Beratung für Unternehmensstrategie und Portfolio
Strategieberatung: die Entscheidung schärfen, statt die Optionen zu mehren
Strategieberatung arbeitet an der Frage, worauf ein Unternehmen seine Mittel setzt und worauf ausdrücklich nicht: welche Märkte und Kundengruppen es bedient, mit welchem Angebot es dort gewinnt, welche Geschäfte im Portfolio bleiben und welche Fähigkeiten dafür im eigenen Haus liegen müssen. Wichtig wird das Thema, wenn ein Ergebnis über Jahre stabil aussah und plötzlich kippt, wenn ein Wettbewerber die Spielregeln eines Marktes verschiebt, wenn ein Zukauf oder ein Eigentümerwechsel eine belastbare Perspektive verlangt — oder wenn im Haus drei Antworten auf dieselbe Grundfrage kursieren. Nötig sind dafür eine ehrliche Ausgangsdiagnose, überprüfbare Annahmen über den Markt statt Absichtserklärungen und die Bereitschaft, Vorhaben zu beenden, damit die verbleibenden genug Kraft bekommen.
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Was Strategieberatung leistet — und was nicht

Strategieberatung — je nach Haus auch Unternehmensberatung für Strategie, Corporate Strategy, Strategieentwicklung oder Managementberatung genannt — beantwortet drei Fragen in dieser Reihenfolge: Wo stehen wir wirklich, welche Wege stehen offen, und welchen davon schlagen wir bewusst nicht ein. Der dritte Teil ist der unbequeme und wird am häufigsten übersprungen. Eine Liste von Chancen ist noch keine Strategie. Woran man eine erkennt: daran, dass sie etwas ausschließt.
Sie macht den Verzicht sichtbar. Jede Richtungsentscheidung kostet etwas, das ebenfalls möglich gewesen wäre: ein zweites Segment, eine Produktlinie, eine Region, ein Investitionsblock. Solange dieser Preis nicht ausgesprochen ist, sagt niemand Nein — und die Mittel verteilen sich über zu viele Vorhaben, von denen keines die Schwelle erreicht, ab der es wirkt. Der erste Arbeitsschritt ist deshalb selten eine neue Idee, sondern eine Rangfolge und die Frage, was auf der Streichliste steht.
Sie prüft die Annahme, nicht die Absicht. Hinter jedem Plan liegt eine Handvoll Sätze über die Welt: Der Markt wächst weiter. Unsere Kunden zahlen für diesen Vorteil. Der Wettbewerber kann uns hier nicht folgen. Diese Sätze sind prüfbar — an Preisen, Marktanteilen, Abwanderungsquoten, Ausschreibungsergebnissen. Wer sie prüft, bevor investiert wird, spart die teure Variante: sie beim Scheitern des Vorhabens zu entdecken.
Sie beschreibt die Ausstiegsbedingung. Eine Entscheidung wird erst dann führbar, wenn vorab feststeht, woran alle erkennen, dass die Annahme gekippt ist: welcher Wert, bis wann, gemessen woran. Ohne diesen Satz läuft ein Vorhaben so lange, wie jemand es politisch trägt — und wird nicht beendet, sondern still verlängert.
Im englischsprachigen Umfeld heißen dieselben Aufgaben strategy consulting, corporate strategy, management consulting oder strategic planning; wer nach strategy consultants sucht, meint in der Regel diese Leistung. Deutsch- und englischsprachige Besetzungen bilden wir gleichermaßen ab.
Was sie nicht leistet. Sie nimmt der Geschäftsführung die Richtungsentscheidung nicht ab und ersetzt keine Eigentümerposition — wo Gesellschafter unterschiedliche Ziele verfolgen, ist das eine Verhandlung und keine Analyse. Sie erzeugt auch keine Marktposition, die es nicht gibt: Wenn Angebot, Kostenlage und Fähigkeiten in keinem der erreichbaren Felder tragen, ist das Ergebnis eine unbequeme Auskunft und kein Zielbild.
Wo diese Seite endet: Wachstum als eigenes Programm — Kanäle, Preismodelle, Skalierung — beschreiben wir in der Wachstumsstrategie. Suchfelder, Ideenbewertung und Produktentwicklung stehen im Innovationsmanagement, die technologische Seite eines Zielbilds in der Beratung für digitale Transformation. Steht die Liquidität unter Druck, beginnt die Arbeit in der Restrukturierungsberatung.
