Beratung für Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung
Qualitätsmanagement-Beratung: Abweichungen früher erkennen, Ursachen dauerhaft abstellen
Qualitätsmanagement-Beratung — je nach Haus auch QM-Beratung, Beratung für Qualitätssicherung oder Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems genannt — arbeitet an einem Abstand: dem Abstand zwischen dem Ort, an dem eine Abweichung entsteht, und dem Ort, an dem sie auffällt. Entstehen kann sie in einer Spezifikation, einer Lieferantenfreigabe, einer Maschineneinstellung oder einer Arbeitsanweisung. Auffallen kann sie in der Endkontrolle, beim Kunden oder im Audit. Je weiter beide Punkte auseinanderliegen, desto teurer wird dieselbe Abweichung.
Wichtig wird das Thema, wenn Reklamationen zunehmen, ohne dass eine Ursache benannt ist; wenn eine Zertifizierung nach ISO 9001, IATF 16949 oder ISO 13485 ansteht oder aberkannt zu werden droht; wenn ein Kunde ein Auditergebnis verlangt, das das eigene System nicht hergibt; oder wenn die Prüfkosten steigen, während die Fehlerquote gleich bleibt. Gebraucht werden dafür drei Dinge: eine belastbare Aufnahme dessen, was heute wirklich geprüft und entschieden wird, ein Regelkreis, der Abweichungen bis zur Ursache verfolgt, und Menschen, die einen Nachweis so führen können, dass er einem externen Auditor standhält.
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Was Qualitätsmanagement-Beratung leistet — und was nicht

Qualitätsmanagement ist die Disziplin, die Güte eines Ergebnisses vorhersagbar zu machen, statt sie am Ende zu sortieren. Sie umfasst das Managementsystem (Politik, Zuständigkeiten, Dokumentenlenkung), die Qualitätsplanung vor dem Anlauf, die Qualitätssicherung im laufenden Betrieb und die Nachweisführung gegenüber Kunden, Behörden und Zertifizierern. Eine Beratung in diesem Feld setzt an drei Stellen an, die sich in der Praxis regelmäßig verwechseln lassen.
Sie unterscheidet Entstehungsort und Entdeckungsort. Wo eine Abweichung gefunden wird, sagt nichts darüber, wo sie entstanden ist. Eine Endkontrolle, die viel findet, ist kein Zeichen von Qualitätsfähigkeit, sondern der Beleg dafür, dass weiter vorn etwas nicht beherrscht wird. Die erste Arbeit besteht deshalb darin, Befunde auf ihren Entstehungsschritt zurückzurechnen — auf eine Spezifikation, eine Freigabe, eine Rüstoperation, eine Schulung.
Sie unterscheidet Prüfen von Beherrschen. Aussortieren erzeugt keine Qualität, es verhindert nur ihren Austritt. Ein beherrschter Prozess liefert die geforderte Eigenschaft, ohne dass eine Kontrolle sie nachträglich herstellen muss. Der Weg dorthin führt über Prozessfähigkeit, Rüst- und Parametersicherheit, Werkerselbstprüfung und Fehlervermeidung in der Konstruktion — nicht über eine zusätzliche Prüfstufe.
Sie unterscheidet dokumentiert von wirksam. Eine Maßnahme ist erst dann abgeschlossen, wenn dieselbe Abweichung nicht wiederkehrt. In vielen Systemen endet die Bearbeitung mit einem Eintrag und einer Unterschrift; die Wirksamkeitsprüfung fehlt, und der Befund kommt in der nächsten Serie zurück. Ein Zertifikat belegt, dass ein System beschrieben wurde — nicht, dass ein Prozess beherrscht wird.
International laufen dieselben Aufgaben unter quality management consulting, quality assurance consulting, QMS implementation oder operational quality; eine Suche nach quality managern oder quality engineers zielt fast immer auf genau diese Leistung. Regelwerksseitig sind ISO 9001, IATF 16949 in der Fahrzeugindustrie, ISO 13485 in der Medizintechnik, EN 9100 in der Luftfahrt und HACCP oder IFS in der Lebensmittelherstellung die Bezugspunkte, an denen ein Qualitätsmanagementsystem gemessen wird.
