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Worum es geht

Was Supply-Chain-Beratung leistet — und was nicht

Beratungsteam wertet Netzwerk-, Bestands- und Liefertreuedaten einer Lieferkette aus

Supply Chain Consulting — als Supply Chain Management Beratung oder Lieferkettenmanagement dieselbe Disziplin — arbeitet an einem Zielkonflikt, nicht an einer einzelnen Kennzahl. Liefertreue lässt sich mit Bestand kaufen, Bestand mit Servicegrad senken, Frachtkosten mit längeren Vorlaufzeiten drücken; jede dieser Bewegungen bezahlt eine andere Stelle im Haus. Der Gegenstand der Beratung ist deshalb die Frage, welche Lieferkette das Geschäftsmodell überhaupt braucht: welche Standorte, welche Vorlaufzeiten, welche Bestände, welche Lieferantenstruktur.

Sie macht die drei Größen gleichzeitig sichtbar. Liefertreue gemessen an der Erstzusage statt am zuletzt verschobenen Termin. Gebundenes Kapital aufgeteilt nach Reichweite, Gängigkeit und Überalterung statt als Gesamtbestand. Frachtkosten nie allein, sondern immer im Paar mit der Termintreue. Erst in dieser Zusammenschau zeigt sich, dass der Engpass selten dort liegt, wo er auffällt — ein Rückstand im Versand ist häufig ein Planungsfehler aus der Vorwoche.

Sie trennt Symptom und Ursache. Wo Bestand die Rolle einer fehlenden Planung übernimmt, bleibt Bestandsoptimierung wirkungslos, solange die Planung nicht steht: Ein Forecast, dem niemand traut, wird über Jahre mit Bestand zugeschüttet. Umgekehrt lassen sich Frachtkosten je Sendung so lange bündeln, bis die Termintreue beim Kunden kippt. Beides sind Verschiebungen, keine Verbesserungen.

Sie rechnet Alternativen mit Ihren Zahlen. Nearshoring, Dual Sourcing, ein anderer Verkehrsträgermix oder ein neuer Dienstleisterschnitt kosten zunächst mehr und rechnen sich über vermiedene Ausfallstunden. Ob das im Einzelfall aufgeht, entscheidet sich an echten Mengen, Frachtraten und Vorlaufzeiten — nicht an Branchenerfahrungswerten.

International begegnen Ihnen dieselben Leistungen als supply chain consulting, supply chain management consulting, supply chain strategy consulting oder supply chain optimization consulting. Für international aufgestellte Organisationen arbeiten wir zweisprachig; die Projektsprache richtet sich nach Ihrem Team.

Was sie nicht leistet. Sie übernimmt weder die operative Steuerung im Tagesgeschäft noch die Verhandlung mit Ihren Lieferanten. Und sie kann einen Zielkonflikt nicht auflösen, den das Unternehmen nicht entscheiden will: Wer höhere Liefertreue und niedrigere Bestände zugleich verlangt, ohne die Planung zu verbessern, bekommt beides nur auf dem Papier.

Was diese Seite nicht behandelt: die Beschaffungsseite der Kette. Warengruppenstrategie, Lieferantenauswahl, Verhandlung und Einsparprogramme stehen in der Einkaufsberatung; die organisatorisch-administrative Prozesssicht in der Prozessberatung, die produktionsnahe in der Operations-Beratung. In der Praxis greifen diese Felder ineinander — supply chain consulting procurement ist deshalb fast immer eine gemeinsame Aufgabe von Einkauf und Supply Chain.

Symptome

Wann externe Unterstützung in der Lieferkette weiterhilft

Ist die Ursache bekannt, die Zuständigkeit geklärt und Kapazität vorhanden, ist der interne Weg der schnellere. In den folgenden Ausgangslagen ist er es erfahrungsgemäß nicht — und zwar aus einem strukturellen Grund: In einer Lieferkette liegt die Ursache selten dort, wo der Schmerz auftritt. Wer im eigenen Bereich sucht, findet den eigenen Anteil. Eine Außensicht mit Zugriff auf alle Stufen kommt schneller an die Ursache als drei parallele interne Analysen.

