Supply Chain Beratung
Supply Chain Consulting: Lieferfähigkeit sichern, Kapital freisetzen
Supply Chain Consulting arbeitet an der Steuerung aller Stufen vom Rohstoff bis zum Kunden — im Deutschen auch Lieferkettenmanagement genannt. Eine Lieferkette muss dabei drei Dinge gleichzeitig leisten: liefern, wenig Kapital binden und bezahlbar bleiben. Diese drei Größen stehen im Widerspruch zueinander, und wer nur an einer Stelle optimiert, verschiebt das Problem an eine andere. Wichtig wird das Thema meist dann, wenn Termine trotz hoher Bestände reißen, wenn nach einer Störung im Markt die Struktur der Kette selbst infrage steht oder wenn Wachstum an Standorten, Vorlaufzeiten oder Lieferanten hängt. Nötig sind dafür belastbare Zahlen, eine Planung, der die Organisation traut, und Entscheidungen über die Netzwerkstruktur — nicht zuerst ein neues Planungswerkzeug.
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Was Supply-Chain-Beratung leistet — und was nicht

Supply Chain Consulting — als Supply Chain Management Beratung oder Lieferkettenmanagement dieselbe Disziplin — arbeitet an einem Zielkonflikt, nicht an einer einzelnen Kennzahl. Liefertreue lässt sich mit Bestand kaufen, Bestand mit Servicegrad senken, Frachtkosten mit längeren Vorlaufzeiten drücken; jede dieser Bewegungen bezahlt eine andere Stelle im Haus. Der Gegenstand der Beratung ist deshalb die Frage, welche Lieferkette das Geschäftsmodell überhaupt braucht: welche Standorte, welche Vorlaufzeiten, welche Bestände, welche Lieferantenstruktur.
Sie macht die drei Größen gleichzeitig sichtbar. Liefertreue gemessen an der Erstzusage statt am zuletzt verschobenen Termin. Gebundenes Kapital aufgeteilt nach Reichweite, Gängigkeit und Überalterung statt als Gesamtbestand. Frachtkosten nie allein, sondern immer im Paar mit der Termintreue. Erst in dieser Zusammenschau zeigt sich, dass der Engpass selten dort liegt, wo er auffällt — ein Rückstand im Versand ist häufig ein Planungsfehler aus der Vorwoche.
Sie trennt Symptom und Ursache. Wo Bestand die Rolle einer fehlenden Planung übernimmt, bleibt Bestandsoptimierung wirkungslos, solange die Planung nicht steht: Ein Forecast, dem niemand traut, wird über Jahre mit Bestand zugeschüttet. Umgekehrt lassen sich Frachtkosten je Sendung so lange bündeln, bis die Termintreue beim Kunden kippt. Beides sind Verschiebungen, keine Verbesserungen.
Sie rechnet Alternativen mit Ihren Zahlen. Nearshoring, Dual Sourcing, ein anderer Verkehrsträgermix oder ein neuer Dienstleisterschnitt kosten zunächst mehr und rechnen sich über vermiedene Ausfallstunden. Ob das im Einzelfall aufgeht, entscheidet sich an echten Mengen, Frachtraten und Vorlaufzeiten — nicht an Branchenerfahrungswerten.
International begegnen Ihnen dieselben Leistungen als supply chain consulting, supply chain management consulting, supply chain strategy consulting oder supply chain optimization consulting. Für international aufgestellte Organisationen arbeiten wir zweisprachig; die Projektsprache richtet sich nach Ihrem Team.
Was sie nicht leistet. Sie übernimmt weder die operative Steuerung im Tagesgeschäft noch die Verhandlung mit Ihren Lieferanten. Und sie kann einen Zielkonflikt nicht auflösen, den das Unternehmen nicht entscheiden will: Wer höhere Liefertreue und niedrigere Bestände zugleich verlangt, ohne die Planung zu verbessern, bekommt beides nur auf dem Papier.
Was diese Seite nicht behandelt: die Beschaffungsseite der Kette. Warengruppenstrategie, Lieferantenauswahl, Verhandlung und Einsparprogramme stehen in der Einkaufsberatung; die organisatorisch-administrative Prozesssicht in der Prozessberatung, die produktionsnahe in der Operations-Beratung. In der Praxis greifen diese Felder ineinander — supply chain consulting procurement ist deshalb fast immer eine gemeinsame Aufgabe von Einkauf und Supply Chain.