Was sie nicht leistet. Sie erteilt keine Zertifikate — das tut eine akkreditierte Zertifizierungsstelle, und die Trennung von Beratung und Zertifizierung ist dort Pflicht. Sie übernimmt keine Produkthaftung und ersetzt keine Freigabeentscheidung: Wer eine Charge sperrt, ein Werkzeug freigibt oder einen Lieferanten zulässt, bleibt im Haus. Und sie kann eine Anforderung nicht gegen die Konstruktion durchsetzen — wo eine Toleranz technisch gewollt ist, wird sie nicht zur Abweichung, weil die Fertigung sie schwer hält.
Hier endet der Zuschnitt dieser Seite. Wie Abläufe, Schnittstellen und Rollen geschnitten werden, behandelt die Prozessberatung. Fragen zu Ausstoß, Liefertreue und Verfügbarkeit der Anlagen liegen bei der Operations- und Prozessverbesserung. Rechtsnormen, Sorgfaltspflichten und Berichtspflichten behandelt die Compliance-Beratung, die technische Auslegung von Anlagen und Bauteilen die Industrial-Engineering-Beratung.
Wann externe Unterstützung im Qualitätsmanagement weiterhilft
Externe Unterstützung ist im Qualitätsmanagement nicht der Normalfall. Wo die Ursache benannt, das Regelwerk geläufig und Kapazität für die Ursachenarbeit vorhanden ist, kommt man intern schneller voran. In den sechs Lagen darunter fehlt aber regelmäßig genau einer dieser drei Punkte — und dann hängt alles daran, ob jemand den Abstand zwischen Entstehung und Entdeckung überhaupt vermessen kann.
1. Reklamationen nehmen zu, ohne dass eine Ursache benannt ist
- Die Fehlerbilder wiederholen sich, die Bearbeitung endet aber bei Sortieren, Nacharbeit und Gutschrift.
- Acht-D-Berichte werden geschrieben und geschlossen, ohne dass eine Wirksamkeit geprüft wurde.
- Was fehlt, ist die Rückrechnung auf den Entstehungsschritt — nicht mehr Prüfung am Ende.
2. Eine Zertifizierung steht an oder wackelt
- Erstzertifizierung nach ISO 9001, ein Kundenaudit nach IATF 16949 oder ein Wechsel des Regelwerks nach einem neuen Marktsegment.
- Im Überwachungsaudit sind Abweichungen offen, und die Frist läuft.
- Die Arbeit liegt in der Nachweiskette, nicht im Handbuch: Wer belegt was, womit, in welcher Frist?
3. Ein Serienanlauf droht die Qualitätsziele zu verfehlen
- Bemusterung, Erstteilfreigabe und Prozessfreigabe kollidieren mit dem Liefertermin.
- Prüfmittel, Prüfplan und Fähigkeitsnachweise sind nicht rechtzeitig fertig.
- Vor dem Anlauf entschiedene Festlegungen sind danach nur noch teuer zu korrigieren.
4. Ein Lieferant liefert nicht in der zugesagten Güte
- Wareneingangsbefunde steigen, die Lieferantenbewertung zeigt es aber nicht.
- Erstbemusterung, Auditprogramm und Eskalationsstufen fehlen oder werden nicht gezogen.
- Lieferantenqualität braucht Marktkenntnis und Auditerfahrung, nicht nur einen Brief.
5. Das Qualitätsmanagement soll vorbeugend arbeiten und kommt nicht dazu
- Die Abteilung ist mit Sperrungen, Nacharbeit, Kundenrückfragen und Auditvorbereitung ausgelastet.
- Fähigkeitsuntersuchungen, Risikoanalysen und Lieferantenentwicklung bleiben liegen.
- Externe Kapazität übernimmt entweder die Ursachenarbeit oder das Tagesgeschäft — beides gleichzeitig geht nicht.
6. Eine Qualitätsfunktion ist unbesetzt
- Der Qualitätsleiter fehlt, ein Beauftragter ist benannt, aber ohne Mandat.
- Zuständigkeiten für Freigabe, Sperrung und Eskalation sind unklar, sobald es eng wird.
