Beratung für Controlling, Planung und Reporting
Controlling-Beratung: Zahlen, auf die sich eine Entscheidung stützen lässt
Controlling-Beratung arbeitet an der Frage, wie ein Unternehmen aus seinen eigenen Zahlen Entscheidungen ableitet: welche Kennzahlen das Geschäft tatsächlich abbilden, wie Planung und Forecast zustande kommen, wer für eine Abweichung zuständig ist und in welchem Takt berichtet wird. Dazu gehören Kosten- und Ergebnisrechnung, Deckungsbeitragsrechnung, Konzern- und Beteiligungscontrolling und die Liquiditätssteuerung. Wichtig wird das Thema, wenn eine Zahl im Haus mehrere Bedeutungen hat, wenn der Forecast regelmäßig an derselben Stelle bricht, wenn ein Monatsabschluss länger dauert als die Entscheidungen warten können — oder wenn eine neue Gesellschaft, ein Investor oder eine Bank ein Berichtswesen verlangt, das es so noch nicht gibt. Was es braucht, ist selten mehr Zahlen, sondern festgeschriebene Definitionen, eine benannte Zuständigkeit je Kennzahl und einen Bericht, an dem eine Entscheidung hängt.
Führende Unternehmen vertrauen auf unser Netzwerk
Was Controlling-Beratung leistet — und was nicht

Controlling-Beratung — je nach Haus auch Controlling Consulting, Beratung für Unternehmenssteuerung oder Performance-Management genannt — beginnt nicht bei der Zahl, sondern beim Weg, den eine Zahl bis zu einer Entscheidung nimmt. Dieser Weg hat drei Stellen, an denen er reißt, und an allen drei setzt die Disziplin an.
Herkunft: eine Kennzahl ohne festgeschriebene Definition ist eine Meinung mit Dezimalstelle. Wenn Vertrieb, Produktion und Finanzabteilung denselben Begriff verschieden rechnen — Auftragseingang mit oder ohne Rahmenverträge, Marge vor oder nach Fracht, Bestand zu Voll- oder Teilkosten —, dann ist die anschließende Diskussion keine Sachdiskussion, sondern eine über Definitionen. Der erste Arbeitsschritt ist deshalb fast immer ein verbindliches Kennzahlenverzeichnis: Formel, Datenquelle, Abgrenzung, Verantwortlicher. Das klingt unspektakulär und entscheidet, ob alles Weitere trägt.
Zuständigkeit: eine Abweichung ohne Adressaten bleibt eine Beobachtung. Ein Bericht, der eine Abweichung zeigt, aber niemanden benennt, der sie beeinflussen kann, erzeugt Betriebsamkeit statt Steuerung. Controlling ordnet deshalb Kennzahlen Verantwortungsbereichen zu — Kostenstelle, Produktlinie, Projekt, Gesellschaft — und trennt, was jemand steuern kann, von dem, was ihm nur zugerechnet wird. Diese Trennung ist der Unterschied zwischen einem Steuerungsinstrument und einer Rangliste.
Folge: ein Bericht, an dem keine Entscheidung hängt, wird nicht gelesen. Deshalb wird der Berichtszyklus vom Entscheidungszyklus aus gebaut und nicht vom Buchungszyklus: Welche Entscheidungen fallen monatlich, welche quartalsweise, welche fortlaufend? Ein rollierender Forecast ist nur dort sinnvoll, wo auch rollierend entschieden wird. Und: die Buchhaltung schließt ab, das Controlling rechnet weiter — der Abschluss beantwortet, was war, die Steuerung beantwortet, was daraus folgt.
Was sie nicht leistet. Controlling-Beratung ersetzt weder die Buchhaltung noch den Jahresabschluss und übernimmt keine Prüfungs- oder Steuerfunktion. Sie ist auch keine Finanzierungsberatung: Kapitalstruktur, Bewertung und Transaktionen liegen in der Corporate-Finance-Beratung. Und sie ist nicht die Datenstrecke: Data Warehouse, Modellierung und Data Governance liegen in der Business-Intelligence-Beratung — Controlling verantwortet die Steuerungslogik, die darauf aufsetzt. Wer beides in einem Auftrag vermischt, bekommt ein Werkzeug ohne Aussage oder eine Aussage ohne Datengrundlage. Schließlich entscheidet Controlling nicht: es macht Entscheidungen begründbar und ihre Wirkung nachprüfbar.