Wann externe Unterstützung an einer Strategiefrage den Aufwand wert ist
Nicht jede Strategiefrage braucht Hilfe von außen. Ist die Ausgangslage im Haus unstrittig, der Markt gut beobachtet und im Führungskreis Zeit für die Auseinandersetzung, ist der interne Weg der bessere — er erzeugt die Bindung gleich mit. In den folgenden Lagen fällt die Rechnung anders aus, aus einem strukturellen Grund: Eine Führungsmannschaft entscheidet über die Ausrichtung ihres Unternehmens alle paar Jahre und ist Teil der Vorgeschichte jeder Option. Wer dieselbe Art von Entscheidung regelmäßig in verschiedenen Häusern begleitet, kennt die Muster — und muss die eigene Vergangenheit nicht verteidigen.
Das Ergebnis kippt, und die Ursache liegt nicht im Vertrieb
- Marge und Auslastung geben nach, obwohl Aktivität und Pipeline unverändert aussehen.
- Im Haus stehen mehrere Erklärungen nebeneinander, jede plausibel, keine belegt.
- Vor jeder Maßnahme steht eine Diagnose, die zwischen Marktverschiebung, Angebotslücke und Kostenposition trennt.
Ein Wettbewerber verschiebt die Spielregeln
- Ein Anbieter ändert Preislogik, Vertriebsweg oder Leistungsumfang und zieht Kunden aus dem Bestand.
- Die eigene Antwort fällt reflexhaft aus: nachziehen im Preis, ohne die Ursache zu treffen.
- Nötig ist die Einschätzung, ob es sich um eine Episode oder um eine dauerhafte Strukturänderung handelt.
Das Portfolio bindet Mittel, ohne zu tragen
- Mehrere Geschäfte, Standorte oder Produktlinien sind gewachsen, ohne je gegeneinander bewertet worden zu sein.
- Interne Bewertungen scheitern selten an der Methode, sondern an der Nähe zu den betroffenen Bereichen.
- Eine Außenperspektive macht die Rangfolge aussprechbar — samt der Frage, was abgegeben werden kann.
Ein neuer Markt oder ein Zukauf steht zur Debatte
- Markteintritt, Internationalisierung oder Akquisition binden Kapital über Jahre und sind schwer umkehrbar.
- Die Entscheidung hängt an Marktgrößen, Wettbewerbsdichte und Zugangswegen, die im Haus niemand belastbar kennt.
- Externe Marktarbeit liefert die Zahlen, an denen sich die Annahmen brechen lassen — vor der Unterschrift.
Eigentümer oder Beirat verlangen eine belastbare Perspektive
- Nachfolge, Finanzierungsrunde, Beteiligungswechsel oder Bankgespräch setzen ein Datum.
- Verlangt wird kein Zielbild, sondern eine Rechnung mit benannten Annahmen und Bandbreiten.
- Wer diese Unterlage regelmäßig auf der Gegenseite gelesen hat, weiß, welche Stelle geprüft wird.
Die Strategie steht auf Papier und kommt im Alltag nicht an
- Zielbild und Präsentation existieren, die Budgets und Prioritäten der Bereiche folgen ihnen nicht.
- Zwischen Beschluss und Wirkung fehlt die Übersetzung in wenige Programme mit Verantwortlichen und Terminen.
- Externe Steuerung hält die Reihenfolge, solange das Tagesgeschäft sie sonst überstimmt.
Erkennen Sie einen dieser Auslöser wieder? Zwanzig Minuten reichen für eine erste Sortierung: welche Frage bei Ihnen zuerst beantwortet gehört, welche Annahme dafür belegt sein muss — und ob Sie dafür jemanden von außen brauchen.
Die Arbeitsgebiete der Strategieberatung: von der Positionierung bis zur Portfolioentscheidung
Die Arbeitsgebiete unten greifen ineinander, werden aber selten gemeinsam beauftragt. Meistens beginnt es an einer Stelle — einer Zahl, die nicht mehr stimmt, oder einer Entscheidung, die ansteht — und zieht ein oder zwei Nachbargebiete nach sich. Welche das sind, ergibt sich aus der Ausgangslage, nicht aus einem Vorgehensmodell.
