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Was Logistikberatung leistet — und was nicht

Blick durch eine Regalgasse im Hochregallager als Ausgangspunkt einer Wegeaufnahme

Logistikberatung — je nach Haus auch Logistikoptimierung, Logistikplanung, Beratung für Intralogistik oder Unternehmensberatung für Logistik genannt — befasst sich mit dem Teil der Lieferkette, den man anfassen kann. Drei Größen bestimmen dort die Kosten, und jede davon ist einzeln messbar: der Weg, den eine Ware zurücklegt, die Berührung — also jedes Anfassen, Umpacken und Umbuchen — und der Stillstand, die Zeit, in der Ware nur Fläche und Kapital bindet.

Der unangenehme Teil dieser Rechnung: Die meisten zusätzlichen Berührungen sind gar nicht in der Logistik entstanden. Eine Verpackungseinheit, die nicht zur Fachhöhe passt; ein Bestellrhythmus, der Teilmengen erzeugt; eine Standortentscheidung von vor zehn Jahren; ein Sortiment, das um Varianten gewachsen ist — jede dieser Festlegungen wird im Lager täglich abgearbeitet. Wer nur an der Ausführung ansetzt, macht das Abarbeiten schneller, nicht seltener. Deshalb beginnt die Arbeit mit einer Messung und nicht mit einem Zielbild.

Was sie nicht leistet. Sie ersetzt kein Lager und keine Fahrzeuge, sie bringt keinen Dienstleister mit, der dauerhaft unter Marktpreis fährt, und eine Fläche, die schlicht zu klein ist, wird durch Rechnen nicht größer. Sie nimmt Ihnen auch die Entscheidung nicht ab, ob Sie selbst betreiben oder vergeben — sie legt die Zahlen daneben, an denen diese Entscheidung messbar wird. Und sie ersetzt keine Planungsdisziplin: Wo Absatzmengen nicht geplant werden, bleibt jede Auslegung eine Wette auf die Spitze.

Eine Stufe oberhalb der physischen Ebene liegt die Supply-Chain-Beratung: Bestandsstrategie, Netzwerkdesign und die Frage, worauf sich Vertrieb, Einkauf und Produktion einigen. In größeren Vorhaben laufen beide zusammen; der Zugang bleibt ein anderer — hier über die Ware, dort über die Planung.

Warnsignale

Wann externe Unterstützung in Lager und Transport weiterhilft

Die wenigsten Logistikaufgaben brauchen Hilfe von außen. Sind Mengen, Wege und Kosten je Sendung bekannt und hat das Team Zeit für eine Auslegung, kommt man selbst schneller zum Ziel. Bei den folgenden Anzeichen kippt diese Rechnung, und das hat einen strukturellen Grund: Ein Logistikteam legt ein Lager oder ein Transportnetz alle paar Jahre neu aus, und immer für denselben Standort. Wer solche Auslegungen laufend für unterschiedliche Häuser rechnet, kennt die Kennwerte, an denen ein Entwurf im zweiten Jahr scheitert.

1. Die Fläche ist voll, die Menge wächst weiter

  • Gänge sind zugestellt, der Wareneingang puffert auf dem Hof, Kommissionierwege werden von Woche zu Woche länger.
  • Der Reflex ist Zumieten; häufig liegt die Reserve in Lagerplatzstrategie, Anbruchhandling und Artikelverteilung.
  • Eine Wegeaufnahme zeigt binnen kurzer Zeit, wie viel Kapazität ohne Neubau erreichbar ist.

2. Die Frachtkosten steigen schneller als die Mengen

  • Teilladungen, Expresssendungen und Nachlieferungen häufen sich, ohne dass jemand sie einzeln bezahlt sieht.
  • Die Ursache steckt meist in Bestellrhythmen und Mindestmengen, seltener im Frachttarif.
  • Eine Auswertung der Sendungsstruktur trennt das Preisproblem vom Mengenproblem.

