Beratung für Lean Management und operative Exzellenz
Lean-Management-Beratung: kürzere Durchlaufzeiten statt höherer Auslastung
Lean Management ist die Disziplin, einen Betrieb am Fluss der Arbeit auszurichten statt an der Auslastung der einzelnen Station. Sie fragt für jeden Schritt, ob er zum Ergebnis beiträgt, für das ein Kunde zahlt, und was mit dem Rest geschieht: Warten, Zwischenlager, Transporte, Nacharbeit, Suchen, doppelte Erfassung. Wichtig wird das Thema, wenn Liefertermine reißen, obwohl niemand stillsteht; wenn Bestände und Rückstand gleichzeitig wachsen; wenn nach jeder Rationalisierungsrunde dieselben Engpässe zurückkehren; oder wenn eine früher eingeführte Verbesserungsroutine still eingeschlafen ist. Nötig sind dafür eine belastbare Aufnahme des Ist-Flusses mit Arbeits- und Liegezeiten, eine Nachfragerate, gegen die geglättet wird, verbindliche Standards für den neuen Zustand — und Führungskräfte, die täglich am Ort der Arbeit auf Abweichungen reagieren, statt sie monatlich zu berichten.
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Was Lean-Management-Beratung leistet — und was nicht

Lean-Management-Beratung — je nach Haus auch Lean-Beratung, Lean Consulting, Beratung für Operational Excellence oder KVP-Beratung genannt — verfolgt eine einzige Größe durch den ganzen Betrieb: die Zeit, die zwischen Auftrag und Auslieferung vergeht. Diese Zeit zerfällt in zwei Anteile, die sich völlig unterschiedlich verhalten. Der eine ist die Arbeitszeit, in der jemand am Stück oder am Fall tätig ist. Der andere ist die Liegezeit, in der beides nur wartet. In den meisten gemessenen Abläufen ist der zweite Anteil der weitaus größere — und er ist derjenige, den kaum jemand kennt.
Sie greift die Liegezeit an, nicht das Arbeitstempo. Ein Programm, das die Bearbeitungsschritte beschleunigt, gewinnt Minuten in einem Ablauf, dessen Verluste in Tagen gerechnet werden. Deshalb beginnt Lean-Arbeit mit einer Wertstromaufnahme, die beide Zeiten getrennt ausweist, und richtet die Maßnahmen dann auf Übergaben, Losgrößen, Rüstvorgänge und Warteschlangen. Wer den Takt beschleunigt, ohne den Bestand zwischen den Schritten zu senken, beschleunigt das Warten.
Sie behandelt Auslastung als Stellschraube, nicht als Ziel. Eine Station, die zu 95 % belegt ist, bildet zwangsläufig eine Warteschlange, sobald Ankünfte oder Bearbeitungszeiten schwanken — und sie schwanken immer. Hohe Auslastung und kurze Durchlaufzeit sind daher keine zwei Ziele, die man beide maximiert, sondern Gegenspieler, zwischen denen bewusst gewählt wird. Genau diese Wahl wird in Kennzahlensystemen selten getroffen, weil sie nur eine der beiden Größen führt.
Sie braucht eine Nachfragerate als Maßstab. Ohne Kundentakt gibt es kein „genug": keine Aussage darüber, wie viel Kapazität eine Linie oder ein Team vorhalten muss, keine Grundlage für Glättung, keine Trennung zwischen echtem Engpass und Schwankungsfolge. Fehlt dieser Bezug, wird Verbesserung zu einer Reihe von Einzelmaßnahmen ohne gemeinsamen Nenner — sichtbar daran, dass niemand sagen kann, welche davon die Durchlaufzeit gesenkt hat.
Im englischsprachigen Umfeld heißen dieselben Aufgaben lean consulting, lean manufacturing, continuous improvement oder operational excellence; auch Lean Six Sigma gehört in dieses Feld, verbindet die Flussorientierung aber mit einer statistischen Sicht auf Streuung. Häuser mit Standorten im Ausland begleiten wir in beiden Sprachen.
