Beratung für Pricing und Preisstrategie
Pricing Beratung: Preise, die im Alltag auch durchgehalten werden
Pricing ist die Arbeit an dem Preis, den ein Unternehmen am Ende tatsächlich erlöst — nicht an dem, der in der Preisliste steht. Dazwischen liegen Rabatte, Konditionen, Zugaben und Ausnahmen, die über Jahre gewachsen sind. Wichtig wird das Thema, sobald Einkaufs- und Herstellkosten schneller steigen als die eigenen Preise, sobald ein neues Angebot ohne Vergleichswert kalkuliert werden muss oder sobald zwei Vertriebsregionen für dieselbe Leistung sehr unterschiedliche Preise erzielen. Gebraucht werden dafür eine Auswertung, die den realisierten Preis je Kunde und Produkt sichtbar macht, eine Preislogik, die zum Nutzen der Leistung passt, und eine Freigaberegel, an die sich der Vertriebsalltag auch hält.
Führende Unternehmen vertrauen auf unser Netzwerk
Was Pricing Beratung leistet — und was nicht
In den meisten Unternehmen wird der Preis nicht entschieden, sondern zugestanden. Die Preisliste ist ein Ausgangspunkt; was ein Kunde am Ende zahlt, entsteht aus einer Kette kleiner Zugeständnisse — ein Nachlass im Jahresgespräch, eine Sonderkondition für eine Ausschreibung, eine Fracht, die nicht berechnet wird, eine Zusatzleistung, die niemand mehr abrechnet. Jedes dieser Zugeständnisse war für sich vertretbar. Zusammen ergeben sie ein Preisbild, das so niemand beschlossen hat und das im Berichtswesen selten auftaucht.
Pricing Beratung setzt deshalb nicht bei der Höhe an, sondern bei der Verfügungsgewalt: Wer darf im Alltag über welchen Preis entscheiden, auf welcher Grundlage und mit welcher Sichtbarkeit? Erst danach lässt sich sinnvoll über Preisstrategie, Preismodell und Preisstruktur sprechen. Eine Preisliste, die niemand einhält, ist keine Preisstrategie, sondern eine Absichtserklärung — und genau deshalb bringt eine reine Preiserhöhung auf dem Papier so oft weniger, als die Kalkulation verspricht.
Für die Arbeit heißt das: die vorhandenen Auftrags- und Rechnungsdaten so aufbereiten, dass der realisierte Preis je Kunde, Produkt und Kanal sichtbar wird; die Preislogik am Nutzen der Leistung ausrichten statt allein an den eigenen Kosten; und die Regeln für Rabatte, Konditionen und Freigaben so schreiben, dass sie im Kundengespräch anwendbar bleiben. Wer eine Pricing Unternehmensberatung sucht, sucht meist genau diese Arbeitsergebnisse.
Was Pricing Beratung nicht leistet. Sie kennt Ihren Markt nicht besser als Sie, und sie liefert keine Zahl, die man einfach einsetzt. Sie ersetzt auch keine juristische Prüfung: Preisabsprachen mit Wettbewerbern, die Bindung von Wiederverkaufspreisen und der Austausch preisrelevanter Informationen im Wettbewerbsumfeld sind kartellrechtlich eng begrenzt und gehören im Einzelfall vor der Umsetzung anwaltlich bewertet; unsere Arbeit ordnet ein, sie ersetzt diese Prüfung nicht. Und sie nimmt niemandem die Entscheidung ab, einen Preis auch dann zu halten, wenn ein wichtiger Kunde am Telefon ist.
Wann externe Unterstützung im Pricing den Aufwand wert ist
Nicht jede Preisfrage braucht Unterstützung von außen. Wer eine belastbare Auswertung des realisierten Preises hat, im Haus jemanden mit Pricing-Erfahrung und eine geklärte Freigabelogik, kommt allein weiter. Die folgenden Befunde tauchen dagegen regelmäßig dort auf, wo eine unabhängige Sicht und zusätzliche Kapazität den Unterschied machen. Sie sind Beispiele aus unserer Arbeit, keine vollständige Liste.