Wann externe Unterstützung im Controlling sinnvoll ist
Ein eingespieltes Controlling braucht keine Hilfe von außen. Läuft der Abschluss im Takt, ist die Kennzahlenlogik unstrittig und hat das Team Luft für eine Sonderaufgabe, erledigt es die Aufgabe schneller selbst. Bei den folgenden Zeitpunkten kippt die Rechnung, und der Grund ist struktureller Natur: Ein Controlling-Team baut ein Steuerungsmodell vielleicht zweimal im Berufsleben neu auf. Wer dieselbe Aufgabe regelmäßig für unterschiedliche Häuser löst, kennt die Reihenfolge, in der sie trägt — und die Abkürzungen, die sich später rächen.
1. Der Forecast bricht immer an derselben Stelle
- Die Planung wird gehalten, die Vorschau nicht — und niemand kann sagen, welche Annahme kippt.
- Häufige Ursache ist eine Prognose, die aus Vergangenheitswerten fortgeschrieben wird, statt aus Treibern: Auftragsbestand, Preis, Menge, Kapazität.
- Ein Treibermodell macht sichtbar, welche Annahme die Abweichung erzeugt — und wer sie beeinflussen kann.
2. Eine Kennzahl hat im Haus mehrere Bedeutungen
- Zwei Bereiche berichten dieselbe Größe unterschiedlich, und die Sitzung dreht sich um die Rechnung, nicht um das Geschäft.
- Ein Kennzahlenverzeichnis mit Formel, Quelle und Verantwortlichem ist Handwerk und lässt sich intern schwer durchsetzen — die Definition ist immer auch eine Zuständigkeitsfrage.
- Eine Instanz von außen entscheidet Definitionsfragen schneller, weil sie in keinem der Bereiche zu Hause ist.
3. Der Monatsabschluss dauert länger als die Entscheidungen warten können
- Zahlen liegen in der dritten Woche vor, entschieden werden muss in der ersten.
- Statt den Abschluss zu beschleunigen, hilft oft eine belastbare Vorschätzung mit klar benannter Unsicherheit.
- Was dafür nötig ist: wenige Treiber, feste Verantwortlichkeiten, eine Abweichungsgrenze, ab der nachgesteuert wird.
4. Eine neue Gesellschaft, ein Investor oder eine Bank verlangt ein Berichtswesen
- Nach einem Zukauf, einem Carve-out oder einer Finanzierungsrunde ist ein Berichtsformat gefordert, das es im Haus noch nicht gibt.
- Konsolidierung, Zwischenergebniseliminierung, Verrechnungspreise und ein Konzernkontenplan sind Spezialhandwerk mit engem Termin.
- Beteiligungscontrolling verlangt zusätzlich eine Entscheidung darüber, was zentral vorgegeben und was lokal verantwortet wird.
5. Ergebnis und Liquidität entwickeln sich auseinander
- Das Ergebnis stimmt, die Liquidität nicht — oder umgekehrt, und beide Rechnungen werden getrennt geführt.
- Working Capital, Vorräte, Zahlungsziele und Anzahlungen tauchen in der Ergebnisrechnung nicht auf, entscheiden aber über den Handlungsspielraum.
- Ein 13-Wochen-Liquiditätsblick neben der Ergebnisvorschau schließt die Lücke, bevor sie zum Thema wird.
6. Ein Systemwechsel steht an und das Steuerungsmodell ist ungeklärt
- Eine neue Planungs- oder ERP-Lösung wird eingeführt, während Kontenplan, Kostenstellenstruktur und Kennzahlenlogik noch in Bewegung sind.
- Wer ein unscharfes Modell in ein Werkzeug abbildet, bezahlt es bei jeder Anpassung erneut.
- Die Reihenfolge, die trägt: Steuerungsmodell festschreiben, dann konfigurieren — nicht umgekehrt.
Erkennen Sie einen dieser Zeitpunkte wieder? Ein kurzes Gespräch genügt, um zu klären: an welcher Stelle Ihr Steuerungsmodell reißt, was sich mit den vorhandenen Daten schon beantworten lässt — und ob Sie dafür jemanden von außen brauchen.
