IT-Sicherheitsberatung für Unternehmen
Cyber Security Beratung: ein Schutzniveau, das im Ernstfall belegbar ist
Cyber Security Beratung ordnet die Sicherheit einer IT-Landschaft entlang von drei Fragen: Was ist von außen erreichbar, was davon lässt sich tatsächlich ausnutzen, und was davon würde überhaupt jemand bemerken. Wichtig wird sie selten schleichend, sondern an einem Datum — wenn ein Großkunde ein Zertifikat zur Bedingung macht, eine Aufsichtsbehörde eine Registrierung erwartet, ein Vorfall eine Lücke offengelegt hat oder eine Cloud- und Produktionsumgebung schneller wächst als die Kontrolle darüber. Nötig sind dafür eine belastbare Aufnahme der eigenen Systeme, eine Reihenfolge, die am größten Risiko ansetzt statt an der lautesten Meldung, und Nachweise, die einer Prüfung standhalten. Genau daran arbeitet eine IT-Sicherheitsberatung.
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Was Cyber Security Beratung leistet — und was nicht

IT-Sicherheitsberatung — im deutschen Sprachgebrauch auch Beratung zur Informationssicherheit, international als cyber security consulting ausgeschrieben — arbeitet an der Frage, wie belastbar der Schutz einer Organisation ist. Ihr Gegenstand sind Sicherheitsstrategie, Risiko- und Schwachstellenmanagement, Angriffserkennung und die Reaktion auf Vorfälle. Ausgangspunkt ist eine Beobachtung, die fast jede gewachsene IT-Landschaft teilt: Was ein Unternehmen betreibt, wächst schneller als das, was es darüber belegen kann. In diesem Abstand liegt die Arbeit.
Sie trennt Angriffsfläche von Angriffsweg. Erreichbar ist vieles: ein vergessener Testserver, ein SaaS-Zugang ohne zweiten Faktor, eine Steuerung im Werksnetz, ein Dienstleister mit Fernzugriff. Ausnutzbar ist davon nur ein Teil, und gefährlich wird erst die Kette — der Zugang, der zu Rechten führt, die zu Daten führen. Eine Liste mit tausend Befunden ist kein Ergebnis; das Ergebnis ist die kurze Aufzählung der Wege, die von außen bis an etwas Wesentliches reichen.
Sie rechnet in Nachweisen, nicht in Werkzeugen. Eine Firewall, die niemand pflegt, und ein Alarm, den niemand liest, erhöhen das Schutzniveau nicht — sie erhöhen die Zahl der Systeme. Zu jeder Maßnahme gehören deshalb eine verantwortliche Person, ein Turnus und eine Spur, die zeigt, dass sie wirkt. Genau diese Spur will ein Kunde, ein Versicherer oder eine Aufsicht sehen; das Werkzeug allein interessiert dort niemanden.
Sie plant den Tag nach dem Vorfall mit. Prävention hat eine Obergrenze, weil jede neue Anwendung neue Erreichbarkeit schafft. Was den Schaden bestimmt, ist die Zeit bis zur Entdeckung und die Frage, ob jemand weiß, wer entscheidet und woher eine saubere Wiederherstellung kommt. Wer das erst während eines Angriffs klärt, verliert Tage, die er nicht hat.
Was sie nicht leistet. Sie kann keine Sicherheit zusichern und kein Restrisiko auf null bringen — wer das verspricht, verkauft ein Gefühl. Sie ersetzt auch keine Rechtsberatung: Ob eine Regelung im Einzelfall greift und wie weit die Verantwortung der Geschäftsleitung reicht, gehört juristisch geprüft. Und sie nimmt der Linie den Betrieb nicht ab: Ohne IT-Betrieb, Einkauf und Fachbereiche bleibt jede Maßnahme ein Dokument.
Datenschutz im engeren Sinn, Vertragsgestaltung und regulatorische Auslegung gehören in ein anderes Fachgebiet — die Profile dafür stehen unter Compliance & Legal. Plattformarchitektur und Identitätsdienste überschneiden sich mit Cloud-Infrastruktur & DevOps; hier steht die Sicherheitssicht im Vordergrund.
