Beratung für Produktmanagement, UX und Usability
UX- und Produktmanagement-Beratung: was gebaut wird und ob es benutzt wird
UX- und Produktmanagement-Beratung arbeitet an zwei Entscheidungen, die im Alltag zusammenfallen und selten zusammen nachgewiesen werden: was ein Produkt als Nächstes können soll — und ob das Gebaute im Arbeitsalltag seiner Nutzer wirklich bedienbar ist. Die erste Entscheidung fällt in Priorisierung, Roadmap und Nutzenversprechen, die zweite am Bildschirm, im Formular, im Klickweg. Wichtig wird das Thema, sobald ein Release erscheint und die Nutzung nicht folgt, sobald der Support dieselbe Rückfrage in Serie beantwortet, oder sobald eine Produktplanung gegen mehrere Fachbereiche vertreten werden muss, ohne dass jemand die dahinterliegende Annahme belegen kann. Nötig sind dafür Nachweise am echten Gebrauch, eine Priorisierung, die auch ablehnen kann, und eine Gestaltung, die bis in die Umsetzung durchhält.
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Was UX- und Produktmanagement-Beratung leistet — und was nicht

UX-Beratung — je nach Haus auch Usability-Beratung, UX-Consulting, UX-Strategie oder, mit dem Blick auf die kaufmännische Seite, Produktmanagement-Beratung genannt — arbeitet an einer einzigen Schwachstelle: der unbelegten Annahme. Jedes digitale Produkt beruht auf Annahmen darüber, welche Aufgabe seine Nutzer erledigen wollen, wie viel ihnen das wert ist und wie sie dabei vorgehen. Solange diese Annahmen niemand prüft, entscheidet die lauteste Meinung im Raum, und der Irrtum wird erst nach dem Release sichtbar — dann aber in gebauter Software.
Sie trennt die Produktfrage von der Gestaltungsfrage. „Sollen wir das bauen?“ und „Ist das, was wir gebaut haben, bedienbar?“ sind zwei Fragen mit zwei verschiedenen Nachweisen und oft zwei verschiedenen Verantwortlichen. In vielen Häusern gibt es für die eine einen Prozess und für die andere keinen Eigentümer. Wer beide vermischt, diskutiert Schaltflächen, während die Priorisierung offen bleibt — oder umgekehrt.
Sie ersetzt Annahme durch Nachweis am echten Gebrauch. Dafür gibt es ein handwerkliches Repertoire: Nutzerinterviews, Aufgabenanalyse, UX-Research mit echten Aufgaben statt Meinungsumfragen, Prototypen, die man scheitern lassen darf, und Nutzungsdaten aus dem laufenden Betrieb. Der Wert liegt nicht in der Methode, sondern in der Reihenfolge: Die riskanteste Annahme wird zuerst geprüft, weil nur sie den Plan noch umwerfen kann.
Sie behandelt Bedienbarkeit als Nachweispflicht, nicht als Geschmacksfrage. Ob ein Formular verständlich beschriftet ist, ob ein Kontrast ausreicht, ob ein Vorgang mit der Tastatur zu Ende geführt werden kann — das ist prüfbar, nicht verhandelbar. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist ein Teil davon für Produkte im Verbrauchergeschäft auch rechtlich verlangt. Damit wird aus einer Designdebatte eine Abnahmefrage.
Englischsprachige Häuser fragen dieselbe Leistung unter ux consulting, product management consulting, product discovery, usability testing oder service design an; auch Projekt- und Stellenausschreibungen greifen meist zu diesen Begriffen. Zweisprachige Besetzungen sind bei uns der Normalfall und nicht die Ausnahme.
Was sie nicht leistet. Sie nimmt Ihnen die Produktentscheidung nicht ab: Was priorisiert und was abgelehnt wird, bleibt eine Entscheidung des Hauses, weil sie Budget und Zusagen an Kunden bindet. Sie ersetzt auch keine Entwicklungskapazität — ein geprüfter Entwurf, für den niemand Umsetzungszeit hat, verändert nichts. Und sie rettet kein Produkt, dessen Nutzen nicht existiert: Wo die Aufgabe des Nutzers gar nicht getroffen ist, macht bessere Bedienbarkeit den Weg zur falschen Stelle nur bequemer.
