Beratung für Lager, Transport und Umschlag
Logistikberatung: kürzere Wege, weniger Berührungen, verlässlichere Termine
Logistikberatung arbeitet an der physischen Ebene der Lieferkette: an Standorten und Netzstruktur, an Lager und Kommissionierung, an Transport, Fracht und Umschlag, an Zoll- und Gefahrgutpflichten und an den Systemen, die all das steuern. Wichtig wird das Thema, wenn Sendungsmengen oder Artikelzahlen schneller wachsen als die vorhandene Fläche, wenn Fracht- und Lagerkosten die Marge aufzehren, wenn ein Vertrag mit einem Logistikdienstleister ausläuft oder wenn Liefertermine reißen, obwohl die Ware im Haus ist. Nötig sind dafür belastbare Mengen- und Wegedaten, eine Vorstellung davon, welche Berührungen der Ware tatsächlich Wert schaffen — und Leute, die eine Auslegung so rechnen, dass sie im Betrieb auch hält.
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Was Logistikberatung leistet — und was nicht

Logistikberatung — je nach Haus auch Logistikoptimierung, Logistikplanung, Beratung für Intralogistik oder Unternehmensberatung für Logistik genannt — befasst sich mit dem Teil der Lieferkette, den man anfassen kann. Drei Größen bestimmen dort die Kosten, und jede davon ist einzeln messbar: der Weg, den eine Ware zurücklegt, die Berührung — also jedes Anfassen, Umpacken und Umbuchen — und der Stillstand, die Zeit, in der Ware nur Fläche und Kapital bindet.
Der unangenehme Teil dieser Rechnung: Die meisten zusätzlichen Berührungen sind gar nicht in der Logistik entstanden. Eine Verpackungseinheit, die nicht zur Fachhöhe passt; ein Bestellrhythmus, der Teilmengen erzeugt; eine Standortentscheidung von vor zehn Jahren; ein Sortiment, das um Varianten gewachsen ist — jede dieser Festlegungen wird im Lager täglich abgearbeitet. Wer nur an der Ausführung ansetzt, macht das Abarbeiten schneller, nicht seltener. Deshalb beginnt die Arbeit mit einer Messung und nicht mit einem Zielbild.
Was sie nicht leistet. Sie ersetzt kein Lager und keine Fahrzeuge, sie bringt keinen Dienstleister mit, der dauerhaft unter Marktpreis fährt, und eine Fläche, die schlicht zu klein ist, wird durch Rechnen nicht größer. Sie nimmt Ihnen auch die Entscheidung nicht ab, ob Sie selbst betreiben oder vergeben — sie legt die Zahlen daneben, an denen diese Entscheidung messbar wird. Und sie ersetzt keine Planungsdisziplin: Wo Absatzmengen nicht geplant werden, bleibt jede Auslegung eine Wette auf die Spitze.
Eine Stufe oberhalb der physischen Ebene liegt die Supply-Chain-Beratung: Bestandsstrategie, Netzwerkdesign und die Frage, worauf sich Vertrieb, Einkauf und Produktion einigen. In größeren Vorhaben laufen beide zusammen; der Zugang bleibt ein anderer — hier über die Ware, dort über die Planung.
Wann externe Unterstützung in Lager und Transport weiterhilft
Die wenigsten Logistikaufgaben brauchen Hilfe von außen. Sind Mengen, Wege und Kosten je Sendung bekannt und hat das Team Zeit für eine Auslegung, kommt man selbst schneller zum Ziel. Bei den folgenden Anzeichen kippt diese Rechnung, und das hat einen strukturellen Grund: Ein Logistikteam legt ein Lager oder ein Transportnetz alle paar Jahre neu aus, und immer für denselben Standort. Wer solche Auslegungen laufend für unterschiedliche Häuser rechnet, kennt die Kennwerte, an denen ein Entwurf im zweiten Jahr scheitert.
1. Die Fläche ist voll, die Menge wächst weiter
- Gänge sind zugestellt, der Wareneingang puffert auf dem Hof, Kommissionierwege werden von Woche zu Woche länger.