Wann externe Unterstützung in der IT-Sicherheit den Unterschied macht
Nicht jede Sicherheitsfrage braucht Hilfe von außen. Ist die Lage bekannt, ist im Haus Kapazität frei und wurde ein vergleichbarer Fall schon bearbeitet, ist der interne Weg der schnellere. In den folgenden Lagen fällt die Rechnung anders aus — meist weniger aus fachlichen als aus zeitlichen Gründen: Wer den Betrieb aufrechterhält, kann nicht zugleich dessen Schwachstellen abarbeiten.
1. Ein Kunde oder Ausschreiber verlangt einen Sicherheitsnachweis
- Ohne Zertifikat oder ausgefüllten Sicherheitsfragebogen fällt das Angebot aus der Wertung.
- Der Nachweis betrifft Bereiche, in denen bisher niemand Verantwortung dokumentiert hat.
2. Eine Aufsichtspflicht trifft das Haus zum ersten Mal
- Die eigene Betroffenheit ist unklar, weil sie von Sektor, Mitarbeiterzahl und Umsatz zugleich abhängt.
- Registrierung, Meldewege und Risikomanagement müssen belegbar sein, nicht nur beabsichtigt.
3. Ein Vorfall ist eingetreten oder nur knapp ausgeblieben
- Verschlüsselte Systeme oder ein auffälliger Zugang binden die gesamte IT-Führung.
- Parallel zur Wiederherstellung muss die Ursache aufgeklärt werden — beides zugleich überfordert kleine Teams.
4. Die Angriffsfläche ist über Nacht gewachsen
- Cloud-Migration, Zukauf oder Werksvernetzung bringen Systeme ins Netz, die niemand inventarisiert hat.
- Zugänge von Dienstleistern sind gewachsen, ohne dass jemand sie zurückgenommen hätte.
5. Warnmeldungen laufen auf, ohne dass jemand sie abarbeitet
- Werkzeuge sind vorhanden, ihre Meldungen aber nicht priorisiert — der Alarm wird Hintergrundrauschen.
- Es fehlt eine Regel, wer wann reagiert; nachts und am Wochenende erst recht.
6. Eine Schlüsselrolle in der Sicherheitsorganisation ist unbesetzt
- Die Leitung der Informationssicherheit ist vakant, während ein Audit läuft.
- Der Markt für diese Profile ist eng, die Nachbesetzung dauert — die Pflichten laufen weiter.
Erkennen Sie Ihre Lage in einem dieser Warnsignale wieder? Zwanzig Minuten genügen für eine erste Eingrenzung: welcher Nachweis zuerst gebraucht wird — und ob Sie dafür jemanden von außen brauchen.
Die Schutzebenen, an denen IT-Sicherheitsberatung ansetzt
Die folgenden Ebenen decken den größten Teil dessen ab, was in der Praxis angefragt wird — ein Ausschnitt, keine geschlossene Liste. Selten wird alles zugleich bearbeitet: Meist zieht ein Anlass eine Ebene nach vorn, die übrigen folgen in der Reihenfolge, die das Risiko vorgibt.
Sicherheitsstrategie, ISMS und ISO 27001
Schutzbedarf feststellen, Risiken bewerten, Richtlinien und Verantwortlichkeiten festlegen und in ein Managementsystem überführen, das eine Prüfung trägt. Dazu gehören Anwendungsbereich, Risikomethodik, die Begründung der Maßnahmen und die Vorbereitung auf ein externes Audit.
Risikoanalyse, Schwachstellen und Penetrationstests
Bestand aufnehmen, von außen erreichbare Systeme sichtbar machen, Schwachstellen bewerten und in eine Reihenfolge bringen. Dazu gehören wiederkehrende Scans, gezielte Penetrationstests und ein Verfahren, das aus Befunden Aufgaben mit Termin und Verantwortlichkeit macht.
Security Operations: SOC-Aufbau, SIEM und Angriffserkennung
Ereignisse aus Netz, Endgeräten und Cloud zusammenführen, Erkennungsregeln schreiben und den Betrieb so takten, dass eine Meldung auch bearbeitet wird. Dazu gehören Anbindung der Datenquellen, Anwendungsfälle für die Erkennung und die Frage, was intern läuft und was ein Dienstleister übernimmt.