Wo diese Seite endet: Ideenfindung, Portfolio und Geschäftsmodell sind Gegenstand der Innovationsmanagement-Beratung. Preismodell und Zahlungsbereitschaft beschreiben wir in der Pricing-Beratung, die Arbeitsweise der Teams rund um das Produkt in der Agile-Beratung.
Wann externe Unterstützung an Produkt und Oberfläche den Aufwand wert ist
Produkt- und UX-Arbeit ist Daueraufgabe, externe Unterstützung ist es nicht. Sie lohnt sich dort, wo eine Entscheidung ansteht, für die im Haus der Nachweis oder die Erfahrung fehlt — und dort, wo eine Sicht von außen billiger ist als der Irrtum. Die folgenden Anzeichen sind die, mit denen Häuser tatsächlich auf uns zukommen; sie sind keine vollständige Liste, sondern die häufigsten Ausgangslagen.
1. Ein Release ist draußen, die Nutzung bleibt aus
- Die Funktion ist fertig, gemessen wird sie kaum genutzt — und niemand kann sagen, ob sie unauffindbar, unverständlich oder unerwünscht ist.
- Die drei Ursachen verlangen drei völlig verschiedene Antworten; geraten wird meist die teuerste.
- Ein knapper Nutzungstest mit echten Aufgaben trennt die Fälle, bevor nachgebaut wird.
2. Die Produktplanung ist eine Wunschliste mehrerer Fachbereiche
- Jeder Bereich hat seine Anforderung eingetragen, die Reihenfolge folgt der Verhandlungsmacht.
- Was abgelehnt wurde, ist nirgends festgehalten, deshalb kommt es in der nächsten Runde wieder.
- Eine nachvollziehbare Priorisierung braucht ein Kriterium, das nicht vom Absender abhängt.
3. Der Support beantwortet immer dieselbe Frage
- Dieselbe Rückfrage in Serie, dieselbe Stelle im Vorgang, dieselbe Umgehungslösung im Team.
- Der Aufwand landet in den Servicekosten und nicht in der Produktentwicklung, wo er entstanden ist.
- Support- und Nutzungsdaten zeigen die Stelle sehr genau, wenn jemand sie systematisch zusammenführt.
4. Ein neues Produkt soll auf einen unbekannten Markt treffen
- Das Vorhaben ist beschlossen, die Zielgruppe ist beschrieben, aber mit niemandem daraus gesprochen.
- Die riskanteste Annahme steckt selten in der Technik, sondern in der Frage, ob die Aufgabe überhaupt drückt.
- Wenige belastbare Gespräche und ein prüfbarer Prototyp entscheiden über den Zuschnitt des Vorhabens.
5. Die Oberfläche ist gewachsen, niemand verantwortet sie
- Über Jahre haben mehrere Teams eigene Muster gebaut: verschiedene Formulare, verschiedene Begriffe für dasselbe.
- Jede Änderung wird teurer, weil sie an mehreren Stellen nachgezogen werden muss.
- Ein gemeinsames Bestandsbild und verbindliche Bausteine machen den Zuwachs wieder beherrschbar.
6. Eine Ausschreibung oder Prüfung verlangt Barrierefreiheit
- Barrierefreiheit ist zugesagt oder gefordert, geprüft hat sie nie jemand mit einem belastbaren Verfahren.
- Die häufigsten Verstöße sind mechanisch und billig zu beheben — solange sie früh gefunden werden.
- Nach der Abnahme kostet dieselbe Korrektur ein Vielfaches, weil sie in bereits ausgelieferte Oberflächen greift.