- Der Reflex ist Zumieten; häufig liegt die Reserve in Lagerplatzstrategie, Anbruchhandling und Artikelverteilung.
- Eine Wegeaufnahme zeigt binnen kurzer Zeit, wie viel Kapazität ohne Neubau erreichbar ist.
2. Die Frachtkosten steigen schneller als die Mengen
- Teilladungen, Expresssendungen und Nachlieferungen häufen sich, ohne dass jemand sie einzeln bezahlt sieht.
- Die Ursache steckt meist in Bestellrhythmen und Mindestmengen, seltener im Frachttarif.
- Eine Auswertung der Sendungsstruktur trennt das Preisproblem vom Mengenproblem.
3. Ein Logistikvertrag steht zur Neuvergabe
- Transport, Lagerleistung oder ein ganzes Kontraktlogistikmandat laufen aus; ausgeschrieben wurde zuletzt vor Jahren.
- Ein sauber beschriebenes Leistungsverzeichnis und eine schnell zusammengestellte Anfrage trennen im Ergebnis oft zweistellige Prozente.
- Wer den Dienstleister seit Jahren selbst steuert, geht in diese Runde schwer ergebnisoffen hinein.
4. Liefertermine reißen, obwohl die Ware im Haus ist
- Bestände stimmen im System, aber nicht im Regal; Wartezeiten am Tor und fehlende Zeitfenster verschieben ganze Touren.
- Solche Fehler sitzen an Übergaben — Wareneingang zu Einlagerung, Kommissionierung zu Versand, Versand zu Spediteur.
- Gemessen wird an der Termintreue je Übergabe, nicht am Gesamtwert einer Lieferkette.
5. Ein Lager- oder Transportsystem soll eingeführt werden
- Lagerverwaltung, Transportmanagement oder ein Staplerleitsystem stehen an — der Anstoß kommt häufig aus der IT oder vom Konzern.
- Ein Werkzeug schreibt nur fest, was fachlich vorher geklärt wurde — Lagerplatzlogik, Buchungspunkte, Etikettierung, Verantwortung für Maße und Gewichte.
- Wird das übersprungen, bekommt der alte Ablauf eine Oberfläche und eine Lizenzrechnung.
6. Eine Standort- oder Netzfrage steht an
- Ein zweites Lager, eine Verlagerung, ein Zentrallager statt drei Regionallagern — oder genau umgekehrt.
- Solche Entscheidungen binden über Jahre und lassen sich nur mit Mengen-, Wege- und Kostendaten rechnen.
- Der Fehler passiert selten in der Rechnung, sondern in den Annahmen darüber, wie sich Sendungen entwickeln.
Erkennen Sie eines dieser Warnsignale wieder? Ein kurzes Gespräch genügt für eine erste Sortierung — welche der drei Größen — Weg, Berührung oder Stillstand — bei Ihnen die Kosten treibt, wo die nächste Messung ansetzen sollte und ob es dafür jemanden von außen braucht.
Die Stellhebel der Logistikberatung: von der Fläche bis zur letzten Meile
Jeder dieser Hebel lässt sich für sich beauftragen, und fast keiner bleibt allein. Meist beginnt ein Auftrag an einer Stelle und zieht die Nachbarstelle nach, weil beide dieselben Daten brauchen: Eine Lagerauslegung ohne Kenntnis der Sendungsstruktur bleibt ein Entwurf, und ein neues Transportkonzept, das im System nicht saubere Buchungen findet, lässt sich hinterher nicht belegen. Womit man anfängt, entscheidet die schwächste Seite im Haus — Fläche, Strecke oder Datenlage.
Netzstruktur, Standorte und Flächen
Wie viele Lager an welchen Orten, welcher Standort bedient welche Region, welche Fläche wird gemietet, gebaut oder aufgegeben. Gerechnet wird mit Sendungsmengen je Postleitzahlgebiet, Wege- und Frachtkosten, Flächenbedarf je Artikelstruktur und den Mietniveaus der infrage kommenden Regionen. Ergebnis ist eine Netzvariante mit Zeitpunkt und Kippgrenze: ab welcher Menge sie besser ist als heute und ab welcher sie es nicht mehr wäre.