- Eine Vertretung auf Zeit hält die Nachweisfähigkeit aufrecht, bis die Stelle besetzt ist.
Kommt Ihnen eine dieser Auffälligkeiten bekannt vor? Für eine erste Einordnung genügt ein kurzer Austausch: wo Ihre Befunde entstehen, welcher Regelkreis an dieser Stelle fehlt — und ob sich Unterstützung von außen dafür lohnt.
Die Regelkreise des Qualitätsmanagements: von der Anforderung bis zur Wirksamkeit
Ein Qualitätsmanagementsystem besteht nicht aus Dokumenten, sondern aus Regelkreisen: Jeder nimmt eine Anforderung auf, misst ein Ergebnis, hält beides gegeneinander und greift ein. Besetzen lassen sich die sechs Regelkreise darunter einzeln wie auch zusammen. Üblich ist der Einstieg über einen, dem die benachbarten folgen — denn wer einen Regelkreis ohne den vorgelagerten betreibt, misst am Ende nur Symptome.
Qualitätsmanagementsystem und Nachweisführung
Aufbau und Straffung eines Managementsystems nach ISO 9001: Prozesslandkarte mit Qualitätsbezug, Dokumentenlenkung, Zuständigkeiten für Freigabe und Sperrung, interne Audits, Managementbewertung. Ziel ist ein System, das im Alltag benutzt wird und im Audit trägt — nicht ein Handbuch, das beides nicht tut.
Qualitätsplanung vor dem Anlauf
Vorbeugende Arbeit, bevor Festlegungen teuer werden: Anforderungsklärung mit Kunde und Konstruktion, Risikoanalyse an Produkt und Prozess, Prüfplanung, Prüfmittelfähigkeit, Erstbemusterung und Prozessfreigabe. In der Fahrzeugindustrie folgt das dem APQP-Rahmen, in der Medizintechnik der Designlenkung.
Prozessfähigkeit und Qualitätssicherung im Betrieb
Beherrschung statt Kontrolle: Fähigkeitsuntersuchungen an den kritischen Merkmalen, statistische Prozesslenkung, Werkerselbstprüfung, Rüst- und Parametersicherheit, Fehlervermeidung an der Maschine. Wo eine Prüfstufe entfallen soll, muss vorher belegt sein, dass der Prozess sie nicht mehr braucht.
Reklamations- und Ursachenarbeit
Der Regelkreis, an dem die meisten Systeme scheitern: Befundaufnahme, Sofortmaßnahme, Ursachenanalyse bis zur technischen und zur Systemursache, Abstellmaßnahme, Wirksamkeitsprüfung und Übertragung auf vergleichbare Teile. Methodisch über 8D, Ishikawa und Fünf-mal-Warum — entscheidend ist aber die Wirksamkeitsstufe.
Lieferantenqualität und Auditprogramm
Was im Wareneingang ankommt, ist beim Lieferanten längst entschieden. Gearbeitet wird deshalb an Freigabe- und Bemusterungsverfahren, an einer Qualitätskennzahl je Lieferant, an einem Auditprogramm mit gestaffelter Eskalation und an der Entwicklung dort, wo es keinen Ersatz gibt. Fehlt die Zweitquelle, tritt Entwicklung an die Stelle des Wechsels.
Qualitätskennzahlen und Fehlerkosten
Zahlen, auf die sich Qualität, Produktion und Controlling einigen können: Fehlerquote je Entstehungsschritt statt je Fundort, Nacharbeit und Ausschuss bewertet, externe Fehlerkosten aus Gutschriften und Rückrufen, Prüfaufwand als eigene Größe. Erst diese Trennung zeigt, ob Prüfen oder Beherrschen die günstigere Antwort ist.
Wo Ihr schwächster Regelkreis liegt, klärt sich meist in einem kurzen Austausch — und damit auch, ob Sie an dieser Stelle externe Hilfe brauchen oder nicht.