1. Die Liefertreue sinkt, und niemand kann sagen, warum

  • Jede Abteilung hat eine Erklärung, aber keine hält der Datenlage stand.
  • Meist liegt die Ursache nicht dort, wo der Schmerz auftritt — der Engpass im Versand ist oft ein Planungsfehler aus der Vorwoche.
  • Eine Außensicht mit Zugriff auf alle Stufen findet die Ursache schneller als drei parallele interne Analysen.

2. Der Bestand wächst schneller als der Umsatz

  • Reichweiten steigen, gleichzeitig fehlen ausgerechnet die Artikel, die der Vertrieb gerade braucht.
  • Ein Zeichen dafür, dass Bestand die Rolle einer fehlenden Planung übernimmt — teuer, aber unauffällig.
  • Die Korrektur berührt Sortiment, Losgrößen und Servicegradziele und damit mehrere Bereiche zugleich.

3. Vertrieb, Planung und Produktion reden aneinander vorbei

  • Es gibt drei Zahlenwelten und keinen Termin, an dem sie zusammengeführt werden.
  • Ein S&OP-Prozess scheitert selten am Konzept, sondern an der Moderation und an fehlender Entscheidungsbefugnis in der Runde.
  • Eine externe Instanz kann diese Rolle übernehmen, ohne im Lagerkampf der Bereiche zu stehen.

4. Ein Standort, Werk oder Lager kommt hinzu — oder fällt weg

  • Netzwerkentscheidungen wirken über Jahre und lassen sich kaum zurückdrehen.
  • Wer sie ohne belastbare Mengengerüste trifft, verschiebt Kosten, statt sie zu senken.
  • Erfahrung aus mehreren vergleichbaren Netzwerken ist hier mehr wert als jedes Werkzeug.

5. Ein Lieferant fällt aus, und es gibt keine zweite Quelle

  • Die Sofortmaßnahme bindet das gesamte Team und verdrängt jede strukturelle Arbeit.
  • Nach der Krise fehlt die Kapazität, die Abhängigkeit dauerhaft aufzulösen.
  • Externe Unterstützung hält hier meist beides parallel am Laufen: Feuerwehr und Umbau.

6. Ein neues Planungssystem soll eingeführt werden

  • APS, WMS oder TMS bilden ab, was fachlich vorher entschieden wurde — nicht umgekehrt.
  • Wer Stammdaten, Planungslogik und Verantwortlichkeiten nicht vorher klärt, digitalisiert den alten Fehler.
  • Der teuerste Zeitpunkt für diese Einsicht ist der Go-live.

Kommt Ihnen eine dieser Ausgangslagen bekannt vor? Dann ist ein kurzes Gespräch der schnellste Weg zu einer Einordnung — welche Kennzahl zuerst gemessen werden sollte und ob das Problem in der Planung, im Netzwerk oder in der Abstimmung zwischen den Bereichen liegt.

Leistungsbereiche

Von der Netzwerkstruktur bis zur Zoll-Compliance: die Leistungsbereiche

Die Bereiche der Supply Chain Optimierung sind einzeln oder in Kombination besetzbar. In den meisten Projekten beginnt es mit einem Bereich und wächst über die angrenzenden weiter, weil sich Planung, Bestand und Transport nicht getrennt voneinander verbessern lassen: Wer den Bestand senkt, ohne die Planung zu schärfen, verliert Liefertreue.

Netzwerk- und Standortstruktur

Wie viele Lager, an welchen Orten, mit welcher Reichweite — und welche Ware überhaupt zentral liegen muss. Wir rechnen Netzwerkvarianten mit echten Mengen- und Transportdaten durch, statt mit Erfahrungswerten aus anderen Branchen. Dazu gehören Make-or-Buy-Fragen bei Lager und Transport sowie die ehrliche Antwort, wann eine Zentralisierung Servicegrade kostet, statt sie zu verbessern.