Incident Response und digitale Forensik
Vom ersten Verdacht bis zum Bericht: Eindämmung, Beweissicherung, Ursachenanalyse und eine Wiederherstellung, die keine Hintertür mitkopiert. Dazu gehören ein geübter Notfallplan, klare Entscheidungswege und eine Nachbereitung, die aus dem Vorfall eine dauerhafte Änderung macht.
Cloud- und Anwendungssicherheit
Berechtigungen, Netzsegmente und Konfigurationen in AWS, Azure oder Google Cloud absichern — und die eigene Software gleich mit. Dazu gehören Bedrohungsmodellierung, Prüfungen in der Entwicklungsstrecke, der Umgang mit Fremdcode und ein Zugriffsmodell ohne pauschales Vertrauen.
OT- und Produktionssicherheit
Steuerungen, Maschinennetze und Fernwartungszugänge absichern, ohne die Anlage anzuhalten. Dazu gehören eine Bestandsaufnahme der Automatisierungstechnik, die Trennung von Büro- und Werksnetz, der Umgang mit nicht mehr aktualisierbaren Altsystemen und die Zonenkonzepte der IEC 62443.
Welche dieser Ebenen bei Ihnen zuerst an die Reihe kommt, hängt daran, wo heute der kürzeste Weg von außen an etwas Wichtiges führt. Nennen Sie uns Ihre Ausgangslage — Sie bekommen eine Einschätzung, keinen Foliensatz.
In welchen Mandatsformen Sicherheitserfahrung eingebunden wird
Über die Wirkung entscheidet oft weniger die fachliche Tiefe als der Rahmen: mit welchem Mandat jemand kommt, wie viel Zugriff vereinbart ist und wer am Ende die Restrisiken trägt. Ein Wechsel der Form während der Laufzeit ist der Normalfall. Gemeinsam ist allen dreierlei: eine benannte interne Ansprechperson mit Zugang zur Geschäftsleitung, schriftlich festgehaltene Ziele vor dem ersten Tag und eine Vereinbarung darüber, was am Ende übergeben wird.
Unabhängige Bewertung des Schutzniveaus
Eine erfahrene Person nimmt Systeme, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen auf und benennt die Wege, die von außen bis an etwas Wesentliches reichen — auf Basis eigener Prüfung, nicht der vorgelegten Richtlinien.
Kurzfristige Verstärkung bei einem Vorfall
Für Verschlüsselung, Datenabfluss oder einen auffälligen Zugang: schnelle Besetzung, hohe Verfügbarkeit, enge Taktung mit IT-Leitung und Geschäftsführung — ein Vorfall, ein Ziel, ein Abschlussbericht.
Interim CISO mit Entscheidungsbefugnis
Eine externe Person übernimmt die Leitung der Informationssicherheit — bei Vakanz, im Aufbau oder wenn eine Instanz gebraucht wird, die nicht in den gewachsenen Interessenlagen steht. Mit Budget- und Berichtsverantwortung und geregelter Übergabe.
Aufbau von ISMS und Security Operations
Ein kleines Team baut Managementsystem, Erkennungsregeln und Meldewege so auf, dass sie ohne Begleitung weiterlaufen — und sorgt dafür, dass Abweichungen früh auffallen statt in einem Audit.
Cyber Security nach Branche: welches Regelwerk das Niveau vorgibt
Das Handwerk der IT-Sicherheit ähnelt sich über Branchen hinweg; was sich unterscheidet, ist das Regelwerk, an dem gemessen wird, und die Frage, welcher Ausfall zuerst weh tut. In der Fertigung zählt jede Minute Anlagenstillstand, in der Klinik die Patientenversorgung, bei einem Netzbetreiber die Versorgungssicherheit — und in der Finanzaufsicht die Lückenlosigkeit des Nachweises. Wer aus der Branche kommt, kennt diese Rangfolge und braucht sie nicht erst zu lernen: Er weiß, welcher Prüfer wonach fragt, welche Altsysteme in dieser Umgebung typischerweise stehen und welche Maßnahme am Widerstand des Betriebs scheitern wird. Deshalb besetzen wir Sicherheitsvorhaben nach Branchenerfahrung und nicht nur nach Werkzeugkenntnis — aus einem Netzwerk, das über 25 Fachbereiche und mehr als 300 Rollenprofile abdeckt. Die folgenden sechs Felder fragen wir am häufigsten an; sie stehen beispielhaft und schließen andere nicht aus.