Was sie nicht leistet. Sie ist kein Personalabbauprogramm. Frei werdende Zeit muss in ein Ziel überführt werden — mehr Ausstoß, kürzere Zusagen, übernommene Fremdleistung —, sonst füllt sie sich von selbst wieder auf. Sie ersetzt auch keine Investitionsentscheidung: Wo eine Anlage technisch nicht kann, was der Takt verlangt, hilft keine Methode. Und sie hält nicht ohne Führung: Ohne täglichen Abweichungsdialog vor Ort zerfällt jeder eingeführte Standard innerhalb weniger Monate — das ist der häufigste Grund, aus dem eine zweite Lean-Welle nötig wird.
Wo diese Seite endet: Kapazität, Ausstoß, Anlagenverfügbarkeit und Werkssteuerung sind Gegenstand der Produktionsberatung. Die Aufnahme, Modellierung und Governance von Geschäftsprozessen beschreiben wir in der Prozessberatung, Bestände und Netzwerkstruktur in der Supply-Chain-Beratung. Wenn der Anlass eine Ergebniswende unter Zeitdruck ist, führt der Weg über die Restrukturierungsberatung.
Wann externe Unterstützung eine Lean-Initiative über den Anfang hinausträgt
Nicht jede Verbesserungsaufgabe braucht Hilfe von außen. Wo eine geschulte Verbesserungsrolle im Haus sitzt, die Wertströme aufgenommen sind und die Führung den Abweichungsdialog wirklich führt, ist der interne Weg der belastbarere. In den folgenden Lagen fällt die Rechnung anders aus, und der Grund ist strukturell: Eine Lean-Einführung verlangt, dass jemand gewohnte Kennzahlen infrage stellt — die Auslastung einer Anlage, die Losgröße, die Bestandsreichweite. Wer selbst an diesen Zahlen gemessen wird, kann das schwer tun.
1. Termine reißen, obwohl alle Stationen beschäftigt sind
- Die Auslastungsberichte sind gut, die Liefertreue nicht — ein Muster, das auf Warteschlangen hindeutet, nicht auf fehlende Kapazität.
- Vor jeder Kapazitätsinvestition steht die Frage, wie viel Durchlaufzeit reine Liegezeit ist.
- Die Antwort braucht eine Aufnahme über den ganzen Wertstrom, nicht Kennzahlen je Kostenstelle.
2. Eine frühere Lean-Einführung ist eingeschlafen
- Markierungen auf dem Boden, Tafeln an der Wand, aber keine gepflegten Standards und keine Runde, die Abweichungen behandelt.
- Der Rückfall hat fast immer einen Führungsgrund, keinen methodischen — und wird intern selten so benannt.
- Ein Neustart muss deshalb an der Führungsroutine ansetzen, nicht an den Werkzeugen.
3. Ein Engpass wandert und lässt sich nicht festnageln
- Jede Woche steht eine andere Station als Ursache im Bericht; Sonderfahrten und Umplanungen werden zur Normalität.
- Ein wandernder Engpass ist ein Schwankungsproblem und wird durch Glättung und Entkopplung gelöst, nicht durch Zukauf.
- Die Unterscheidung verlangt Messung über mehrere Wochen und Erfahrung mit ähnlichen Mustern.
4. Rüst- und Umstellzeiten begrenzen die Losgröße
- Kleine Serien und mehr Varianten sind gefordert, die Rüstzeit macht sie unwirtschaftlich.
- Rüstzeitverkürzung ist handwerklich anspruchsvoll und wird ohne äußere Anleitung meist zu früh abgebrochen.
- Der Effekt zeigt sich erst, wenn die gewonnene Zeit auch in kleinere Lose umgesetzt wird.
5. Verwaltung und Auftragsabwicklung sind der längere Teil
- Die Fertigung braucht Tage, die Bearbeitung von Angebot, Freigabe und Auftragsklärung Wochen.
- Lean Administration arbeitet mit denselben Prinzipien, aber anderen Werkzeugen — Erfahrung damit ist im produktionsnahen Umfeld selten vorhanden.
- Der Hebel liegt in Rückfragen, Freigabestufen und Doppelerfassung.
6. Ein Standort soll ein Vorgehen übernehmen, das anderswo funktioniert
- Ein Werk oder Team arbeitet erkennbar besser, die Übertragung auf die anderen bleibt stecken.
- Übertragbar sind Prinzipien und Standards, nicht die konkrete Lösung — diese Unterscheidung ist die eigentliche Arbeit.