Absatz- und Bedarfsplanung, S&OP

Ein Forecast, dem Vertrieb und Produktion beide trauen, und ein Planungsrhythmus, der Entscheidungen erzwingt statt sie zu vertagen. Wir bauen Demand Planning, Kapazitätsabgleich und Sales and Operations Planning (S&OP) so auf, dass die Runde monatlich mit einer Zahl herausgeht — inklusive der unbequemen Entscheidung, welcher Auftrag bei knapper Kapazität wartet.

Bestandsmanagement und Lieferfähigkeit

Servicegradziele je Artikelgruppe, Sicherheitsbestände nach Schwankung statt nach Bauchgefühl, Umgang mit Gängigkeit und Überalterung. Ziel ist nicht der kleinste Bestand, sondern der richtige: weniger Kapital in Artikeln, die niemand abruft, mehr Verfügbarkeit dort, wo ein Fehlteil den Umsatz kostet.

Transport-, Fracht- und Logistiksteuerung

Transportnetz, Verkehrsträgermix, Tourenplanung und Dienstleistersteuerung — einschließlich der Frage, welche Leistungen ein Kontraktlogistiker besser erbringt als das eigene Haus. Logistikoptimierung heißt hier nicht pauschal weniger Fracht, sondern der richtige Zuschnitt: Wir schauen auf Frachtkosten je Sendung ebenso wie auf die Termintreue, die der Kunde tatsächlich erlebt.

Supply-Chain-Digitalisierung und Systeme

Auswahl und Zuschnitt von APS-, WMS- und TMS-Lösungen, Stammdatenqualität, Schnittstellen und Kennzahlenlogik. Herstellerneutral und mit der ehrlichen Antwort, wann ein bestehendes System besser ertüchtigt als ersetzt wird. Wie eine solche Einführung organisatorisch abgesichert wird, beschreiben wir in der Beratung für digitale Transformation.

Resilienz, Risiko und Zoll-Compliance

Supply Chain Resilienz entsteht nicht durch mehr Bestand, sondern durch Optionen: Kritikalitätsanalyse der Lieferantenbasis, Dual Sourcing für kritische Positionen, Nearshoring-Alternativen und Notfallkonzepte. Dazu gehören Zoll-, Export- und Sorgfaltspflichten-Themen, die längst Teil der Lieferkettensteuerung sind. Regulatorische Fragen ordnen wir fachlich ein; die rechtsverbindliche Bewertung des Einzelfalls bleibt bei Ihrer Rechtsabteilung oder Ihrem Berater.

Welcher Bereich bei Ihnen den größten Hebel hat, lässt sich in einem kurzen Gespräch grob einordnen — inklusive der ehrlichen Antwort, ob sich ein Projekt dafür überhaupt lohnt.

Einsatzmodelle

Wie wir in Lieferketten-Projekten andocken

In der Lieferkette entscheidet vor allem die Nähe zur Entscheidung: Wer Bestandsziele verändert, muss sie gegenüber Vertrieb und Produktion vertreten können. Vier Einsatzmodelle haben sich dafür bewährt, vom vierwöchigen Review bis zur Linienverantwortung. Sie sind kombinierbar und wechseln im Projektverlauf regelmäßig.

Review

Zweitmeinung mit Zahlen

Eine erfahrene Person, ein klar umrissener Auftrag: Netzwerkbewertung, Bestands-Review oder eine Zweitmeinung zur Systemauswahl. Vier bis sechs Wochen, ein schriftliches Ergebnis mit Zahlen, keine Struktur drumherum.

Team

Planungsteam auf Zeit

Zwei bis fünf externe Fachleute arbeiten mit Ihren Planern und Logistikern in einem Team, unter interner fachlicher Führung. Üblich bei S&OP-Aufbau und Bestandsprogrammen, weil das neue Vorgehen dort entsteht, wo es später gelebt werden muss.

Linie

Linienverantwortung auf Zeit

Eine externe Person übernimmt Linien- oder Programmverantwortung mit Entscheidungsbefugnis — bei Vakanz, im Turnaround oder wenn eine Bestandsentscheidung von außen leichter durchzusetzen ist als aus einem der beteiligten Bereiche heraus.