Wie externe Qualitätskapazität beteiligt wird
Über den fachlichen Zuschnitt hinaus zählt im Qualitätsmanagement die Nachweislast. Eine gestrichene Prüfstufe oder eine Lieferantenfreigabe muss vor Kunde, Auditor und im Haftungsfall Bestand haben. Die vier gängigen Beteiligungsformen unterscheiden sich deshalb nicht im Fachwissen, sondern darin, wie viel Entscheidungsrecht die externe Rolle mitbekommt.
Zweitmeinung zu einem Fehlerbild
Eine Fachperson mit eng gefasstem Auftrag: Rückrechnung eines wiederkehrenden Befundes auf seinen Entstehungsschritt, Beurteilung eines Prüfplans oder eine Gegenprüfung, ob eine Abstellmaßnahme wirksam war. Das Ergebnis ist eine Einschätzung mit Begründung, keine Umsetzung.
Externe Kapazität im Qualitätsteam
Zwei bis vier externe Fachleute sitzen mit Ihrer Qualitätsabteilung zusammen; die fachliche Leitung bleibt intern. Der Regelfall bei Anlaufbetreuung, Auditwellen und aufgelaufenen Nachweisrückständen, also immer dann, wenn das Tagesgeschäft die vorbeugende Arbeit auffrisst.
Qualitätsführung übergangsweise
Eine externe Person führt die Qualitätsfunktion und darf über Freigabe, Sperrung und Eskalation tatsächlich entscheiden. Passt bei unbesetzter Stelle, in Sonderlagen und dort, wo eine Sperrentscheidung leichter fällt, wenn sie nicht aus der eigenen Linie kommt.
Begleitung bis zum Nachweis
Eine kleine Einheit arbeitet auf einen Termin zu: offene Abweichungen, fehlende Nachweise, Auditprogramm und Managementbewertung. Getrennt von der Zertifizierung selbst, die immer eine akkreditierte Stelle erbringt.
Regelwerkswelten: was in welcher Branche über Qualität entscheidet
Qualitätsmanagement lässt sich nicht branchenneutral aufbauen, weil das Regelwerk die Branche ist. Es bestimmt, was als Nachweis gilt, wer prüfen darf, wie lange Aufzeichnungen aufzubewahren sind und was ein Kunde ohne Verhandlung verlangen kann. In der Fahrzeugindustrie gibt ein Kundenaudit den Takt vor, in der Medizintechnik eine Behörde, in der Lebensmittelherstellung eine Handelskette. Dieselbe Abweichung hat deshalb je Branche eine andere Folge: einmal eine Gutschrift, einmal eine Meldepflicht, einmal den Verlust der Lieferberechtigung. Wir besetzen deshalb nach Regelwerkserfahrung, nicht nach Methodenkenntnis — wer IATF-Audits begleitet hat, kennt die Beweislast, die ein ISO-9001-Auditor so nicht stellt.
Automotive & Zulieferer
Hier gibt der Kunde das Regelwerk vor: IATF 16949 setzt auf ISO 9001 auf und verlangt zusätzlich Anlaufabsicherung nach APQP, Bemusterung nach PPAP, Risikoanalysen an Produkt und Prozess sowie belegte Prozessfähigkeit an besonderen Merkmalen. Eine Abweichung im Kundenaudit kostet nicht Geld, sondern die Nominierung für das nächste Modell. Rückrufrelevante Merkmale ziehen eine eigene Dokumentations- und Rückverfolgbarkeitspflicht nach sich.
Medizintechnik & Pharma
Qualität ist hier Zulassungsvoraussetzung. ISO 13485 verlangt Designlenkung, Risikomanagement über den Produktlebenszyklus und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit; in der Herstellung kommen GMP-Anforderungen und Validierung von Prozessen, Anlagen und Software hinzu. Änderungen sind nicht frei: Jede Anpassung braucht eine bewertete Änderungsmitteilung, und Befunde können eine Meldepflicht auslösen.
Luft- & Raumfahrt
EN 9100 erweitert ISO 9001 um Konfigurationsmanagement, Sonderprozesslenkung und den Umgang mit gefälschten Teilen. Kennzeichnend sind kleine Stückzahlen bei maximaler Nachweistiefe: Jedes Bauteil trägt seine Herkunft, jede Sonderfreigabe ist begründet und befristet. Der Aufwand liegt weniger in der Prüfung als in der belegbaren Kette über Jahre.