1. Die Kosten sind gestiegen, die Preise nicht
- Material, Energie oder Löhne haben angezogen, die Preisliste stammt aus der Zeit davor.
- Die Preiserhöhung wird verschoben, weil niemand die Begründung für die einzelnen Kundengruppen aufbereitet hat.
2. Für dieselbe Leistung werden sehr unterschiedliche Preise erzielt
- Zwei vergleichbare Kunden zahlen deutlich verschieden, ohne dass ein sachlicher Grund benannt werden kann.
- Die Streuung fällt erst auf, wenn jemand die Transaktionsdaten nach realisiertem Preis sortiert.
3. Rabatte und Konditionen sind gewachsen, nicht gestaltet
- Boni, Skonti, Werbekostenzuschüsse und Sonderkonditionen liegen in verschiedenen Systemen und Verträgen.
- Was ein Kunde insgesamt erhält, lässt sich ohne mehrtägige Handarbeit nicht beantworten.
4. Ein neues Angebot braucht seinen ersten Preis
- Ohne Vergleichswert im Haus wird kalkulatorisch aufgeschlagen — der Nutzen beim Kunden bleibt unberücksichtigt.
- Bei Abo- und nutzungsbasierten Modellen entscheidet der Aufbau des Modells stärker als die Höhe des Einstiegspreises.
5. Jeder Preis wird einzeln verhandelt
- Freigaben laufen als Einzelfallentscheidung bis in die Geschäftsführung, und jede Ausnahme begründet die nächste.
- Ohne Leitplanken wird die Verhandlungsstärke des Gegenübers zum wichtigsten Preisfaktor.
6. Eine Preisanpassung steht an und soll erklärbar sein
- Ankündigung, Begründung und Umgang mit Widerspruch bestimmen das Ergebnis stärker als der Prozentsatz.
- Bestandskunden, laufende Rahmenverträge und Ausschreibungen brauchen jeweils eigene Wege.
Findet sich Ihre Lage in einem dieser Befunde wieder? Ein kurzes Telefonat reicht, um zu sortieren, welche Auswertung zuerst gebraucht wird, an welcher Stelle im Preisbild der größte ungenutzte Hebel liegt — und ob es dafür überhaupt Unterstützung von außen braucht.
Pricing Consulting: die Aufgabenfelder im Überblick
Die Aufgabenfelder greifen ineinander, werden aber selten alle zugleich beauftragt. Meist beginnt es mit der Analytik, weil ohne sichtbaren realisierten Preis jede weitere Entscheidung auf Vermutungen steht. Danach entscheidet die Ausgangslage: ein neues Angebot führt zum Preismodell, ein gewachsenes Rabattbild zur Preisstruktur, anhaltender Kostendruck zur Preisdurchsetzung. Wir besetzen ein Feld einzeln oder mehrere zusammen — Pricing Consulting ist bei uns kein festes Paket, sondern die Besetzung der Lücke, die im Haus tatsächlich besteht.
Preisstrategie und Positionierung
Wofür ein Preis stehen soll: Premium, Mitte oder Preisführerschaft — und was diese Entscheidung für Sortiment, Kanäle und Kommunikation bedeutet. Dazu gehört eine Preispolitik, die zur Positionierung passt, und eine nüchterne Einschätzung, welche Preisstrategie der Markt trägt. Markt- und Skalierungsfragen reißen wir nur an und verweisen auf die Wachstumsstrategie.
Preismodell und Monetarisierung
Die Frage, wofür überhaupt bezahlt wird: pro Stück, pro Nutzer, pro Nutzung, im Abonnement oder als Paket mit Servicebestandteilen. Value Based Pricing setzt hier an: der Preis folgt dem Nutzen beim Kunden statt den eigenen Kosten. Bei wiederkehrenden Modellen bestimmen Staffeln und Zusatzleistungen den Erlös stärker als der Einstiegspreis.