Programm

Steuerung mehrerer Vorhaben

Eine kleine Einheit über Netzwerk-, Planungs- und Systemprojekten: Abhängigkeiten, Risiken, Kapazitäten und ein Berichtsweg in die Geschäftsführung, der Entscheidungen ermöglicht statt Status zu verwalten.

Branchenpraxis

Supply Chain Consulting nach Branche: was den Takt vorgibt

Eine Lieferkette lässt sich nicht branchenneutral verbessern. Im Automotive-Umfeld gilt ein Abrufraster im Stundentakt und eine Konventionalstrafe bei Bandstillstand, in Pharma entscheidet die dokumentierte Kühlkette, im Maschinenbau eine Variantenvielfalt, an der klassische Prognoseverfahren scheitern. Dieselbe Methode führt in diesen Branchen zu unterschiedlichen Ergebnissen — und zu unterschiedlichen Fehlern.

Wir besetzen deshalb mit Fachleuten, die den Taktgeber der jeweiligen Branche schon einmal erlebt haben: Anlauf- und Auslaufsteuerung, Serialisierung, Allokationsläufe bei Halbleitern, Frischeplanung im Lebensmittelhandel. Grundlage ist ein Netzwerk aus 25 Fachbereichen mit mehr als 300 Rollenprofilen, aus dem gezielt nach Branchen- und Systemerfahrung ausgewählt wird. Die folgenden Bereiche sind die, in denen wir am häufigsten arbeiten — jede Kachel nennt, was dort den Takt vorgibt.

Karosseriefertigung in der Automobilindustrie

Automotive & Zulieferindustrie

Roboterzelle in der Montage einer Anlage im Maschinenbau

Maschinen- und Anlagenbau

Abfüllanlage in der pharmazeutischen Produktion

Pharma & Life Sciences

Qualitätskontrolle in der Lebensmittelproduktion

Lebensmittel & Konsumgüter

Einkaufszentrum als Sinnbild für stationären Handel und Onlinehandel

Handel & E-Commerce

Roboterarm setzt einen Halbleiterchip in der Elektronikfertigung

Elektronik & High-Tech

Karosseriefertigung in der Automobilindustrie

Automotive & Zulieferindustrie

Roboterzelle in der Montage einer Anlage im Maschinenbau

Maschinen- und Anlagenbau

Abfüllanlage in der pharmazeutischen Produktion

Pharma & Life Sciences

Qualitätskontrolle in der Lebensmittelproduktion

Lebensmittel & Konsumgüter

Einkaufszentrum als Sinnbild für stationären Handel und Onlinehandel

Handel & E-Commerce

Roboterarm setzt einen Halbleiterchip in der Elektronikfertigung

Elektronik & High-Tech

Projekttypen

Projekttypen und die Zahl, an der sie sich messen lassen

Der Großteil der Supply-Chain-Projekte fällt in vier Typen. Zu jedem gehört eine Ausgangslage, eine Abfolge, die sich bewährt hat, und eine Kennzahl, die vor Projektbeginn vereinbart wird — nicht danach ausgesucht. Bei zwei der vier Typen sind es bewusst zwei Kennzahlen zugleich, weil eine allein in die falsche Richtung führt.

Absatz- und Bedarfsplanung aufbauen

Ausgangslage: Vertrieb, Produktion und Einkauf planen mit drei verschiedenen Zahlen, Entscheidungen werden vertagt, bis die Realität sie trifft. Was passiert: ein monatlicher S&OP-Rhythmus mit klaren Rollen, ein Forecast mit gemessener Treffergenauigkeit und ein Eskalationsweg für Kapazitätskonflikte. Gemessen an: Prognosegüte je Artikelgruppe und Anteil der Entscheidungen, die in der Runde tatsächlich fallen.

Lieferengpässe bei kritischen Teilen abstellen

Ausgangslage: einzelne Positionen bringen wiederholt ganze Aufträge zum Stehen, meist ohne zweite Bezugsquelle. Was passiert: Kritikalitätsbewertung der Teilebasis, Dual Sourcing durch Qualifizierung alternativer Lieferanten, Nearshoring dort, wo es sich rechnet, und definierte Sicherheitsbestände für den Rest. Gemessen an: Zahl der Positionen ohne Zweitquelle und Ausfallstunden durch Fehlteile.