Lebensmittelherstellung
HACCP ist Pflicht, IFS oder BRC verlangt der Handel. Der Prüfmaßstab ist weniger die Maßhaltigkeit als die Beherrschung von Gefahren: Hygienezonen, Fremdkörper, Allergene, Kühlkette, Schädlingsmonitoring. Auditiert wird oft unangekündigt und benotet, und die Note entscheidet über die Listung — Qualität ist hier direkt Vertriebsvoraussetzung.
Maschinen- & Anlagenbau
Einzelstücke, lange Vorlaufzeiten, alles im Projekt: Der Nachweis entsteht in Abnahmen, nicht in Serienstatistik. Maßgeblich sind die CE-Konformität mit Risikobeurteilung und technischer Dokumentation, Schweiß- und andere Sonderprozesse mit qualifizierten Verfahren und Personen sowie Werksabnahmen beim Kunden. Wiederkehrende Fehler zeigen sich spät, weil jede Anlage anders ist.
Elektronik & Halbleiter
Hohe Stückzahlen, kleine Toleranzen, Fehler in Teilen pro Million: Der Regelkreis lebt von statistischer Prozesslenkung, Rückverfolgbarkeit auf Losebene und Verarbeitungsstandards wie den IPC-Klassen für Lötstellen und Baugruppen. Ein Bauteilwechsel im Feld ist teuer, deshalb liegt das Gewicht auf Freigabeprüfung und Fähigkeitsnachweis vor dem Anlauf.
Automotive & Zulieferer
Hier gibt der Kunde das Regelwerk vor: IATF 16949 setzt auf ISO 9001 auf und verlangt zusätzlich Anlaufabsicherung nach APQP, Bemusterung nach PPAP, Risikoanalysen an Produkt und Prozess sowie belegte Prozessfähigkeit an besonderen Merkmalen. Eine Abweichung im Kundenaudit kostet nicht Geld, sondern die Nominierung für das nächste Modell. Rückrufrelevante Merkmale ziehen eine eigene Dokumentations- und Rückverfolgbarkeitspflicht nach sich.
Medizintechnik & Pharma
Qualität ist hier Zulassungsvoraussetzung. ISO 13485 verlangt Designlenkung, Risikomanagement über den Produktlebenszyklus und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit; in der Herstellung kommen GMP-Anforderungen und Validierung von Prozessen, Anlagen und Software hinzu. Änderungen sind nicht frei: Jede Anpassung braucht eine bewertete Änderungsmitteilung, und Befunde können eine Meldepflicht auslösen.
Luft- & Raumfahrt
EN 9100 erweitert ISO 9001 um Konfigurationsmanagement, Sonderprozesslenkung und den Umgang mit gefälschten Teilen. Kennzeichnend sind kleine Stückzahlen bei maximaler Nachweistiefe: Jedes Bauteil trägt seine Herkunft, jede Sonderfreigabe ist begründet und befristet. Der Aufwand liegt weniger in der Prüfung als in der belegbaren Kette über Jahre.
Lebensmittelherstellung
HACCP ist Pflicht, IFS oder BRC verlangt der Handel. Der Prüfmaßstab ist weniger die Maßhaltigkeit als die Beherrschung von Gefahren: Hygienezonen, Fremdkörper, Allergene, Kühlkette, Schädlingsmonitoring. Auditiert wird oft unangekündigt und benotet, und die Note entscheidet über die Listung — Qualität ist hier direkt Vertriebsvoraussetzung.
Maschinen- & Anlagenbau
Einzelstücke, lange Vorlaufzeiten, alles im Projekt: Der Nachweis entsteht in Abnahmen, nicht in Serienstatistik. Maßgeblich sind die CE-Konformität mit Risikobeurteilung und technischer Dokumentation, Schweiß- und andere Sonderprozesse mit qualifizierten Verfahren und Personen sowie Werksabnahmen beim Kunden. Wiederkehrende Fehler zeigen sich spät, weil jede Anlage anders ist.