Wann externe Unterstützung in der Lieferkette weiterhilft
Ist die Ursache bekannt, die Zuständigkeit geklärt und Kapazität vorhanden, ist der interne Weg der schnellere. In den folgenden Ausgangslagen ist er es erfahrungsgemäß nicht — und zwar aus einem strukturellen Grund: In einer Lieferkette liegt die Ursache selten dort, wo der Schmerz auftritt. Wer im eigenen Bereich sucht, findet den eigenen Anteil. Eine Außensicht mit Zugriff auf alle Stufen kommt schneller an die Ursache als drei parallele interne Analysen.
1. Die Liefertreue sinkt, und niemand kann sagen, warum
- Jede Abteilung hat eine Erklärung, aber keine hält der Datenlage stand.
- Meist liegt die Ursache nicht dort, wo der Schmerz auftritt — der Engpass im Versand ist oft ein Planungsfehler aus der Vorwoche.
- Eine Außensicht mit Zugriff auf alle Stufen findet die Ursache schneller als drei parallele interne Analysen.
2. Der Bestand wächst schneller als der Umsatz
- Reichweiten steigen, gleichzeitig fehlen ausgerechnet die Artikel, die der Vertrieb gerade braucht.
- Ein Zeichen dafür, dass Bestand die Rolle einer fehlenden Planung übernimmt — teuer, aber unauffällig.
- Die Korrektur berührt Sortiment, Losgrößen und Servicegradziele und damit mehrere Bereiche zugleich.
3. Vertrieb, Planung und Produktion reden aneinander vorbei
- Es gibt drei Zahlenwelten und keinen Termin, an dem sie zusammengeführt werden.
- Ein S&OP-Prozess scheitert selten am Konzept, sondern an der Moderation und an fehlender Entscheidungsbefugnis in der Runde.
- Eine externe Instanz kann diese Rolle übernehmen, ohne im Lagerkampf der Bereiche zu stehen.
4. Ein Standort, Werk oder Lager kommt hinzu — oder fällt weg
- Netzwerkentscheidungen wirken über Jahre und lassen sich kaum zurückdrehen.
- Wer sie ohne belastbare Mengengerüste trifft, verschiebt Kosten, statt sie zu senken.
- Erfahrung aus mehreren vergleichbaren Netzwerken ist hier mehr wert als jedes Werkzeug.
5. Ein Lieferant fällt aus, und es gibt keine zweite Quelle
- Die Sofortmaßnahme bindet das gesamte Team und verdrängt jede strukturelle Arbeit.
- Nach der Krise fehlt die Kapazität, die Abhängigkeit dauerhaft aufzulösen.
- Externe Unterstützung hält hier meist beides parallel am Laufen: Feuerwehr und Umbau.
6. Ein neues Planungssystem soll eingeführt werden
- APS, WMS oder TMS bilden ab, was fachlich vorher entschieden wurde — nicht umgekehrt.
- Wer Stammdaten, Planungslogik und Verantwortlichkeiten nicht vorher klärt, digitalisiert den alten Fehler.
- Der teuerste Zeitpunkt für diese Einsicht ist der Go-live.
Kommt Ihnen eine dieser Ausgangslagen bekannt vor? Dann ist ein kurzes Gespräch der schnellste Weg zu einer Einordnung — welche Kennzahl zuerst gemessen werden sollte und ob das Problem in der Planung, im Netzwerk oder in der Abstimmung zwischen den Bereichen liegt.
Von der Netzwerkstruktur bis zur Zoll-Compliance: die Leistungsbereiche
Die Bereiche der Supply Chain Optimierung sind einzeln oder in Kombination besetzbar. In den meisten Projekten beginnt es mit einem Bereich und wächst über die angrenzenden weiter, weil sich Planung, Bestand und Transport nicht getrennt voneinander verbessern lassen: Wer den Bestand senkt, ohne die Planung zu schärfen, verliert Liefertreue.
Netzwerk- und Standortstruktur
Wie viele Lager, an welchen Orten, mit welcher Reichweite — und welche Ware überhaupt zentral liegen muss. Wir rechnen Netzwerkvarianten mit echten Mengen- und Transportdaten durch, statt mit Erfahrungswerten aus anderen Branchen. Dazu gehören Make-or-Buy-Fragen bei Lager und Transport sowie die ehrliche Antwort, wann eine Zentralisierung Servicegrade kostet, statt sie zu verbessern.