Kommt Ihnen eines davon bekannt vor? In einem kurzen Erstgespräch ordnen wir ein, welche Annahme als Erste einen Nachweis braucht, welche Art von Nachweis dafür ausreicht — und ob dafür überhaupt jemand von außen nötig ist.
Die Arbeitsgebiete: von der Produktstrategie bis zur bedienbaren Oberfläche
Die Gestaltungsfelder lassen sich getrennt oder gebündelt besetzen. Sie hängen aneinander, weil jedes das nächste voraussetzt: Ein Nutzenversprechen ohne Nutzerforschung ist eine Behauptung, eine Produktplanung ohne Gestaltungskraft bleibt eine Absichtserklärung, und ein geprüfter Entwurf ohne Bausteine für die Entwicklung ist ein Bild. Womit begonnen wird, richtet sich danach, welche der drei Seiten im Haus die schwächste ist: die Marktkenntnis, die Entscheidungsfähigkeit oder die Gestaltung.
Produktstrategie und Nutzenversprechen
Für wen das Produkt gebaut wird, welche Aufgabe es besser löst als die bisherige Behelfslösung und woran der Erfolg ablesbar sein soll. Aus dieser Festlegung folgt alles Weitere — sie ist auch der Grund, warum ein Produkt Nein sagen kann, ohne dass es willkürlich wirkt.
Nutzerforschung und Discovery
Gespräche mit echten Nutzern, Beobachtung der Aufgabe im Arbeitsalltag, Prototypen, die eine Annahme widerlegen dürfen. UX-Research liefert hier keine Meinungsbilder, sondern Antworten auf konkret gestellte Fragen — und zwar bevor Entwicklungszeit gebunden ist.
Priorisierung und Produktplanung
Aus vielen berechtigten Anforderungen eine begründete Reihenfolge machen: nach Wirkung auf die Nutzeraufgabe, nach Risiko der dahinterliegenden Annahme, nach Aufwand in der Umsetzung. Dazu gehört, das Abgelehnte schriftlich festzuhalten, damit es nicht in jeder Runde neu verhandelt wird.
Interaktionsdesign und Oberfläche
Der Weg durch den Vorgang: Was steht auf einem Bildschirm, welche Begriffe verwendet das Produkt, wie viele Schritte braucht die häufigste Aufgabe, was passiert im Fehlerfall. Hier entscheidet sich, ob eine gute Produktidee im Alltag ankommt oder an ihrer Bedienung hängen bleibt.
Usability-Prüfung und Barrierefreiheit
Prüfung gegen Aufgaben statt gegen Geschmack: Erledigen echte Nutzer den Vorgang ohne Hilfe? Und hält die Oberfläche die anerkannten Anforderungen an Kontrast, Beschriftung, Tastaturbedienung und Struktur ein? Beides ist messbar und damit abnahmefähig.
Designsystem und Übergabe in die Entwicklung
Wiederverwendbare Bausteine, festgelegte Zustände, dokumentierte Regeln — damit mehrere Teams dieselbe Oberfläche bauen und nicht sechs Varianten desselben Formulars. Die Übergabe an die Entwicklung ist Teil der Gestaltungsleistung, nicht ein Schritt danach.
Wo bei Ihnen der größte Unterschied entstehen würde, ist in zwanzig Minuten grob umrissen — samt der unbequemen Auskunft, wenn externe Unterstützung an dieser Stelle nichts bringt.
Welche Formen der Einbindung es gibt — und wann welche trägt
Externe Produkt- und UX-Leute lassen sich sehr verschieden andocken, und die Wahl entscheidet mehr über das Ergebnis als das Profil selbst. Ein einzelner Prüfblick auf eine anstehende Entscheidung ist etwas anderes als eine Rolle, die dauerhaft im Team mitläuft, und beides ist etwas anderes als Verantwortung auf Zeit. Maßgeblich sind zwei Fragen: Wer trägt am Ende die Produktentscheidung, und wie viel Kontext muss die Person dafür haben.
