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Was KI-Beratung leistet — und was nicht

Zwei Fachleute skizzieren an einer Wand, welche Anwendungsfälle für künstliche Intelligenz in Frage kommen

KI-Beratung — im englischen Sprachgebrauch AI Consulting oder Artificial Intelligence Consulting, gelegentlich auch AI-Beratung — beschäftigt sich mit der Frage, welche Aufgaben in einem Unternehmen sich überhaupt für maschinelle Verfahren eignen und unter welchen Bedingungen ein Ergebnis belastbar genug ist, um darauf zu handeln. Ihr Gegenstand ist nicht die Auswahl eines Modells oder einer Plattform, sondern der Weg von einer betrieblichen Frage zu einem Verfahren, dessen Treffsicherheit bekannt ist und dessen Fehler jemand trägt.

Die entscheidende Hürde liegt nach dem Prototyp, nicht davor. Etwas zum Laufen zu bringen, ist heute vergleichsweise einfach — vorgefertigte Modelle, Schnittstellen und Werkzeuge sind verfügbar, und eine überzeugende Demonstration entsteht oft in wenigen Tagen. Aufwendig ist die zweite Hürde: aus einem Verfahren, das in ausgewählten Beispielen funktioniert, einen Bestandteil eines Arbeitsablaufs zu machen, der auch bei ungewöhnlichen Eingaben, wechselnden Daten und im Vertretungsfall trägt. Der Nutzen einer Beratung liegt vor allem darin, Anwendungsfälle danach auszuwählen, ob sie diese zweite Hürde überhaupt nehmen können.

Sie prüft die Datenlage, bevor über Verfahren gesprochen wird. Ein maschinelles Verfahren kann nur Zusammenhänge nutzen, die in den vorhandenen Daten abgebildet sind. Ob eine Frage beantwortbar ist, hängt deshalb weniger an der Menge der Daten als daran, ob sie den gesuchten Zusammenhang enthalten, ob Historie vorliegt und ob die Bedeutung einzelner Felder über die Jahre gleich geblieben ist. Diese Prüfung entscheidet häufiger über Erfolg oder Misserfolg als die Wahl des Verfahrens.

Sie klärt, wer für ein maschinelles Ergebnis einsteht. Anders als klassische Software liefert KI Ergebnisse mit einer Fehlerquote. Damit ein Vorgang trotzdem abschließbar bleibt, müssen Schwellen, Sonderfälle und Eskalationswege geregelt sein. Auch die Einordnung nach der KI-Verordnung der EU (EU AI Act) und dem Datenschutzrecht gehört hierher — als Einordnung, nicht als Rechtsauskunft; die verbindliche Prüfung des Einzelfalls bleibt bei Ihrer Rechtsberatung.

Was sie nicht leistet. Sie sagt nicht voraus, wie genau ein Verfahren in Ihrem Haus arbeiten wird — das zeigt erst die Messung an Ihren Daten. Sie ersetzt auch keine Aufräumarbeit: Wo Zuständigkeiten, Begriffe und Datenpflege ungeklärt sind, macht ein Verfahren diese Lücken sichtbar, aber nicht kleiner. Und sie ist kein Ersatz für eine übergreifende Beratung zur digitalen Transformation: Geht es um Zielbild, Systemlandschaft und Abläufe im Ganzen, ist das der passendere Rahmen. Die Absicherung von KI-Systemen gegen Angriffe gehört in der Tiefe zur Cyber-Security-Beratung.

Entscheidungssituationen

Wann externe Unterstützung ein KI-Vorhaben tragfähig macht

Nicht jedes Vorhaben braucht Hilfe von außen. Wo eine klare Frage vorliegt, die Datenbasis gepflegt ist und im Haus schon einmal ein Verfahren in den Betrieb überführt wurde, ist der interne Weg der günstigere. In den folgenden Situationen fällt die Rechnung erfahrungsgemäß anders aus — nicht weil Fachwissen über das eigene Geschäft fehlt, sondern Erfahrung damit, welche Anwendungsfälle die zweite Hürde nehmen und welche nicht.