Distributions- und Transportnetz neu zuschneiden

Ausgangslage: Standorte, Lager und Transportwege sind historisch gewachsen; jede Erweiterung wurde einzeln entschieden. Was passiert: Netzwerkvarianten werden mit echten Mengen und Frachtraten gerechnet, Dienstleisterleistungen neu geschnitten, Tourenplanung und Anlieferrhythmen überarbeitet. Gemessen an: Frachtkosten je Sendung und Termintreue beim Kunden — beide gemeinsam, nie eine allein.

Bestände senken, ohne Lieferfähigkeit zu verlieren

Ausgangslage: gebundenes Kapital steigt, gleichzeitig fehlen ausgerechnet die gängigen Artikel. Was passiert: Servicegradziele je Artikelgruppe, Sicherheitsbestände nach gemessener Schwankung, Auflösung von Überbeständen und eine Regel für Auslaufartikel. Gemessen an: Bestandsreichweite in Tagen und Liefertreue gegen die Erstzusage.

Besetzung

Vom Bestandsmanager bis zum Zollexperten: häufig gefragte Rollen

Welche Rolle ein Vorhaben braucht, entscheidet sich am Engpass: Ein Planungsproblem verlangt einen anderen Kopf als eine Netzwerkentscheidung oder eine Zollprüfung. Die folgenden Rollen sind in Supply-Chain-Projekten besonders häufig gefragt — sie stehen beispielhaft für ein deutlich breiteres Feld, über die Kategorieseite kommen rund zwei Dutzend weitere hinzu. International werden sie meist als supply chain consultants bezeichnet.

Von der Messung bis zur Übergabe: der Projektablauf

In der Lieferkette steht am Anfang immer eine Messung, keine Werkstatt: ohne belastbare Liefertreue- und Bestandszahlen ist jede Priorisierung eine Meinung. Danach folgt das Zielbild, dann die Umsetzung entlang der Bereiche, dann die Übergabe in den Regelbetrieb — inklusive der Frage, wer den neuen Rhythmus nach unserem Abgang moderiert.

Schritt 1 im Supply-Chain-Vorhaben: Bestandsaufnahme in Zahlen

1. Bestandsaufnahme in Zahlen

Zwei bis drei Wochen: Liefertreue, Bestandsstruktur, Vorlaufzeiten, Kapazitäten und Lieferantenbasis werden anhand der tatsächlichen Bewegungsdaten aufgenommen — nicht anhand der Sollprozesse.
Gespräche mit Planern, Disponenten und Werksleitung zeigen die Umgehungslösungen, die in keinem Handbuch stehen und trotzdem den Betrieb tragen.
Ergebnis ist ein belastbares Bild des Ausgangspunkts samt benannter Engpässe — mit Zahlen, gegen die später gemessen werden kann.
Schritt 2 im Supply-Chain-Vorhaben: Zielbild und Priorisierung

2. Zielbild und Reihenfolge

Servicegradziele, Bestandsziele und Kostenrahmen werden explizit gemacht — auch dort, wo sie sich widersprechen.
Priorisiert wird nach Wirkung auf Liefertreue und gebundenes Kapital, nicht nach Sichtbarkeit. Zurückgestellte Maßnahmen werden benannt statt stillschweigend mitgeschleppt.
Am Ende steht eine Reihenfolge, die auch bei gekürztem Budget noch trägt, weil die ersten Schritte für sich genommen Nutzen bringen.
Schritt 3 im Supply-Chain-Vorhaben: Netzwerk, Planung und Prozesse

3. Netzwerk, Planung und Prozesse

Netzwerkvarianten, Planungslogik und Bestandsregeln werden mit echten Mengen gerechnet, nicht mit Branchenbenchmarks.
Schnittstellen zwischen Vertrieb, Einkauf, Produktion und Logistik werden geklärt, bevor über Werkzeuge gesprochen wird.
Dazu gehört die ehrliche Antwort, wann ein bestehender Ablauf besser ertüchtigt als ersetzt wird.
Schritt 4 im Supply-Chain-Vorhaben: Systeme und Daten