Preisstruktur, Konditionen und Rabattsystem
Listenpreis, Staffeln, Boni, Skonti und Zuschüsse zu einem Konditionensystem ordnen, das sich begründen und nachrechnen lässt — mit einer Preisdifferenzierung, die an nachvollziehbaren Merkmalen hängt statt an Verhandlungsgeschick. Rabattmanagement beginnt mit dem Sichtbarmachen dessen, was heute zugestanden wird. Wo ein Konditionensystem Wiederverkäufer betrifft, gehören seine Grenzen anwaltlich geprüft.
Preisdurchsetzung und Verhandlungsführung
Der Teil, an dem Preisvorhaben scheitern: eine Preiserhöhung vorbereiten, begründen und im Gespräch halten. Dazu gehören Argumentationslinien je Kundengruppe, eine Reihenfolge für die Ankündigung, geübte Preisverhandlung und klare Eskalationswege. Den Angebots- und Verkaufsprozess insgesamt behandelt die Vertriebsberatung; hier geht es um die Preislogik darin.
Pricing-Analytik: Preiselastizität, Preiskalkulation und Margensicht
Aus vorhandenen Auftrags- und Rechnungsdaten den realisierten Preis je Kunde, Produkt und Kanal sichtbar machen, die Preiselastizität abschätzen und Preiskalkulation und Deckungsbeiträge gegenrechnen. Grundlage sind die Systeme, die ohnehin im Haus stehen. Der Aufbau von Auswertungsplattformen gehört zur Business-Intelligence-Beratung, die Ergebnisrechnung dahinter zu Corporate Finance.
Pricing-Organisation, Governance und Freigaben
Wer darf welchen Preis zusagen, ab welcher Abweichung entscheidet wer, und wo wird das dokumentiert? Dazu gehören abgestufte Freigaben, ein Preiscontrolling, das Abweichungen früh zeigt, und die Entscheidung, ob Pricing als eigene Funktion geführt oder zwischen Vertrieb und Controlling verteilt wird.
Welches dieser Felder bei Ihnen zuerst greifen muss, lässt sich in einem kurzen Gespräch einordnen. Schildern Sie uns, wie Preise heute zustande kommen — Sie erhalten eine Einschätzung und einen benannten ersten Schritt, keine Präsentation.
Vier Arbeitsformen im Pricing — von der Einzelfrage bis zur Preisverantwortung auf Zeit
Beratung im Pricing wird in sehr unterschiedlichen Formaten eingekauft, und über das Ergebnis entscheidet häufig nicht die Methode, sondern die Form: wie viel Kapazität von außen, mit welcher Befugnis, über welchen Zeitraum. Die folgenden vier Formen decken den größten Teil dessen ab, was im Pricing tatsächlich beauftragt wird; Übergänge und Kombinationen sind der Normalfall.
Preisanalyse mit belastbarem Ergebnis
Eine erfahrene Person wertet die vorhandenen Transaktionsdaten aus und legt das reale Preisbild offen: Streuung, Rabattverteilung, Ausreißer, Deckungsbeiträge je Kundengruppe. Typisch drei bis sechs Wochen, oft in Teilzeit, mit einem Ergebnis, das einer Geschäftsführung vorgelegt werden kann.
Preismodell im gemischten Team
Fachleute von außen arbeiten mit Vertrieb, Controlling und Produktmanagement an einer neuen Preislogik. Die Entscheidungen bleiben im Haus, Systematik und Rechenarbeit kommen dazu. Das gängigste Format bei neuen Angeboten und beim Umbau eines Konditionensystems.