Nachweis für eine anstehende Entscheidung
Eine Fachperson mit eng gefasstem Auftrag: eine Annahme prüfen, eine Oberfläche gegen echte Aufgaben testen, einen Barrierefreiheitsstand erheben. Ergebnis ist ein schriftlicher Befund mit Belegen und einer Empfehlung — ohne Struktur darum herum.
Ein Team, dem eine Rolle fehlt
Das Team arbeitet, aber eine Funktion ist unbesetzt: niemand führt Nutzergespräche, niemand gestaltet, niemand pflegt die Reihenfolge. Die externe Person übernimmt diese Rolle im laufenden Betrieb und arbeitet mit den Werkzeugen des Hauses.
Produktverantwortung auf Zeit
Bei Vakanz, Elternzeit oder einem parallelen Großvorhaben: jemand führt das Produkt übergangsweise, entscheidet im gesetzten Rahmen, vertritt die Reihenfolge nach innen — und hinterlässt einen dokumentierten Stand für die Nachfolge.
Aufbau einer Produktfunktion
Das Haus hat Software, aber kein Produktmanagement und keine Gestaltungsfunktion. Aufgabe ist nicht ein Vorhaben, sondern die Arbeitsfähigkeit: Zuständigkeiten, Entscheidungswege, ein gemeinsames Verständnis von Nachweis — mit Übergabe an eigene Leute.
Nutzungskontexte: wo die Bedienrealität über den Produkterfolg entscheidet
Der Nutzungskontext bestimmt, was gute Gestaltung überhaupt bedeutet. Wer eine Anwendung acht Stunden am Tag beruflich bedient, braucht Tempo, Tastatur und Wiedererkennbarkeit; wer sie einmal im Jahr für einen Antrag öffnet, braucht Führung und Verständlichkeit. Wer sie mit Handschuhen an einer Maschine bedient, braucht große Ziele und Fehlertoleranz. Deshalb besetzen wir Produkt- und UX-Aufgaben nach Kontexterfahrung und nicht nach Werkzeugkenntnis: Ein Interaktionsdesigner, der regulierte Antragsstrecken kennt, versteht in der ersten Woche, warum ein Pflichtfeld dort nicht einfach entfallen kann — jemand ohne diese Erfahrung erarbeitet sich das über Monate und gegen Widerstand. Dieselbe Logik gilt für die Produktseite: In welcher Kadenz darf geliefert werden, wer muss zustimmen, welche Nachweise verlangt die Abnahme. Die folgenden Kontexte sind die, in denen unser Netzwerk am dichtesten besetzt ist; sie stehen als Beispiele, nicht als Grenze.
Software & SaaS
Hier ist das Produkt das Geschäft, und die Nutzung ist die Währung: Aktivierung, wiederkehrende Nutzung, Abwanderung. Typische Fragen sind der Zuschnitt von Funktionspaketen, die erste Stunde eines neuen Nutzers und die Frage, welche Funktionen ein Produkt wieder verlassen dürfen. Wer hier gestaltet, arbeitet mit Nutzungsdaten aus dem laufenden Betrieb und einer kurzen Lieferkadenz.
Industrie & Maschinenbau
Bedient wird an der Anlage, im Lager, im Servicefall — oft mit Handschuhen, unter Zeitdruck, bei schlechtem Licht. Dazu kommen Konfiguratoren und Ersatzteilportale, in denen ein Vertriebsprozess digital abgebildet ist. Gestaltung heißt hier Fehlertoleranz, robuste Ziele und Begriffe, die zur Sprache der Werkstatt passen, nicht zur Sprache der Konstruktion.
Banken & Versicherungen
Antrag, Abschluss und Schadenmeldung sind lange Strecken mit vielen Pflichtangaben, und jede Vereinfachung stößt irgendwann auf eine aufsichtsrechtliche Vorgabe. Die Arbeit besteht darin, den Unterschied zwischen echter Pflicht und gewachsener Gewohnheit herauszuarbeiten — und den Rest so zu führen, dass der Abbruch nicht in der Mitte passiert.