Lager, Kommissionierung und Intralogistik
Lagerplatzstrategie, Regal- und Ladehilfsmittelwahl, Kommissionierverfahren, Nachschubsteuerung, Packplatz und Warenausgang, dazu die Frage, welcher Automatisierungsgrad zur Artikelstruktur passt. Der Hebel liegt fast immer vor der Technik: Eine Schnelldreherzone nach echten Zugriffszahlen spart mehr Weg als ein zusätzliches Gerät.
Transport, Fracht und Verkehrsträger
Transportnetz, Verkehrsträgerwahl, Tourenplanung, Laderaumauslastung und Frachtkostenstruktur — vom Stückgut über die Teil- und Komplettladung bis zur letzten Meile. Geprüft wird auch, welche Sendung überhaupt entstehen muss: Bündelung, Lieferrhythmen und Mindestmengen bewegen die Frachtkosten stärker als eine Tarifrunde.
Kontraktlogistik und Dienstleistersteuerung
Eigenbetrieb oder Vergabe, Zuschnitt des Leistungsverzeichnisses, Preismodell je Bewegung oder je Fläche, Leistungskennzahlen mit Konsequenz, Schnittstellen und Übergabepunkte. Dazu die Steuerung im laufenden Vertrag: Ein Dienstleister erfüllt, was gemessen wird — nicht, was gemeint war.
Logistik-IT: Lagerverwaltung, Transportmanagement, Datenqualität
Auswahl und Einführung von Lagerverwaltungs- und Transportmanagementsystemen, Anbindung an das ERP, Scanner- und Etikettenkonzept, Buchungspunkte und die Stammdaten, ohne die nichts davon trägt: Maße, Gewichte, Ladehilfsmittel, Gefahrgutkennzeichen. Bei der Systemwahl bleiben wir herstellerneutral; die Entscheidung über Lagerlogik und Buchungspunkte fällt vorher.
Zoll, Gefahrgut und Nachweispflichten
Zollabwicklung und Präferenzen, Ursprungsnachweise, Exportkontrolle und Sanktionsprüfung, Gefahrgutvorschriften nach Verkehrsträger, Temperaturführung und Dokumentation in der Kühlkette. Diese Pflichten bestimmen Laufzeiten und Lagerabschnitte mit — und sie sind der Teil, an dem eine sonst gute Auslegung im Audit scheitert.
Wo bei Ihnen der größte Effekt liegt, ist in einem kurzen Gespräch grob abzuschätzen — samt der unbequemen Antwort, falls ein Projekt sich dafür nicht lohnt.
Wie externe Logistikerfahrung dazukommt
Neben der Fachtiefe entscheidet in der Logistik vor allem der Zugang zum Betrieb: Wer eine Lagerlogik ändert, muss das gegenüber Schichtführung, Instandhaltung, Vertrieb und Dienstleister vertreten können. Vier Zugangswege sind üblich, und sie unterscheiden sich weniger im Fachwissen als in der Verbindlichkeit.
Zweitmeinung zu einer Auslegung
Eine Fachperson mit eng gefasstem Auftrag: Wegeaufnahme in einem Lager, Prüfung einer Netzvariante oder eine Gegenrechnung zum Entwurf eines Planers. Ergebnis ist ein schriftliches Papier mit Zahlen und einer Empfehlung, ohne Struktur drumherum.
Externe Kapazität im Logistikteam
Zwei bis fünf Fachleute von außen arbeiten Seite an Seite mit Ihren Disponenten, Lagerleitern und Planern; die fachliche Führung bleibt bei Ihnen. Der übliche Weg bei Umbauten und Vergaben, weil ein neues Vorgehen dort entstehen muss, wo es später jede Schicht tragen soll.
Logistikverantwortung übergangsweise
Eine Person von außen führt einen Standort oder Bereich und darf dabei entscheiden — weil die Stelle unbesetzt ist, weil ein Umbau im laufenden Betrieb eine zweite Führungskraft braucht oder weil eine Verlagerung sich von außen leichter durchsetzen lässt.