1. Viele Ideen, keine Rangfolge

  • Aus Fachbereichen und Werkstätten sind Vorschläge zusammengekommen, oft mehrere Dutzend.
  • Was fehlt, ist ein Maßstab: Welcher Fall hat genügend Volumen, verfügbare Daten und einen Prozess, der ein Ergebnis annehmen kann.

2. Ein Pilot funktioniert, kommt aber nicht in den Betrieb

  • Die Demonstration überzeugt, doch danach stellen sich Fragen nach Verantwortung, Überwachung und Sonderfällen.
  • Genau dort endet die Zuständigkeit vieler Beteiligter — und das Vorhaben bleibt liegen.

3. Generative Werkzeuge sind längst im Haus

  • Assistenzsysteme werden benutzt, teils ohne Freigabe, teils mit unklarem Datenweg.
  • Gebraucht wird ein Rahmen, der erlaubtes Arbeiten beschreibt, statt Nutzung zu verbieten, die ohnehin stattfindet.

4. Die Datengrundlage ist unbekannt

  • Ob eine Frage beantwortbar ist, lässt sich ohne Blick in Historie, Vollständigkeit und Feldbedeutung nicht sagen.
  • Eine nüchterne Bewertung verhindert Vorhaben, die an der Datenlage scheitern müssen.

5. Regulatorische Anforderungen sind unklar

  • Die KI-Verordnung der EU, Datenschutz und Dokumentationspflichten treffen auf Vorhaben, die schon laufen.
  • Nötig ist eine Einordnung, welche Anwendungen betroffen sind und welche Nachweise mitgeführt werden sollten.

6. Fachliche Tiefe wird nur zeitweise gebraucht

  • Für Auswahl, Bewertung und Übergabe braucht es Erfahrung, die ein Unternehmen selten dauerhaft vorhält.
  • Nach der Übergabe an den Regelbetrieb sinkt der Bedarf wieder deutlich.

Erkennen Sie Ihre Lage in einer dieser Situationen wieder? In zwanzig Minuten lässt sich einordnen, welcher Anwendungsfall bei Ihnen zuerst trägt, was die Datenlage dafür hergeben muss — und ob Sie dafür überhaupt jemanden von außen brauchen.

Themenfelder

Woran eine Beratung für künstliche Intelligenz konkret arbeitet

Die Felder werden einzeln oder in Kombination besetzt — je nachdem, ob ein Vorhaben noch bei der Auswahl steht, an der Datenlage hängt oder schon vor der Überführung in den Betrieb. Der folgende Ausschnitt beschreibt die Felder, die am häufigsten nachgefragt werden; Zuschnitte darüber hinaus sind möglich.

KI-Strategie und Anwendungsfall-Portfolio

Aus einer Sammlung von Ideen wird eine bewertete Auswahl: Welcher Vorgang hat genug Volumen, welche Entscheidung würde sich tatsächlich ändern, welcher Fall ist mit vorhandenen Daten überhaupt beantwortbar. Ergebnis ist eine Rangfolge mit begründetem Verzicht — nicht eine längere Liste.

Datengrundlage und Reifegradbewertung

Vor jedem Verfahren steht die Frage, was die vorhandenen Daten hergeben: Historie, Vollständigkeit, Bedeutung der Felder, Zugriffswege und der Aufwand, sie regelmäßig bereitzustellen. Dazu gehört eine nüchterne Einschätzung, welche Anwendungsfälle daran heute scheitern würden.

Generative KI im Arbeitsalltag

Assistenz beim Schreiben, Recherche in eigenen Dokumenten, Zusammenfassungen und Entwürfe: Hier entsteht Nutzen weniger durch ein besonderes Verfahren als durch Zugang zu den richtigen Quellen, verständliche Regeln und Menschen, die das Werkzeug beherrschen. Kernpunkte sind Quellenbindung, Nachvollziehbarkeit und Befähigung.