4. Systeme und Daten

Herstellerneutrale Bewertung von APS-, WMS- und TMS-Optionen — ohne Lizenzinteresse und ohne Vorfestlegung.
Stammdatenqualität wird vor der Einführung geprüft; ohne saubere Teilestamm- und Lieferantendaten läuft keine Planungslogik.
Kennzahlen werden so definiert, dass sich alle Bereiche auf dieselbe Zahl beziehen können.
Schritt 5 im Supply-Chain-Vorhaben: Umsetzung mit Verantwortung

5. Umsetzung im Regelbetrieb

Wir besetzen die Aufgaben, die das Vorhaben tatsächlich braucht, und übernehmen Verantwortung für Ergebnisse statt für Empfehlungen.
Einführung in Wellen statt Big Bang — jede Welle liefert einen eigenen, überprüfbaren Nutzen.
Ihre Planer und Disponenten arbeiten im selben Team mit — der neue Rhythmus entsteht dort, wo er später moderiert werden muss.
Schritt 6 im Supply-Chain-Vorhaben: Wirkung messen und übergeben

6. Übergabe und Nachmessung

Wenige Kennzahlen, die schon vor dem Start vereinbart sind: Liefertreue, Bestandsreichweite, Frachtkosten je Sendung, Prognosegüte.
Nachsteuern anhand der gemessenen Liefertreue- und Bestandswerte, nicht anhand des Eindrucks im Monatsmeeting.
Der Zeitpunkt der Übergabe steht bereits zu Beginn fest: Am Ende führt die Organisation den neuen Rhythmus ohne externe Unterstützung weiter.
Budget

Tagessätze im Supply Chain Management: was externe Unterstützung kostet

Abgerechnet wird nach Tagessatz. Wie hoch er ausfällt, entscheidet zuerst der Markt und erst danach der Lebenslauf. Am schwersten wiegt die Verfügbarkeit: Wer eine Planungssoftware produktiv betrieben oder ein Distributionsnetz schon einmal umgebaut hat, ist schmal besetzt — ein kurzfristiger Start hebt den Satz zusätzlich. Die Projektdauer wirkt in die Gegenrichtung: Ein Mandat über zwölf Monate liegt pro Tag unter einem Einsatz über drei Wochen. Der Präsenzanteil ist hier selten frei wählbar — Planung, Abstimmungsrunden und Systemarbeit laufen weitgehend aus der Ferne, Werks-, Lager- und Lieferantenthemen nicht. Die Branche schlägt dort durch, wo Nachweispflichten hängen: temperaturgeführte Ware, Gefahrgut und regulierte Fertigung verlangen Vorerfahrung, die den Kreis verengt. Die Seniorität steht bewusst am Ende dieser Aufzählung — sie entscheidet, ob jemand eine Zahl aufbereitet oder eine Entscheidung verantwortet, erklärt vom Satz aber weniger, als meist angenommen wird.

Was unsere eigenen Rollenseiten ausweisen. Die dort veröffentlichten Tagessätze im Fachbereich Supply Chain Management sind Orientierungswerte aus dem eigenen Bestand, kein Angebot.

Alle Angaben verstehen sich netto; Reisekosten und Umsatzsteuer sind darin nicht enthalten.

Warum das Budget stufenweise freigegeben wird. Eine Gesamtsumme lässt sich am Anfang selten seriös nennen, weil erst die Datenaufnahme zeigt, wo das Geld liegt. Deshalb wird in Stufen freigegeben, und nach jeder Stufe ist ein Abbruch vorgesehen: erst die Aufnahme des Ist-Zustands, dann die Entscheidung über Reihenfolge und Zielbild, danach die Begleitung in den Regelbetrieb. Der Nutzen liegt weniger in der Ersparnis als in der Vergleichszahl: Nach der ersten Stufe steht dem Aufwand eine belegte Größe gegenüber — gebundenes Umlaufkapital, Frachtausgaben, die Kosten der Fehlmengen.