Finanzdienstleistung und Versicherungen
Kaum ein Sektor ist so dicht beaufsichtigt: Aufsichtsrechtliche Anforderungen an die IT, Vorgaben zur digitalen Betriebsstabilität und Kartenzahlungsstandards greifen nebeneinander und verlangen jeweils eigene Nachweise. Der Aufwand liegt deshalb weniger in der Technik als in der Lückenlosigkeit der Dokumentation und im Auslagerungsmanagement — der Dienstleister eines Dienstleisters gehört mit in die Betrachtung. Gefragt sind Profile, die Prüfungssprache und Technik zugleich beherrschen.
Energie, Wasser und kritische Infrastruktur
Betreiber kritischer Anlagen leben mit der schwierigsten Kombination: Leittechnik mit langer Lebensdauer, Fernwirkverbindungen in die Fläche, gesetzlich geforderte Angriffserkennung und eine Versorgungspflicht, die Wartungsfenster teuer macht. Der Fortschritt liegt hier in Segmentierung, kontrollierten Zugängen und einer Erkennung, die auch dort greift, wo kein Sicherheitsagent installiert werden darf. Die genaue Betroffenheit hängt an Schwellenwerten und gehört geprüft, nicht geschätzt.
Industrie und Fertigung
In vernetzten Werken treffen zwei Kulturen aufeinander: Die IT denkt in Aktualisierungszyklen, die Automatisierungstechnik in Anlagenverfügbarkeit. Ein Neustart zur Unzeit kostet unmittelbar Ausbringung, weshalb klassische Werkzeuge oft nicht eingesetzt werden dürfen. Praktikabel sind die Trennung von Büro- und Produktionsnetz, ein kontrollierter Fernwartungszugang für Maschinenlieferanten und eine passive Erkennung im Anlagennetz — als Ordnungsrahmen dient die Normenreihe IEC 62443.
Fahrzeug- und Zulieferindustrie
Hier wirkt der Druck von zwei Seiten. Nach innen verlangen Auftraggeber einen geprüften Umgang mit Informationen aus der Entwicklung, bevor Daten überhaupt ausgetauscht werden. Nach außen ist das Produkt selbst vernetzt: Steuergeräte, Diagnoseschnittstellen und Aktualisierungen über die Luftschnittstelle brauchen ein Sicherheitsmanagement über den Lebenszyklus, wie es die ISO/SAE 21434 beschreibt. Für Zulieferer heißt das zwei parallele Nachweisstränge — einen fürs eigene Haus, einen je Bauteil.
Öffentliche Verwaltung und Behörden
Verwaltungen arbeiten mit einem eigenen Ordnungsrahmen: Der IT-Grundschutz des BSI liefert Bausteine und Anforderungen, die Prüfungen zugrunde gelegt werden. Erschwerend kommen lange Beschaffungswege und Fachanwendungen hinzu, die niemand kurzfristig ersetzen kann. Wirksam sind weniger große Programme als eine belastbare Priorisierung, klare Zuständigkeiten und Nachweise, die auch nach einem Personalwechsel nachvollziehbar bleiben.
Gesundheitswesen und Kliniken
Kliniken verbinden hochsensible Daten mit Medizintechnik, die nach ihrer Zulassung nicht beliebig verändert werden darf, und mit einem Betrieb ohne Ausfallzeit. Branchenspezifische Sicherheitsstandards geben den Rahmen vor; die Hürde liegt im Alltag: gemeinsam genutzte Arbeitsplätze, Geräte vieler Hersteller im selben Netz und Personal, das im Notfall zuerst versorgt und nicht anmeldet. Tragfähig ist nur, was den klinischen Ablauf nicht verlängert — alles andere wird umgangen.