Automatisierung von Vorgängen und Entscheidungen

Klassifizieren, Zuordnen, Prüfen, Vorschlagen: Wo heute gleichartige Fälle manuell beurteilt werden, lässt sich ein Teil maschinell vorbereiten. Ausschlaggebend ist der Zuschnitt — welche Fälle laufen durch, welche gehen an einen Menschen, und bei welchem Schwellenwert wird umgeschaltet.

Umsetzung, Betrieb und Skalierung

Der Weg vom Prototyp in den Regelbetrieb: Anbindung an die vorhandene Systemlandschaft, Bereitstellung, Überwachung von Qualität und Kosten, Umgang mit veränderten Daten und ein Wiederanlauf, wenn ein Verfahren abfällt. Ohne diesen Teil bleibt ein Vorhaben eine Demonstration.

Governance, EU AI Act und Risikobetrachtung

Ein Verzeichnis der eingesetzten Anwendungen, Zuständigkeiten, Freigabewege, Dokumentation und Regeln für den Umgang mit Fehlern. Die Anforderungen der KI-Verordnung der EU und des Datenschutzes werden dabei eingeordnet und mit Ihren Fachbereichen abgestimmt; die verbindliche Prüfung des Einzelfalls bleibt bei Ihrer Rechtsberatung.

Welches dieser Felder bei Ihnen zuerst greifen muss, lässt sich in einem kurzen Gespräch klären — meist genügt dafür eine Beschreibung des Vorgangs, um den es geht.

Formate

Formate, in denen ein KI-Vorhaben begleitet werden kann

Über das Ergebnis entscheidet oft nicht die fachliche Tiefe, sondern der Zuschnitt: Wer entscheidet, wer arbeitet mit, und wann endet die Begleitung. Die folgenden Formate lassen sich kombinieren und im Verlauf wechseln — aus einer Sondierung wird häufig eine Pilotbegleitung, aus einer Pilotbegleitung eine Übergabe.

Auswahl und Bewertung
Sondierung

Eine erfahrene Person beurteilt vorhandene Ideen, Datenlage und Aufwand und legt eine begründete Rangfolge vor. Geeignet, wenn die Richtung noch offen ist und eine Außensicht Klarheit bringt.

Ein Fall, bis zur Messbarkeit
Pilotbegleitung

Ein einzelner Anwendungsfall wird bis zu einer belastbaren Qualitätsmessung an echten Daten gebracht — einschließlich der Frage, was ein Ergebnis dieser Güte im Arbeitsablauf wert wäre.

Aufbau im Verbund
Umsetzungsteam

Mehrere Profile arbeiten gemeinsam mit Ihren Fachbereichen: Datenbereitstellung, Verfahren, Anbindung und Einführung. Sinnvoll, wenn mehrere Fälle parallel laufen oder eine Plattform mitentsteht.

Verantwortung ins Haus
Übergabe in den Betrieb

Der Schwerpunkt liegt auf Überwachung, Dokumentation, Rollen und Befähigung, damit ein Verfahren ohne externe Begleitung weiterläuft und bei Abweichungen jemand zuständig ist.

Sektoren

KI nach Branche: wo der Nutzen zuerst entsteht

Der Erwartungsdruck ist überall ähnlich hoch, der erste tragfähige Anwendungsfall liegt aber je Branche an einer anderen Stelle. Ausschlaggebend sind drei Größen: wie viele gleichartige Fälle täglich anfallen, in welcher Qualität und Historie Daten darüber vorliegen, und wie streng ein Ergebnis begründet werden muss, bevor jemand darauf handeln darf. Sind Fallzahlen hoch und Begründungspflichten niedrig, trägt schon eine einfache Vorsortierung; muss jede Entscheidung dokumentiert werden, verschiebt sich der Nutzen von der Automatisierung zur Vorbereitung. Deshalb besetzen wir nach Branchenerfahrung: Wer die Vorgänge, die Datenlandschaft und die Aufsichtslogik eines Sektors kennt, erkennt früher, welcher Fall die zweite Hürde nimmt — und welcher an einer Anforderung scheitert, die im Lastenheft nicht auftaucht.