3. Ein Logistikvertrag steht zur Neuvergabe

  • Transport, Lagerleistung oder ein ganzes Kontraktlogistikmandat laufen aus; ausgeschrieben wurde zuletzt vor Jahren.
  • Ein sauber beschriebenes Leistungsverzeichnis und eine schnell zusammengestellte Anfrage trennen im Ergebnis oft zweistellige Prozente.
  • Wer den Dienstleister seit Jahren selbst steuert, geht in diese Runde schwer ergebnisoffen hinein.

4. Liefertermine reißen, obwohl die Ware im Haus ist

  • Bestände stimmen im System, aber nicht im Regal; Wartezeiten am Tor und fehlende Zeitfenster verschieben ganze Touren.
  • Solche Fehler sitzen an Übergaben — Wareneingang zu Einlagerung, Kommissionierung zu Versand, Versand zu Spediteur.
  • Gemessen wird an der Termintreue je Übergabe, nicht am Gesamtwert einer Lieferkette.

5. Ein Lager- oder Transportsystem soll eingeführt werden

  • Lagerverwaltung, Transportmanagement oder ein Staplerleitsystem stehen an — der Anstoß kommt häufig aus der IT oder vom Konzern.
  • Ein Werkzeug schreibt nur fest, was fachlich vorher geklärt wurde — Lagerplatzlogik, Buchungspunkte, Etikettierung, Verantwortung für Maße und Gewichte.
  • Wird das übersprungen, bekommt der alte Ablauf eine Oberfläche und eine Lizenzrechnung.

6. Eine Standort- oder Netzfrage steht an

  • Ein zweites Lager, eine Verlagerung, ein Zentrallager statt drei Regionallagern — oder genau umgekehrt.
  • Solche Entscheidungen binden über Jahre und lassen sich nur mit Mengen-, Wege- und Kostendaten rechnen.
  • Der Fehler passiert selten in der Rechnung, sondern in den Annahmen darüber, wie sich Sendungen entwickeln.

Erkennen Sie eines dieser Warnsignale wieder? Ein kurzes Gespräch genügt für eine erste Sortierung — welche der drei Größen — Weg, Berührung oder Stillstand — bei Ihnen die Kosten treibt, wo die nächste Messung ansetzen sollte und ob es dafür jemanden von außen braucht.

Stellhebel

Die Stellhebel der Logistikberatung: von der Fläche bis zur letzten Meile

Jeder dieser Hebel lässt sich für sich beauftragen, und fast keiner bleibt allein. Meist beginnt ein Auftrag an einer Stelle und zieht die Nachbarstelle nach, weil beide dieselben Daten brauchen: Eine Lagerauslegung ohne Kenntnis der Sendungsstruktur bleibt ein Entwurf, und ein neues Transportkonzept, das im System nicht saubere Buchungen findet, lässt sich hinterher nicht belegen. Womit man anfängt, entscheidet die schwächste Seite im Haus — Fläche, Strecke oder Datenlage.

Netzstruktur, Standorte und Flächen

Wie viele Lager an welchen Orten, welcher Standort bedient welche Region, welche Fläche wird gemietet, gebaut oder aufgegeben. Gerechnet wird mit Sendungsmengen je Postleitzahlgebiet, Wege- und Frachtkosten, Flächenbedarf je Artikelstruktur und den Mietniveaus der infrage kommenden Regionen. Ergebnis ist eine Netzvariante mit Zeitpunkt und Kippgrenze: ab welcher Menge sie besser ist als heute und ab welcher sie es nicht mehr wäre.

Lager, Kommissionierung und Intralogistik

Lagerplatzstrategie, Regal- und Ladehilfsmittelwahl, Kommissionierverfahren, Nachschubsteuerung, Packplatz und Warenausgang, dazu die Frage, welcher Automatisierungsgrad zur Artikelstruktur passt. Der Hebel liegt fast immer vor der Technik: Eine Schnelldreherzone nach echten Zugriffszahlen spart mehr Weg als ein zusätzliches Gerät.