Handel & E-Commerce
Jeder zusätzliche Schritt kostet messbar Umsatz, und die Wirkung einer Änderung ist innerhalb von Tagen ablesbar. Themen sind Suche und Sortimentsführung, Produktdaten als Entscheidungsgrundlage, Kasse und Bezahlung — und die Frage, welche Personalisierung Nutzen bringt und welche nur Aufwand erzeugt.
Gesundheitswesen & MedTech
Bedient wird zwischen zwei Patienten, mit geteilten Geräten und in Software, deren Fehlbedienung Folgen hat. Dazu gehören Nachweispflichten aus Zulassung und Regulierung, die Gebrauchstauglichkeit ausdrücklich verlangen. Gestaltung ist hier dokumentierte Arbeit: geprüft, nachvollziehbar, mit Begründung für jede Abweichung.
Öffentliche Hand & Verwaltung
Die Nutzerschaft ist die Allgemeinheit — also alle Voraussetzungen gleichzeitig, von der Fachanwenderin bis zur Person, die den Vorgang einmalig und unter Druck erledigt. Barrierefreiheit ist hier keine Kür, sondern verbindliche Anforderung, und die Vergabe verlangt Nachweise. Gestaltung arbeitet gegen gewachsene Formularlogik und für verständliche Sprache.
Software & SaaS
Hier ist das Produkt das Geschäft, und die Nutzung ist die Währung: Aktivierung, wiederkehrende Nutzung, Abwanderung. Typische Fragen sind der Zuschnitt von Funktionspaketen, die erste Stunde eines neuen Nutzers und die Frage, welche Funktionen ein Produkt wieder verlassen dürfen. Wer hier gestaltet, arbeitet mit Nutzungsdaten aus dem laufenden Betrieb und einer kurzen Lieferkadenz.
Industrie & Maschinenbau
Bedient wird an der Anlage, im Lager, im Servicefall — oft mit Handschuhen, unter Zeitdruck, bei schlechtem Licht. Dazu kommen Konfiguratoren und Ersatzteilportale, in denen ein Vertriebsprozess digital abgebildet ist. Gestaltung heißt hier Fehlertoleranz, robuste Ziele und Begriffe, die zur Sprache der Werkstatt passen, nicht zur Sprache der Konstruktion.
Banken & Versicherungen
Antrag, Abschluss und Schadenmeldung sind lange Strecken mit vielen Pflichtangaben, und jede Vereinfachung stößt irgendwann auf eine aufsichtsrechtliche Vorgabe. Die Arbeit besteht darin, den Unterschied zwischen echter Pflicht und gewachsener Gewohnheit herauszuarbeiten — und den Rest so zu führen, dass der Abbruch nicht in der Mitte passiert.
Handel & E-Commerce
Jeder zusätzliche Schritt kostet messbar Umsatz, und die Wirkung einer Änderung ist innerhalb von Tagen ablesbar. Themen sind Suche und Sortimentsführung, Produktdaten als Entscheidungsgrundlage, Kasse und Bezahlung — und die Frage, welche Personalisierung Nutzen bringt und welche nur Aufwand erzeugt.
Gesundheitswesen & MedTech
Bedient wird zwischen zwei Patienten, mit geteilten Geräten und in Software, deren Fehlbedienung Folgen hat. Dazu gehören Nachweispflichten aus Zulassung und Regulierung, die Gebrauchstauglichkeit ausdrücklich verlangen. Gestaltung ist hier dokumentierte Arbeit: geprüft, nachvollziehbar, mit Begründung für jede Abweichung.
Öffentliche Hand & Verwaltung
Die Nutzerschaft ist die Allgemeinheit — also alle Voraussetzungen gleichzeitig, von der Fachanwenderin bis zur Person, die den Vorgang einmalig und unter Druck erledigt. Barrierefreiheit ist hier keine Kür, sondern verbindliche Anforderung, und die Vergabe verlangt Nachweise. Gestaltung arbeitet gegen gewachsene Formularlogik und für verständliche Sprache.