Elektronik & Halbleiter
Hohe Stückzahlen, kleine Toleranzen, Fehler in Teilen pro Million: Der Regelkreis lebt von statistischer Prozesslenkung, Rückverfolgbarkeit auf Losebene und Verarbeitungsstandards wie den IPC-Klassen für Lötstellen und Baugruppen. Ein Bauteilwechsel im Feld ist teuer, deshalb liegt das Gewicht auf Freigabeprüfung und Fähigkeitsnachweis vor dem Anlauf.
Auftragslagen, mit denen Unternehmen ins Qualitätsmanagement einsteigen
Die Aufträge, die im Qualitätsmanagement wirklich vergeben werden, verteilen sich auf überschaubar wenige Lagen. Zu jeder gehören eine wiedererkennbare Ausgangssituation, eine Abfolge, die sich in der Praxis durchgesetzt hat, und eine Kennzahl, an der am Schluss ablesbar ist, ob der Abstand zwischen Entstehung und Entdeckung tatsächlich kürzer wurde.
Fehlerbild abstellen und Wiederkehr verhindern
Ausgangslage: ein Befund wiederholt sich, Sofortmaßnahmen laufen, eine Ursache ist nicht belegt. Die Reihenfolge, die trägt: Befunde nach Entstehungsschritt sortieren, kritische Merkmale eingrenzen, Ursache technisch und im System benennen, Maßnahme umsetzen, Wirksamkeit über mehrere Losen prüfen und auf vergleichbare Teile übertragen. Zielgröße ist die Wiederkehrrate, nicht die Zahl geschlossener Berichte.
Managementsystem aufbauen oder auf ein Regelwerk heben
Ausgangslage: eine Zertifizierung steht an oder ein Kunde verlangt ein Regelwerk, das das System heute nicht abdeckt. Zuerst wird die Nachweiskette bestimmt — welche Forderung wird womit belegt —, danach werden Prozesse, Zuständigkeiten und Aufzeichnungen daran ausgerichtet, interne Audits eingeführt und die Managementbewertung aufgesetzt. Zielgröße ist ein Zertifizierungsaudit ohne Hauptabweichung.
Lieferantenqualität in den Griff bekommen
Ausgangslage: Befunde im Wareneingang und Reklamationen an zugekauften Teilen nehmen zu, ohne dass die Lieferantenbewertung das abbildet. Zuerst wird die Lieferantenbasis danach sortiert, was ein Ausfall jeweils nach sich zieht. Darauf folgen verbindliche Wege für Freigabe und Bemusterung, eine Qualitätskennzahl pro Lieferant, ein Auditprogramm mit gestaffelter Eskalation und Entwicklungsarbeit bei den Teilen, für die es keinen zweiten Anbieter gibt. Gemessen wird am Anteil freigegebener Lieferanten mit belegter Fähigkeit.
Serienanlauf qualitativ absichern
Ausgangslage: ein Anlauf ist terminiert, Prüfplanung und Fähigkeitsnachweise hängen hinter der Entwicklung. Zuerst werden besondere Merkmale und Risiken festgelegt, dann Prüfmittel, Prüfplan und Fähigkeitsuntersuchungen darauf abgestimmt, Erstbemusterung und Prozessfreigabe vorbereitet und die Übergabe an die Serienqualität geplant. Zielgröße ist ein Anlauf ohne Sonderfreigabe.
Qualitätsrollen, die Unternehmen für Gütevorhaben anfragen
Wie eine Abweichung von der Meldung zur wirksamen Abstellung kommt
Wie lange ein Schritt braucht, richtet sich nach Teilekomplexität, Regelwerk und Datenlage. Seine Stellung in der Kette nicht: gesichert wird vor dem Zurückrechnen, abgestellt vor dem Belegen. Weggelassen wird in der Praxis fast immer der Nachweis am Ende — und genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob derselbe Befund in der nächsten Serie wieder auftaucht.