Begleitung der Preisdurchsetzung
Bei einer anstehenden Preisanpassung: Argumentation je Kundengruppe, Vorbereitung der Verhandelnden, Begleitung der ersten Gespräche und eine Auswertung dessen, was am Ende tatsächlich durchgesetzt wurde. Läuft über die Dauer der Umsetzung, nicht über die Dauer eines Konzepts.
Preisverantwortung auf Zeit
Eine Person von außen übernimmt Pricing- oder Vertriebssteuerungsverantwortung mit eigener Freigabebefugnis — bei einer Vakanz, beim Aufbau einer Pricing-Funktion oder wenn Entscheidungen eine Instanz außerhalb der laufenden Kundenbeziehungen brauchen.
Pricing nach Branche: was die Preislogik bestimmt
Der Preisdruck ist überall spürbar, die Preislogik ist es nicht. Im Anlagenbau entsteht der Erlös über Jahre aus Projektpreis, Ersatzteilen und Service, im Handel innerhalb einer Saison über Aktionen und Konditionen, bei digitalen Angeboten über die Struktur eines wiederkehrenden Modells. Entsprechend unterschiedlich fallen die Fragen aus: Wo wird der Preis überhaupt gebildet, welche Daten liegen dafür vor, wer verhandelt ihn, und welche vertraglichen und regulatorischen Rahmenbedingungen begrenzen den Handlungsspielraum? Wir besetzen Pricing-Vorhaben nach Branchenerfahrung: aus 25 Fachbereichen und über 300 Rollenprofilen kommen Menschen, die die Preismechanik der jeweiligen Branche schon einmal von innen gesehen haben — weil ein Konditionensystem im Lebensmitteleinzelhandel anderen Regeln folgt als ein Ersatzteilpreis im Maschinenbau. Die folgenden sechs Felder sind Beispiele; sie decken unsere Arbeit nicht vollständig ab.
Maschinen- und Anlagenbau
Der Neuanlagenpreis ist verhandelt, verdient wird über Jahre danach: Ersatzteile, Wartung, Umbauten. Genau dort ist die Preisbildung am schwächsten geregelt: Ersatzteilpreise entstehen oft aus einem historischen Aufschlag, ohne Bezug zu Verfügbarkeit oder Stillstandskosten beim Kunden.
Automotive und Zulieferer
Rahmenverträge, Degressionen und Materialteuerungsklauseln bestimmen das Preisbild hier stärker als jede Preisliste. Die eigentliche Preisarbeit liegt in der Vorbereitung: Welche Kostenbestandteile sind indexiert, was ist bei Nachträgen vertraglich möglich, wie werden Werkzeug- und Logistikkosten zugeordnet? Im Aftermarket gilt eine zweite Logik: dort treffen Endkundenpreise, Handelsstufen und freie Wettbewerber aufeinander.
Bau und Baustoffe
Ausschreibungen, Nachträge und volatile Materialpreise treffen auf eine Preisbildung, die häufig in den Niederlassungen entschieden wird — die Streuung zwischen Regionen ist deshalb die erste lohnende Auswertung. Dazu kommen Fracht- und Logistikkosten, die in vielen Kalkulationen pauschal statt entfernungsabhängig eingehen — bei schweren Gütern der Posten, der ein Angebot kippen lässt.
Handel und Konsumgüter
Hier ist Pricing Tagesgeschäft: Aktionsplanung, Preisabstände im Regal, Werbekostenzuschüsse, Jahresgespräche. Der größte blinde Fleck ist die Summe aller Konditionen je Kunde über ein Jahr. Bei Herstellern kommt die Preisempfehlung hinzu: Empfehlungen sind zulässig, eine Bindung der Wiederverkaufspreise ist es nicht — eine Abgrenzung, die im Einzelfall juristisch zu klären ist.
Software und digitale Produkte
Die Preisfrage ist hier zuerst eine Modellfrage: pro Nutzer, pro Verbrauch, nach Funktionsumfang oder als Kombination. Bei nutzungsbasierten Modellen entscheidet die gewählte Messgröße, ob Erlös und Kundennutzen zusammenlaufen.