Transport, Fracht und Verkehrsträger

Transportnetz, Verkehrsträgerwahl, Tourenplanung, Laderaumauslastung und Frachtkostenstruktur — vom Stückgut über die Teil- und Komplettladung bis zur letzten Meile. Geprüft wird auch, welche Sendung überhaupt entstehen muss: Bündelung, Lieferrhythmen und Mindestmengen bewegen die Frachtkosten stärker als eine Tarifrunde.

Kontraktlogistik und Dienstleistersteuerung

Eigenbetrieb oder Vergabe, Zuschnitt des Leistungsverzeichnisses, Preismodell je Bewegung oder je Fläche, Leistungskennzahlen mit Konsequenz, Schnittstellen und Übergabepunkte. Dazu die Steuerung im laufenden Vertrag: Ein Dienstleister erfüllt, was gemessen wird — nicht, was gemeint war.

Logistik-IT: Lagerverwaltung, Transportmanagement, Datenqualität

Auswahl und Einführung von Lagerverwaltungs- und Transportmanagementsystemen, Anbindung an das ERP, Scanner- und Etikettenkonzept, Buchungspunkte und die Stammdaten, ohne die nichts davon trägt: Maße, Gewichte, Ladehilfsmittel, Gefahrgutkennzeichen. Bei der Systemwahl bleiben wir herstellerneutral; die Entscheidung über Lagerlogik und Buchungspunkte fällt vorher.

Zoll, Gefahrgut und Nachweispflichten

Zollabwicklung und Präferenzen, Ursprungsnachweise, Exportkontrolle und Sanktionsprüfung, Gefahrgutvorschriften nach Verkehrsträger, Temperaturführung und Dokumentation in der Kühlkette. Diese Pflichten bestimmen Laufzeiten und Lagerabschnitte mit — und sie sind der Teil, an dem eine sonst gute Auslegung im Audit scheitert.

Wo bei Ihnen der größte Effekt liegt, ist in einem kurzen Gespräch grob abzuschätzen — samt der unbequemen Antwort, falls ein Projekt sich dafür nicht lohnt.

Zugangswege

Wie externe Logistikerfahrung dazukommt

Neben der Fachtiefe entscheidet in der Logistik vor allem der Zugang zum Betrieb: Wer eine Lagerlogik ändert, muss das gegenüber Schichtführung, Instandhaltung, Vertrieb und Dienstleister vertreten können. Vier Zugangswege sind üblich, und sie unterscheiden sich weniger im Fachwissen als in der Verbindlichkeit.

Standortanalyse

Zweitmeinung zu einer Auslegung

Eine Fachperson mit eng gefasstem Auftrag: Wegeaufnahme in einem Lager, Prüfung einer Netzvariante oder eine Gegenrechnung zum Entwurf eines Planers. Ergebnis ist ein schriftliches Papier mit Zahlen und einer Empfehlung, ohne Struktur drumherum.

Projektbegleitung

Externe Kapazität im Logistikteam

Zwei bis fünf Fachleute von außen arbeiten Seite an Seite mit Ihren Disponenten, Lagerleitern und Planern; die fachliche Führung bleibt bei Ihnen. Der übliche Weg bei Umbauten und Vergaben, weil ein neues Vorgehen dort entstehen muss, wo es später jede Schicht tragen soll.

Leitung auf Zeit

Logistikverantwortung übergangsweise

Eine Person von außen führt einen Standort oder Bereich und darf dabei entscheiden — weil die Stelle unbesetzt ist, weil ein Umbau im laufenden Betrieb eine zweite Führungskraft braucht oder weil eine Verlagerung sich von außen leichter durchsetzen lässt.