Ingenieure und IT-Fachleute überwachen an Bildschirmen eine laufende Produktionslinie

Industrie & Maschinenbau

Fachleute im Handel analysieren in einem Lagezentrum Absatz- und Bestandsdaten

Handel & E-Commerce

Fachleute aus Finanzdienstleistung und Versicherung arbeiten mit umfangreichen Kennzahlenmodellen

Banken & Versicherungen

Fachkraft aus der Klinik-IT im Gespräch mit einer Ärztin über digitale Unterstützung im Ablauf

Gesundheitswesen & Pharma

Blick in ein Distributionslager mit Regalreihen und kommissionierten Paletten

Logistik & Transport

Verwaltungsfachleute im Gespräch vor einem öffentlichen Verwaltungsgebäude

Öffentliche Verwaltung

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Verwaltungsfachleute im Gespräch vor einem öffentlichen Verwaltungsgebäude

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Aus der Praxis

Häufig beauftragte KI-Vorhaben und ihre Messgröße

Was tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in wenige Muster. Entscheidend ist jeweils, woran sich vorab einigen lässt, dass das Vorhaben gewirkt hat — eine Messgröße, die vor dem Start festliegt und nicht erst hinterher gesucht wird. Wie sich eine solche Auswahl bei begrenzten Ressourcen priorisieren lässt, beschreibt unser Beitrag zur KI-Beratung im Mittelstand.

Auswahl aus einem Ideenbestand

Ausgangslage: eine lange Liste von Vorschlägen aus mehreren Fachbereichen, ohne gemeinsamen Maßstab. Gearbeitet wird an Volumen, Datenverfügbarkeit und Prozessanschluss je Fall.

Messgröße: Anteil der ausgewählten Fälle, die nach der Pilotphase in den Betrieb übergehen — statt der Zahl gestarteter Piloten.

Teilautomatisierung eines Vorgangs

Ausgangslage: gleichartige Fälle werden vollständig manuell beurteilt, die Bearbeitungszeit schwankt stark. Gearbeitet wird an Fallzuschnitt, Schwellenwerten und dem Übergabepunkt an einen Menschen.

Messgröße: Anteil der ohne Nachbearbeitung abgeschlossenen Fälle bei gleichbleibender Fehlerquote — beides zusammen, nie eines allein.

Zugang zum eigenen Wissen

Ausgangslage: Informationen liegen verteilt in Dokumenten, Systemen und Köpfen; die Suche kostet täglich Zeit. Gearbeitet wird an Quellenauswahl, Rechtekonzept und der Nachvollziehbarkeit von Antworten.

Messgröße: Anteil der Antworten mit belegbarer Quelle aus dem eigenen Bestand, geprüft an einem festen Fragensatz.

Überführung in den überwachten Betrieb

Ausgangslage: ein Verfahren läuft, aber niemand bemerkt, wenn seine Güte nachlässt. Gearbeitet wird an Überwachung, Alarmierung, Dokumentation und der Frage, wer im Zweifel abschaltet.

Messgröße: Zeit bis zur Entdeckung einer Qualitätsabweichung — und ob es für den Fall eine festgelegte Zuständigkeit gibt.

Profile

Profile, die KI-Vorhaben besetzen

Welche Besetzung ein Vorhaben braucht, hängt am Format: Auswahl und Bewertung verlangen Übersicht, die Überführung in den Betrieb handwerkliche Tiefe, Governance-Arbeit Erfahrung mit Nachweisführung. Das Folgende ist ein Ausschnitt aus dem Fachbereich KI & Machine Learning — über die Kategorieseite sind weitere Rollen erreichbar.

Von der Frage bis zum überwachten Betrieb: die Stationen eines KI-Vorhabens

Umfang und Dauer der Stationen hängen von Datenlage, Systemlandschaft und Regulierungsgrad ab, die Reihenfolge nicht: erst die Frage schärfen, dann die Daten prüfen, dann messen — und erst danach über Anbindung sprechen. Wer eine Station überspringt, holt sie später teurer nach.