Wo die Rechnung von der einer Beratungsgesellschaft abweicht. Ein klassisches Haus verkauft ein Team und eine Analysephase; die Lieferkette hat ihr Problem aber selten in der Analyse, sondern in der wöchentlichen Abstimmung, die seit Jahren so läuft, wie sie läuft. Wer diesen Takt ändern will, muss in ihm sitzen — in der Planungsrunde, im Gespräch mit dem Lieferanten, beim Systemumstieg. Deshalb bezahlen Sie hier wenige Köpfe zu einem höheren Einzelsatz statt viele zu einem gemischten. Was Sie dafür nicht bekommen: einen Apparat, der ein Vorhaben auch dann trägt, wenn intern niemand Zeit dafür hat.

Der Engpass bestimmt die Besetzung. Die vollständige Übersicht der Rollen, die wir im Supply Chain Management besetzen, steht auf der Kategorieseite — darunter Supply Chain Berater, Supply Chain Analyst, Bestandsmanager, Transportmanager, Zollexperte und Lieferkettenresilienz-Berater. Liegt der Schwerpunkt auf der Beschaffung, führt der Weg über Einkauf und Procurement, bei produktionsnahen Themen über Operations und Produktion. Wie eine Besetzung auf Zeit in der Lieferkette konkret abläuft, beschreibt unser Beitrag zum Interim Management in der Supply Chain.

Marktlage

Materialengpässe sind kein Sondereffekt mehr, sondern Planungsgrundlage

17,2 %

der deutschen Industriebetriebe meldeten im Juni 2026 Materialengpässe — nach 15,9 % im Mai. Die Lieferketten stehen weiter unter Druck.
ifo Konjunkturumfrage, Juni 2026

34,2 %

betrug der Anteil in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und Elektronik — ein Sprung von 25,5 % binnen eines Monats.
ifo Konjunkturumfrage, Juni 2026

1.000

Beschäftigte: Ab dieser Größe gilt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz seit dem 1. Januar 2024 — Sorgfaltspflichten sind damit Teil der Lieferkettensteuerung.
BAFA, Pressemitteilung zur Ausweitung des Anwendungsbereichs
Kurz beantwortet

