Beratung für Mergers & Acquisitions
M&A-Beratung: Der Preis entsteht vor dem Signing, der Wert danach
M&A-Beratung begleitet den Kauf, den Verkauf und die Zusammenführung von Unternehmen und Unternehmensteilen. Sie prüft, was eine Zielgesellschaft tatsächlich verdient und welche Risiken in ihren Verträgen, Zahlen und Systemen liegen; sie übersetzt diese Befunde in Kaufpreis, Garantien und Vertragsklauseln; und sie führt nach dem Abschluss zwei Organisationen zu einer zusammen. Wichtig wird das Thema, sobald ein Datum im Raum steht — ein Bieterverfahren mit Frist, eine Nachfolgeentscheidung, ein Konzern, der einen Bereich abgibt, oder eine Kaufanfrage, die niemand erwartet hat. Ab diesem Moment entscheidet nicht die Analysefähigkeit allein, sondern was bis zum Termin belegbar ist. Dafür braucht es Erfahrung aus abgeschlossenen Transaktionen, die Prüfdisziplinen Zahlen, Markt, Recht, Steuern, IT und Personal in einer Hand — und Kapazität, die auch nach der Unterschrift noch da ist.
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Was M&A-Beratung leistet — und was nicht

M&A-Beratung — je nach Haus auch Transaktionsberatung, Mergers-&-Acquisitions-Beratung oder M&A-Advisory — arbeitet an einem Vorgang mit Stichtag. Sie beantwortet drei Fragen, und zwar in dieser Reihenfolge: Was ist an der Zielgesellschaft belegbar, was davon verändert den Preis, und was davon muss nach der Unterschrift jemand einlösen. Der erste Teil ist Prüfarbeit im Datenraum, der zweite Verhandlungsvorbereitung mit Zahlen statt mit Haltung, der dritte Integrationsarbeit im Tagesgeschäft.
Zwischen diesen Teilen liegt ein Bruch, der die ganze Disziplin erklärt: Der Preis wird vor dem Signing bestimmt, der Wert entsteht erst nach dem Closing. Vor dem Signing zählt, was in wenigen Wochen aus fremden Unterlagen herauszulesen ist. Nach dem Closing zählt, ob die Annahmen, mit denen dieser Preis begründet wurde, im laufenden Betrieb tatsächlich eintreten. Beide Hälften verlangen unterschiedliche Fähigkeiten — und Kapazität wird fast immer nur für die erste eingekauft. Genau daran scheitern Transaktionen, deren Prüfung fehlerfrei war.
Abgrenzung nach oben und unten: Die Bewertung selbst, die Finanzierungsstruktur und das Berichtswesen gegenüber Banken und Investoren sind Dauerthemen ohne Stichtag und stehen unter Corporate Finance Beratung. Die anwaltliche Vertretung, die Vertragsredaktion und die Abschlussprüfung bleiben bei Kanzlei und Wirtschaftsprüfer; M&A-Beratung liefert diesen die Sachverhalte, auf die sie sich beziehen.
Was M&A-Beratung nicht leistet. Sie beschafft keinen Käufer und keinen Verkäufer auf Zuruf, sie ersetzt die unternehmerische Entscheidung über den Zuschlag nicht, und sie kann eine Prüfung nicht besser machen als den Datenraum, den sie bekommt. Wo Unterlagen fehlen, ist das Ergebnis eine benannte Lücke mit Vorschlag zur Absicherung — keine Zahl. Und sie hält keine Zusage über Synergien, die nach dem Closing niemand im Haus verantwortet.
Wann externe Unterstützung in einer Transaktion den Aufwand wert ist
Nicht jede Transaktion braucht Hilfe von außen. Wer regelmäßig zukauft, eine eingespielte M&A-Funktion im Haus hat und den Zielmarkt kennt, fährt intern schneller und günstiger. In den folgenden Auslösern fällt die Rechnung anders aus, und zwar aus einem strukturellen Grund: Eine Transaktion ist für die meisten Häuser ein einmaliges Ereignis, für die Gegenseite und ihre Berater dagegen Routine. Diese Asymmetrie schließt sich nicht durch Sorgfalt, sondern nur durch Erfahrung aus abgeschlossenen Verfahren.
1. Eine Kaufanfrage kommt, bevor Sie verkaufen wollten
- Ein Interessent meldet sich unaufgefordert, oft mit knapper Frist und einer Zahl, die zunächst gut klingt.
- Ohne eigenes Zahlenbild verhandelt die Verkäuferseite über einen Preis, dessen Grundlage nur der Käufer kennt.