Finanzdienstleistung und Versicherungen
Kaum ein Sektor ist so dicht beaufsichtigt: Aufsichtsrechtliche Anforderungen an die IT, Vorgaben zur digitalen Betriebsstabilität und Kartenzahlungsstandards greifen nebeneinander und verlangen jeweils eigene Nachweise. Der Aufwand liegt deshalb weniger in der Technik als in der Lückenlosigkeit der Dokumentation und im Auslagerungsmanagement — der Dienstleister eines Dienstleisters gehört mit in die Betrachtung. Gefragt sind Profile, die Prüfungssprache und Technik zugleich beherrschen.
Energie, Wasser und kritische Infrastruktur
Betreiber kritischer Anlagen leben mit der schwierigsten Kombination: Leittechnik mit langer Lebensdauer, Fernwirkverbindungen in die Fläche, gesetzlich geforderte Angriffserkennung und eine Versorgungspflicht, die Wartungsfenster teuer macht. Der Fortschritt liegt hier in Segmentierung, kontrollierten Zugängen und einer Erkennung, die auch dort greift, wo kein Sicherheitsagent installiert werden darf. Die genaue Betroffenheit hängt an Schwellenwerten und gehört geprüft, nicht geschätzt.
Industrie und Fertigung
In vernetzten Werken treffen zwei Kulturen aufeinander: Die IT denkt in Aktualisierungszyklen, die Automatisierungstechnik in Anlagenverfügbarkeit. Ein Neustart zur Unzeit kostet unmittelbar Ausbringung, weshalb klassische Werkzeuge oft nicht eingesetzt werden dürfen. Praktikabel sind die Trennung von Büro- und Produktionsnetz, ein kontrollierter Fernwartungszugang für Maschinenlieferanten und eine passive Erkennung im Anlagennetz — als Ordnungsrahmen dient die Normenreihe IEC 62443.
Fahrzeug- und Zulieferindustrie
Hier wirkt der Druck von zwei Seiten. Nach innen verlangen Auftraggeber einen geprüften Umgang mit Informationen aus der Entwicklung, bevor Daten überhaupt ausgetauscht werden. Nach außen ist das Produkt selbst vernetzt: Steuergeräte, Diagnoseschnittstellen und Aktualisierungen über die Luftschnittstelle brauchen ein Sicherheitsmanagement über den Lebenszyklus, wie es die ISO/SAE 21434 beschreibt. Für Zulieferer heißt das zwei parallele Nachweisstränge — einen fürs eigene Haus, einen je Bauteil.
Öffentliche Verwaltung und Behörden
Verwaltungen arbeiten mit einem eigenen Ordnungsrahmen: Der IT-Grundschutz des BSI liefert Bausteine und Anforderungen, die Prüfungen zugrunde gelegt werden. Erschwerend kommen lange Beschaffungswege und Fachanwendungen hinzu, die niemand kurzfristig ersetzen kann. Wirksam sind weniger große Programme als eine belastbare Priorisierung, klare Zuständigkeiten und Nachweise, die auch nach einem Personalwechsel nachvollziehbar bleiben.
Gesundheitswesen und Kliniken
Kliniken verbinden hochsensible Daten mit Medizintechnik, die nach ihrer Zulassung nicht beliebig verändert werden darf, und mit einem Betrieb ohne Ausfallzeit. Branchenspezifische Sicherheitsstandards geben den Rahmen vor; die Hürde liegt im Alltag: gemeinsam genutzte Arbeitsplätze, Geräte vieler Hersteller im selben Netz und Personal, das im Notfall zuerst versorgt und nicht anmeldet. Tragfähig ist nur, was den klinischen Ablauf nicht verlängert — alles andere wird umgangen.
Sicherheitsvorhaben, die häufig beauftragt werden — und ihr Nachweis
Was tatsächlich beauftragt wird, lässt sich weitgehend auf wenige Auftragsbilder zurückführen. Jedes hat eine wiederkehrende Ausgangslage, eine bewährte Reihenfolge und einen Nachweis, der vor dem Start vereinbart und während der Laufzeit geprüft wird — nicht am Ende geschätzt. Die Aufzählung ist ein Ausschnitt.