Ausschreibungshilfe

Steuerung einer Logistikvergabe

Eine kleine Einheit führt eine Vergabe von der Mengenbasis über das Leistungsverzeichnis bis zum Vertrag: Bieterfeld, Preisblatt, Kennzahlen mit Konsequenz und ein Übergabeplan. Sie entscheidet nicht, sie sorgt dafür, dass die Entscheidung vergleichbar wird.

Warenarten

Warenarten und ihre Logistik: was den Takt im Lager vorgibt

Logistik lässt sich nicht warenneutral verbessern, weil die Ware selbst die Regeln setzt: Ihre Abmessungen entscheiden über Regaltyp und Ladeeinheit, ihre Haltbarkeit über Umschlaghäufigkeit und Temperaturführung, ihre Gefahrenklasse über Lagerabschnitte und Nachweise, ihr Wert über Sicherungsaufwand und Bestandshöhe, ihr Bestellverhalten über Kommissionierart und Tourenplan. Im Handel gibt die Aktions- und Saisonspitze den Ausbaugrad vor, in der Fertigung der Takt der Linie, in der Arzneimittellogistik der Nachweis über die geschlossene Kühlkette, im Baustoffhandel Gewicht und Ladungssicherung. Wir besetzen deshalb nach Warenerfahrung und nicht nach Methodenkoffer: Wer Frischelogistik kennt, weiß, dass eine Stunde am Tor teurer ist als ein Umweg; wer Ersatzteillogistik kennt, weiß, dass die Verfügbarkeit einer einzelnen Position wichtiger sein kann als der Bestandswert des ganzen Lagers. Die folgenden Warenarten sind Beispiele — welche Regeln für Ihr Sortiment gelten, klären wir vorab.

Innenansicht eines Einkaufszentrums als Endpunkt der Handelslogistik

Handel & E-Commerce

Kontrolle von Lebensmitteln mit Handschuhen in der Produktion

Lebensmittel & Frische

Fahrzeugkarosserien auf einer Montagelinie in der Automobilfertigung

Automotive & Zulieferindustrie

Roboterarm bestückt Bauteile in einer Montagezelle

Maschinen- & Anlagenbau

Abfüllanlage für Arzneimittelbehälter in der Pharmaproduktion

Pharma & Medizintechnik

Hochhausfassaden aus der Untersicht als Bild für die Bau- und Baustofflogistik

Bau & Baustoffe

Innenansicht eines Einkaufszentrums als Endpunkt der Handelslogistik

Handel & E-Commerce

Kontrolle von Lebensmitteln mit Handschuhen in der Produktion

Lebensmittel & Frische

Fahrzeugkarosserien auf einer Montagelinie in der Automobilfertigung

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Roboterarm bestückt Bauteile in einer Montagezelle

Maschinen- & Anlagenbau

Abfüllanlage für Arzneimittelbehälter in der Pharmaproduktion

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Hochhausfassaden aus der Untersicht als Bild für die Bau- und Baustofflogistik

Bau & Baustoffe

Projektzuschnitte

Logistikvorhaben und der Punkt, an dem sie sich rechnen

Beauftragt werden in der Logistik am Ende immer wieder dieselben vier Zuschnitte. Jeder bringt eine bekannte Ausgangslage mit, eine Reihenfolge, die man nicht umstellen sollte, und eine Kennzahl, auf die man sich vorab verständigt und die man mitlaufend prüft statt am Ende zu schätzen. Alles hängt an der Ausgangsmessung: Solange Mengen, Wege und Kosten je Sendung nicht schriftlich festgehalten sind, lässt sich hinterher jede Verbesserung behaupten und keine belegen.