Die Steuerungsfelder der Controlling-Beratung: von der Planung bis zum Konzernabschluss
Die Steuerungsfelder werden einzeln oder in Kombination beauftragt. Der Zuschnitt ergibt sich aus der Frage, an welcher Stelle des Wegs von der Zahl zur Entscheidung es gerade klemmt — nicht aus einem Vorgehensmodell.
Planung, Budget und rollierender Forecast
Jahresplanung, Mittelfristplanung und Forecast auf Treibern statt auf Fortschreibung: Menge, Preis, Kapazität, Auftragsbestand. Dazu Szenarien mit benannten Annahmen, eine Abweichungsgrenze, ab der nachgesteuert wird, und ein Planungskalender, der zum Entscheidungsrhythmus passt. Ergebnis ist ein Modell, dessen Abweichungen erklärbar sind — nicht eine Zahl, die am Jahresende zufällig stimmt.
Management-Reporting und Kennzahlensystem
Kennzahlenverzeichnis mit Formel, Datenquelle, Abgrenzung und Verantwortlichem; Berichtsstruktur vom Vorstandsblatt bis zum Bereichsbericht; Kommentierungspflicht dort, wo eine Abweichung eine Entscheidung auslöst. Wir kürzen dabei eher, als zu ergänzen: Ein Bericht mit zwölf gesteuerten Kennzahlen wirkt mehr als einer mit sechzig beobachteten. Controlling-Kennzahlen sind kein Katalog, sondern eine Auswahl mit Begründung.
Kosten-, Ergebnis- und Deckungsbeitragsrechnung
Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung, Zuschlags- oder Prozesskostensätze, mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung nach Produkt, Kunde, Auftrag oder Region. Kernfrage ist immer, welche Kosten einer Entscheidung wirklich zurechenbar sind: Wer Gemeinkosten breit verteilt, bekommt Ergebnisse je Produkt, die keine Entscheidung tragen. Dazu Nachkalkulation, damit die Vorkalkulation aus Erfahrung lernt.
Konzern- und Beteiligungscontrolling
Konzernkontenplan, Konsolidierungslogik, Zwischenergebniseliminierung, Verrechnungspreise und ein einheitlicher Berichtsstandard über Gesellschaften und Währungen hinweg. Beteiligungscontrolling verlangt zusätzlich eine bewusste Grenze: Was gibt die Zentrale vor, was verantwortet die Gesellschaft selbst? Ohne diese Grenze entsteht entweder ein Berichtsapparat ohne Wirkung oder eine Steuerung, die im Detail nicht mehr stimmt.
Liquidität, Working Capital und Cash-Steuerung
Kurzfristige Liquiditätsvorschau, meist über dreizehn Wochen, verbunden mit einer Ergebnisvorschau, damit beide Rechnungen nicht getrennt laufen. Dazu Working-Capital-Arbeit an Vorräten, Forderungslaufzeit und Zahlungszielen, Cash-Pooling zwischen Gesellschaften und ein Frühindikator, der eine Anspannung sichtbar macht, bevor sie die Bank sichtbar macht.
Systeme, Datenmodell und Automatisierung
Auswahl und Einführung von Planungs-, Konsolidierungs- und Reportinglösungen samt Anbindung an ERP und Vorsysteme; Kontenplan, Kostenstellen- und Hierarchielogik als Fundament. Business Intelligence im Controlling nützt genau so weit, wie das Modell dahinter geklärt ist — deshalb schreiben wir zuerst das Steuerungsmodell fest und konfigurieren danach. Wo eine Auswertung monatlich von Hand entsteht, prüfen wir Automatisierung gegen den Aufwand.
Welches Steuerungsfeld bei Ihnen zuerst angefasst werden sollte, lässt sich im Gespräch meist an zwei oder drei Fragen erkennen.
Wie externe Controlling-Kapazität eingebunden wird
Im Controlling entscheidet neben der Fachtiefe vor allem das Mandat: Eine Definitionsfrage lässt sich beratend klären, eine unbequeme Umstellung des Berichtswesens braucht Entscheidungsbefugnis. Die vier Wege unterscheiden sich darin, wer am Ende die Zahl verantwortet.
