeinsame Kern ist der Regelfall. Eine Automatisierung führt eine festgelegte Regel schnell, gleichförmig und ohne Ermüdung aus. Ihr Wert hängt deshalb an drei Größen: am Anteil der Fälle, die der Regel wirklich folgen; an der Frage, wer die Regel ändert, wenn sich die Regel ändert; und an der Sichtbarkeit im Betrieb. Eine Automatisierung, die laut abbricht, ist billig — teuer ist die, die weiterläuft und falsche Ergebnisse in Serie erzeugt. Wo bisher eine Person den schiefen Fall stillschweigend geradegezogen hat, muss der Ausnahmeweg künftig ausdrücklich beschrieben sein, samt Rückfallebene für den Tag, an dem die Automatisierung steht.
Was Automatisierungsberatung nicht leistet: Sie verschafft keine Zuständigkeit, die es im Haus nicht gibt. Eine Regel, für die niemand einstehen will, lässt sich technisch abbilden und trägt trotzdem nicht — sie wird umgangen, sobald der erste Sonderfall auftritt. Sie ersetzt auch keine Entscheidung über den Zuschnitt eines Ablaufs: welche Schritte es überhaupt geben soll, gehört in die Prozessberatung, die Frage nach Systemlandschaft und Programmzuschnitt in die Beratung für digitale Transformation. Modelle, Datengrundlage und deren Nachweis liegen bei der KI-Beratung, die Auslegung von Maschinen und Anlagen beim Industrial Engineering, Serviceorganisation und Störungsbetrieb bei der ITSM-Beratung. Diese Seite setzt auf der Ausführungsebene an — und endet erst, wenn der Betrieb einen Eigentümer hat.
Wann externe Unterstützung bei der Automatisierung den Aufwand wert ist
1. Die Fallzahl wächst, die Besetzung nicht
Mehr Aufträge, mehr Anträge, mehr Meldungen — bei gleichem Team. Überstunden und Rückstände werden zur Dauerlösung, und die Frage steht im Raum, welche Fälle künftig maschinell durchlaufen können. Was fehlt, ist keine Software, sondern eine belastbare Aussage darüber, wie gleichförmig die Fälle tatsächlich sind.
2. Dieselbe Angabe wird an mehreren Stellen erfasst
Eine Nummer wird aus einer Mail in ein System getippt, aus dem System in eine Tabelle kopiert, aus der Tabelle in ein Formular übertragen. Jede Übertragung ist eine Fehlerquelle und eine Wartezeit. Ob dafür eine Schnittstelle, ein Workflow oder eine Oberflächenautomatisierung das richtige Mittel ist, entscheidet sich an den beteiligten Systemen.
3. Ein Werkzeug ist gekauft, der Nutzen bleibt aus
Eine Plattform für Workflows, RPA oder Assistenzfunktionen steht bereit, ein paar Abläufe sind gebaut, der Effekt ist nicht messbar. Meist liegt es nicht am Werkzeug, sondern an der Auswahl der Fälle und an fehlenden Ausnahmewegen. Eine nachträgliche Sichtung ordnet den Bestand und benennt, was weitergeführt und was zurückgebaut wird.
4. Eine Anlage muss laufend von Hand nachgesteuert werden
Bediener greifen ein, weil die Steuerung Zustände nicht kennt oder Grenzwerte zu eng gesetzt sind. Das Ergebnis sind Schwankungen in Ausschuss und Takt, die niemand mehr erklären kann. Hier geht es um Steuerungskonzept, Sensorik und Visualisierung — und um die Frage, welche Eingriffe künftig automatisch erfolgen dürfen.
5. Automatisierungen laufen, aber niemand verantwortet sie
Skripte, Regeln und Roboter sind über Jahre gewachsen, oft von einzelnen Personen gebaut, die längst andere Aufgaben haben. Änderungen traut sich niemand zu, Ausfälle fallen spät auf. Gefragt ist ein geordneter Betrieb mit Überwachung, Änderungsdienst und benannter Zuständigkeit statt einer weiteren Neuentwicklung.
6. Ein Anlauf oder Retrofit steht an und die Steuerung ist der Engpass
Eine neue Linie, eine zusätzliche Zelle, ein Umbau im Bestand: Der Eingriff trifft eine Anlage, deren Dokumentation älter ist als die letzte Änderung. Steuerungscode, Schnittstellen und Sicherheitsfunktionen müssen zusammengeführt werden, ohne dass die Fertigung stehen bleibt.