Steuerung einer Logistikvergabe
Eine kleine Einheit führt eine Vergabe von der Mengenbasis über das Leistungsverzeichnis bis zum Vertrag: Bieterfeld, Preisblatt, Kennzahlen mit Konsequenz und ein Übergabeplan. Sie entscheidet nicht, sie sorgt dafür, dass die Entscheidung vergleichbar wird.
Warenarten und ihre Logistik: was den Takt im Lager vorgibt
Logistik lässt sich nicht warenneutral verbessern, weil die Ware selbst die Regeln setzt: Ihre Abmessungen entscheiden über Regaltyp und Ladeeinheit, ihre Haltbarkeit über Umschlaghäufigkeit und Temperaturführung, ihre Gefahrenklasse über Lagerabschnitte und Nachweise, ihr Wert über Sicherungsaufwand und Bestandshöhe, ihr Bestellverhalten über Kommissionierart und Tourenplan. Im Handel gibt die Aktions- und Saisonspitze den Ausbaugrad vor, in der Fertigung der Takt der Linie, in der Arzneimittellogistik der Nachweis über die geschlossene Kühlkette, im Baustoffhandel Gewicht und Ladungssicherung. Wir besetzen deshalb nach Warenerfahrung und nicht nach Methodenkoffer: Wer Frischelogistik kennt, weiß, dass eine Stunde am Tor teurer ist als ein Umweg; wer Ersatzteillogistik kennt, weiß, dass die Verfügbarkeit einer einzelnen Position wichtiger sein kann als der Bestandswert des ganzen Lagers. Die folgenden Warenarten sind Beispiele — welche Regeln für Ihr Sortiment gelten, klären wir vorab.
Handel & E-Commerce
Viele Kleinsendungen, hohe Artikelzahl, ausgeprägte Aktions- und Saisonspitzen und Retouren als eigener Prozess. Der Ausbaugrad wird nicht am Mittelwert bemessen, sondern an der Spitzenwoche — und an der Frage, welcher Teil davon mit Aushilfen und welcher nur mit Technik zu fahren ist. Themen sind Schnelldreherzonen, Mehrauftragskommissionierung, Verpackungsgrößen und die letzte Meile. Gemessen wird an Stück je Stunde, Frachtkosten je Sendung und Retourendurchlaufzeit.
Lebensmittel & Frische
Kurze Haltbarkeit, Temperaturzonen und feste Anlieferfenster im Handel stoßen auf Mengen, die von Ernte und Wetter bestimmt werden. Zeit ist hier die harte Größe: Eine Stunde Wartezeit am Tor kostet mehr als ein Umweg, und ein unterbrochener Kühlnachweis macht Ware unverkäuflich. Themen sind Mehrtemperaturtouren, Chargenrückverfolgung, Mindesthaltbarkeitssteuerung und Leergutkreisläufe. Gemessen wird an Anlieferpünktlichkeit und Abschriften.
Automotive & Zulieferindustrie
Der Takt der Linie gibt die Logistik vor, nicht umgekehrt. Anlieferung erfolgt sequenzgenau, Behälter sind vorgeschrieben, Fehlteile kosten Bandstillstand — und Sonderfahrten sind das teuerste Symptom eines Planungsfehlers weiter vorn. Themen sind Behälterkreisläufe, Gebietsspedition, Werksverkehr und Sequenzierung im Vorlauf. Gemessen wird an Bandstillstandsminuten und Sonderfahrtenquote.
Maschinen- & Anlagenbau
Kleine Serien, hohe Variantenzahl, schwere und sperrige Teile, dazu Projektgeschäft mit Baustellenanlieferung und Ersatzteilversorgung über Jahrzehnte. Standardisierung greift kaum, die Hebel liegen in Ladungssicherung, Verpackungsplanung für den Seeversand, Ersatzteilbevorratung nach Ausfallfolge und in der Vormontage nah am Einsatzort. Gemessen wird an Termintreue je Projektmeilenstein und an der Ersatzteilverfügbarkeit.