Erste Station: die betriebliche Frage hinter einem KI-Vorhaben wird geschärft

1. Frage schärfen

Aus einem Wunsch wird eine entscheidbare Frage: Welcher Vorgang, welche Entscheidung, welche Häufigkeit.
Festgehalten wird, was sich ändern soll, wenn das Verfahren gut arbeitet — und was passiert, wenn es sich irrt.
Ohne diesen Schritt ist später nicht messbar, ob das Vorhaben gewirkt hat.
Zweite Station: Historie, Vollständigkeit und Bedeutung der vorhandenen Daten werden geprüft

2. Daten prüfen

Geprüft werden Historie, Vollständigkeit, Bedeutung der Felder und der Aufwand der Bereitstellung.
Ergebnis ist eine Aussage, ob die Frage mit diesen Daten beantwortbar ist — auch wenn sie Nein lautet.
Wo Lücken bestehen, wird benannt, welche Vorarbeit sie schließt.
Dritte Station: ein Verfahren wird ausgewählt und seine Güte an echten Daten gemessen

3. Verfahren wählen und messen

Auswahl zwischen vorgefertigten Modellen, angepassten Verfahren und einfacher Statistik.
Gemessen wird an echten, zurückgehaltenen Fällen — nicht an ausgewählten Beispielen.
Dazu gehört, welche Güte für den Arbeitsablauf ausreicht.
Vierte Station: das Verfahren wird in den bestehenden Arbeitsablauf eingebunden

4. In den Ablauf einbinden

Anbindung an vorhandene Systeme, Rechte, Schwellenwerte und der Übergabepunkt an einen Menschen.
Sonderfälle und Widerspruchswege werden festgelegt, bevor die erste Abweichung auftritt.
Hier entscheidet sich, ob aus einem Verfahren ein Arbeitsmittel wird.
Fünfte Station: Zuständigkeiten, Freigaben und Nachweise für den KI-Einsatz werden festgelegt

5. Regeln und Nachweise

Verzeichnis der Anwendung, Zuständigkeiten, Freigabewege und Dokumentation der Annahmen.
Anforderungen aus KI-Verordnung und Datenschutz werden eingeordnet und mit den Fachbereichen abgestimmt.
Die verbindliche rechtliche Prüfung des Einzelfalls bleibt bei Ihrer Rechtsberatung.
Sechste Station: Überwachung und Übergabe des Verfahrens in den Regelbetrieb

6. Betrieb und Übergabe

Überwachung von Güte, Kosten und Datenveränderung, mit festgelegter Reaktion auf Abweichungen.
Befähigung der Fachbereiche, damit Pflege und Beurteilung ohne externe Begleitung gelingen.
Der Übergabepunkt wird zu Beginn vereinbart, nicht am Ende verhandelt.
Budget

Was KI-Beratung kostet und wovon der Tagessatz abhängt

Externe Unterstützung bei KI-Vorhaben wird in unserem Netzwerk nach Tagessätzen abgerechnet. Über die Höhe entscheiden vor allem fünf Größen: die Seniorität und der Verantwortungsgrad des Profils, die Beschaffenheit der Datenlage, die Regulierungsdichte der Branche, der Anteil an Arbeit vor Ort sowie die Laufzeit — längere Mandate liegen in der Regel günstiger als kurze Einsätze mit hohem Einarbeitungsanteil.

Über die Rollenseiten unseres Netzwerks sind die Spannen offengelegt. Als Orientierung: Befähigung und Schulung beginnen bei etwa 450 bis 700 € pro Tag (Freelance AI Trainer). Umsetzungsnahe Profile für Datenbereitstellung, Automatisierung und Betrieb liegen typischerweise bei 750 bis 1.100 € — etwa MLOps Engineer, AI Data Engineer oder KI-Automatisierungsberater. Für spezialisierte Architekturarbeit an wissensbasierten und agentischen Systemen bewegen sich die Sätze bei 900 bis 1.250 € (RAG Architect, Agentic AI Engineer). Governance- und Regulierungsthemen liegen bei 800 bis 1.200 € (AI Governance Consultant). Beratende und führende Profile bilden das obere Ende: 950 bis 1.500 € für einen Freelance AI Consultant, 1.000 bis 1.600 € für Spezialisierung auf generative Verfahren (LLM / Generative AI Specialist) und 1.100 bis 1.600 € für Führungsverantwortung auf Zeit (Interim Chief AI Officer). Alle Angaben sind Spannen, keine Festpreise; der konkrete Satz ergibt sich aus dem Zuschnitt.