Standort- und Netzentscheidung

Ausgangslage: Die Fläche reicht nicht mehr, ein Mietvertrag läuft aus oder die Kundenstruktur hat sich verschoben. Zuerst werden Sendungsmengen je Region, Wege- und Frachtkosten und der Flächenbedarf je Artikelstruktur erhoben, dann werden zwei bis drei Netzvarianten gegen den Ist-Zustand gerechnet, inklusive Umzugs- und Anlaufkosten. Gemessen wird an Gesamtkosten je Sendung und an der Kippgrenze, ab der die Variante nicht mehr trägt.

Lagerneuplanung oder Lagerumbau

Ausgangslage: Gänge sind zugestellt, die Kommissionierleistung sinkt, ein Neubau oder Umbau steht zur Debatte. Zuerst Zugriffs- und Wegeanalyse, Artikelklassifizierung und Ladeeinheitenkonzept, danach Regal-, Zonen- und Prozessentwurf mit Auslegung auf die Spitzenwoche, zuletzt der Umsetzungsplan für den laufenden Betrieb. Gemessen wird an Stück je Stunde, Wegzeitanteil und Flächennutzung.

Vergabe von Transport- oder Kontraktlogistik

Ausgangslage: Ein Vertrag läuft aus, die Leistung ist strittig oder der Eigenbetrieb steht infrage. Zuerst wird die Mengenbasis festgeschrieben, dann Leistungsverzeichnis, Preisblatt und Kennzahlen mit Konsequenz erstellt, dann das Bieterfeld gebildet und verhandelt, zuletzt der Übergang geplant. Gemessen wird an Kosten je Bewegung beziehungsweise je Sendung und an der Erfüllungsquote der vereinbarten Kennzahlen.

Einführung eines Lager- oder Transportsystems

Ausgangslage: Bestände werden in Listen geführt, Touren per Telefon disponiert, ein Werkzeug soll das lösen. Zuerst fallen die fachlichen Festlegungen — Lagerplatzlogik, Buchungspunkte, Etikettierung, Verantwortung für Maße und Gewichte —, erst danach folgen Auswahl und Einführung. Der Maßstab: Bestandsgenauigkeit, Buchungsquote auf dem verbindlichen Weg und Durchlaufzeit von Auftrag bis Versandbereitschaft.

Rollenbilder

Welche Logistikprofile Unternehmen anfragen

Welches Profil ein Vorhaben verlangt, hängt an seinem Zuschnitt. Eine Lagerauslegung verlangt eine andere Person als eine Transportvergabe oder ein Zollthema im Export, und mit dem Übergang von der Planung in den Betrieb verschiebt sich der Bedarf. Die folgenden sechs Rollen sind ein Ausschnitt aus dem Fachbereich Supply Chain Management — dort stehen weitere Logistikprofile, und angrenzende Aufgaben besetzen wir aus Operations & Produktion, Einkauf & Procurement und Facility Management. Was eine Rolle abdeckt, wo sie typischerweise eingesetzt wird und in welcher Spanne sie liegt, steht jeweils auf ihrer eigenen Seite.

Von der Wegeaufnahme bis zum eingespielten Betrieb

Wie lang ein Schritt dauert, entscheiden Standortzahl, Sortimentsbreite und Datenlage. Ihre Reihenfolge entscheidet niemand: messen, rechnen, auslegen, vergeben, umstellen, nachhalten. Ausgelassen wird keiner; abgekürzt nur dort, wo eine tragfähige Vorarbeit schon vorliegt — eine Lagerauslegung ohne bekannte Sendungsstruktur ist ein Entwurf auf Zuruf.