Pharma & Medizintechnik
Hier ist die Dokumentation Teil des Produkts. Temperaturführung, Chargen- und Serialisierungspflichten, getrennte Lagerabschnitte für Betäubungsmittel und Sperrbestände sowie qualifizierte Transportwege bestimmen jede Auslegung; ein Lieferantenwechsel im Transport bedeutet eine neue Qualifizierung. Themen sind Kühlkettenvalidierung, Notfallversorgung und Rückrufe. Gemessen wird an Temperaturabweichungen und Freigabedurchlaufzeit.
Bau & Baustoffe
Gewicht, Volumen und eine Abladestelle, die sich jede Woche verschiebt: Baustellenlogistik plant gegen Bauzeitenpläne, die sich ändern, und gegen Abladefenster, die niemand garantiert. Themen sind Silo- und Schüttgutlogistik, Kranstellflächen, Ladungssicherung, Rückführung von Verpackung und Verschnitt sowie die Just-in-Sequence-Anlieferung im Innenausbau. Gemessen wird an Wartezeiten am Bau und an Fehlanlieferungen.
Handel & E-Commerce
Viele Kleinsendungen, hohe Artikelzahl, ausgeprägte Aktions- und Saisonspitzen und Retouren als eigener Prozess. Der Ausbaugrad wird nicht am Mittelwert bemessen, sondern an der Spitzenwoche — und an der Frage, welcher Teil davon mit Aushilfen und welcher nur mit Technik zu fahren ist. Themen sind Schnelldreherzonen, Mehrauftragskommissionierung, Verpackungsgrößen und die letzte Meile. Gemessen wird an Stück je Stunde, Frachtkosten je Sendung und Retourendurchlaufzeit.
Lebensmittel & Frische
Kurze Haltbarkeit, Temperaturzonen und feste Anlieferfenster im Handel stoßen auf Mengen, die von Ernte und Wetter bestimmt werden. Zeit ist hier die harte Größe: Eine Stunde Wartezeit am Tor kostet mehr als ein Umweg, und ein unterbrochener Kühlnachweis macht Ware unverkäuflich. Themen sind Mehrtemperaturtouren, Chargenrückverfolgung, Mindesthaltbarkeitssteuerung und Leergutkreisläufe. Gemessen wird an Anlieferpünktlichkeit und Abschriften.
Automotive & Zulieferindustrie
Der Takt der Linie gibt die Logistik vor, nicht umgekehrt. Anlieferung erfolgt sequenzgenau, Behälter sind vorgeschrieben, Fehlteile kosten Bandstillstand — und Sonderfahrten sind das teuerste Symptom eines Planungsfehlers weiter vorn. Themen sind Behälterkreisläufe, Gebietsspedition, Werksverkehr und Sequenzierung im Vorlauf. Gemessen wird an Bandstillstandsminuten und Sonderfahrtenquote.
Maschinen- & Anlagenbau
Kleine Serien, hohe Variantenzahl, schwere und sperrige Teile, dazu Projektgeschäft mit Baustellenanlieferung und Ersatzteilversorgung über Jahrzehnte. Standardisierung greift kaum, die Hebel liegen in Ladungssicherung, Verpackungsplanung für den Seeversand, Ersatzteilbevorratung nach Ausfallfolge und in der Vormontage nah am Einsatzort. Gemessen wird an Termintreue je Projektmeilenstein und an der Ersatzteilverfügbarkeit.
Pharma & Medizintechnik
Hier ist die Dokumentation Teil des Produkts. Temperaturführung, Chargen- und Serialisierungspflichten, getrennte Lagerabschnitte für Betäubungsmittel und Sperrbestände sowie qualifizierte Transportwege bestimmen jede Auslegung; ein Lieferantenwechsel im Transport bedeutet eine neue Qualifizierung. Themen sind Kühlkettenvalidierung, Notfallversorgung und Rückrufe. Gemessen wird an Temperaturabweichungen und Freigabedurchlaufzeit.
Bau & Baustoffe
Gewicht, Volumen und eine Abladestelle, die sich jede Woche verschiebt: Baustellenlogistik plant gegen Bauzeitenpläne, die sich ändern, und gegen Abladefenster, die niemand garantiert. Themen sind Silo- und Schüttgutlogistik, Kranstellflächen, Ladungssicherung, Rückführung von Verpackung und Verschnitt sowie die Just-in-Sequence-Anlieferung im Innenausbau. Gemessen wird an Wartezeiten am Bau und an Fehlanlieferungen.