- Die erste Aufgabe ist nicht die Verhandlung, sondern die eigene Datenlage — vor dem nächsten Gespräch.
2. Die Nachfolge ist entschieden, der Verkaufsprozess nicht aufgesetzt
- Der Rückzug hat ein Zieljahr, aber es fehlen Unterlagen, ein Datenraum und eine Vorstellung vom Käuferkreis.
- Bereinigte Zahlen, Gesellschafterhistorie und Verträge sind Handarbeit und der zeitkritische Teil.
- Wer erst mit dem Interessenten anfängt, verhandelt aus der schwächeren Position.
3. Ein Zukauf soll geprüft werden, ohne das Tagesgeschäft anzuhalten
- Die Zielgesellschaft ist identifiziert, die Prüfung bindet aber Finanzen, Recht, IT und Personal gleichzeitig.
- Genau diese Personen tragen das laufende Geschäft — die Prüfung wird sonst nebenbei erledigt.
- Externe Kapazität hält beide Linien parallel: Prüfung am Stichtag, Betrieb ohne Einbruch.
4. Ein Konzern gibt einen Bereich ab
- Bei einem Carve-out muss zuerst beschrieben werden, was überhaupt verkauft wird: Verträge, Personal, Systeme, gemeinsam genutzte Leistungen.
- Ohne diese Entflechtung ist keine belastbare Ertragsrechnung für das abzugebende Geschäft möglich.
- Die Übergangsleistungen an den Käufer werden vor dem Signing verhandelt oder gar nicht.
5. Die Prüfung ist durch, die Befunde sind nicht übersetzt
- Ein Prüfbericht listet Feststellungen; der Kaufvertrag braucht daraus Preisabschläge, Garantien, Freistellungen und Bedingungen.
- Diese Übersetzung entscheidet über den wirtschaftlichen Gehalt der Transaktion — nicht der Umfang des Berichts.
- Sie verlangt jemanden, der beide Seiten kennt: die Prüflogik und die Vertragswirkung.
6. Der Abschluss ist erreicht, die Integration hat keinen Verantwortlichen
- Nach dem Closing kehrt das Deal-Team zurück ins Tagesgeschäft, während die Zusammenlegung erst beginnt.
- Systeme, Berichtswesen, Führungsstruktur und Kundenbetreuung laufen bis dahin doppelt weiter.
- Die Synergien, mit denen der Kaufpreis begründet wurde, hat ohne benannte Verantwortung niemand einzulösen.
Erkennen Sie einen dieser Auslöser wieder? Für eine erste Einordnung genügen zwanzig Minuten: welcher Prüfstrang bei Ihnen zuerst gebraucht wird, was bis zu Ihrem Termin realistisch belegbar ist — und ob dafür externe Kapazität nötig ist.
Die Arbeitsstränge einer M&A-Beratung von der Prüfung bis zur Integration
Die Arbeitsstränge einer M&A-Beratung sind einzeln oder in Kombination besetzbar, und sie sortieren sich nach dem Bruch zwischen Preis und Wert: Die ersten drei prüfen, was den Preis trägt, der vierte übersetzt das Ergebnis in den Vertrag, die letzten zwei entscheiden, ob der bezahlte Preis sich rechtfertigt. In den meisten Aufträgen beginnt es mit einem Strang und wächst über die angrenzenden weiter, weil sie aufeinander aufbauen: Eine Financial Due Diligence ohne Marktsicht bewertet Vergangenheit, und eine Verhandlung ohne Prüfergebnis handelt über Prozentpunkte statt über Sachverhalte.
Commercial Due Diligence: Markt, Kunden, Planung
Prüfung der Umsatzseite einer Zielgesellschaft: Marktgröße und Wachstumstreiber, Wettbewerbsposition, Kundenkonzentration und Abwanderung, Preisdurchsetzung und die Frage, ob die vorgelegte Planung aus dem Bestandsgeschäft heraus erreichbar ist oder neue Kunden voraussetzt. Ergebnis ist eine Aussage zur Tragfähigkeit der Planung mit benannten Annahmen — und eine Liste der Annahmen, die nach dem Closing aktiv erreicht werden müssen.
Financial Due Diligence und Ertragsqualität
Nachrechnung der Ergebnisseite: Normalisierung um Einmaleffekte und gesellschafternahe Positionen, Ertragsqualität statt Bilanzergebnis, Working Capital im Jahresverlauf, Nettoverschuldung zum Stichtag und die Investitionen, ohne die das Geschäft nicht weiterläuft. Diese Größen sind die Rechenbasis der Kaufpreisformel — jede Definitionsfrage darin ist am Ende ein Betrag.