Aufnahme der Kommissionierwege in einer Lagergasse

1. Wege und Mengen aufnehmen

Zugriffszahlen je Artikel, Sendungsstruktur je Kunde und die tatsächlich gelaufenen Wege im Lager erheben.
Kosten je Bewegung und je Sendung aus Fracht-, Personal- und Flächenkosten zusammensetzen, statt sie zu schätzen.
Ergebnis ist eine Ausgangsmessung, über die niemand mehr streitet — die Basis für jede spätere Aussage.
Fachmann prüft eine Prozess- und Mengendarstellung an einer Wandtafel

2. Netz und Standorte rechnen

Sendungsmengen je Region gegen Standorte, Fahrzeiten und Flächenkosten halten.
Zwei bis drei Varianten inklusive Umzugs- und Anlaufkosten gegen den Ist-Zustand stellen.
Je Variante eine Kippgrenze benennen: ab welcher Menge sie besser wird und ab welcher nicht mehr.
Ingenieur arbeitet an einem digitalen Anlagenmodell

3. Lager und Transport auslegen

Zonen, Regaltypen, Ladeeinheiten und Kommissionierverfahren auf die Spitzenwoche auslegen, nicht auf den Mittelwert.
Automatisierung nur dort vorsehen, wo Artikelstruktur und Mengenverlauf sie über die Nutzungsdauer tragen.
Transportkonzept, Lieferrhythmen und Bündelung parallel festlegen — Lager und Strecke bedingen sich.
Besprechung zur Vergabe von Logistikleistungen an einem Konferenztisch

4. Leistungen vergeben oder selbst besetzen

Eigenbetrieb und Vergabe mit denselben Mengen und derselben Kostenlogik gegeneinander rechnen.
Bei Vergabe: Leistungsverzeichnis, Preisblatt und Kennzahlen mit Konsequenz vor dem Bieterfeld festlegen.
Entschieden wird bei Ihnen; von außen kommen die Vergleichsgrundlage, die Begleitung am Verhandlungstisch und das Protokoll.
Automatisierte Förderstrecke im Anlauf der neuen Anlage

5. Umstellen und in Betrieb nehmen

Umbau oder Umzug in Abschnitte teilen, die der laufende Betrieb verkraftet, mit Rückfallebene je Abschnitt.
Stammdaten, Etiketten und Buchungspunkte vor dem ersten Tag scharf stellen — hier entstehen die meisten Anlaufprobleme.
Schichtführung und Dienstleister früh einbinden: Was am Tor nicht funktioniert, funktioniert nirgends.
Auswertung der Logistikkennzahlen nach dem Umbau

6. Wirkung nachmessen und übergeben

Gegen die zu Beginn fixierte Ausgangsmessung messen, getrennt nach Wege-, Berührungs- und Stillstandseffekt.
Ein Jahr weiterverfolgen, damit Saisonspitzen und Anlaufeffekte in der Messung enthalten sind.
Wann übergeben wird, ist von Anfang an verabredet; ab diesem Tag fährt Ihr Team den Standort ohne uns.
Preisgefüge

Was ein Logistikberater kostet — und woraus sich ein Budget ergibt

Abgerechnet wird ein Tagessatz, keine Projektpauschale. Fünf Größen bestimmen ihn: Seniorität und Verantwortungsumfang; Warenart und Regulierungstiefe, wobei Gefahrgut, Arzneimittel und Zollthemen oberhalb des Mittels liegen; der Präsenzanteil am Standort, denn Lagerarbeit lässt sich kaum aus der Ferne erledigen; die Laufzeit des Mandats; und wie knapp das gesuchte Profil im Markt ist.

In den Logistikrollen des Fachbereichs Supply Chain Management reichen die ausgewiesenen Spannen derzeit von 550 € bis 1.300 € pro Tag.

Die Spanne je Rolle ist auf der Rollenseite ausgewiesen, nicht auf Anfrage.

Woraus sich ein Budget ergibt. Gerechnet wird in Personentagen, nicht in einer Pauschale. Eine Wegeaufnahme mit Ausgangsmessung an einem Standort liegt meist bei 10 bis 20 Personentagen. Eine Lagerauslegung vom Zugriffsprofil bis zum Zonenentwurf eher bei 20 bis 40 Tagen, eine Netzrechnung über mehrere Standorte bei 25 bis 50. Eine Transport- oder Kontraktlogistikvergabe wird über die Runden gerechnet und läuft je nach Bieterfeld über drei bis sechs Monate. Verantwortung auf Zeit folgt einer anderen Logik: drei bis fünf Wochentage, gebucht über ein halbes bis eineinhalb Jahre.