Aufgabenzuschnitte in Produkt und UX: was jeweils nachgewiesen sein muss
Produkt- und UX-Aufträge unterscheiden sich weniger im Aufwand als in der Frage, was am Ende belegt sein soll. Wer das vorher festlegt, kann ein Ergebnis abnehmen; wer es offen lässt, bekommt eine Präsentation. Die folgenden Zuschnitte sind Beispiele aus unserem Bestand — jeder mit dem Nachweis, an dem er sich messen lassen muss.
Nachweis vor einer größeren Investition
Bevor Entwicklungsbudget gebunden wird, soll die riskanteste Annahme geprüft sein: Gibt es die Aufgabe, drückt sie genug, und ist der geplante Weg dorthin bedienbar? Nachweis ist eine Entscheidungsvorlage mit Belegen aus Nutzergesprächen und einem geprüften Prototypen — ausdrücklich auch mit der Möglichkeit, das Vorhaben abzusagen.
Überarbeitung einer bestehenden Oberfläche
Eine Anwendung ist im Einsatz, wird aber umgangen, falsch bedient oder erzeugt Serviceaufwand. Nachweis ist nicht das neue Aussehen, sondern die Veränderung an einer vorher festgelegten Größe: Bearbeitungszeit der häufigsten Aufgabe, Abbruchquote im Vorgang, Zahl der Rückfragen im Support.
Aufbau von Produktmanagement als Funktion
Das Haus liefert Software, aber ohne klare Zuständigkeit für Reihenfolge und Nutzenversprechen. Nachweis ist Arbeitsfähigkeit: eine gepflegte Reihenfolge mit begründeten Ablehnungen, ein wiederkehrender Entscheidungsrhythmus und Leute im Haus, die beides ohne externe Begleitung fortführen.
Designsystem und Nachweis der Barrierefreiheit
Mehrere Teams bauen an derselben Oberfläche, und eine Prüfung oder Ausschreibung verlangt belegbare Barrierefreiheit. Nachweis sind verbindliche Bausteine mit dokumentierten Zuständen, ein erhobener Ausgangsstand und eine abgearbeitete Mängelliste — nicht die Zusage, dass künftig darauf geachtet wird.
Welche Fachleute Produkt- und UX-Aufgaben tragen
Welche Erfahrung eine Aufgabe verlangt, entscheidet über die Besetzung: Wer eine Produktorganisation führt, bringt anderes mit als wer einen Bedienweg entwirft. Die sechs Rollen hier sind ein Ausschnitt — der vollständige Bestand steht unter Product Management & UX, wo auch die angrenzenden Profile und die jeweiligen Tagessatzspannen zu finden sind.
Wie aus einer Produktannahme ein belegter Beschluss wird
Kein Verfahren, sondern die Reihenfolge, in der Produkt- und UX-Arbeit ihre Nachweise erzeugt. Sie ist unabhängig davon, wer die Arbeit macht — und sie erklärt, warum die Reihenfolge nicht beliebig ist: Jeder Schritt kann den nächsten noch überflüssig machen.
1. Annahmen aufschreiben und die riskanteste zuerst nehmen
2. Nutzer und Aufgabe klären
3. Nachweise am echten Gebrauch holen
4. Entscheiden — und die Ablehnung festhalten
5. Gestalten und prüfen, bevor gebaut wird
6. Nutzung messen und nachziehen
Was UX- und Produktmanagement-Beratung kostet: Tagessätze und Budgetrahmen
Produkt- und UX-Fachleute rechnen bei uns über einen Tagessatz ab; eine Pauschale für das ganze Vorhaben bilden wir nicht ab. Die Höhe hängt an fünf Größen: der Entscheidungsreife der Rolle, dem Nutzungskontext des Produkts (regulierte Anwendungen, Medizinprodukte und industrielle Bedienoberflächen liegen oberhalb des Mittelwerts), dem Anteil an Vor-Ort-Präsenz, der Länge des Einsatzes — wer länger bleibt, ist pro Tag günstiger — und daran, wie knapp das gesuchte Profil am Markt ist.