Zweitmeinung zu Planung und Forecast
Eine Fachperson prüft mit engem Auftrag ein bestehendes Modell: Welche Annahmen tragen die Vorschau, wo ist fortgeschrieben statt gerechnet, wie belastbar ist die Ableitung? Ergebnis ist ein schriftlicher Befund mit Zahlen und einer Empfehlung, ohne Struktur drumherum.
Externe Kapazität im Controlling-Team
Eine bis drei externe Fachleute arbeiten mit Ihren Controllerinnen und Controllern in einem Team, unter interner fachlicher Führung. Übliche Form beim Aufbau eines Kennzahlensystems oder eines Treibermodells, weil das neue Vorgehen dort entstehen muss, wo es danach gelebt wird.
Verantwortung für Zahlen und Abschluss
Eine externe Person übernimmt Controlling- oder Finanzverantwortung mit Entscheidungsbefugnis — bei einer Vakanz, in einer Sondersituation oder wenn eine Umstellung des Berichtswesens von außen leichter durchzusetzen ist als aus dem laufenden Geschäft heraus.
Fachliche Begleitung eines Werkzeugwechsels
Begleitung bei Auswahl, Konfiguration und Abnahme einer Planungs-, Konsolidierungs- oder Reportinglösung: fachliche Anforderungen gegen Produktlogik halten, Datenmodell und Kontenlogik festlegen, Testfälle und Abnahmekriterien schreiben. Die Rolle sitzt auf der Fachseite, nicht auf der Implementierungsseite.
Controlling nach Geschäftsmodell: was die Steuerungsgröße vorgibt
Ein Controlling lässt sich nicht branchenneutral aufsetzen, weil das Geschäftsmodell bestimmt, welche Größe überhaupt steuerbar ist: In einem Werk ist es die Auslastung, im Projektgeschäft der Fertigstellungsgrad, im Abonnementgeschäft die wiederkehrende Erlösbasis. Wir besetzen deshalb nach Branchenerfahrung und nicht nach Werkzeugkenntnis — wer den Takt eines Geschäftsmodells kennt, erkennt in der ersten Woche, welche Kennzahl fehlt. Sechs Umfelder, in denen wir regelmäßig arbeiten, und die Größe, an der dort gesteuert wird:
Industrie & Fertigung
Gesteuert wird über Auslastung, Ausschuss, Rüstzeiten und die Bewertung der Bestände. Die zentrale Frage ist die Zurechnung: Welche Fertigungsgemeinkosten gehören auf welchen Kostenträger, und wie viel davon ist bei einer Entscheidung über eine Produktlinie überhaupt beweglich? Themen sind mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung je Linie, Nachkalkulation gegen die Vorkalkulation und Bestandsbewertung zu Voll- oder Teilkosten. Gemessen wird an der Ergebnisqualität je Produktlinie, nicht an der Zahl der Auswertungen.
Handel & E-Commerce
Gesteuert wird über Rohertrag je Artikel und Fläche, Lagerumschlag, Retourenquote und Kundenakquisitionskosten. Die Ergebnisrechnung muss auf Sortimentsebene funktionieren, nicht nur auf Unternehmensebene — sonst tragen Sortimentsentscheidungen keine Zahl. Themen sind Deckungsbeitragsrechnung je Artikel und Kanal, Bestandsreichweite und die saubere Zuordnung von Fracht-, Retouren- und Marketingkosten. Ohne diese Zuordnung wirkt jeder Onlinekanal profitabel.
Bau, Anlagenbau & Projektgeschäft
Gesteuert wird über Fertigstellungsgrad, Nachträge und Restkosten je Auftrag. Der Ergebnisausweis hängt an einer Schätzung, und diese Schätzung ist das eigentliche Controlling-Thema: Wie belastbar ist die Restkostenprognose, wer aktualisiert sie in welchem Takt, wie werden Nachträge bewertet, solange sie unbestätigt sind? Themen sind Projektergebnisrechnung, Nachtragsverfolgung und eine Liquiditätsvorschau je Auftrag, weil Zahlungspläne und Baufortschritt selten synchron laufen.