Die eigene Betroffenheit nach NIS2 klären
Ausgangslage: Unklar ist, ob und in welcher Kategorie das Unternehmen unter die neuen Vorgaben fällt — die Antwort hängt an Sektor, Größe und Konzernstruktur zugleich. Die Reihenfolge, die trägt: erst die Einordnung begründen und dokumentieren, dann Registrierung und Meldewege einrichten, danach die Maßnahmen. Nachweis ist eine belegte Einordnung samt Maßnahmenplan; die rechtliche Bewertung gehört im Einzelfall geprüft.
Ein Managementsystem nach ISO 27001 einführen
Ausgangslage: Ein Kunde verlangt ein Zertifikat, im Haus existieren einzelne Richtlinien ohne gemeinsamen Rahmen. Der Weg führt über Anwendungsbereich und Risikomethodik, dann Maßnahmenauswahl und Nachweisführung, zuletzt interne Prüfung und Managementbewertung. Nachweis sind ein prüffester Dokumentenstand und ein bestandenes externes Audit — die Zertifizierungsstelle wird gesondert beauftragt.
Einen Sicherheitsvorfall aufarbeiten und schließen
Ausgangslage: Systeme sind verschlüsselt, Daten abgeflossen oder ein Zugang war länger offen als gedacht. Zuerst wird eingegrenzt und Beweismaterial gesichert, dann die Ursache belegt, dann wiederhergestellt — in dieser Reihenfolge, weil eine schnelle Wiederherstellung sonst die Spur zerstört. Nachweis sind ein forensischer Bericht mit belegter Eintrittsursache und eine Maßnahmenliste, die später nachgeprüft wird.
Cloud-Zugriffe nach dem Zero-Trust-Gedanken ordnen
Ausgangslage: Berechtigungen sind über Jahre gewachsen, Administratorrechte weit verbreitet, Zugriffe aus dem eigenen Netz gelten pauschal als vertrauenswürdig. Der Weg führt über eine Bestandsaufnahme der Identitäten und Rechte, dann Segmentierung und starke Anmeldeverfahren, zuletzt wiederkehrende Rezertifizierung. Nachweis sind der Anteil privilegierter Konten und die Zahl der Zugänge ohne zweiten Faktor — vorher und nachher gemessen.
Welche Sicherheitsprofile in der Praxis besetzt werden
Welches Profil passt, hängt am Zuschnitt: Eine Bewertung des Schutzniveaus verlangt ein anderes Profil als der Aufbau einer Angriffserkennung oder die Aufklärung eines Vorfalls. Die folgenden Profile werden am häufigsten angefragt; die vollständige Übersicht steht auf der Kategorieseite.
Die Stationen eines Sicherheitsprogramms
Umfang und Dauer hängen von Größe, Systemlandschaft und Datenlage ab, die Abfolge nicht: erst wissen, was da ist, dann bewerten, dann die gefährlichsten Wege schließen, dann nachweisen. Übersprungen wird keine Station; verkürzt wird nur, wo belastbare Vorarbeit vorliegt.
1. Bestand und Erreichbarkeit aufnehmen
2. Risiken bewerten und Wege priorisieren
3. Maßnahmen festlegen und Verantwortung zuordnen
4. Umsetzen ohne den Betrieb anzuhalten
5. Erkennung und Notfallwege üben
6. Nachweise führen und wiederholbar machen
Tagessätze in der IT-Sicherheit — und wie sich ein Vorhaben rechnen lässt
Sicherheitsprofile werden über einen Tagessatz vergütet; eine Pauschale je Vorhaben gibt es in diesem Modell nicht. Der Satz hängt an vier Größen: der Verantwortungstiefe — ob jemand prüft oder die Informationssicherheit eines Hauses verantwortet; der Seltenheit der Spezialisierung — Forensik, Angriffssimulation und OT-Sicherheit sind enge Märkte; der Dringlichkeit — eine Besetzung im laufenden Vorfall kostet mehr als ein planbares Programm; sowie der Einsatzdauer — längere Mandate liegen unter dem Satz eines kurzen Notfalleinsatzes.