Absatz- und Bedarfsplanung, S&OP
Ein Forecast, dem Vertrieb und Produktion beide trauen, und ein Planungsrhythmus, der Entscheidungen erzwingt statt sie zu vertagen. Wir bauen Demand Planning, Kapazitätsabgleich und Sales and Operations Planning (S&OP) so auf, dass die Runde monatlich mit einer Zahl herausgeht — inklusive der unbequemen Entscheidung, welcher Auftrag bei knapper Kapazität wartet.
Bestandsmanagement und Lieferfähigkeit
Servicegradziele je Artikelgruppe, Sicherheitsbestände nach Schwankung statt nach Bauchgefühl, Umgang mit Gängigkeit und Überalterung. Ziel ist nicht der kleinste Bestand, sondern der richtige: weniger Kapital in Artikeln, die niemand abruft, mehr Verfügbarkeit dort, wo ein Fehlteil den Umsatz kostet.
Transport-, Fracht- und Logistiksteuerung
Transportnetz, Verkehrsträgermix, Tourenplanung und Dienstleistersteuerung — einschließlich der Frage, welche Leistungen ein Kontraktlogistiker besser erbringt als das eigene Haus. Logistikoptimierung heißt hier nicht pauschal weniger Fracht, sondern der richtige Zuschnitt: Wir schauen auf Frachtkosten je Sendung ebenso wie auf die Termintreue, die der Kunde tatsächlich erlebt.
Supply-Chain-Digitalisierung und Systeme
Auswahl und Zuschnitt von APS-, WMS- und TMS-Lösungen, Stammdatenqualität, Schnittstellen und Kennzahlenlogik. Herstellerneutral und mit der ehrlichen Antwort, wann ein bestehendes System besser ertüchtigt als ersetzt wird. Wie eine solche Einführung organisatorisch abgesichert wird, beschreiben wir in der Beratung für digitale Transformation.
Resilienz, Risiko und Zoll-Compliance
Supply Chain Resilienz entsteht nicht durch mehr Bestand, sondern durch Optionen: Kritikalitätsanalyse der Lieferantenbasis, Dual Sourcing für kritische Positionen, Nearshoring-Alternativen und Notfallkonzepte. Dazu gehören Zoll-, Export- und Sorgfaltspflichten-Themen, die längst Teil der Lieferkettensteuerung sind. Regulatorische Fragen ordnen wir fachlich ein; die rechtsverbindliche Bewertung des Einzelfalls bleibt bei Ihrer Rechtsabteilung oder Ihrem Berater.
Welcher Bereich bei Ihnen den größten Hebel hat, lässt sich in einem kurzen Gespräch grob einordnen — inklusive der ehrlichen Antwort, ob sich ein Projekt dafür überhaupt lohnt.
Wie wir in Lieferketten-Projekten andocken
In der Lieferkette entscheidet vor allem die Nähe zur Entscheidung: Wer Bestandsziele verändert, muss sie gegenüber Vertrieb und Produktion vertreten können. Vier Einsatzmodelle haben sich dafür bewährt, vom vierwöchigen Review bis zur Linienverantwortung. Sie sind kombinierbar und wechseln im Projektverlauf regelmäßig.
Zweitmeinung mit Zahlen
Eine erfahrene Person, ein klar umrissener Auftrag: Netzwerkbewertung, Bestands-Review oder eine Zweitmeinung zur Systemauswahl. Vier bis sechs Wochen, ein schriftliches Ergebnis mit Zahlen, keine Struktur drumherum.
Planungsteam auf Zeit
Zwei bis fünf externe Fachleute arbeiten mit Ihren Planern und Logistikern in einem Team, unter interner fachlicher Führung. Üblich bei S&OP-Aufbau und Bestandsprogrammen, weil das neue Vorgehen dort entsteht, wo es später gelebt werden muss.
Linienverantwortung auf Zeit
Eine externe Person übernimmt Linien- oder Programmverantwortung mit Entscheidungsbefugnis — bei Vakanz, im Turnaround oder wenn eine Bestandsentscheidung von außen leichter durchzusetzen ist als aus einem der beteiligten Bereiche heraus.