Logistikvorhaben und der Punkt, an dem sie sich rechnen
Beauftragt werden in der Logistik am Ende immer wieder dieselben vier Zuschnitte. Jeder bringt eine bekannte Ausgangslage mit, eine Reihenfolge, die man nicht umstellen sollte, und eine Kennzahl, auf die man sich vorab verständigt und die man mitlaufend prüft statt am Ende zu schätzen. Alles hängt an der Ausgangsmessung: Solange Mengen, Wege und Kosten je Sendung nicht schriftlich festgehalten sind, lässt sich hinterher jede Verbesserung behaupten und keine belegen.
Standort- und Netzentscheidung
Ausgangslage: Die Fläche reicht nicht mehr, ein Mietvertrag läuft aus oder die Kundenstruktur hat sich verschoben. Zuerst werden Sendungsmengen je Region, Wege- und Frachtkosten und der Flächenbedarf je Artikelstruktur erhoben, dann werden zwei bis drei Netzvarianten gegen den Ist-Zustand gerechnet, inklusive Umzugs- und Anlaufkosten. Gemessen wird an Gesamtkosten je Sendung und an der Kippgrenze, ab der die Variante nicht mehr trägt.
Lagerneuplanung oder Lagerumbau
Ausgangslage: Gänge sind zugestellt, die Kommissionierleistung sinkt, ein Neubau oder Umbau steht zur Debatte. Zuerst Zugriffs- und Wegeanalyse, Artikelklassifizierung und Ladeeinheitenkonzept, danach Regal-, Zonen- und Prozessentwurf mit Auslegung auf die Spitzenwoche, zuletzt der Umsetzungsplan für den laufenden Betrieb. Gemessen wird an Stück je Stunde, Wegzeitanteil und Flächennutzung.
Vergabe von Transport- oder Kontraktlogistik
Ausgangslage: Ein Vertrag läuft aus, die Leistung ist strittig oder der Eigenbetrieb steht infrage. Zuerst wird die Mengenbasis festgeschrieben, dann Leistungsverzeichnis, Preisblatt und Kennzahlen mit Konsequenz erstellt, dann das Bieterfeld gebildet und verhandelt, zuletzt der Übergang geplant. Gemessen wird an Kosten je Bewegung beziehungsweise je Sendung und an der Erfüllungsquote der vereinbarten Kennzahlen.
Einführung eines Lager- oder Transportsystems
Ausgangslage: Bestände werden in Listen geführt, Touren per Telefon disponiert, ein Werkzeug soll das lösen. Zuerst fallen die fachlichen Festlegungen — Lagerplatzlogik, Buchungspunkte, Etikettierung, Verantwortung für Maße und Gewichte —, erst danach folgen Auswahl und Einführung. Der Maßstab: Bestandsgenauigkeit, Buchungsquote auf dem verbindlichen Weg und Durchlaufzeit von Auftrag bis Versandbereitschaft.
Welche Logistikprofile Unternehmen anfragen
Von der Wegeaufnahme bis zum eingespielten Betrieb
Wie lang ein Schritt dauert, entscheiden Standortzahl, Sortimentsbreite und Datenlage. Ihre Reihenfolge entscheidet niemand: messen, rechnen, auslegen, vergeben, umstellen, nachhalten. Ausgelassen wird keiner; abgekürzt nur dort, wo eine tragfähige Vorarbeit schon vorliegt — eine Lagerauslegung ohne bekannte Sendungsstruktur ist ein Entwurf auf Zuruf.
1. Wege und Mengen aufnehmen
2. Netz und Standorte rechnen
3. Lager und Transport auslegen
4. Leistungen vergeben oder selbst besetzen
5. Umstellen und in Betrieb nehmen
6. Wirkung nachmessen und übergeben
Was ein Logistikberater kostet — und woraus sich ein Budget ergibt
Abgerechnet wird ein Tagessatz, keine Projektpauschale. Fünf Größen bestimmen ihn: Seniorität und Verantwortungsumfang; Warenart und Regulierungstiefe, wobei Gefahrgut, Arzneimittel und Zollthemen oberhalb des Mittels liegen; der Präsenzanteil am Standort, denn Lagerarbeit lässt sich kaum aus der Ferne erledigen; die Laufzeit des Mandats; und wie knapp das gesuchte Profil im Markt ist.