Die Aufgabengebiete: von der Fallauswahl bis zur Betriebsübergabe
Fallauswahl und Machbarkeit
Prozessautomatisierung und Workflows
RPA und Oberflächenautomatisierung
Schnittstellen und Systemintegration
Steuerungs- und Anlagenautomation
Betrieb, Überwachung und Änderungsdienst
In welcher Rolle Automatisierungsfachleute dazukommen
Bei Automatisierung entscheidet neben der Fachtiefe vor allem, wie weit die Verantwortung reicht. Wer eine Regel festlegt, greift in die Arbeit anderer ein; wer eine Anlage umsteuert, trägt Verantwortung für Verfügbarkeit und Sicherheit. Deshalb wird die Form der Einbindung vor dem Profil geklärt.
Einschätzung eines Vorhabens
Eine Fachperson mit engem Auftrag: Machbarkeit eines Vorgangs, Bewertung eines Anbieterkonzepts, Zweitmeinung zu einem bestehenden Aufbau. Ergebnis ist eine Empfehlung mit Begründung, keine Umsetzung.
Umsetzung im bestehenden Team
Externe Fachleute arbeiten mit Ihren Entwicklerinnen, Ingenieuren und Fachbereichen in einem Team, unter interner Leitung. Sinnvoll, wenn Kapazität fehlt, das Wissen aber im Haus bleiben soll.
Technische Führung auf Zeit
Eine externe Person übernimmt technische Verantwortung mit Entscheidungsbefugnis — bei einer Vakanz in der Automatisierungs- oder IT-Leitung, in einem Anlauf oder wenn ein Vorhaben eine Instanz mit Weisungsrecht braucht.
Aufbau des Betriebs
Eine kleine Einheit richtet den Regelbetrieb ein: Überwachung, Änderungsdienst, Zuständigkeiten und Nachweise. Der Auftrag endet mit einer Übergabe, nicht mit einer Inbetriebnahme.
Branchenbilder der Automatisierung: wo Regeln stabil sind und wo Ausnahmen regieren
Maschinen- & Anlagenbau
Automotive & Zulieferindustrie
Chemie & Pharma
Energie & Versorger
Handel & E-Commerce
Logistik & Transport
Maschinen- & Anlagenbau
Automotive & Zulieferindustrie
Chemie & Pharma
Energie & Versorger
Handel & E-Commerce
Logistik & Transport
Typische Automatisierungsvorhaben und der Nachweis, an dem sie hängen
Einen Antrags- oder Freigabevorgang maschinell führen
Zwei Systeme ohne Doppelerfassung verbinden
Eine Bestandsanlage nachrüsten oder umsteuern
Gewachsene Automatisierungen in einen geregelten Betrieb überführen
Wer eine Automatisierung baut und wer sie betreibt
Wie eine Automatisierung entsteht — und wer sie am Ende führt
1. Fälle sichten und die Regel festhalten
2. Mittel und Schnittstellen prüfen
3. Ausnahmen und Rückfallebene festlegen
4. Umsetzen und gegen echte Fälle prüfen
5. Sichtbarkeit einrichten
6. Eigentum übergeben
Tagessätze in Automatisierungsvorhaben und was ein Budget tragen muss
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Freelance SAP BTP / Integration Consultant
950 – 1.500 € pro Tag
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900 – 1.300 € pro Tag
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900 – 1.250 € pro Tag
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Freelance Terraform / IaC Engineer
800 – 1.200 € pro Tag
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Freelance CI/CD Pipeline Engineer
750 – 1.150 € pro Tag
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Freelance ServiceNow ITSM Consultant
800 – 1.100 € pro Tag
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Freelance ServiceNow Consultant
800 – 1.100 € pro Tag
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Freelance KI-Automatisierungsberater
750 – 1.100 € pro Tag
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750 – 1.100 € pro Tag
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Freelance Microsoft Copilot Consultant
750 – 1.050 € pro Tag
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Freelance Marketing Automation Specialist
750 – 1.050 € pro Tag
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Freelance Conversational AI Developer
750 – 1.050 € pro Tag
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Freelance Mechatronik-Ingenieur
600 – 950 € pro Tag
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600 – 950 € pro Tag
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Freelance Automatisierungstechniker
600 – 950 € pro Tag
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550 – 950 € pro Tag
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500 – 950 € pro Tag
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Freelance Legacy-Modernisierung Consultant
750 – 900 € pro Tag
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750 – 900 € pro Tag
Jede Spanne unten steht wortgleich auf der zugehörigen Rollenseite — offen, nicht auf Anfrage.
Automatisierung wächst schneller als die Zuständigkeit dafür
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41 %
52 %
Häufig gestellte Fragen zur Automatisierungsberatung
Automatisierungsberatung unterstützt Unternehmen dabei, Arbeit maschinell ausführen zu lassen — und zwar so, dass sie danach betreibbar bleibt. Dazu gehören die Auswahl geeigneter Vorgänge, die Wahl des Mittels (Schnittstelle, Workflow, Robotic Process Automation, Modell oder Steuerungseingriff), die Umsetzung samt Ausnahmewegen und Nachweisen sowie der Aufbau von Überwachung, Änderungsdienst und Zuständigkeit. Sie umfasst kaufmännische Prozessautomatisierung ebenso wie industrielle Automatisierung an Maschinen und Anlagen.