- Von außen lässt sich leichter benennen, was am Vorbildstandort wirklich den Unterschied macht.
Erkennen Sie eine dieser Lagen wieder? Für eine erste Einordnung genügen zwanzig Minuten: welcher Wertstrom zuerst aufgenommen werden sollte, welcher Anteil der Durchlaufzeit dort vermutlich Liegezeit ist — und ob es dafür überhaupt Unterstützung von außen braucht.
Die Ansatzpunkte: wo Lean-Arbeit im Betrieb greift
Die Ansatzpunkte sind einzeln oder in Kombination besetzbar. In den meisten Aufträgen beginnt es mit der Aufnahme und wächst über die angrenzenden Felder weiter, weil sie aufeinander aufbauen: Ein geglätteter Plan ohne kurze Rüstzeiten ist nicht fahrbar, und ein Standard ohne Führungsroutine hält nicht. Welches Feld zuerst greift, hängt davon ab, ob im Haus die Transparenz, die Technik oder die Führung der schwächere Teil ist.
Wertstromaufnahme und Durchlaufzeitanalyse
Aufnahme des Ist-Zustands über den gesamten Ablauf, mit getrennter Ausweisung von Arbeits- und Liegezeit, Beständen zwischen den Schritten, Losgrößen und Übergabepunkten. Daraus entsteht ein Soll-Wertstrom mit einer Zielgröße für die Durchlaufzeit und einer nachvollziehbaren Rechnung, woher die Verkürzung kommt. Die Aufnahme ist Handwerk am Ort der Arbeit und nicht aus dem ERP-Bericht ableitbar — dort steht die Buchung, nicht die Wartezeit.
Fluss, Taktung und Glättung
Auslegung des Ablaufs auf die Kundennachfragerate: Taktabstimmung, Entkopplungspunkte, Pull-Steuerung mit Kanban statt Vorwärtsterminierung, Nivellierung des Auftragsmixes und Losgrößenpolitik. Die zentrale Entscheidung ist, an welcher Stelle bewusst ein Bestand gehalten wird, damit Schwankungen nicht durch die ganze Kette laufen. Ohne diesen Punkt endet jede Fließfertigung beim ersten Sonderauftrag.
Rüstzeitverkürzung und Anlagenstabilität
Trennung von internem und externem Rüsten, Vorrichtungs- und Werkzeugarbeit, Standardisierung der Rüstfolge — und auf der Anlagenseite vorbeugende Instandhaltung, Kurzstillstandsanalyse und autonome Pflege durch das Bedienpersonal. Beides verfolgt dasselbe Ziel: kleine Lose ohne Wirtschaftlichkeitsverlust fahrbar machen. Gemessen wird an Rüstzeit je Wechsel und an der Zahl ungeplanter Unterbrechungen.
Arbeitsplatz, Standard und Qualität an der Quelle
Ordnung und Erreichbarkeit am Arbeitsplatz, ergonomische Anordnung, visuelle Führung, standardisierte Arbeitsfolgen als gemeinsam erarbeitete Beschreibung statt Vorschrift von oben. Dazu Fehlervermeidung an der Entstehungsstelle: Prüfungen dort, wo der Fehler passiert, statt am Ende der Linie, und technische Vorkehrungen, die den falschen Handgriff unmöglich machen. Ohne Standard gibt es keine Abweichung — und damit nichts zu verbessern.
Shopfloor Management und Verbesserungsroutine
Die Führungsseite: kurze Regelbesprechung am Ort der Arbeit, Kennzahlen, die dort entstehen und verstanden werden, eine verbindliche Eskalationsstufe und ein Verfahren, mit dem Ursachen nachgegangen wird statt Symptomen. Dazu der Aufbau einer eigenen KVP- oder Kaizen-Routine samt Qualifizierung der Rollen, die sie tragen. Dieser Ansatzpunkt entscheidet, ob die übrigen nach einem Jahr noch wirken.