Steuerung mehrerer Vorhaben
Eine kleine Einheit über Netzwerk-, Planungs- und Systemprojekten: Abhängigkeiten, Risiken, Kapazitäten und ein Berichtsweg in die Geschäftsführung, der Entscheidungen ermöglicht statt Status zu verwalten.
Supply Chain Consulting nach Branche: was den Takt vorgibt
Eine Lieferkette lässt sich nicht branchenneutral verbessern. Im Automotive-Umfeld gilt ein Abrufraster im Stundentakt und eine Konventionalstrafe bei Bandstillstand, in Pharma entscheidet die dokumentierte Kühlkette, im Maschinenbau eine Variantenvielfalt, an der klassische Prognoseverfahren scheitern. Dieselbe Methode führt in diesen Branchen zu unterschiedlichen Ergebnissen — und zu unterschiedlichen Fehlern.
Wir besetzen deshalb mit Fachleuten, die den Taktgeber der jeweiligen Branche schon einmal erlebt haben: Anlauf- und Auslaufsteuerung, Serialisierung, Allokationsläufe bei Halbleitern, Frischeplanung im Lebensmittelhandel. Grundlage ist ein Netzwerk aus 25 Fachbereichen mit mehr als 300 Rollenprofilen, aus dem gezielt nach Branchen- und Systemerfahrung ausgewählt wird. Die folgenden Bereiche sind die, in denen wir am häufigsten arbeiten — jede Kachel nennt, was dort den Takt vorgibt.
Automotive & Zulieferindustrie
Kaum eine Branche plant so eng getaktet: Abrufe im Stundenraster, Konventionalstrafen bei Bandstillstand, gleichzeitig ein Umbau der Antriebstechnik, der ganze Teilefamilien ausläuft und neue anlaufen lässt. Typische Themen sind die Absicherung von Anläufen und Ausläufen, Zweitquellen für Elektronik und Gussteile sowie Bestandsstrategien für Teile mit langer Wiederbeschaffungszeit. Dazu kommt die Abstimmung mit Zoll- und Ursprungsregeln, sobald Fertigungsschritte in andere Länder wandern.
Maschinen- und Anlagenbau
Hohe Fertigungstiefe, kleine Serien, viele Varianten und Projektgeschäft mit langen Vorlaufzeiten — eine Kombination, in der klassische Prognoseverfahren wenig helfen. Die Arbeit liegt hier in der Verbindung von Auftrags- und Kapazitätsplanung, in belastbaren Zusagen an den Kunden trotz unsicherer Zulieferung und in der Frage, welche Baugruppen vorproduziert und welche erst mit Auftrag beschafft werden. Beratungen zum Supply-Chain-Management im Maschinenbau scheitern selten an der Methodik, sondern an Stammdaten, die die Variantenvielfalt nicht abbilden.
Pharma & Life Sciences
Regulatorik, Chargenrückverfolgbarkeit und Kühlkette lassen wenig Spielraum: Was nicht dokumentiert ist, gilt als nicht geschehen, und ein Temperaturbruch vernichtet Ware unwiederbringlich. Pharma supply chain consulting dreht sich deshalb um qualifizierte Transportwege, Serialisierung, Zweitquellen für Wirkstoffe und um Bestände, die Versorgungssicherheit garantieren, ohne Verfall zu produzieren. Die eigentliche Schwierigkeit ist meist die Abstimmung zwischen Qualitätssicherung und Planung.
Lebensmittel & Konsumgüter
Kurze Haltbarkeit, Aktionsgeschäft und Handelsmacht treffen auf eine Rohstoffbasis, die von Ernte und Wetter abhängt. Planung bedeutet hier, Promotionen und Saisonspitzen so zu antizipieren, dass weder Regallücken noch Abschriften entstehen. Themen sind Frischeplanung, Kühlkettenführung, Verfügbarkeit am Regal und eine Logistik, die tägliche Anlieferrhythmen bedient, ohne die Frachtkosten aus dem Ruder laufen zu lassen.
Handel & E-Commerce
Mehrere Kanäle, ein Bestand — und Kunden, die überall dieselbe Verfügbarkeit erwarten. Der Aufwand liegt in der Bestandstransparenz über Filiale, Lager und Onlineshop, in der Steuerung der letzten Meile und in Rücklaufquoten, die in manchen Sortimenten die Marge bestimmen. Hinzu kommt die Frage, welche Prozesse ein Dienstleister übernimmt und welche zum eigenen Markenerlebnis gehören.