Die Technik, nicht die Logik. Prozessautomatisierung arbeitet an Vorgängen in Systemen: Aufträge, Anträge, Rechnungen, Meldungen — Mittel sind Workflows, Schnittstellen, Regelwerke und zunehmend Modelle. Industrielle Automatisierung arbeitet an Maschinen und Anlagen: Steuerung, Sensorik, Antriebe, Visualisierung und Leittechnik. Gemeinsam sind der Regelfall, der Ausnahmeanteil, die Rückfallebene und die Frage nach dem Eigentümer im Betrieb. Wer Erfahrung aus einer Welt hat, kann die Fragen der anderen stellen — die Umsetzung braucht aber jeweils eigene Profile.
Wir rechnen nach Tagessatz ab. Die auf unseren Rollenseiten ausgewiesenen Spannen der einschlägigen Profile liegen zwischen 500 und 1.500 € pro Tag: Steuerungs- und Anlagenautomation zwischen 500 und 950 €, Integrations- und Plattformarbeit zwischen 750 und 1.200 €, Automatisierung mit Modellen und agentischen Werkzeugen zwischen 750 und 1.250 €, SAP-nahe Integration bis 1.500 €. Die Spannen stehen offen auf den jeweiligen Rollenseiten, damit ein Budget vor der Anfrage gerechnet werden kann.
Von vier Größen. Erstens der Technikebene: Steuerungs- und Elektroarbeit liegt niedriger als Plattform- und Integrationsarbeit. Zweitens der Verantwortung: Eine bauende Rolle kostet weniger als eine, die technisch führt und entscheidet. Drittens der Branchen- und Nachweislage — regulierte Umgebungen mit Qualifizierung und Validierung verlangen Erfahrung, die knapp ist. Viertens Ort und Verfügbarkeit: Anlagenarbeit vor Ort mit Schichtbegleitung ist anders zu bewerten als Remote-Arbeit an einem Workflow.
Robotic Process Automation lohnt, wenn eine Anwendung keine nutzbare Schnittstelle anbietet, sich absehbar nicht ändert und der Vorgang genügend Fälle hat, um den Pflegeaufwand zu tragen. Sie ist die schnellere, aber empfindlichere Lösung: Jede Oberflächenänderung kann sie stoppen. Steht eine Schnittstelle zur Verfügung oder lässt sie sich mit vertretbarem Aufwand schaffen, ist sie die haltbarere Wahl. Praktisch ist RPA oft die richtige Zwischenlösung — mit einem ausdrücklich benannten Verfallsdatum, damit sie nicht zum Dauerzustand wird.
Geeignet sind Vorgänge mit vielen gleichartigen Fällen, klaren Regeln, strukturierten Eingaben und einem niedrigen Ausnahmeanteil. Ungeeignet sind Vorgänge, in denen fast jeder Fall eine Abweichung ist, in denen die Regel häufig wechselt oder in denen ein Ermessen ausgeübt wird, für das jemand einstehen muss. Der Ausnahmeanteil ist dabei die aussagekräftigere Größe als die Fallzahl: Ein Vorgang mit hoher Fallzahl und dreißig Prozent Sonderfällen bindet nach der Automatisierung mehr Aufmerksamkeit als vorher.
Eine benannte Stelle im Unternehmen — und das wird vor dem Bau geklärt, nicht danach. Zum Betrieb gehören Überwachung mit verständlichen Meldungen, ein geordneter Weg für Regeländerungen, Kennzahlen zu Durchsatz und Ausnahmen und eine geprobte Rückfallebene. Fehlt der Eigentümer, veraltet die Automatisierung im Takt ihrer Ausnahmen, und der stille Fehllauf fällt erst im Ergebnis auf. Externe Unterstützung kann den Betrieb einrichten und übergangsweise führen; tragen muss ihn das Haus.
Sie lohnt, wenn eine Plattform beschafft ist und der Nutzen ausbleibt, wenn zwischen zwei Anbieterkonzepten entschieden werden soll, wenn gewachsene Automatisierungen ohne Eigentümer laufen oder wenn ein Anlauf oder Retrofit Steuerungserfahrung verlangt, die das Team alle paar Jahre einmal braucht. Sie lohnt nicht, wenn der Ablauf selbst ungeklärt ist — dann ist die Reihenfolge eine andere, und der erste Schritt gehört in die Prozessberatung. Ebenso wenig lohnt sie, wenn niemand im Haus bereit ist, die Regel künftig zu verantworten.
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
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