Lean Administration und Lean Six Sigma
Übertragung der Prinzipien auf Auftragsabwicklung, Angebotserstellung, Freigabe- und Abrechnungsläufe: Rückfragen als Hauptverursacher der Liegezeit, Freigabestufen ohne Beitrag, Doppelerfassung zwischen Systemen. Wo Streuung das Problem ist und nicht der Fluss, ergänzt eine statistische Sicht die Lean-Werkzeuge — mit DMAIC-Struktur, Fähigkeitskennwerten und Messsystemprüfung, dosiert nach Datenlage.
Welcher Ansatzpunkt bei Ihnen den größten Hebel hat, lässt sich in einem kurzen Gespräch grob einordnen — inklusive der ehrlichen Antwort, ob sich ein Mandat dafür überhaupt rechnet.
In welcher Form Lean-Fachleute mitarbeiten
Bei Lean-Arbeit entscheidet weniger das Mandat als die Nähe zur Arbeit: Wer einen Wertstrom verändert, muss mit den Leuten an der Linie oder am Schreibtisch arbeiten, nicht über sie. Vier Einbindungsformen haben sich dafür bewährt, von der Aufnahme eines einzelnen Wertstroms bis zur Linienverantwortung. Sie lassen sich mischen, und der Zuschnitt wechselt im Verlauf häufig. Für alle gilt dasselbe Gerüst: eine benannte interne Verantwortung, eine vorab festgelegte Zielgröße für Durchlaufzeit oder Bestand und ein Ausgangswert, gegen den später gemessen wird.
Aufnahme eines einzelnen Wertstroms
Eine Fachperson nimmt einen abgegrenzten Ablauf auf und legt Arbeits- gegen Liegezeit offen: Bestände zwischen den Schritten, Losgrößen, Rüstaufwand, Übergaben. Ergebnis ist ein Soll-Bild mit einer gerechneten Zielgröße und einer Rangfolge der Maßnahmen — ohne Struktur drumherum.
Verbesserungsteam mit Ihren Leuten
Zwei bis fünf externe Fachleute arbeiten mit Ihren Meistern, Planern und Sachbearbeitenden in einem Team, unter interner fachlicher Führung. Die übliche Form bei Wertstromumbauten, weil der neue Standard dort entstehen muss, wo er danach gelebt wird — und weil das Können im Haus bleiben soll.
Verbesserungsrolle auf Zeit
Eine externe Person besetzt die Lean-, KVP- oder Operational-Excellence-Rolle mit eigenem Auftrag: Standards pflegen, Abweichungen nachgehen, Qualifizierung aufbauen, die Führungsroutine am Laufen halten. Übliche Wahl bei einer Vakanz oder wenn diese Rolle im Haus erst geschaffen wird.
Führungsverantwortung mit Lean-Auftrag
Eine externe Person übernimmt Produktions-, Werks- oder Bereichsverantwortung mit Entscheidungsbefugnis und dem ausdrücklichen Auftrag, den Betrieb auf Fluss umzustellen. Angebracht, wenn die Umstellung gegen etablierte Auslastungsziele durchzusetzen ist und dafür Weisungsrecht gebraucht wird.
Lean in verschiedenen Branchen: woran die Flussorientierung jeweils scheitert
Lean lässt sich nicht branchenneutral einführen, weil jede Branche eine eigene Ursache für Liegezeit mitbringt. In der Automobilzulieferung ist der Takt vorgegeben und die Schwierigkeit liegt in der Variantenzahl und in eingespielten Sonderfahrten; im Maschinen- und Anlagenbau gibt es streng genommen keinen Takt, weil jedes Los eine Losgröße von wenigen Stück hat und die Konstruktion mitläuft; in der Prozessindustrie sind Chargengrößen und Reinigungsvorgänge technisch gesetzt, wodurch der Hebel von der Fertigung in Planung und Instandhaltung wandert; in der Pharma- und Medizintechnik begrenzt die Nachweispflicht, wie schnell ein Standard geändert werden darf; in der Logistik entsteht Liegezeit an Rampe und Umschlagpunkt, nicht an der Bearbeitung; und in Verwaltung und Dienstleistung ist der Bestand unsichtbar, weil er in Postkörben und Systemen liegt und nicht auf einer Palette steht. Die Prinzipien gelten überall gleich; welcher Hebel wirklich trägt und welcher Fehler droht, entscheidet sich je Feld neu.