Chemie, Pharma und Medizintechnik
Rohstoff- und Energiekosten schwanken stark, weshalb Preisgleitklauseln hier häufiger Thema sind als anderswo. In regulierten Teilmärkten begrenzen Erstattungs- und Vergaberegeln den Spielraum zusätzlich.
Maschinen- und Anlagenbau
Der Neuanlagenpreis ist verhandelt, verdient wird über Jahre danach: Ersatzteile, Wartung, Umbauten. Genau dort ist die Preisbildung am schwächsten geregelt: Ersatzteilpreise entstehen oft aus einem historischen Aufschlag, ohne Bezug zu Verfügbarkeit oder Stillstandskosten beim Kunden.
Automotive und Zulieferer
Rahmenverträge, Degressionen und Materialteuerungsklauseln bestimmen das Preisbild hier stärker als jede Preisliste. Die eigentliche Preisarbeit liegt in der Vorbereitung: Welche Kostenbestandteile sind indexiert, was ist bei Nachträgen vertraglich möglich, wie werden Werkzeug- und Logistikkosten zugeordnet? Im Aftermarket gilt eine zweite Logik: dort treffen Endkundenpreise, Handelsstufen und freie Wettbewerber aufeinander.
Bau und Baustoffe
Ausschreibungen, Nachträge und volatile Materialpreise treffen auf eine Preisbildung, die häufig in den Niederlassungen entschieden wird — die Streuung zwischen Regionen ist deshalb die erste lohnende Auswertung. Dazu kommen Fracht- und Logistikkosten, die in vielen Kalkulationen pauschal statt entfernungsabhängig eingehen — bei schweren Gütern der Posten, der ein Angebot kippen lässt.
Handel und Konsumgüter
Hier ist Pricing Tagesgeschäft: Aktionsplanung, Preisabstände im Regal, Werbekostenzuschüsse, Jahresgespräche. Der größte blinde Fleck ist die Summe aller Konditionen je Kunde über ein Jahr. Bei Herstellern kommt die Preisempfehlung hinzu: Empfehlungen sind zulässig, eine Bindung der Wiederverkaufspreise ist es nicht — eine Abgrenzung, die im Einzelfall juristisch zu klären ist.
Software und digitale Produkte
Die Preisfrage ist hier zuerst eine Modellfrage: pro Nutzer, pro Verbrauch, nach Funktionsumfang oder als Kombination. Bei nutzungsbasierten Modellen entscheidet die gewählte Messgröße, ob Erlös und Kundennutzen zusammenlaufen.
Chemie, Pharma und Medizintechnik
Rohstoff- und Energiekosten schwanken stark, weshalb Preisgleitklauseln hier häufiger Thema sind als anderswo. In regulierten Teilmärkten begrenzen Erstattungs- und Vergaberegeln den Spielraum zusätzlich.
Vorhaben im Pricing — und woran sich die Wirkung zeigt
Was im Pricing tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in wenige Typen. Jeder hat eine typische Ausgangslage, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und Größen, an denen sich später ablesen lässt, ob sich etwas bewegt hat. Wir nennen bewusst Beobachtungsgrößen und keine Zielwerte: Was ein Vorhaben am Ende bringt, hängt von Markt, Ausgangslage und Umsetzungsdisziplin ab und lässt sich vorab nicht zusagen.
Das eigene Preisbild sichtbar machen
Ausgangslage: Es gibt eine Preisliste, aber niemand kann sagen, was davon tatsächlich erlöst wird. Die Reihenfolge, die trägt: Auftrags- und Rechnungsdaten zusammenführen, alle Abzüge bis zum Nettopreis aufschlüsseln, Streuung je Produkt und Kundengruppe darstellen. Beobachtungsgrößen: Bandbreite des realisierten Preises je Kundengruppe, Anteil der Aufträge unter der Preisuntergrenze, Zahl aktiver Sonderkonditionen.