In den Logistikrollen des Fachbereichs Supply Chain Management reichen die ausgewiesenen Spannen derzeit von 550 € bis 1.300 € pro Tag.
-
900 – 1.300 € pro Tag
-
Freelance Kontraktlogistik-Spezialist
850 – 1.250 € pro Tag
-
800 – 1.200 € pro Tag
-
Freelance Exportkontroll-Spezialist
800 – 1.200 € pro Tag
-
Freelance Kühlketten-Spezialist
800 – 1.150 € pro Tag
-
750 – 1.050 € pro Tag
-
750 – 1.050 € pro Tag
-
750 – 1.050 € pro Tag
-
700 – 1.000 € pro Tag
-
Freelance Last-Mile-Logistik Spezialist
700 – 1.000 € pro Tag
-
Freelance Lagerverwaltungsspezialist
700 – 1.000 € pro Tag
-
Freelance Lagerlogistik-Experte
600 – 900 € pro Tag
-
Freelance Gefahrgutbeauftragter
550 – 850 € pro Tag
Die Spanne je Rolle ist auf der Rollenseite ausgewiesen, nicht auf Anfrage.
Woraus sich ein Budget ergibt. Gerechnet wird in Personentagen, nicht in einer Pauschale. Eine Wegeaufnahme mit Ausgangsmessung an einem Standort liegt meist bei 10 bis 20 Personentagen. Eine Lagerauslegung vom Zugriffsprofil bis zum Zonenentwurf eher bei 20 bis 40 Tagen, eine Netzrechnung über mehrere Standorte bei 25 bis 50. Eine Transport- oder Kontraktlogistikvergabe wird über die Runden gerechnet und läuft je nach Bieterfeld über drei bis sechs Monate. Verantwortung auf Zeit folgt einer anderen Logik: drei bis fünf Wochentage, gebucht über ein halbes bis eineinhalb Jahre.
Der Maßstab ist nicht der Tagessatz, sondern das bewegte Kostenvolumen. Ein Standort mit 6 Mio. € Logistikkosten im Jahr trägt 30 Beratungstage bereits bei einem Effekt von unter zwei Prozent. Bei einem Lager mit einer halben Million Euro Jahreskosten lohnt ein externes Mandat selten — und das sagen wir vor dem Angebot, nicht nach dem ersten Monat.
Warum die Rechnung hier anders aussieht als bei einer Beratungsgesellschaft. Vergütet wird die Person, die im Lager steht und rechnet — es gibt keine Projektleitungsebene darüber, keinen Partneranteil und keinen Sockel für Methodik. Umgekehrt gibt es auch keinen Apparat: Beauftragt werden einzelne Fachleute oder ein kleines Gespann, geführt wird fachlich aus Ihrem Haus. Erfolgsabhängige Vergütung bieten wir nicht an, weil sie den Anreiz setzt, Einsparungen rechnerisch auszuweisen statt sie im Betrieb tatsächlich zu erreichen.
Welche Rolle die richtige ist, entscheidet der Auftrag: Eine Wegeaufnahme im Lager verlangt andere Erfahrung als eine Netzrechnung über mehrere Standorte. Alle Profile des Fachbereichs listet Supply Chain Management — darunter Freelance Logistikmanager, Freelance Logistikplaner, Freelance Transportmanager und Freelance Kontraktlogistik-Spezialist. Für angrenzende Aufgaben ergänzen Operations & Produktion, Einkauf & Procurement und Facility Management.
Transport und Lagerung werden teurer, die Flächen bleiben knapp
+3,2 %
78,9 %
3,4 %
Fragen, die vor einem Logistikprojekt gestellt werden
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
consultingheads wurde mehrfach von führenden Fachmagazinen und unabhängigen Dritten ausgezeichnet.