Wir besetzen deshalb nach Branchen- und Verfahrenserfahrung, nicht nach Verfügbarkeit: mit Fachleuten, die die jeweilige Fertigungsart kennen, die üblichen Nachweispflichten, die Grenzen der Anlagentechnik und die Stellen, an denen vergleichbare Umstellungen vorher gescheitert sind. Ausgewählt wird aus einem Netzwerk mit 25 Fachbereichen und über 300 Rollenprofilen. Am häufigsten arbeiten wir in den sechs Feldern darunter; jede Kachel benennt die dort maßgebliche Ursache für Liegezeit.
Automotive & Zulieferindustrie
Der Takt kommt vom Kunden und ist nicht verhandelbar, die Variantenzahl steigt trotzdem weiter. Liegezeit entsteht hier weniger an der Linie als in Umrüstungen, Bereitstellung und in einem eingespielten System aus Sonderfahrten, das Terminprobleme unsichtbar macht. Themen sind Rüstfolgen bei hoher Variantenzahl, taktnahe Materialbereitstellung, Nivellierung des Auftragsmixes und eine Eskalation, die Abweichungen am Tag der Entstehung behandelt. Gemessen wird an Liefertreue ohne Sonderfahrten und an Bestandsreichweite je Variante.
Maschinen- & Anlagenbau
Einzelstück und Kleinserie, lange Vorlaufzeiten, Konstruktion und Fertigung greifen ineinander: Ein Takt im engeren Sinn existiert nicht, wohl aber ein Fluss über Angebot, Konstruktion, Beschaffung, Vorfertigung und Montage. Der größte Anteil der Durchlaufzeit liegt regelmäßig vor der ersten Spanabnahme, in Klärungsschleifen und wartenden Zeichnungsfreigaben. Themen sind Baugruppenstandardisierung, Vorfertigung nach Verbrauch, Montagetaktung und eine Projektsteuerung, die Engpassressourcen sichtbar macht. Gemessen wird an Termintreue je Projektphase.
Chemie & Prozessindustrie
Chargengrößen, Reinigungs- und Umstellvorgänge sind verfahrenstechnisch gesetzt, die Anlage läuft im Verbund: Der Hebel wandert damit aus der Fertigung in Planung und Instandhaltung. Themen sind Kampagnenplanung mit Reinigungsfolgen, Reduzierung von Umstellverlusten, vorbeugende Instandhaltung an Engpassaggregaten und die Auswertung von Kurzstillständen, die in der Anlagenstatistik untergehen. Gemessen wird an Anlagenverfügbarkeit am Engpass und Umstellverlust je Kampagne.
Pharma & Medizintechnik
Hier begrenzt die Nachweispflicht die Änderungsgeschwindigkeit: Jede Änderung an einem Standard durchläuft ein geregeltes Verfahren, und validierte Prüfungen lassen sich nicht einfach vorziehen. Lean-Arbeit richtet sich deshalb zuerst auf die Bereiche, die nicht validierungsrelevant sind — Bereitstellung, Dokumentationsläufe, Freigabewartezeiten, Probenlogistik — und arbeitet Änderungen an validierten Schritten gebündelt ab. Gemessen wird an Freigabedurchlaufzeit und Anteil dokumentationsbedingter Wartezeit.
Logistik & Distribution
Bearbeitungszeiten sind kurz, Liegezeit entsteht an Rampe, Umschlagpunkt und in der Wellenbildung: Ein Paket wartet ein Vielfaches der Zeit, die seine Bearbeitung dauert. Themen sind Glättung des Auftragseingangs über den Tag, Zonen- und Wegeoptimierung im Lager, Kommissionierung nach Verbrauch statt in Großwellen und eine Zeitfenstersteuerung, die Rampenstaus auflöst. Gemessen wird an Durchlaufzeit vom Auftragseingang bis zur Verladung und an Wartezeit je Fahrzeug.
Verwaltung & Dienstleistung
Der Bestand ist unsichtbar: Er liegt in Postkörben, Warteschlangen und Systemzuständen, und weil niemand darüber stolpert, wird er nicht gemessen. Themen sind die Aufnahme des Falldurchlaufs mit echten Wartezeiten, Abbau von Freigabestufen ohne Beitrag, Vermeidung von Rückfragen durch vollständige Eingangsprüfung und Bearbeitung nach Ankunft statt in Stapeln. Lean Administration trägt sich hier über die Kennzahl Erstlösungsquote. Gemessen wird an Falldurchlaufzeit und Rückfragequote.