Software & abonnementbasierte Geschäfte
Gesteuert wird über wiederkehrende Erlöse, Abwanderung, Kundenlebenswert und die Amortisationsdauer der Akquisitionskosten. Handelsrechtliches Ergebnis und Steuerungssicht fallen hier weit auseinander, weil Erlöse zeitraumbezogen abgegrenzt werden und Wachstumskosten sofort anfallen. Themen sind eine Kohortenrechnung, die Abgrenzung von aktivierbaren Entwicklungsleistungen und ein Forecast, der auf Vertragsbestand aufsetzt statt auf Rechnungsausgang.
Gesundheitswesen & Pflege
Gesteuert wird über Fallzahlen, Erlöse je Fall, Belegung und Personaleinsatz — bei weitgehend vorgegebenen Erlösen. Damit verschiebt sich das Controlling von der Preis- auf die Mengen- und Kostenseite: Was kostet ein Fall wirklich, wo liegt der Deckungsbeitrag je Fachabteilung, welche Leistung trägt sich nicht? Themen sind Leistungs- und Kostenträgerrechnung, Personalkennzahlen je Schicht und eine Planung, die Vorgabeänderungen als Szenario abbildet statt als Nachtrag.
Energie & Versorger
Gesteuert wird über Beschaffungs- und Absatzpositionen, Netzentgelte, regulatorische Erlösobergrenzen und den Anlagenbestand. Die Besonderheit sind zwei parallele Rechnungen: eine regulatorische und eine wirtschaftliche, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Themen sind Ergebnisrechnung je Marktrolle, Bewertung offener Beschaffungspositionen und eine Investitionsrechnung über Laufzeiten, in denen sich der Rechtsrahmen mehrfach ändert.
Industrie & Fertigung
Gesteuert wird über Auslastung, Ausschuss, Rüstzeiten und die Bewertung der Bestände. Die zentrale Frage ist die Zurechnung: Welche Fertigungsgemeinkosten gehören auf welchen Kostenträger, und wie viel davon ist bei einer Entscheidung über eine Produktlinie überhaupt beweglich? Themen sind mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung je Linie, Nachkalkulation gegen die Vorkalkulation und Bestandsbewertung zu Voll- oder Teilkosten. Gemessen wird an der Ergebnisqualität je Produktlinie, nicht an der Zahl der Auswertungen.
Handel & E-Commerce
Gesteuert wird über Rohertrag je Artikel und Fläche, Lagerumschlag, Retourenquote und Kundenakquisitionskosten. Die Ergebnisrechnung muss auf Sortimentsebene funktionieren, nicht nur auf Unternehmensebene — sonst tragen Sortimentsentscheidungen keine Zahl. Themen sind Deckungsbeitragsrechnung je Artikel und Kanal, Bestandsreichweite und die saubere Zuordnung von Fracht-, Retouren- und Marketingkosten. Ohne diese Zuordnung wirkt jeder Onlinekanal profitabel.
Bau, Anlagenbau & Projektgeschäft
Gesteuert wird über Fertigstellungsgrad, Nachträge und Restkosten je Auftrag. Der Ergebnisausweis hängt an einer Schätzung, und diese Schätzung ist das eigentliche Controlling-Thema: Wie belastbar ist die Restkostenprognose, wer aktualisiert sie in welchem Takt, wie werden Nachträge bewertet, solange sie unbestätigt sind? Themen sind Projektergebnisrechnung, Nachtragsverfolgung und eine Liquiditätsvorschau je Auftrag, weil Zahlungspläne und Baufortschritt selten synchron laufen.
Software & abonnementbasierte Geschäfte
Gesteuert wird über wiederkehrende Erlöse, Abwanderung, Kundenlebenswert und die Amortisationsdauer der Akquisitionskosten. Handelsrechtliches Ergebnis und Steuerungssicht fallen hier weit auseinander, weil Erlöse zeitraumbezogen abgegrenzt werden und Wachstumskosten sofort anfallen. Themen sind eine Kohortenrechnung, die Abgrenzung von aktivierbaren Entwicklungsleistungen und ein Forecast, der auf Vertragsbestand aufsetzt statt auf Rechnungsausgang.