1. Befund sichern und den Kunden schützen
2. Auf den Entstehungsschritt zurückrechnen
3. Beherrschung statt Prüfung festlegen
4. Wirksamkeit über mehrere Lose belegen
5. Auf vergleichbare Teile und Prozesse übertragen
6. Nachweis auditfähig ablegen und übergeben
Was ein Qualitätsmandat kostet — Tagessätze und Kostenbild
Wir stellen Qualitätsmandate über einen Tagessatz in Rechnung; eine Projektpauschale gibt es nicht. Fünf Größen bestimmen ihn: Seniorität samt Auditerfahrung, das geforderte Regelwerk und die Branche — regulierte Felder wie Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie die Fahrzeugindustrie liegen oberhalb des Mittels —, der Anteil an Anwesenheit im Werk, die Dauer des Vorhabens und die Frage, ob die Rolle mitentscheidet oder ausschließlich bewertet.
In den qualitätsnahen Fachbereichen bewegt sich unser Bestand derzeit in einem Band von 550 bis 1.600 Euro je Tag. Die Kacheln darunter zeigen das je Rolle einzeln; ihre Werte stammen direkt aus den Rollenseiten und werden nicht von Hand eingetragen.
-
Freelance Operational Excellence Consultant
900 – 1.600 € pro Tag
-
Freelance Six Sigma Consultant
800 – 1.400 € pro Tag
-
Freelance Lean Management Consultant
800 – 1.400 € pro Tag
-
Freelance Six Sigma Black Belt
750 – 1.300 € pro Tag
-
700 – 1.200 € pro Tag
-
650 – 1.150 € pro Tag
-
Freelance Projektqualitätsmanager
700 – 1.100 € pro Tag
-
650 – 1.100 € pro Tag
-
Freelance Ingenieur Funktionale Sicherheit (ISO 26262)
650 – 1.050 € pro Tag
-
550 – 1.050 € pro Tag
-
Freelance Validierungsingenieur
550 – 1.000 € pro Tag
-
550 – 950 € pro Tag
Jede Rolle weist ihre Spanne auf der eigenen Seite aus — offen und ohne Anfrage.
So kommt ein Budget zustande. Gerechnet wird in Personentagen und nicht in einer Gesamtsumme. Für die Ursachenarbeit an einem eingegrenzten Fehlerbild genügen meist wenige Tage; eine Anlaufabsicherung oder eine Auditvorbereitung liegt deutlich darüber, und bei einer Systemverantwortung auf Zeit ergibt sich der Aufwand aus den Anwesenheitstagen pro Woche. Genau diese Anwesenheit bewegt die Rechnung stärker als der Satz selbst: Unterlagen und Kennzahlen lassen sich aus der Ferne beurteilen, eine Vorrichtung, ein laufender Prozess und ein Lieferantenaudit nicht.
Die aussagekräftige Größe ist deshalb nicht der Satz, sondern sein Verhältnis zu den Fehlerkosten, die ohnehin schon gebucht werden. Wo laufend Ausschuss, Nacharbeit, Sonderprüfungen und Gutschriften anfallen, hat sich die Ursachenarbeit häufig schon amortisiert, sobald ein einzelnes wiederkehrendes Fehlerbild endgültig verschwindet. Geht es dagegen um eine Zertifizierung, steht dem Aufwand gar keine Einsparung gegenüber, sondern die Berechtigung zu liefern — dieser Fall gehört anders gerechnet und sollte auch anders begründet werden.
Was uns von einer Beratungsgesellschaft trennt. Bezahlt wird bei uns, wer die Arbeit tatsächlich macht — ohne die Ebenen darüber: ohne Engagement Manager, ohne Partneranteil, ohne Auslastungssockel. Im Gegenzug erhalten Sie kein Methodengebäude, sondern eine Person, die ein Fehlerbild zurückrechnet und den Nachweis dafür führt.
Welches Profil passt, hängt an der Nachweislast: Ein Zertifizierungsvorhaben verlangt andere Erfahrung als eine Ursachenanalyse in der Serie. Die vollständigen Übersichten stehen unter Operations & Produktion, Industrial Engineering & Anlagenbau und Restrukturierung & operative Effizienz.
Aufgedeckt wird mehr — und der Nachweis wandert nach vorn
4.670
1,78 Mio.
1,47 Mio.
Aus der Praxis gefragt: Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
consultingheads wurde mehrfach von führenden Fachmagazinen und unabhängigen Dritten ausgezeichnet.