Automotive & Zulieferindustrie
Der Takt kommt vom Kunden und ist nicht verhandelbar, die Variantenzahl steigt trotzdem weiter. Liegezeit entsteht hier weniger an der Linie als in Umrüstungen, Bereitstellung und in einem eingespielten System aus Sonderfahrten, das Terminprobleme unsichtbar macht. Themen sind Rüstfolgen bei hoher Variantenzahl, taktnahe Materialbereitstellung, Nivellierung des Auftragsmixes und eine Eskalation, die Abweichungen am Tag der Entstehung behandelt. Gemessen wird an Liefertreue ohne Sonderfahrten und an Bestandsreichweite je Variante.
Maschinen- & Anlagenbau
Einzelstück und Kleinserie, lange Vorlaufzeiten, Konstruktion und Fertigung greifen ineinander: Ein Takt im engeren Sinn existiert nicht, wohl aber ein Fluss über Angebot, Konstruktion, Beschaffung, Vorfertigung und Montage. Der größte Anteil der Durchlaufzeit liegt regelmäßig vor der ersten Spanabnahme, in Klärungsschleifen und wartenden Zeichnungsfreigaben. Themen sind Baugruppenstandardisierung, Vorfertigung nach Verbrauch, Montagetaktung und eine Projektsteuerung, die Engpassressourcen sichtbar macht. Gemessen wird an Termintreue je Projektphase.
Chemie & Prozessindustrie
Chargengrößen, Reinigungs- und Umstellvorgänge sind verfahrenstechnisch gesetzt, die Anlage läuft im Verbund: Der Hebel wandert damit aus der Fertigung in Planung und Instandhaltung. Themen sind Kampagnenplanung mit Reinigungsfolgen, Reduzierung von Umstellverlusten, vorbeugende Instandhaltung an Engpassaggregaten und die Auswertung von Kurzstillständen, die in der Anlagenstatistik untergehen. Gemessen wird an Anlagenverfügbarkeit am Engpass und Umstellverlust je Kampagne.
Pharma & Medizintechnik
Hier begrenzt die Nachweispflicht die Änderungsgeschwindigkeit: Jede Änderung an einem Standard durchläuft ein geregeltes Verfahren, und validierte Prüfungen lassen sich nicht einfach vorziehen. Lean-Arbeit richtet sich deshalb zuerst auf die Bereiche, die nicht validierungsrelevant sind — Bereitstellung, Dokumentationsläufe, Freigabewartezeiten, Probenlogistik — und arbeitet Änderungen an validierten Schritten gebündelt ab. Gemessen wird an Freigabedurchlaufzeit und Anteil dokumentationsbedingter Wartezeit.
Logistik & Distribution
Bearbeitungszeiten sind kurz, Liegezeit entsteht an Rampe, Umschlagpunkt und in der Wellenbildung: Ein Paket wartet ein Vielfaches der Zeit, die seine Bearbeitung dauert. Themen sind Glättung des Auftragseingangs über den Tag, Zonen- und Wegeoptimierung im Lager, Kommissionierung nach Verbrauch statt in Großwellen und eine Zeitfenstersteuerung, die Rampenstaus auflöst. Gemessen wird an Durchlaufzeit vom Auftragseingang bis zur Verladung und an Wartezeit je Fahrzeug.
Verwaltung & Dienstleistung
Der Bestand ist unsichtbar: Er liegt in Postkörben, Warteschlangen und Systemzuständen, und weil niemand darüber stolpert, wird er nicht gemessen. Themen sind die Aufnahme des Falldurchlaufs mit echten Wartezeiten, Abbau von Freigabestufen ohne Beitrag, Vermeidung von Rückfragen durch vollständige Eingangsprüfung und Bearbeitung nach Ankunft statt in Stapeln. Lean Administration trägt sich hier über die Kennzahl Erstlösungsquote. Gemessen wird an Falldurchlaufzeit und Rückfragequote.