Unternehmensstrategie und Positionierung
Die Grundfrage: In welchem Geschäft sind wir, für wen, und warum bei uns. Dazu gehören das Leistungsversprechen gegenüber den wichtigsten Kundengruppen, die Abgrenzung zum Wettbewerb, die Frage nach den Fähigkeiten, die diesen Vorteil tragen — und die Entscheidung, welche Kundengruppen und Anwendungsfälle bewusst nicht bedient werden. Ergebnis ist eine Positionierung, die man verletzen kann: Sie schließt Vorhaben aus, statt sie alle zu erlauben.
Markt-, Kunden- und Wettbewerbsanalyse
Marktgröße und -dynamik, Segmentierung nach Zahlungsbereitschaft statt nach Branchencode, Wettbewerbsprofile mit Kostenlage und Angriffsflächen, Preis- und Margenvergleiche, Interviews mit Kunden und verlorenen Interessenten. Der Zweck ist nicht die Marktstudie, sondern der Test: Welche der Annahmen, auf denen der Plan ruht, halten den Daten stand — und welche nicht.
Geschäftsmodell und Portfolio
Bewertung der Geschäfte und Produktlinien nach Ergebnisbeitrag, Kapitalbindung, Wachstums- und Risikoprofil; Ertragsmechanik einzelner Modelle, von der Einmalleistung bis zum wiederkehrenden Erlös. Daraus wird eine Rangfolge mit drei Kategorien: ausbauen, halten, abgeben oder einstellen. Die dritte Kategorie ist der eigentliche Ertrag dieser Arbeit.
Markteintritt und Internationalisierung
Auswahl und Priorisierung von Zielmärkten, Zugangsweg — eigener Aufbau, Partner, Zukauf —, Anforderungen aus Regulierung, Zertifizierung und lokalen Vertriebsstrukturen, Kostenmodell für die Anlaufphase. Am Anfang steht nicht die Länderliste, sondern die Frage, welcher Teil des Vorteils sich überhaupt exportieren lässt und welcher am Heimatmarkt hängt.
Organisations- und Steuerungsmodell
Zuschnitt der Bereiche entlang der gewählten Ausrichtung, Entscheidungsrechte, Führungs- und Berichtsstruktur, Kennzahlen, an denen die Führung tatsächlich steuert. Eine Strategie, die quer zur Aufbauorganisation liegt, verliert regelmäßig gegen sie — deshalb gehört die Frage, wer worüber entscheidet, in dieselbe Runde wie das Zielbild.
Strategieumsetzung und Programmsteuerung
Übersetzung des Beschlusses in wenige Programme mit Verantwortlichen, Terminen, Budgets und Abbruchkriterien; Aufbau einer Steuerung, die Fortschritt an Wirkung misst und nicht an Aktivität. Dazu gehört die unbeliebte Aufgabe, laufende Vorhaben zu beenden, die nicht auf die neue Richtung einzahlen — sonst konkurriert die Strategie mit dem eigenen Altbestand.
Welches Arbeitsgebiet bei Ihnen zuerst dran ist, lässt sich meist im ersten Gespräch benennen.
Formen, in denen Strategiekompetenz dazukommt
Bei Strategiefragen entscheidet neben der Fachtiefe vor allem die Rolle: Wer nur gegenprüfen soll, darf nicht zugleich das Ergebnis verantworten, und wer die Umsetzung führt, braucht Weisungsrechte statt Empfehlungen. Die vier Formen unten unterscheiden sich genau darin — nicht im Anspruch, sondern in der Verantwortung, die mit übergeht.
Zweitmeinung zu einer Strategieannahme
Eine Fachperson mit eng gefasstem Auftrag: eine Marktgröße nachrechnen, ein Wettbewerbsbild prüfen, eine Investitionsvorlage gegenlesen. Sie entscheidet nichts und verantwortet nichts — sie sagt, welche Annahme trägt und welche nicht, bevor Geld gebunden wird.
Externe Köpfe im Strategieteam
Ein bis drei Fachleute arbeiten befristet neben Ihren eigenen Leuten: Analysen, Kundeninterviews, Optionsbewertung, Unterlagen für Beirat oder Gesellschafter. Die Federführung bleibt im Haus, die Kapazität kommt von außen — und geht wieder.
Geschäftsführung oder Bereichsleitung interimistisch
Eine externe Person übernimmt Führungsverantwortung mit Weisungsrecht — bei Vakanz, im Eigentümerwechsel oder wenn eine Neuausrichtung gegen Widerstand durchzuhalten ist. Sie trägt die Entscheidung mit, statt sie zu empfehlen.