Gesundheitswesen & Pflege
Gesteuert wird über Fallzahlen, Erlöse je Fall, Belegung und Personaleinsatz — bei weitgehend vorgegebenen Erlösen. Damit verschiebt sich das Controlling von der Preis- auf die Mengen- und Kostenseite: Was kostet ein Fall wirklich, wo liegt der Deckungsbeitrag je Fachabteilung, welche Leistung trägt sich nicht? Themen sind Leistungs- und Kostenträgerrechnung, Personalkennzahlen je Schicht und eine Planung, die Vorgabeänderungen als Szenario abbildet statt als Nachtrag.
Energie & Versorger
Gesteuert wird über Beschaffungs- und Absatzpositionen, Netzentgelte, regulatorische Erlösobergrenzen und den Anlagenbestand. Die Besonderheit sind zwei parallele Rechnungen: eine regulatorische und eine wirtschaftliche, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Themen sind Ergebnisrechnung je Marktrolle, Bewertung offener Beschaffungspositionen und eine Investitionsrechnung über Laufzeiten, in denen sich der Rechtsrahmen mehrfach ändert.
Steuerungsvorhaben und der Punkt, an dem sie tragen
Was im Controlling beauftragt wird, fällt zum größten Teil in wenige wiederkehrende Zuschnitte. Vier davon beschreiben wir hier mit der Reihenfolge, die sich bewährt hat, und mit dem Punkt, an dem erkennbar wird, ob das Vorhaben trägt. Weitere Zuschnitte kommen laufend dazu — die Beispiele sind ein Ausschnitt, kein Katalog.
Kennzahlensystem und Berichtswesen neu aufsetzen
Ausgangslage: Berichte sind über Jahre gewachsen, dieselbe Größe erscheint in mehreren Varianten, und in der Sitzung wird über die Rechnung gesprochen. Die Reihenfolge, die trägt: erst Entscheidungen sammeln, die getroffen werden müssen, dann je Entscheidung die Kennzahl bestimmen, dann Definition, Quelle und Verantwortlichen festschreiben — und erst danach das Layout. Der Punkt, an dem es trägt: wenn in einer Sitzung keine Zahl mehr erklärt werden muss.
Planung und Forecast auf Treiber umstellen
Ausgangslage: Die Planung entsteht aus dem Vorjahr plus Prozent, die Vorschau weicht regelmäßig ab, und die Ursache bleibt unklar. Zuerst werden die drei bis fünf Treiber bestimmt, die das Ergebnis tatsächlich bewegen, dann wird das Modell auf diese Treiber umgebaut und der Planungskalender gekürzt. Gemessen wird an der Prognosegüte über mehrere Zyklen, getrennt nach Menge, Preis und Kosten — nicht am Aufwand der Planungsrunde.
Konzernberichtswesen nach einem Zukauf herstellen
Ausgangslage: Eine erworbene Gesellschaft berichtet in eigener Logik, der erste gemeinsame Abschluss hat ein festes Datum. Zuerst wird ein Mindestberichtsstandard definiert, den beide Seiten liefern können, parallel laufen Kontenplan-Überleitung und Konsolidierungslogik; die Vereinheitlichung folgt danach. Der Punkt, an dem es trägt: wenn der erste Konzernabschluss ohne Nachtragsschleife steht und die Überleitung nachvollziehbar dokumentiert ist.
Liquidität und Ergebnis zusammenführen
Ausgangslage: Ergebnisrechnung und Liquiditätsplanung werden getrennt geführt, und beide Antworten widersprechen sich. Zuerst wird eine Vorschau über dreizehn Wochen aufgebaut und mit der Ergebnisvorschau verknüpft, danach werden Working-Capital-Positionen einzeln angefasst: Vorräte, Forderungslaufzeit, Zahlungsziele, Anzahlungen. Gemessen wird an der Treffergenauigkeit der Vorschau und an der Zahl der Tage, um die sich der Zahlungszyklus verkürzt.
Welche Fachprofile ein Controlling-Vorhaben verlangt
Die Schrittfolge, in der ein Steuerungsmodell belastbar wird
Umfang und Dauer der Schritte hängen von Gesellschaftsstruktur, Systemlandschaft und Datenlage ab, die Abfolge nicht: erst definieren, dann rechnen, dann zuordnen, dann berichten, dann nachhalten. Wir überspringen keinen Schritt und verkürzen ihn nur bei belastbarer Vorarbeit — ein Bericht ohne geklärte Definitionen erzeugt Diskussionen statt Entscheidungen.