Typische Lean-Initiativen und ihr Prüfmaß
Was im Lean-Umfeld tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in wenige Auftragsbilder. Jedes hat eine typische Ausgangslage, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und ein Prüfmaß, das vor dem Start vereinbart und während der Laufzeit gemessen wird — nicht am Ende geschätzt. Entscheidend ist in allen Fällen der Ausgangswert: Ohne eine festgehaltene Durchlaufzeit und einen Bestandsstand zum Startzeitpunkt lässt sich hinterher jede Verbesserung behaupten und keine belegen.
Wertstromumbau in einem Bereich
Ausgangslage: eine Fertigungs- oder Bearbeitungsstrecke mit hohen Zwischenbeständen, langer Durchlaufzeit und guter Stationsauslastung. Die Reihenfolge, die trägt: erst aufnehmen und Arbeits- gegen Liegezeit trennen, dann den Soll-Fluss mit Entkopplungspunkt festlegen, dann Rüstzeiten senken, damit die kleineren Lose fahrbar sind, und erst danach umstellen. Gemessen wird an Durchlaufzeit und Bestand zwischen den Schritten, getrennt nach Fluss- und Rüsteffekt.
Aufbau von Shopfloor Management
Ausgangslage: Kennzahlen entstehen im Controlling und erreichen die Linie mit Wochen Verzug, Abweichungen werden berichtet statt behandelt. Der Weg führt über wenige Kennzahlen, die vor Ort entstehen, eine kurze tägliche Runde mit fester Tagesordnung, eine benannte Eskalationsstufe und ein Verfahren zur Ursachenklärung. Gemessen wird an der Zahl offener Abweichungen älter als eine Woche und daran, ob Führungskräfte die Runde selbst leiten.
Wiederbelebung einer eingeschlafenen KVP-Routine
Ausgangslage: Werkzeuge sind bekannt, Tafeln hängen, Standards sind veraltet, die Verbesserungsrolle ist unbesetzt oder mit anderem beschäftigt. Zuerst wird geprüft, welche Standards tatsächlich gelebt werden, dann werden sie mit den Beteiligten neu geschrieben, dann die Routine an einer Stelle wieder in Gang gesetzt und erst danach ausgeweitet. Gemessen wird an umgesetzten Verbesserungen je Mitarbeitenden und an der Standardaktualität.
Lean Administration in der Auftragsabwicklung
Ausgangslage: die Fertigung ist schneller als die Verwaltung, Aufträge warten auf Klärung, Freigaben und Nachfragen. Zuerst wird der Falldurchlauf mit echten Wartezeiten aufgenommen, dann werden Freigabestufen ohne Beitrag gestrichen, die Eingangsprüfung vervollständigt und die Stapelbearbeitung aufgelöst. Gemessen wird an Falldurchlaufzeit, Rückfragequote und dem Anteil vollständig eingegangener Aufträge.
Wer Lean-Arbeit im Betrieb trägt: Profile aus unserem Netzwerk
Die folgenden sechs Profile sind ein Ausschnitt — sie stehen für die Rollen, die in Lean-Initiativen am häufigsten angefragt werden. Über die Fachbereiche Operations & Produktion und Restrukturierung & operative Effizienz sind zahlreiche weitere Profile erreichbar, darunter Führungsrollen für Werk und Instandhaltung. Was zur Aufgabe passt, liegt weit auseinander: Eine Wertstromaufnahme verlangt andere Erfahrung als das Einführen einer Führungsroutine.
Von der Wertstromaufnahme bis zum stabilen Standard
Umfang und Dauer der Stationen hängen von Fertigungsart, Variantenzahl und Datenlage ab, die Abfolge nicht: erst messen, dann festlegen, dann fahrbar machen, dann umstellen, dann stabilisieren. Wir überspringen keine Station und verkürzen sie nur, wenn belastbare Vorarbeit vorliegt — eine Umstellung ohne aufgenommene Liegezeiten ist ein Umbau auf Vermutung.