Steuerung eines Strategieprogramms
Eine kleine Einheit über mehreren Vorhaben: Reihenfolge, Abhängigkeiten, Ressourcenkonflikte, Wirkungsmessung und Berichterstattung an die Führung. Ihre Aufgabe ist es, Prioritäten gegen das Tagesgeschäft zu verteidigen.
Branchenkontext: was die Strategiefrage je Branche verschiebt
Eine Strategie lässt sich nicht branchenneutral entwickeln, weil in jeder Branche etwas anderes den Takt vorgibt: In der einen ist es die Investitionsdauer einer Anlage, in der nächsten der Zulassungsweg eines Produkts, in der dritten ein regulatorischer Termin, den niemand verschieben kann. Diese Größe bestimmt, wie weit vorausgeplant werden muss, wie teuer eine falsche Richtungsentscheidung wird und wie schnell eine Korrektur überhaupt wirken kann. Sie entscheidet auch darüber, welche Optionen realistisch offenstehen: Wer in einem Geschäft mit zehnjährigen Anlagenzyklen arbeitet, kann eine Positionierung nicht jährlich nachjustieren.
Wir besetzen deshalb nach Branchenerfahrung und nicht nach Methodenzertifikat. Wer die Ergebnisrechnung eines Zulieferers gelesen hat, weiß, welche Annahme dort gefährlich ist; wer Vertriebsstrukturen im Handel kennt, unterschätzt den Aufwand eines Kanalwechsels nicht. Die folgenden Felder decken den größten Teil unserer Nachfrage ab — sie sind ein Ausschnitt, keine abschließende Liste; für angrenzende Branchen prüfen wir die Besetzung im Einzelfall.
Industrie, Maschinen- und Anlagenbau
Lange Produktlebenszyklen, Projektgeschäft mit mehrjährigen Vorlaufzeiten und ein Servicegeschäft, das oft mehr trägt als das Neugeschäft. Strategiefragen drehen sich hier um die Balance zwischen Anlagenverkauf und Betrieb, um Variantenvielfalt und um die Frage, welche Fertigungstiefe künftig noch im eigenen Haus liegen soll.
Technologie und Software
Kurze Zyklen, hohe Wechselbereitschaft der Kunden und Erlösmodelle, die sich vom Lizenz- zum Abonnementgeschäft verschoben haben. Die strategische Arbeit liegt zwischen Produktfokus und Plattformanspruch: Welche Funktionen gehören ins eigene Angebot, welche kommen über Partner, und welche Kundensegmente rechnen sich in der Betreuung nicht.
Handel und Konsumgüter
Sortiment, Kanäle und Preisarchitektur bilden hier das Geschäftsmodell selbst. Entscheidungen über Eigenmarken, Marktplätze, den Direktvertrieb an Endkunden und die Rolle der Fläche greifen unmittelbar in die Marge ein — und in das Verhältnis zu den bestehenden Handelspartnern.
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Regulierung setzt den Rahmen, in dem strategisch überhaupt gewählt werden kann: Eigenkapitalanforderungen, Vertriebsvorgaben und Meldepflichten begrenzen Produkte und Wege. Die Fragen betreffen Kundenzugang, Bündelung von Portfolios und die Arbeitsteilung zwischen eigener Wertschöpfung und Plattformanbietern.
Gesundheitswesen und Life Sciences
Erstattung und Zulassung entscheiden über den Marktzugang, oft Jahre vor dem ersten Umsatz. Für Kliniken und Versorger kommen Leistungsstruktur, Standortfrage und Fachkräfteverfügbarkeit hinzu. Strategien mit kurzem Zeithorizont scheitern hier verlässlich an der Länge dieser Verfahren.
Energie und Versorger
Investitionen über Jahrzehnte treffen auf eine Regulierung, die sich in Legislaturperioden ändert. Netzausbau, Erzeugungsmix, neue Geschäftsfelder rund um Speicher, Wärme und Mobilität: Jede Entscheidung bindet Kapital weit über den Zeitraum hinaus, für den die Rahmenbedingungen bekannt sind — Bandbreiten und Ausstiegspunkte sind hier keine Kür.
Industrie, Maschinen- und Anlagenbau
Lange Produktlebenszyklen, Projektgeschäft mit mehrjährigen Vorlaufzeiten und ein Servicegeschäft, das oft mehr trägt als das Neugeschäft. Strategiefragen drehen sich hier um die Balance zwischen Anlagenverkauf und Betrieb, um Variantenvielfalt und um die Frage, welche Fertigungstiefe künftig noch im eigenen Haus liegen soll.