Elektronik & High-Tech
Lange Wiederbeschaffungszeiten für Halbleiter, Allokationsläufe bei Knappheit und Produktzyklen, die kürzer sind als mancher Lieferzeitraum — eine Kombination, die Bestände gleichzeitig unverzichtbar und riskant macht. Nach der ifo-Konjunkturumfrage vom Juni 2026 meldeten in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und Elektronik 34,2 Prozent der Betriebe Materialengpässe — der höchste Wert unter den ausgewiesenen Branchen nach der Chemie. Arbeitsschwerpunkte sind Bauteilstrategien, Lieferantenqualifizierung und die Absicherung von Produktwechseln.
Automotive & Zulieferindustrie
Kaum eine Branche plant so eng getaktet: Abrufe im Stundenraster, Konventionalstrafen bei Bandstillstand, gleichzeitig ein Umbau der Antriebstechnik, der ganze Teilefamilien ausläuft und neue anlaufen lässt. Typische Themen sind die Absicherung von Anläufen und Ausläufen, Zweitquellen für Elektronik und Gussteile sowie Bestandsstrategien für Teile mit langer Wiederbeschaffungszeit. Dazu kommt die Abstimmung mit Zoll- und Ursprungsregeln, sobald Fertigungsschritte in andere Länder wandern.
Maschinen- und Anlagenbau
Hohe Fertigungstiefe, kleine Serien, viele Varianten und Projektgeschäft mit langen Vorlaufzeiten — eine Kombination, in der klassische Prognoseverfahren wenig helfen. Die Arbeit liegt hier in der Verbindung von Auftrags- und Kapazitätsplanung, in belastbaren Zusagen an den Kunden trotz unsicherer Zulieferung und in der Frage, welche Baugruppen vorproduziert und welche erst mit Auftrag beschafft werden. Beratungen zum Supply-Chain-Management im Maschinenbau scheitern selten an der Methodik, sondern an Stammdaten, die die Variantenvielfalt nicht abbilden.
Pharma & Life Sciences
Regulatorik, Chargenrückverfolgbarkeit und Kühlkette lassen wenig Spielraum: Was nicht dokumentiert ist, gilt als nicht geschehen, und ein Temperaturbruch vernichtet Ware unwiederbringlich. Pharma supply chain consulting dreht sich deshalb um qualifizierte Transportwege, Serialisierung, Zweitquellen für Wirkstoffe und um Bestände, die Versorgungssicherheit garantieren, ohne Verfall zu produzieren. Die eigentliche Schwierigkeit ist meist die Abstimmung zwischen Qualitätssicherung und Planung.
Lebensmittel & Konsumgüter
Kurze Haltbarkeit, Aktionsgeschäft und Handelsmacht treffen auf eine Rohstoffbasis, die von Ernte und Wetter abhängt. Planung bedeutet hier, Promotionen und Saisonspitzen so zu antizipieren, dass weder Regallücken noch Abschriften entstehen. Themen sind Frischeplanung, Kühlkettenführung, Verfügbarkeit am Regal und eine Logistik, die tägliche Anlieferrhythmen bedient, ohne die Frachtkosten aus dem Ruder laufen zu lassen.
Handel & E-Commerce
Mehrere Kanäle, ein Bestand — und Kunden, die überall dieselbe Verfügbarkeit erwarten. Der Aufwand liegt in der Bestandstransparenz über Filiale, Lager und Onlineshop, in der Steuerung der letzten Meile und in Rücklaufquoten, die in manchen Sortimenten die Marge bestimmen. Hinzu kommt die Frage, welche Prozesse ein Dienstleister übernimmt und welche zum eigenen Markenerlebnis gehören.
Elektronik & High-Tech
Lange Wiederbeschaffungszeiten für Halbleiter, Allokationsläufe bei Knappheit und Produktzyklen, die kürzer sind als mancher Lieferzeitraum — eine Kombination, die Bestände gleichzeitig unverzichtbar und riskant macht. Nach der ifo-Konjunkturumfrage vom Juni 2026 meldeten in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und Elektronik 34,2 Prozent der Betriebe Materialengpässe — der höchste Wert unter den ausgewiesenen Branchen nach der Chemie. Arbeitsschwerpunkte sind Bauteilstrategien, Lieferantenqualifizierung und die Absicherung von Produktwechseln.