1. Fluss messen, nicht schätzen
2. Soll-Fluss festlegen und Zielgröße begründen
3. Kleine Lose fahrbar machen
4. Umstellen und Standard schreiben
5. Führungsroutine in Gang setzen
6. Nachmessen und übergeben
Was Lean-Management-Beratung kostet: Tagessätze und Budgetrahmen
Externe Unterstützung im Lean-Umfeld wird bei uns nach Tagessatz abgerechnet, nicht nach Projektpauschale. Er ergibt sich aus fünf Faktoren: Seniorität und Zahl begleiteter Umstellungen, Branche und Fertigungsart (Prozessindustrie, Pharma und regulierte Umfelder liegen über dem Mittel), Präsenzanteil vor Ort — Lean-Arbeit ist ortsgebunden und lässt sich kaum aus der Ferne leisten —, Mandatsdauer, wobei längere Mandate pro Tag niedriger liegen, und Verfügbarkeit im gesuchten Profil.
Die ausgewiesenen Spannen der unten gezeigten Rollen liegen zwischen 650 € und 2.200 € pro Tag. Die methodennahen Lean-, KVP- und Six-Sigma-Profile selbst bewegen sich darin zwischen 650 € und 1.600 €; die höheren Werte gehören zu Führungsrollen für Werk, Produktion und Sondersituationen.
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1.300 – 2.200 € pro Tag
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1.200 – 1.900 € pro Tag
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1.000 – 1.700 € pro Tag
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Freelance Operational Excellence Consultant
900 – 1.600 € pro Tag
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900 – 1.500 € pro Tag
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Freelance Six Sigma Consultant
800 – 1.400 € pro Tag
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Freelance Lean Management Consultant
800 – 1.400 € pro Tag
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Freelance Six Sigma Black Belt
750 – 1.300 € pro Tag
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750 – 1.300 € pro Tag
-
700 – 1.200 € pro Tag
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650 – 1.150 € pro Tag
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650 – 1.100 € pro Tag
Jede Spanne ist auf der zugehörigen Rollenseite offen ausgewiesen, nicht auf Anfrage.
Wie sich eine Lean-Initiative budgetieren lässt. Geplant wird in Personentagen, nicht in einer Gesamtsumme. Die Aufnahme eines abgegrenzten Wertstroms mit Soll-Bild und Maßnahmenrangfolge liegt meist bei 10 bis 20 Personentagen. Ein Wertstromumbau in einem Bereich, von der Aufnahme bis zum geschriebenen Standard, eher bei 30 bis 60 Tagen, verteilt über mehrere Monate mit Pausen zwischen den Stationen — die Umstellung braucht Zeit im Betrieb, nicht Beratungspräsenz. Der Aufbau einer Führungsroutine wird in Wellen je Bereich gerechnet. Eine Verbesserungsrolle auf Zeit rechnet anders: zwei bis vier Tage pro Woche über sechs bis achtzehn Monate.
Entscheidend ist nicht der Tagessatz, sondern das Verhältnis zum gebundenen Kapital und zur verlorenen Zeit: Ein Bereich, in dem Bestände von 4 Mio. € liegen und die Durchlaufzeit halbiert werden kann, trägt 50 Beratungstage aus der Bestandsreduzierung allein. Wo eine Linie an ihrer technischen Grenze läuft und die Nachfrage sie voll auslastet, ist der Hebel klein — das sagen wir, bevor ein Angebot entsteht.
Worin sich das von einer Beratungsgesellschaft unterscheidet. Sie bezahlen die Person, die am Wertstrom arbeitet, und nicht eine Pyramide über ihr: kein Engagement Manager, kein Partneranteil, keine Sockelkosten für Methodenbaukasten und Foliensatz. Dafür bekommen Sie keinen Apparat — Beauftragt werden einzelne Fachleute oder ein kleines Team; die fachliche Führung bleibt bei Ihnen. Ergebnisabhängige Modelle bilden wir nicht ab: Sie setzen den Anreiz, eine Einsparung rechnerisch auszuweisen, statt die Durchlaufzeit wirklich zu senken.
Die vollständige Übersicht steht unter Operations & Produktion und Restrukturierung & operative Effizienz — darunter Freelance Lean Manager, Freelance KVP-Manager, Interim Produktionsleiter und Operational Excellence Consultant. Für angrenzende Aufgaben ergänzen Supply Chain Management, Industrial Engineering und Projektmanagement.
Die Auslastung ist niedrig, die Durchlaufzeiten sind es nicht
77,5 %
+1,5 %
+1,1 %
Häufige Fragen zur Lean-Management-Beratung
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