Technologie und Software
Kurze Zyklen, hohe Wechselbereitschaft der Kunden und Erlösmodelle, die sich vom Lizenz- zum Abonnementgeschäft verschoben haben. Die strategische Arbeit liegt zwischen Produktfokus und Plattformanspruch: Welche Funktionen gehören ins eigene Angebot, welche kommen über Partner, und welche Kundensegmente rechnen sich in der Betreuung nicht.
Handel und Konsumgüter
Sortiment, Kanäle und Preisarchitektur bilden hier das Geschäftsmodell selbst. Entscheidungen über Eigenmarken, Marktplätze, den Direktvertrieb an Endkunden und die Rolle der Fläche greifen unmittelbar in die Marge ein — und in das Verhältnis zu den bestehenden Handelspartnern.
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Regulierung setzt den Rahmen, in dem strategisch überhaupt gewählt werden kann: Eigenkapitalanforderungen, Vertriebsvorgaben und Meldepflichten begrenzen Produkte und Wege. Die Fragen betreffen Kundenzugang, Bündelung von Portfolios und die Arbeitsteilung zwischen eigener Wertschöpfung und Plattformanbietern.
Gesundheitswesen und Life Sciences
Erstattung und Zulassung entscheiden über den Marktzugang, oft Jahre vor dem ersten Umsatz. Für Kliniken und Versorger kommen Leistungsstruktur, Standortfrage und Fachkräfteverfügbarkeit hinzu. Strategien mit kurzem Zeithorizont scheitern hier verlässlich an der Länge dieser Verfahren.
Energie und Versorger
Investitionen über Jahrzehnte treffen auf eine Regulierung, die sich in Legislaturperioden ändert. Netzausbau, Erzeugungsmix, neue Geschäftsfelder rund um Speicher, Wärme und Mobilität: Jede Entscheidung bindet Kapital weit über den Zeitraum hinaus, für den die Rahmenbedingungen bekannt sind — Bandbreiten und Ausstiegspunkte sind hier keine Kür.
Typische Fragestellungen — und woran eine belastbare Antwort erkennbar ist
Was tatsächlich beauftragt wird, lässt sich meist einer von wenigen Grundfragen zuordnen. Die Beispiele unten sind ein Ausschnitt; entscheidend ist an jeder von ihnen weniger das Ergebnispapier als das Prüfmerkmal daneben — der Satz, an dem sich später messen lässt, ob die Antwort getragen hat.
Neuausrichtung nach einem Ergebnisbruch
Ausgangslage: Marge und Wachstum geben nach, im Haus stehen mehrere Erklärungen nebeneinander. Gearbeitet wird an der Diagnose, an einer Rangfolge der Geschäfte und an der Streichliste. Prüfmerkmal: Am Ende steht benannt, welche zwei bis drei Vorhaben nicht mehr verfolgt werden — und welcher Deckungsbeitrag dadurch frei wird.
Eintritt in einen neuen Markt
Ausgangslage: Ein Zielmarkt ist im Gespräch, belastbare Zahlen zu Größe, Wettbewerb und Zugangsweg fehlen. Gearbeitet wird an Marktabschätzung, Eintrittsoption und Anlaufkosten. Prüfmerkmal: Die Entscheidung ist an eine Bedingung geknüpft — welcher Wert bis wann erreicht sein muss, damit die zweite Ausbaustufe freigegeben wird.
Portfolio ordnen, Zukauf bewerten
Ausgangslage: Geschäfte, Standorte oder Beteiligungen sind gewachsen, ohne je gegeneinander bewertet worden zu sein; parallel liegt ein Kaufangebot auf dem Tisch. Gearbeitet wird an Bewertung, Abgabekandidaten und der kommerziellen Prüfung des Ziels. Prüfmerkmal: Für jeden Bereich ist entschieden — ausbauen, halten oder abgeben —, nicht vertagt.
Strategie ins Tagesgeschäft übersetzen
Ausgangslage: Das Zielbild ist beschlossen, Budgets und Prioritäten der Bereiche folgen ihm nicht. Gearbeitet wird an wenigen Programmen mit Verantwortlichen, Terminen und Abbruchkriterien sowie an der Steuerung. Prüfmerkmal: Die Mittelverteilung des nächsten Planungszyklus lässt sich aus der Strategie erklären — Position für Position.