Im Fachbereich Product Management & UX reicht unser Bestand derzeit von 500 € bis 1.800 € am Tag.
-
1.200 – 1.800 € pro Tag
-
900 – 1.400 € pro Tag
-
Freelance Product Manager Strategie
850 – 1.250 € pro Tag
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Freelance Digital Product Manager
750 – 1.100 € pro Tag
-
700 – 1.000 € pro Tag
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650 – 950 € pro Tag
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600 – 950 € pro Tag
-
550 – 850 € pro Tag
-
500 – 800 € pro Tag
Jede Spanne steht in gleicher Höhe auf der zugehörigen Rollenseite.
So lässt sich ein Vorhaben budgetieren. Die Planungsgröße ist der Personentag. Ein abgegrenzter Nachweis vor einer Investitionsentscheidung — Nutzergespräche, Prototyp, Entscheidungsvorlage — bewegt sich meist zwischen 10 und 25 Personentagen. Für die Überarbeitung eines zusammenhängenden Vorgangs samt Entwurf, Prüfung und Übergabe sind es eher 25 bis 50. Eine Rolle, die dauerhaft im Team mitläuft, folgt einer anderen Rechnung: zwei bis vier Tage in der Woche, solange am Produkt gearbeitet wird. Beim Aufbau einer Produktfunktion kommt Zeit für die Übergabe an eigene Leute hinzu — ohne sie endet das Mandat mit dem Wissen, das es aufgebaut hat.
Die aussagekräftige Zahl ist nicht der Satz, sondern sein Anteil am gebundenen Entwicklungsaufwand: Wo ein Team ein halbes Jahr beschäftigt ist, tragen zehn vorgeschaltete Nachweistage sich selbst, sobald sie einen einzigen falsch zugeschnittenen Monat verhindern. Bei einer Anwendung mit einer Handvoll interner Nutzer und wenig Änderungsdruck rechnet sich ein externes Mandat kaum — das sagen wir, bevor ein Angebot entsteht.
Womit wir uns von Agentur und Beratungsgesellschaft unterscheiden. Bezahlt wird die Fachperson selbst und nicht der Aufbau über ihr: kein Etatmanagement, kein Partneranteil, keine Umlage für Methodenkoffer und Foliensatz. Umgekehrt gibt es hier keinen Apparat und keine Kreativabteilung — besetzt wird eine einzelne Fachkraft oder eine kleine Gruppe, und die Produktverantwortung bleibt bei Ihnen. Von erfolgsabhängigen Modellen halten wir Abstand: Sie belohnen gefällige Zahlen und bestrafen den unbequemen Nachweis.
Die Zuordnung von Profil zu Aufgabe ist der eigentliche Entscheidungspunkt: Eine geprüfte Oberfläche verlangt andere Erfahrung als eine begründete Reihenfolge. Der vollständige Bestand steht unter Product Management & UX — darunter Freelance Product Manager, Interim Head of Product, Freelance UX Designer und Freelance Product Owner. Angrenzend besetzen wir außerdem Software Engineering & Architektur, Data Engineering & Data Science und Customer Service & Experience.
Bedienbarkeit ist messbar — geprüft wird sie trotzdem selten
95,9 %
51 %
56,1
Häufig gestellte Fragen zur UX- und Produktmanagement-Beratung
UX-Beratung klärt, ob ein digitales Produkt die Aufgabe seiner Nutzer tatsächlich löst und ob es dabei ohne Hilfe bedienbar ist. Sie arbeitet mit Nutzergesprächen, Aufgabenanalyse, Prototypen und Prüfungen gegen echte Aufgaben — und liefert Nachweise, keine Geschmacksurteile. Der Begriff wird oft synonym mit Usability-Beratung oder UX-Consulting verwendet; wer die kaufmännische Seite mitmeint, spricht von Produktmanagement-Beratung.