Ein neues Preismodell einführen
Ausgangslage: ein neues Produkt, ein neuer Service oder der Wechsel von Einmalverkauf auf ein wiederkehrendes Modell. Zuerst wird die Bemessungsgrundlage geklärt, dann die Struktur mit Staffeln und Paketen, dann der Übergang für Bestandskunden. Beobachtungsgrößen: Annahmequote, Wechselquote im Übergang, Erlös je Kunde im Vergleich zum Vormodell.
Eine Preisanpassung vorbereiten und begleiten
Ausgangslage: Kostensteigerungen sind eingetreten und sollen weitergegeben werden. Die Arbeit beginnt nicht beim Prozentsatz, sondern bei der Segmentierung: Welche Kunden tragen welche Anpassung, welche Verträge lassen sie zu, in welcher Reihenfolge wird angekündigt. Beobachtungsgrößen: durchgesetzter Anteil der Anpassung, Abwanderung in den betroffenen Segmenten, Dauer bis zur Umsetzung.
Konditionen und Freigaben neu ordnen
Ausgangslage: gewachsene Rabatt- und Bonusregeln, die niemand mehr vollständig überblickt, und Freigaben, die als Einzelfall entschieden werden. Der Weg führt über eine Bestandsaufnahme aller Konditionsarten, ihre Reduktion auf wenige begründbare Bausteine und abgestufte Freigabegrenzen. Beobachtungsgrößen: Zahl der Konditionsarten, Anteil der Aufträge mit Sondergenehmigung, Durchlaufzeit einer Preisfreigabe.
Von der Pricing-Analytik bis zur Preisverantwortung: häufig besetzte Profile
Die Besetzung richtet sich nach der Aufgabe: Eine Preisanalyse braucht ein anderes Profil als der Umbau eines Konditionensystems oder die Begleitung einer Preisanpassung im Markt. Die folgenden Profile besetzen wir in Pricing-Vorhaben besonders häufig — es ist ein Ausschnitt, über die Kategorieseiten sind weitere Rollen erreichbar.
Von der Preisanalyse bis zur neuen Preisliste: der Ablauf
Umfang und Dauer der Schritte hängen von Sortimentsbreite, Datenlage und Vertriebsstruktur ab, die Abfolge nicht: erst sehen, was ist, dann festlegen, was gelten soll, dann die Regeln bauen, dann im Markt durchsetzen. Übersprungen wird kein Schritt — wer ohne Preisbild ein neues Modell einführt, ersetzt eine unbekannte Streuung durch eine andere.
1. Preisbild aufnehmen
2. Preislogik festlegen
3. Preisstruktur und Konditionen bauen
4. Regeln und Freigaben verankern
5. Preise im Markt durchsetzen
6. Wirkung messen und übergeben
Was kostet eine Pricing Beratung? Tagessätze und Budgetrahmen
Für ein Pricing-Vorhaben gibt es zwei Kostentreiber: den Tagessatz der eingesetzten Fachleute und die Zahl der Tage. Die zweite Größe ist die größere und wird seltener geplant. Abgerechnet wird über unser Netzwerk nach Tagessatz, ohne Projektpauschale und ohne erfolgsabhängige Bestandteile — gerade im Pricing wäre eine Erfolgsbeteiligung an einer Preiserhöhung die falsche Anreizlage.