Häufig gestellte Fragen zum Supply Chain Consulting

Supply Chain Consulting — im Deutschen Supply Chain Management Beratung — ist die Beratung entlang der gesamten Lieferkette — von der Beschaffung über Produktion und Lager bis zur Auslieferung an den Kunden. Sie klärt zuerst, welche Netzwerkstruktur, welche Vorlaufzeiten und welche Bestände das Geschäftsmodell braucht, und erst danach, mit welchen Prozessen und Systemen sich das umsetzen lässt. Typische Ergebnisse sind ein belastbarer Planungsrhythmus, definierte Servicegrad- und Bestandsziele sowie eine Lieferantenbasis, die einen Ausfall verträgt.
Logistikberatung betrachtet vor allem Lager, Transport und Umschlag — also die physische Bewegung der Ware. Supply-Chain-Beratung schließt das ein, beginnt aber eine Stufe früher: bei Planung, Bestandsstrategie, Netzwerkstruktur und der Abstimmung zwischen Vertrieb, Einkauf und Produktion. In der Praxis überlappen sich beide stark: Eine Logistikberatung, die nur Lager und Transport betrachtet, verschiebt häufig einen Engpass, der aus der Planung stammt — reine Logistikoptimierung greift dann zu kurz. Umgekehrt bleibt eine bessere Planung wirkungslos, wenn die Logistik sie nicht ausführen kann. Wer eine Beratung für Logistik sucht und dabei auf Liefertreue zielt, landet fast immer bei beidem.
Wenn die Liefertreue sinkt und die Ursache intern strittig bleibt. Wenn Bestände schneller wachsen als der Umsatz. Wenn Vertrieb, Planung und Produktion mit unterschiedlichen Zahlen arbeiten. Wenn ein Standort hinzukommt oder wegfällt, wenn ein Lieferant ohne Zweitquelle ausfällt oder wenn ein Planungssystem eingeführt werden soll. Nicht lohnend ist sie, wenn die Ursache bekannt, die Kapazität vorhanden und die Zuständigkeit geklärt ist — dann ist der interne Weg schneller.
Der Preis hängt an Zuschnitt und Dauer, nicht an einer Pauschale. Üblich sind Tagessätze, die sich nach Seniorität und Spezialisierung richten; eine kompakte Bestandsaufnahme umfasst meist wenige Personentage über zwei bis drei Wochen, ein Umsetzungsvorhaben eine oder mehrere Personen über mehrere Monate. Wir nennen den Rahmen, bevor ein Vorschlag entsteht, und rechnen ihn gegen den erwarteten Effekt — etwa freigesetztes Umlaufkapital oder eingesparte Frachtkosten.
Die Bestandsaufnahme dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Einzelvorhaben wie eine Bestandsoptimierung oder die Einführung eines S&OP-Rhythmus liegen bei drei bis sechs Monaten. Netzwerk- und Systemvorhaben laufen über sechs bis achtzehn Monate, sollten aber in Wellen geschnitten sein, damit jede Welle für sich einen messbaren Nutzen liefert.
Nicht über eine pauschale Quote, sondern über Differenzierung. Zuerst wird je Artikelgruppe ein Servicegradziel festgelegt, dann der Sicherheitsbestand aus der gemessenen Schwankung von Bedarf und Wiederbeschaffungszeit abgeleitet statt aus Erfahrungswerten. Parallel werden Überbestände und Auslaufartikel gesondert behandelt. In vielen Fällen sinkt der Gesamtbestand, während die Verfügbarkeit der gängigen Artikel steigt — weil das Kapital von den falschen zu den richtigen Positionen wandert.
In drei Schritten: Kritikalität bewerten — welche Teile und Lieferanten können den Betrieb stoppen; Alternativen schaffen — Zweitquellen qualifizieren, Nearshoring prüfen, Konstruktionsalternativen freigeben; und für den Rest bewusst Puffer setzen, mit einem Notfallablauf, der vorher geübt ist. Resilienz ist dabei kein Zustand, sondern eine regelmäßige Überprüfung; die Risikolage einer Lieferkette ändert sich schneller als ihre Struktur.
Sie grenzen unmittelbar an, sind aber ein eigenes Feld. Warengruppenstrategie, Lieferantenauswahl, Verhandlung und Einsparprogramme behandeln wir in der Einkaufsberatung. Im Supply Chain Consulting geht es um die Frage, wie beschaffte Ware geplant, bevorratet, bewegt und ausgeliefert wird. Bei Themen wie Lieferantenrisiko, Vorlaufzeiten oder Nearshoring arbeiten beide Seiten zwangsläufig zusammen — deshalb klären wir zu Projektbeginn, wer welche Entscheidung trägt.
Der Bogen reicht von 700 € für analysierende Profile bis 2.300 € für die Leitung eines Bereichs auf Zeit — so steht es auf den jeweiligen Rollenseiten. Ein Freelance Supply Chain Manager liegt bei 1.000–1.600 €, ein Freelance Logistikmanager bei 900–1.300 €, ein Interim Supply Chain Direktor bei 1.600–2.300 €. Planungs- und Analyserollen wie Demand Planner oder Bestandsmanager beginnen bei 700–750 €. Die Spanne der einzelnen Rolle steht auf ihrer Rollenseite, nicht auf Anfrage; der Satz für einen konkreten Einsatz wird vor Beginn vereinbart, netto und ohne Reisekosten gerechnet.
Indem nicht das Vorhaben, sondern die erste Stufe budgetiert wird. Die Aufnahme des Ist-Zustands — Liefertreue, Bestandsreichweite, Frachtausgaben, Fehlmengen — ist in wenigen Personentagen zu leisten und liefert genau die Größe, gegen die jeder weitere Aufwand gerechnet werden kann. Erst danach entscheiden Sie über Reihenfolge und Umfang der Umsetzung. Diese Reihenfolge schützt vor dem häufigsten Fehler in der Budgetierung: einer Summe, die festgelegt wird, bevor bekannt ist, ob das Problem in der Planung, im Netzwerk oder in der Abstimmung zwischen den Bereichen liegt.
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