Welche Erfahrung hinter einer Strategiefrage steht
Die Reihenfolge, in der Strategiefragen beantwortet werden
Die Reihenfolge ist wichtiger als die Vollständigkeit: Jeder Schritt liefert die Grundlage, ohne die der nächste nur eine Meinung wäre. Wie viel Aufwand die einzelnen Schritte kosten, hängt von Größe, Zahl der Geschäfte und Datenlage ab.
Ausgangslage und Zahlenbasis klären
Markt, Kunden und Wettbewerb prüfen
Optionen bilden und bewerten
Entscheiden und den Verzicht festhalten
In wenige Programme übersetzen
Wirkung messen und nachsteuern
Tagessätze in der Strategieberatung — und was den Rahmen bestimmt
Strategiearbeit wird bei uns nach Tagessatz abgerechnet, nicht nach Projektpauschale. Der Satz ergibt sich aus fünf Größen: der Verantwortungsebene, auf der gearbeitet wird — Analyse, Beratung der Geschäftsführung oder Führung mit Weisungsrecht —, der Branche und ihrer Regulierungsdichte, dem Präsenzanteil vor Ort, der Mandatsdauer, denn längere Mandate liegen pro Tag niedriger, sowie der Verfügbarkeit im gesuchten Profil.
Die Spannen unseres Bestands im Fachbereich Strategie & Management liegen aktuell zwischen 600 € und 2.500 € pro Tag. Die Kacheln darunter zeigen die je Rolle ausgewiesenen Spannen.
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1.600 – 2.500 € pro Tag
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1.500 – 2.400 € pro Tag
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1.500 – 2.300 € pro Tag
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1.400 – 2.200 € pro Tag
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1.000 – 2.000 € pro Tag
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900 – 1.600 € pro Tag
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800 – 1.400 € pro Tag
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800 – 1.400 € pro Tag
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600 – 1.200 € pro Tag
Jede Spanne stammt von der jeweiligen Rollenseite — sie steht dort offen und nicht auf Anfrage.
Wie sich ein Vorhaben budgetieren lässt. Gerechnet wird in Personentagen, nicht in einer Pauschale. Eine Standortbestimmung mit Zahlenbasis und Optionsbewertung liegt für ein mittelständisches Haus meist bei 20 bis 40 Personentagen. Eine Marktabschätzung für einen einzelnen Zielmarkt eher bei 15 bis 30 Tagen. Die Steuerung eines Strategieprogramms rechnet anders: ein bis zwei Tage pro Woche über sechs bis zwölf Monate; Führung auf Zeit vier bis fünf Tage pro Woche.
Entscheidend ist nicht der Tagessatz, sondern das Verhältnis zu dem, was an der Entscheidung hängt. Wer über eine Investition von 15 Mio. € oder über die Zukunft eines Geschäfts mit 40 Mio. € Umsatz befindet, holt 30 Beratungstage bereits über eine geringfügig bessere Entscheidung herein. Geht es um eine Einzelmaßnahme mit überschaubarem Volumen, ist ein externes Mandat selten der richtige Weg — diese Auskunft geben wir vor dem Angebot.
Worin sich das von einer klassischen Beratungsgesellschaft unterscheidet. Sie bezahlen die Person, die arbeitet, und nicht die Struktur über ihr: keinen Engagement Manager, keinen Partneranteil, keine Sockelkosten für Methodenapparat und Foliensatz. Dafür steht Ihnen keine Organisation zur Verfügung, die Kapazität kurzfristig hochfährt — Sie beauftragen einzelne Fachleute oder ein kleines Team und behalten die Führung der Frage im eigenen Haus. Von erfolgsabhängigen Modellen halten wir uns fern: Bei Richtungsentscheidungen setzen sie den Anreiz, das Ergebnis kurzfristig rechnen zu lassen.
Welches Profil passt, hängt an der Art der Verantwortung: Eine Marktabschätzung verlangt andere Erfahrung als die Führung durch einen Eigentümerwechsel. Die vollständige Übersicht steht unter Strategie & Management Beratung — darunter Strategy Consultant, Interim CEO, Interim Managing Director und Executive Coach. Für angrenzende Aufgaben ergänzen M&A & Due Diligence, Transformation & Change Management und Restrukturierung & operative Effizienz.
Strategieberatung wächst 2026 wieder — nach einem Jahr Stillstand in der Branche
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Häufig gestellte Fragen zur Strategieberatung
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