Die folgenden Spannen sind die auf unseren Rollenseiten ausgewiesenen Tagessätze — kein Angebot, sondern das, was für diese Profile aufgerufen wird:
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Interim CISO (Chief Information Security Officer)
1.100 – 1.900 € pro Tag
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Freelance OT/ICS Security Consultant
1.100 – 1.850 € pro Tag
-
Freelance Zero Trust Architect
1.100 – 1.800 € pro Tag
-
Freelance PAM Specialist CyberArk/BeyondTrust
1.100 – 1.750 € pro Tag
-
1.000 – 1.650 € pro Tag
-
Freelance NIS2 Compliance Consultant
1.000 – 1.650 € pro Tag
-
Freelance SOC 2 Compliance Specialist
1.000 – 1.600 € pro Tag
-
1.000 – 1.600 € pro Tag
-
950 – 1.550 € pro Tag
-
950 – 1.550 € pro Tag
-
950 – 1.500 € pro Tag
-
Freelance ISO 27001 Consultant
950 – 1.500 € pro Tag
-
Freelance Business Continuity Specialist
900 – 1.450 € pro Tag
-
850 – 1.400 € pro Tag
-
800 – 1.400 € pro Tag
-
Freelance Cloud Security Engineer
800 – 1.400 € pro Tag
-
Freelance Incident Response Specialist
750 – 1.300 € pro Tag
-
Freelance Digital Forensics Analyst
750 – 1.300 € pro Tag
-
Freelance Application Security Engineer (AppSec)
750 – 1.300 € pro Tag
-
750 – 1.250 € pro Tag
-
Freelance Cybersecurity Consultant
650 – 1.250 € pro Tag
-
Freelance Security Awareness Trainer
700 – 1.200 € pro Tag
-
Freelance SIEM Engineer (Splunk/QRadar)
650 – 1.200 € pro Tag
-
Freelance Schwachstellenmanagement Spezialist
600 – 1.000 € pro Tag
Wie sich ein Vorhaben budgetieren lässt. Rechnen Sie mit Einsatztagen, nicht mit Kalendermonaten. Eine unabhängige Bewertung des Schutzniveaus liegt im niedrigen zweistelligen Tagebereich. Der Aufbau eines Managementsystems verteilt sich über Monate, verbraucht pro Woche aber nur wenige Tage — die Hauptlast liegt intern. Ein Notfalleinsatz ist nahezu Vollzeit; dort bestimmt die Zahl der Einsatztage die Kosten, nicht der Satz. Eine Führungsvertretung misst sich am ehrlichsten an dem, was eine unbesetzte Sicherheitsleitung an liegengebliebenen Pflichten hinterlässt.
Was hier bewusst nicht steht. Auditgebühren einer Zertifizierungsstelle, Lizenzkosten einer Erkennungsplattform und die Preise eines Prüfdienstleisters werden von Dritten aufgerufen — wir beziffern sie nicht. Beziffern können wir den Aufwand der Personen, die wir vermitteln.
Warum das anders kalkuliert als ein Beratungshaus. Dort wird ein Team beauftragt, in dem eine erfahrene Person verantwortet und mehrere jüngere ausführen — die Mischkalkulation senkt das Tagesmittel und erhöht die Zahl der Tage. Hier ist es umgekehrt: ein höherer Satz für weniger Köpfe, und es kommt die Person, die anschließend auch selbst arbeitet. Für abgegrenzte Sicherheitsvorhaben ist das meist die kleinere Rechnung. Die Sätze verstehen sich netto, Umsatzsteuer und Reisekosten kommen hinzu.
Die Bezeichnungen im Markt sind überwiegend englisch und meinen häufig dasselbe Profil. Wer einen security consultant sucht — in Ausschreibungen auch als cyber security consultant, cybersecurity consultant, computer security consultant oder information security consultant geführt —, findet ihn bei uns unter den Profilen im Bereich Cybersecurity. Für enger geschnittene Aufgaben stehen Freelance Cloud Security Engineer, Freelance SIEM Engineer und Freelance Application Security Engineer; die Führungsrolle besetzt der Interim CISO. Für angrenzende Fragen ergänzen Compliance & Legal und Cloud-Infrastruktur & DevOps.
Die Zahl der bekannten Schwachstellen wächst schneller als die Kapazität, sie zu schließen
29.500
119
289 Mrd. €
Häufig gestellte Fragen zur Cyber Security Beratung
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
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