Definitionen festschreiben
Datengrundlage prüfen
Rechenlogik aufbauen
Zuständigkeiten zuordnen
Berichtszyklus einspielen
Wirkung nachhalten
Was externe Controlling-Kapazität kostet
Externe Unterstützung im Controlling wird bei uns nach Tagessatz abgerechnet, nicht nach Projektpauschale. Er ergibt sich aus fünf Faktoren: Seniorität und Verantwortungsumfang, Fachtiefe der Aufgabe (Konsolidierung, Verrechnungspreise und Systemeinführungen liegen über dem Mittel), Präsenzanteil vor Ort, Mandatsdauer — längere Mandate liegen pro Tag niedriger — und Verfügbarkeit im gesuchten Profil.
Die Spannen unseres Bestands im Fachbereich Finanzen & Controlling liegen aktuell zwischen 700 € und 2.500 € pro Tag. Die Spanne je Rolle ist auf der jeweiligen Rollenseite ausgewiesen:
-
1.300 – 2.500 € pro Tag
-
850 – 1.300 € pro Tag
-
850 – 1.300 € pro Tag
-
800 – 1.300 € pro Tag
-
Freelance Konsolidierungsspezialist
800 – 1.250 € pro Tag
-
750 – 1.150 € pro Tag
-
750 – 1.150 € pro Tag
-
750 – 1.150 € pro Tag
-
Freelance Financial Controller
700 – 1.100 € pro Tag
-
700 – 1.050 € pro Tag
-
Freelance Budgetierungsspezialist
700 – 1.050 € pro Tag
Die Spanne je Rolle ist auf der Rollenseite ausgewiesen, nicht auf Anfrage.
Woraus sich ein Budget rechnet. Gerechnet wird in Personentagen und nicht in einer Pauschale. Ein Kennzahlenverzeichnis samt neuem Berichtsaufbau liegt für einen mittelständischen Bestand meist bei 15 bis 30 Personentagen. Die Umstellung von Planung und Forecast auf ein Treibermodell eher bei 25 bis 50 Tagen über zwei bis vier Monate, weil mindestens ein vollständiger Planungszyklus mitlaufen muss. Ein Konzernberichtswesen nach einem Zukauf wird auf das Abschlussdatum gerechnet und nicht auf einen Aufwand. Verantwortung auf Zeit rechnet anders: drei bis fünf Tage pro Woche über sechs bis achtzehn Monate.
Entscheidend ist nicht der Tagessatz, sondern das Verhältnis zur Entscheidung, die besser wird: Wer über ein Sortiment mit 40 Mio. € Umsatz entscheidet, trägt 30 Beratungstage schon bei einer Margenverschiebung von wenigen Zehnteln. Bei einer Einzelgesellschaft mit sehr überschaubarer Struktur lohnt ein externes Mandat oft nicht — diese Antwort geben wir vor dem Angebot.
Was Sie bei uns nicht mitbezahlen. Abgerechnet wird die Fachperson, die an Ihren Zahlen arbeitet — nicht der Apparat über ihr: kein Engagement Manager, keine Partnerstunden, keine Analysten, die sich in Ihr Rechnungswesen erst einlesen. Dafür bekommen Sie auch keine Methodenfabrik — sondern eine Fachperson, die diese Aufgabe schon mehrfach zu Ende gebracht hat.
Welches Profil das richtige ist, entscheidet die Aufgabe. Ein Treibermodell verlangt andere Erfahrung als eine Konsolidierung unter Termindruck. Die vollständige Übersicht steht unter Finanzen & Controlling — darunter Interim CFO, Financial Controller, Business Controller, Group Controller und Treasury Manager. Für angrenzende Aufgaben ergänzen Restrukturierung & operative Effizienz, Data Engineering & Data Science und SAP & Enterprise Systems. Thematisch angrenzend sind die Beratungsseiten Corporate Finance, Business Intelligence und Restrukturierung.
Geplant wird häufiger — und die Werkzeuge halten nicht mit
48 %
27 %
15,4 Mrd. €
Häufig gestellte Fragen zur Controlling-Beratung
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
consultingheads wurde mehrfach von führenden Fachmagazinen und unabhängigen Dritten ausgezeichnet.