Projekttypen und die Zahl, an der sie sich messen lassen
Der Großteil der Supply-Chain-Projekte fällt in vier Typen. Zu jedem gehört eine Ausgangslage, eine Abfolge, die sich bewährt hat, und eine Kennzahl, die vor Projektbeginn vereinbart wird — nicht danach ausgesucht. Bei zwei der vier Typen sind es bewusst zwei Kennzahlen zugleich, weil eine allein in die falsche Richtung führt.
Absatz- und Bedarfsplanung aufbauen
Ausgangslage: Vertrieb, Produktion und Einkauf planen mit drei verschiedenen Zahlen, Entscheidungen werden vertagt, bis die Realität sie trifft. Was passiert: ein monatlicher S&OP-Rhythmus mit klaren Rollen, ein Forecast mit gemessener Treffergenauigkeit und ein Eskalationsweg für Kapazitätskonflikte. Gemessen an: Prognosegüte je Artikelgruppe und Anteil der Entscheidungen, die in der Runde tatsächlich fallen.
Lieferengpässe bei kritischen Teilen abstellen
Ausgangslage: einzelne Positionen bringen wiederholt ganze Aufträge zum Stehen, meist ohne zweite Bezugsquelle. Was passiert: Kritikalitätsbewertung der Teilebasis, Dual Sourcing durch Qualifizierung alternativer Lieferanten, Nearshoring dort, wo es sich rechnet, und definierte Sicherheitsbestände für den Rest. Gemessen an: Zahl der Positionen ohne Zweitquelle und Ausfallstunden durch Fehlteile.
Distributions- und Transportnetz neu zuschneiden
Ausgangslage: Standorte, Lager und Transportwege sind historisch gewachsen; jede Erweiterung wurde einzeln entschieden. Was passiert: Netzwerkvarianten werden mit echten Mengen und Frachtraten gerechnet, Dienstleisterleistungen neu geschnitten, Tourenplanung und Anlieferrhythmen überarbeitet. Gemessen an: Frachtkosten je Sendung und Termintreue beim Kunden — beide gemeinsam, nie eine allein.
Bestände senken, ohne Lieferfähigkeit zu verlieren
Ausgangslage: gebundenes Kapital steigt, gleichzeitig fehlen ausgerechnet die gängigen Artikel. Was passiert: Servicegradziele je Artikelgruppe, Sicherheitsbestände nach gemessener Schwankung, Auflösung von Überbeständen und eine Regel für Auslaufartikel. Gemessen an: Bestandsreichweite in Tagen und Liefertreue gegen die Erstzusage.
Vom Bestandsmanager bis zum Zollexperten: häufig gefragte Rollen
Von der Messung bis zur Übergabe: der Projektablauf
In der Lieferkette steht am Anfang immer eine Messung, keine Werkstatt: ohne belastbare Liefertreue- und Bestandszahlen ist jede Priorisierung eine Meinung. Danach folgt das Zielbild, dann die Umsetzung entlang der Bereiche, dann die Übergabe in den Regelbetrieb — inklusive der Frage, wer den neuen Rhythmus nach unserem Abgang moderiert.
1. Bestandsaufnahme in Zahlen
2. Zielbild und Reihenfolge
3. Netzwerk, Planung und Prozesse
4. Systeme und Daten
5. Umsetzung im Regelbetrieb
6. Übergabe und Nachmessung
Tagessätze im Supply Chain Management: was externe Unterstützung kostet
Abgerechnet wird nach Tagessatz. Wie hoch er ausfällt, entscheidet zuerst der Markt und erst danach der Lebenslauf. Am schwersten wiegt die Verfügbarkeit: Wer eine Planungssoftware produktiv betrieben oder ein Distributionsnetz schon einmal umgebaut hat, ist schmal besetzt — ein kurzfristiger Start hebt den Satz zusätzlich. Die Projektdauer wirkt in die Gegenrichtung: Ein Mandat über zwölf Monate liegt pro Tag unter einem Einsatz über drei Wochen. Der Präsenzanteil ist hier selten frei wählbar — Planung, Abstimmungsrunden und Systemarbeit laufen weitgehend aus der Ferne, Werks-, Lager- und Lieferantenthemen nicht. Die Branche schlägt dort durch, wo Nachweispflichten hängen: temperaturgeführte Ware, Gefahrgut und regulierte Fertigung verlangen Vorerfahrung, die den Kreis verengt. Die Seniorität steht bewusst am Ende dieser Aufzählung — sie entscheidet, ob jemand eine Zahl aufbereitet oder eine Entscheidung verantwortet, erklärt vom Satz aber weniger, als meist angenommen wird.