Stufenweise budgetieren statt einmalig freigeben. Sinnvoll sind drei Stufen, die jeweils eine eigene Entscheidung tragen. Eine Vorstudie klärt Frage und Datenlage und endet mit einer Aussage darüber, ob weitergearbeitet werden sollte — die günstigste Stufe mit dem höchsten Hebel, weil sie Vorhaben stoppt, die ohnehin scheitern würden. Ein Pilot bringt einen Fall zu einer belastbaren Messung; sein Budget richtet sich nach der Zahl der Datenquellen, nicht nach der Zahl der Ideen. Die Skalierung enthält Anbindung, Überwachung und Befähigung und erzeugt als einzige Stufe laufende Kosten. Wer alle drei in einem Betrag freigibt, verliert den Punkt, an dem ein Abbruch noch günstig wäre.

Unterschied zur Agentur oder zum Systemhaus. Agenturen und Systemhäuser liefern in der Regel ein Ergebnis zum Festpreis und bringen eigene Werkzeuge mit — ein Vorteil, wenn der Auftrag klar umrissen ist und niemand im Haus die Umsetzung begleiten kann. Fachleute auf Zeit werden nach Aufwand eingesetzt, arbeiten in Ihren Strukturen und geben Wissen an Ihre Fachbereiche ab. Der Unterschied zeigt sich am Ende: Beim Werkvertrag verlässt die Erfahrung das Haus mit dem Dienstleister, bei der Besetzung auf Zeit bleibt sie dort, wo der Vorgang bearbeitet wird. Lizenz-, Rechen- und Cloudkosten Dritter gehören nicht zum Tagessatz und werden hier bewusst nicht beziffert — sie hängen an Ihrer Architektur.

Welche Profile ein Vorhaben braucht, ergibt sich aus dem Format: Eine Sondierung verlangt Übersicht und Urteilsvermögen, eine Überführung in den Betrieb handwerkliche Tiefe. Aufgabenprofile, typische Einsätze und die jeweilige Tagessatzspanne sind je Rolle im Bereich KI & Machine Learning hinterlegt; Data-Profile im engeren Sinn finden sich zusätzlich unter Data Engineering & Data Science.

Warum jetzt

Der Abstand entsteht nicht durch Zugang zur Technik, sondern durch Übung im Einsatz

20 %

der Unternehmen in Deutschland nutzten 2024 KI-Technologien — ein Jahr zuvor waren es 12 %
Statistisches Bundesamt, 25.11.2024

48 zu 17

Prozent: So weit lagen große und kleine Unternehmen bei der KI-Nutzung 2024 auseinander
Statistisches Bundesamt, IKT-Erhebung

4 von 10

Unternehmen gehen davon aus, dass privat beschaffte KI-Werkzeuge im Haus benutzt werden
Bitkom, 21.10.2025
Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zur KI-Beratung