Was den Tagessatz bewegt. Am stärksten wirkt, wie nah eine Rolle an der Preisentscheidung sitzt: Wer eine Preisänderung gegenüber der Geschäftsführung vertritt, liegt über einer Rolle, die auswertet und zuarbeitet. Danach die Datenlage — sind Auftrags- und Konditionsdaten sauber in einem System, ist die Analyse in Tagen erledigt; liegen sie in Verträgen, Tabellen und drei Vorsystemen, wird daraus Wochenarbeit. Dann die Branche: regulierte Märkte, Rahmenvertragsgeschäft und Handelsstufen verlangen Zusatzerfahrung, die den Kandidatenkreis verengt. Der Remote-Anteil wirkt in beide Richtungen — Analytik und Modellarbeit laufen weitgehend ortsunabhängig und öffnen den Kreis über die eigene Region hinaus, während Verhandlungsbegleitung und Jahresgespräche Anwesenheit brauchen. Zuletzt die Projektdauer: ein Einsatz über neun Monate liegt pro Tag unter einem Sechs-Wochen-Einsatz mit demselben Einarbeitungsaufwand.
Die Bandbreiten, die auf unseren Rollenseiten ausgewiesen sind. Für die analytische Grundlage eines Preisvorhabens — Datenaufbereitung, Auswertung, Deckungsbeitragsrechnung — 650 bis 1.150 € pro Tag (Freelance Data Analyst, Freelance Forecasting Analyst, Freelance Business Controller). Für die eigentlichen Pricing- und Vertriebssteuerungsrollen 750 bis 1.040 € (Freelance Key Account Manager, Freelance Revenue Operations Specialist, Freelance Pricing Strategist). Für Konzept- und Strategiearbeit an Positionierung und Preismodell 850 bis 1.600 € (Freelance Product Manager Strategie, Freelance Strategy Consultant). Preisverantwortung auf Zeit mit Freigabebefugnis liegt darüber, bei 1.280 bis 2.500 € (Interim Sales Manager, Interim CSO, Interim CFO). Alle genannten Werte sind Bandbreiten und keine Festpreise; der konkrete Satz wird je Einsatz vor der Beauftragung festgelegt.
Stufenweise budgetieren statt als Gesamtsumme. Jede Stufe endet mit einer Entscheidung, die auch „nicht weiter" lauten darf: die Analyse mit einem belegten Preisbild, das Konzept mit einer entschiedenen Preislogik, der Pilot mit einer Kundengruppe oder Produktlinie, in der die neue Systematik erprobt wird, der Rollout mit der Übergabe an die eigene Organisation. Wer die Analyse zuerst einzeln beauftragt, kauft die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen und behält die Wahl, ob überhaupt weitergearbeitet wird.
Der Unterschied zu anderen Wegen. Eine spezialisierte Pricing-Boutique bringt Methodik und Branchenvergleiche mit, arbeitet aber in fester Teamaufstellung. Der Weg über einzelne Fachleute auf Zeit ist kleinteiliger steuerbar: Sie besetzen die Rolle, die fehlt, und beenden den Einsatz, wenn die Aufgabe erledigt ist. Eine Pricing-Software ersetzt keine Preisentscheidung — sie rechnet und pflegt, was zuvor als Logik festgelegt wurde; ihre Lizenz- und Betriebskosten beziffern wir nicht.
Die passenden Profile liegen nicht in einem einzigen Bereich. Pricing-nahe Rollen führen wir überwiegend unter Sales & Business Development — dort finden Sie unter anderem den Freelance Pricing Strategist, das Profil, das üblicherweise gemeint ist, wenn ein Pricing Analyst oder ein Pricing Manager gesucht wird. Wer eine Unternehmensberatung für Pricing sucht, sucht in aller Regel genau diese Besetzung und keine Festanstellung. Die rechnerische Seite eines Preisvorhabens besetzen wir aus Finanzen & Controlling, die Auswertungsseite aus Data Engineering & Data Science, die Paketierungs- und Positionierungsseite aus Product Management & UX und Marketing. Eine Übersicht über alle Fachbereiche steht unter Experten nach Bereich.
Preise bewegen sich schneller als die Regeln, nach denen sie gesetzt werden
+3,0 %
+5,4 %
+2,8 %
Häufig gestellte Fragen zur Pricing Beratung
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
consultingheads wurde mehrfach von führenden Fachmagazinen und unabhängigen Dritten ausgezeichnet.