Was unsere eigenen Rollenseiten ausweisen. Die dort veröffentlichten Tagessätze im Fachbereich Supply Chain Management sind Orientierungswerte aus dem eigenen Bestand, kein Angebot.
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1.600 – 2.300 € pro Tag
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Freelance Supply Chain Manager
1.000 – 1.600 € pro Tag
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Freelance SCM-Digitalisierungsberater
1.000 – 1.500 € pro Tag
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Freelance Supply Chain Optimierungsberater
1.000 – 1.400 € pro Tag
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Freelance Supply Chain Berater
1.000 – 1.400 € pro Tag
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1.000 – 1.400 € pro Tag
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Freelance Lieferkettenresilienz-Berater
1.000 – 1.400 € pro Tag
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900 – 1.300 € pro Tag
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900 – 1.300 € pro Tag
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Freelance Kontraktlogistik-Spezialist
850 – 1.250 € pro Tag
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800 – 1.200 € pro Tag
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Freelance Exportkontroll-Spezialist
800 – 1.200 € pro Tag
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Freelance Kühlketten-Spezialist
800 – 1.150 € pro Tag
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750 – 1.050 € pro Tag
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750 – 1.050 € pro Tag
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750 – 1.050 € pro Tag
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750 – 1.050 € pro Tag
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Freelance Supply Chain Analyst
700 – 1.000 € pro Tag
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700 – 1.000 € pro Tag
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Freelance Last-Mile-Logistik Spezialist
700 – 1.000 € pro Tag
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Freelance Lagerverwaltungsspezialist
700 – 1.000 € pro Tag
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700 – 1.000 € pro Tag
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Freelance Lagerlogistik-Experte
600 – 900 € pro Tag
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Freelance Gefahrgutbeauftragter
550 – 850 € pro Tag
Alle Angaben verstehen sich netto; Reisekosten und Umsatzsteuer sind darin nicht enthalten.
Warum das Budget stufenweise freigegeben wird. Eine Gesamtsumme lässt sich am Anfang selten seriös nennen, weil erst die Datenaufnahme zeigt, wo das Geld liegt. Deshalb wird in Stufen freigegeben, und nach jeder Stufe ist ein Abbruch vorgesehen: erst die Aufnahme des Ist-Zustands, dann die Entscheidung über Reihenfolge und Zielbild, danach die Begleitung in den Regelbetrieb. Der Nutzen liegt weniger in der Ersparnis als in der Vergleichszahl: Nach der ersten Stufe steht dem Aufwand eine belegte Größe gegenüber — gebundenes Umlaufkapital, Frachtausgaben, die Kosten der Fehlmengen.
Wo die Rechnung von der einer Beratungsgesellschaft abweicht. Ein klassisches Haus verkauft ein Team und eine Analysephase; die Lieferkette hat ihr Problem aber selten in der Analyse, sondern in der wöchentlichen Abstimmung, die seit Jahren so läuft, wie sie läuft. Wer diesen Takt ändern will, muss in ihm sitzen — in der Planungsrunde, im Gespräch mit dem Lieferanten, beim Systemumstieg. Deshalb bezahlen Sie hier wenige Köpfe zu einem höheren Einzelsatz statt viele zu einem gemischten. Was Sie dafür nicht bekommen: einen Apparat, der ein Vorhaben auch dann trägt, wenn intern niemand Zeit dafür hat.
Der Engpass bestimmt die Besetzung. Die vollständige Übersicht der Rollen, die wir im Supply Chain Management besetzen, steht auf der Kategorieseite — darunter Supply Chain Berater, Supply Chain Analyst, Bestandsmanager, Transportmanager, Zollexperte und Lieferkettenresilienz-Berater. Liegt der Schwerpunkt auf der Beschaffung, führt der Weg über Einkauf und Procurement, bei produktionsnahen Themen über Operations und Produktion. Wie eine Besetzung auf Zeit in der Lieferkette konkret abläuft, beschreibt unser Beitrag zum Interim Management in der Supply Chain.
Materialengpässe sind kein Sondereffekt mehr, sondern Planungsgrundlage
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Häufig gestellte Fragen zum Supply Chain Consulting
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