Der Maßstab ist nicht der Tagessatz, sondern das bewegte Kostenvolumen. Ein Standort mit 6 Mio. € Logistikkosten im Jahr trägt 30 Beratungstage bereits bei einem Effekt von unter zwei Prozent. Bei einem Lager mit einer halben Million Euro Jahreskosten lohnt ein externes Mandat selten — und das sagen wir vor dem Angebot, nicht nach dem ersten Monat.

Warum die Rechnung hier anders aussieht als bei einer Beratungsgesellschaft. Vergütet wird die Person, die im Lager steht und rechnet — es gibt keine Projektleitungsebene darüber, keinen Partneranteil und keinen Sockel für Methodik. Umgekehrt gibt es auch keinen Apparat: Beauftragt werden einzelne Fachleute oder ein kleines Gespann, geführt wird fachlich aus Ihrem Haus. Erfolgsabhängige Vergütung bieten wir nicht an, weil sie den Anreiz setzt, Einsparungen rechnerisch auszuweisen statt sie im Betrieb tatsächlich zu erreichen.

Welche Rolle die richtige ist, entscheidet der Auftrag: Eine Wegeaufnahme im Lager verlangt andere Erfahrung als eine Netzrechnung über mehrere Standorte. Alle Profile des Fachbereichs listet Supply Chain Management — darunter Freelance Logistikmanager, Freelance Logistikplaner, Freelance Transportmanager und Freelance Kontraktlogistik-Spezialist. Für angrenzende Aufgaben ergänzen Operations & Produktion, Einkauf & Procurement und Facility Management.

Zahlenlage

Transport und Lagerung werden teurer, die Flächen bleiben knapp

+3,2 %

teurer wurden Lagerung und lagereiverwandte Dienstleistungen im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal; der Straßengüterkraftverkehr lag bei +2,8 %.
Statistisches Bundesamt, Erzeugerpreise für Dienstleistungen, 1. Quartal 2026

78,9 %

der 4.235 Mio. Tonnen Güter, die 2024 in Deutschland befördert wurden, gingen über die Straße — 3.340,7 Mio. Tonnen.
Statistisches Bundesamt, Güterbeförderung nach Verkehrsträgern 2024

3,4 %

Leerstandsquote bei Gewerbe- und Logistikimmobilien in Deutschland — auf niedrigem Niveau, aber mit steigender Tendenz.
Logivest, Leerstandsanalyse Deutschland, 1. Quartal 2024
Häufig gefragt