KI-Beratung unterstützt Unternehmen dabei, aus betrieblichen Fragen Anwendungsfälle für künstliche Intelligenz zu machen, die Datenlage realistisch zu bewerten, ein Verfahren auszuwählen und dessen Güte zu messen — und das Ergebnis so in Arbeitsabläufe einzubinden, dass jemand dafür einstehen kann. Dazu gehört der Rahmen: Zuständigkeiten, Freigabewege, Überwachung und Dokumentation. Nicht Bestandteil ist die Auswahl einer Software als Selbstzweck; die Entscheidung über Geschäftsmodell und Prozesse bleibt im Unternehmen.
Eine Beratung zur digitalen Transformation arbeitet am Ganzen: Zielbild, Systemlandschaft, Prozesse und die Reihenfolge der Vorhaben. KI-Beratung setzt enger an, bei einer einzelnen wiederkehrenden Einschätzung oder Vorhersage — ob ein Vorgang maschinell unterstützt werden kann, was die Daten hergeben und wie das Ergebnis in den Ablauf kommt. Beide greifen ineinander: Wo Prozesse und Datenpflege ungeklärt sind, ist die breitere Transformationsarbeit der richtige Rahmen.
Abgerechnet wird nach Tagessätzen. In unserem Netzwerk liegen die Spannen für KI-Profile zwischen etwa 450 und 1.600 € pro Tag: Befähigung und Schulung am unteren Ende, umsetzungsnahe Profile für Daten, Automatisierung und Betrieb typischerweise bei 750 bis 1.100 €, spezialisierte Architekturarbeit bei 900 bis 1.250 €, beratende und führende Profile bei 950 bis 1.600 €. Über die Höhe entscheiden Seniorität und Verantwortungsgrad, Datenlage, Regulierungsdichte der Branche, Anteil an Arbeit vor Ort und Laufzeit. Die Spannen sind je Rolle offengelegt.
In drei Stufen, die jeweils eine eigene Entscheidung tragen. Eine Vorstudie klärt Frage und Datenlage und endet mit der Aussage, ob weitergearbeitet werden sollte — die günstigste Stufe, und sie verhindert die teuren Fälle. Ein Pilot bringt einen Anwendungsfall zu einer belastbaren Messung; sein Aufwand richtet sich nach der Zahl der Datenquellen, nicht der Ideen. Die Skalierung enthält Anbindung, Überwachung und Befähigung und erzeugt als einzige Stufe laufende Kosten. Lizenz-, Rechen- und Cloudkosten Dritter kommen hinzu.
Entscheidend ist nicht die Menge, sondern ob die Daten den gesuchten Zusammenhang abbilden. Geprüft werden Historie, Vollständigkeit, die Bedeutung einzelner Felder über die Zeit, Zugriffswege und der Aufwand regelmäßiger Bereitstellung. Häufig zeigt diese Prüfung, dass ein anderer Anwendungsfall mit denselben Daten schneller trägt. Für generative Anwendungen auf eigenen Dokumenten gilt anderes: Dort zählen Quellenauswahl, Rechte und Aktualität der Ablage.
Die KI-Verordnung der EU stuft Anwendungen nach Risiko ein und knüpft daran unterschiedliche Pflichten — von Transparenzhinweisen bis zu Dokumentations- und Aufsichtsanforderungen bei risikoreicheren Einsätzen; einzelne Praktiken sind untersagt. Praktisch heißt das zuerst: wissen, welche Anwendungen im Haus laufen, welchem Zweck sie dienen und wer sie freigegeben hat. Diese Einordnung leistet eine KI-Beratung. Sie ist keine Rechtsberatung und keine Zusicherung von Konformität — welche Pflichten Ihr Einsatz auslöst, muss im Einzelfall rechtlich geprüft werden.
Der Zugang zu Verfahren ist weitgehend unabhängig von der Unternehmensgröße; vorgefertigte Modelle und Dienste sind ohne eigene Forschung nutzbar. Der Unterschied liegt woanders: Große Häuser können mehrere Vorhaben parallel verfolgen und Fehlschläge verkraften, kleinere müssen den ersten Fall treffen. Deshalb ist im Mittelstand die Auswahl wichtiger als die Technik — ein klar begrenzter Vorgang mit vorhandenen Daten schlägt ein ambitioniertes Vorhaben ohne Datengrundlage.
Indem die Messgröße vor dem Start festgelegt wird und zwei Seiten hat. Eine reine Effizienzzahl — etwa der Anteil automatisch abgeschlossener Fälle — lässt sich immer verbessern, indem man mehr durchlaufen lässt; aussagekräftig ist sie nur zusammen mit einer Qualitätszahl, etwa der Fehlerquote. Beide werden an zurückgehaltenen echten Fällen erhoben, nicht an ausgewählten Beispielen. Dazu gehört die Vereinbarung, ab welchem Wert weitergeführt und ab welchem beendet wird.
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