Beide beantworten unterschiedliche Fragen. Produktmanagement entscheidet, was gebaut wird und in welcher Reihenfolge — es verantwortet Nutzenversprechen, Priorisierung und Ablehnung. UX verantwortet, ob das Gebaute bedienbar ist — Bedienweg, Begriffe, Zustände, Fehlerfälle, Barrierefreiheit. In kleinen Häusern trägt eine Person beides; sobald mehrere Teams am gleichen Produkt arbeiten, sind es zwei Rollen mit zwei Nachweispflichten.
Abgerechnet wird nach Tagessatz. Im Fachbereich Product Management & UX liegen die Spannen unseres Bestands aktuell zwischen 500 € und 1.800 € pro Tag, je Rolle ausgewiesen auf der jeweiligen Rollenseite. Für ein Vorhaben ist die Zahl der Personentage die relevante Größe: ein abgegrenzter Nachweis vor einer Investitionsentscheidung liegt meist bei 10 bis 25 Tagen, die Überarbeitung eines zusammenhängenden Vorgangs bei 25 bis 50 Tagen.
Der Satz folgt der Entscheidungsreife und dem Nutzungskontext, nicht dem Werkzeug. Eine Rolle, die eine Produktorganisation führt und Zusagen gegenüber Kunden verantwortet, liegt über einer Rolle, die einen abgegrenzten Bedienweg gestaltet. Dazu kommen Kontextaufschläge: regulierte Anwendungen, Medizinprodukte und industrielle Bedienoberflächen verlangen dokumentierte Arbeit und Erfahrung mit Nachweispflichten.
Ein Usability-Test prüft, ob ein vorhandener Entwurf bedienbar ist: Er beantwortet die Frage „funktioniert das?“. UX-Research beantwortet die vorgelagerte Frage „ist das das Richtige?“ — mit Gesprächen, Beobachtung der Aufgabe und Prototypen, die eine Annahme widerlegen dürfen. Solange unklar ist, ob die Aufgabe überhaupt drückt, ist ein Usability-Test die falsche Reihenfolge: Er optimiert den Weg zu einem Ziel, das niemand ansteuert.
Indem die Messgröße vor der Arbeit festgelegt wird — nicht danach. Belastbar sind Bearbeitungszeit der häufigsten Aufgabe, Abbruchquote in einem Vorgang, Zahl der Rückfragen im Support, Fehlerquote bei Eingaben und Aktivierungsanteil neuer Nutzer. Was sich nicht vorher benennen lässt, lässt sich nachher nicht zuschreiben; deshalb gehört die Messgröße in die Beauftragung und nicht in den Abschlussbericht.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz setzt den European Accessibility Act in deutsches Recht um und verlangt für neu in den Verkehr gebrachte Produkte und Dienstleistungen im Verbrauchergeschäft — darunter Onlineshops, Bankdienstleistungen und E-Books — Barrierefreiheit nach dem anerkannten Stand; öffentliche Stellen sind ohnehin gebunden. In der Praxis heißt das: ausreichende Kontraste, beschriftete Formularfelder, vollständige Tastaturbedienbarkeit, sinnvolle Struktur und Textalternativen. Für die genaue Betroffenheit Ihres Produkts ist eine rechtliche Prüfung nötig; wir sind keine Rechtsberatung, sondern setzen die technischen und gestalterischen Anforderungen um und weisen den Stand nach.
Sie lohnt sich, wenn eine Entscheidung ansteht, für die im Haus der Nachweis oder die Erfahrung fehlt, wenn eine Rolle unbesetzt ist, während das Produkt weiterläuft, oder wenn eine Sicht von außen einen teuren Irrtum verhindern kann. Sie lohnt sich nicht, wenn die Entscheidung faktisch schon gefallen ist und nur noch belegt werden soll, wenn keine Entwicklungskapazität für das Ergebnis eingeplant ist, oder wenn die eigentliche Ursache in der Zusammenarbeit der Teams liegt — dann ist es kein Produkt-, sondern ein Organisationsthema.
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
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