Fragen, die vor einem Logistikprojekt gestellt werden

Logistikberatung hilft Unternehmen, die physische Warenbewegung wirtschaftlicher und verlässlicher zu machen: Netzstruktur und Standorte, Lager und Kommissionierung, Transport und Umschlag, Zoll- und Gefahrgutpflichten sowie die Systeme, die das steuern. Sie unterscheidet sich von reiner Frachtkostenverhandlung dadurch, dass sie an Weg, Berührung und Stillstand ansetzt — also an den Ursachen, aus denen Sendungen und Handling überhaupt entstehen. Wer einen Logistikberater sucht, meint meist genau das.
Logistikberatung arbeitet an der Ausführung: Fläche, Regal, Tour, Tor, Umschlag, Dokument. Supply-Chain-Beratung setzt eine Stufe früher an, bei Bestandsstrategie, Netzwerkdesign und der Frage, wie Vertrieb, Einkauf und Produktion sich einig werden. Praktisch trennt man beide an der Frage, ob eine Änderung die Ware selbst betrifft oder die Entscheidung darüber, welche Ware überhaupt wo liegen soll. In größeren Vorhaben laufen beide Zugänge zusammen; besetzt werden sie aber mit unterschiedlichen Profilen.
Abgerechnet wird nach Tagessatz. Für die Logistikrollen im Fachbereich Supply Chain Management reichen die offen ausgewiesenen Spannen derzeit von 550 € bis 1.300 € pro Tag, je nach Seniorität, Warenart, Regulierungstiefe, Präsenzanteil und Projektdauer; jede Rolle weist ihre Spanne selbst aus. Den Umfang bemessen Sie in Personentagen — eine Wegeaufnahme mit Ausgangsmessung liegt meist bei 10 bis 20, eine Lagerauslegung bei 20 bis 40. Maßstab ist das Verhältnis zu den bewegten Logistikkosten.
Von fünf Größen: Seniorität und Verantwortungsumfang; Warenart und Regulierungstiefe, wobei Gefahrgut, Arzneimittel und Zollthemen oberhalb des Mittels rangieren; Präsenzanteil am Standort; Laufzeit; Knappheit des Profils. Am oberen Ende steht Standort- oder Bereichsverantwortung auf Zeit, am unteren stehen planende und auswertende Aufgaben. Günstig gerechnet ist es dann nicht, wenn eine Auslegung ohne belastbare Zugriffsdaten entsteht und im laufenden Betrieb nachgezogen werden muss.
Sie baut die Grundlagen, auf denen eine Auslegung trägt: Zugriffs- und Wegeanalyse, Artikelklassifizierung, Ladeeinheiten- und Zonenkonzept, Kommissionierverfahren, Nachschubsteuerung und die Auslegung auf die Spitzenwoche statt auf den Mittelwert. Dazu die Frage, welcher Automatisierungsgrad sich über die Nutzungsdauer rechnet — und welcher nur die heutige Spitze abbildet. Ergebnis ist ein Entwurf mit Kennwerten, gegen die er später gemessen werden kann, plus ein Umsetzungsplan für den laufenden Betrieb.
Über vier Hebel in dieser Reihenfolge: Sendungen vermeiden, Sendungen bündeln, Verkehrsträger und Netz anpassen, Preise verhandeln. Der größte Teil steckt vor dem Tarif — in Bestellrhythmen, Mindestmengen, Lieferfenstern und Laderaumauslastung. Die Termine bleiben dabei nur stabil, wenn Bündelung an der Zusage entlang gerechnet wird und nicht an der Wochenmenge: Ein zusätzlicher Sammeltag ist unkritisch, solange er vor dem versprochenen Liefertag liegt. Expressfahrten sind kein Kostenproblem, sondern ein Anzeigeinstrument.
Sie rechnet sich, wenn eine Entscheidung Jahre bindet — Standort, Lagerauslegung, Vergabe, System — oder wenn die Ausgangsdaten fehlen, um sie überhaupt zu treffen. Ebenso, wenn ein Vertrag zur Neuvergabe steht oder Termine an Übergaben reißen, die intern niemand messen kann. Sie rechnet sich nicht, wenn Mengen, Wege und Kosten je Sendung bekannt sind, das Team Kapazität hat und es nur noch um die Ausführung geht. Diese Einschätzung sagen wir, bevor ein Angebot entsteht.
Eine Wegeaufnahme mit Ausgangsmessung ist eine Frage von Wochen. Eine Lagerauslegung braucht je nach Sortiment zwei bis vier Monate, eine Vergabe drei bis sechs, ein Umbau im laufenden Betrieb oder eine Verlagerung sechs bis achtzehn Monate in Abschnitten. Als Erfolg gilt nicht der Entwurf, sondern die Messung dagegen: Kosten je Sendung und je Bewegung, Wegzeitanteil, Bestandsgenauigkeit und Termintreue je Übergabe, verglichen mit der zu Beginn fixierten Basis. Der eigentliche Prüfstein liegt ein Jahr später, weil erst dann eine Saison vollständig enthalten ist.
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