Legal, Tax und Compliance im Datenraum
Durcharbeitung der rechtlichen und steuerlichen Lage: Gesellschafterhistorie und Anteilsverhältnisse, Kunden- und Lieferantenverträge mit Change-of-Control-Klauseln, Miet-, Arbeits- und Lizenzverträge, offene Verfahren, Genehmigungen und steuerliche Risiken aus zurückliegenden Jahren. Jeder Befund wird danach sortiert, ob er den Preis mindert, eine Garantie braucht oder Bedingung für den Abschluss ist.
Verhandlungsvorbereitung und Kaufpreismechanik
Übersetzung der Prüfergebnisse in den Vertrag: Kaufpreisformel mit Locked-Box- oder Stichtagsabrechnung, Definition von Nettoverschuldung und Normalwerten für das Working Capital, Kaufpreiseinbehalte, variable Bestandteile und ihre Messgrößen, Garantiekatalog, Freistellungen und Abschlussbedingungen. Den Unterschied macht die Vorbereitung: ein durchgerechnetes Zielband, eine belegte Begründung für jeden Abschlag und eine Vorstellung davon, welche Punkte tauschbar sind.
Post-Merger-Integration nach dem Closing
Zusammenführung von zwei Organisationen: Aufbau- und Führungsstruktur, Systeme und Datenmigration, Berichtswesen auf eine Zahlenbasis, Kunden- und Lieferantenkommunikation, Bindung der Schlüsselpersonen und die Nachverfolgung genau jener Synergien, mit denen der Kaufpreis begründet wurde. Post-Merger-Integration ist zu drei Vierteln Entscheidungsdisziplin — jede offene Doppelstruktur kostet monatlich, ohne dass es jemand bucht.
Carve-out und Entflechtung
Herauslösung eines Geschäfts aus einem größeren Verbund: Abgrenzung des Verkaufsgegenstands, Aufstellung einer eigenständigen Ertrags- und Vermögensrechnung, Zuordnung von Personal, Verträgen und Lizenzen, Trennung gemeinsam genutzter Systeme und die Übergangsleistungen, die der Verkäufer nach dem Closing weiter erbringt. Ohne diese Arbeit gibt es keine Zahl, über die sich verhandeln lässt — und keinen Käufer, der sie akzeptiert.
Welcher Strang bei Ihnen zuerst gebraucht wird, lässt sich in einem kurzen Gespräch einordnen — inklusive der ehrlichen Antwort, ob sich eine externe Besetzung dafür rechnet.
Wie externe Transaktionserfahrung eingebunden wird
In einer Transaktion entscheidet neben der Fachtiefe vor allem der Zeitpunkt: Wer vor dem Signing Kapazität aufbaut, hat sie nach dem Closing meist nicht mehr — und umgekehrt. Vier Einbindungsformen haben sich bewährt, von der einzelnen Prüffrage bis zur Steuerung der Integration. Sie sind kombinierbar und wechseln im Verlauf regelmäßig, weil sich mit dem Übergang von der Prüfung in den Vertrag und vom Vertrag in den Betrieb der Bedarf verschiebt. Für alle gilt dasselbe Gerüst: eine benannte interne Verantwortung, ein vor dem Start festgelegter Prüf- oder Umsetzungsumfang und Vertraulichkeit, die auch die Gegenseite akzeptiert.
Einzelne Prüffrage mit Stichtag
Eine Fachperson mit eng gefasstem Auftrag: die Ertragsqualität eines Zielunternehmens nachrechnen, eine vorgelegte Umsatzplanung gegenprüfen oder einen Vertragsbestand auf Change-of-Control-Klauseln durchsehen. Ergebnis ist ein schriftlicher Befund mit Zahlen und einer Empfehlung, ohne Struktur drumherum.
Prüfteam über mehrere Stränge
Zwei bis fünf externe Fachleute arbeiten die Stränge Zahlen, Markt, Recht und IT parallel am Datenraum ab, unter interner fachlicher Führung. Übliche Form bei Verfahren mit Frist, weil die Stränge sich gegenseitig Fragen stellen und ein einzelner Prüfer die Reihenfolge nicht abkürzen kann.
Verantwortung im laufenden Verfahren
Eine externe Person führt das Verfahren mit Entscheidungsvorbereitung: Zeitplan, Datenraum, Prüfstränge, Fragenkataloge und Verhandlungsunterlagen. Übliche Form, wenn im Haus niemand ein Verfahren dieser Art schon einmal geführt hat oder die eigene M&A-Funktion bereits gebunden ist.
Steuerung der Zusammenführung
Eine kleine Einheit über den Integrationsfeldern: Fortschritt, Abhängigkeiten und Risiken laufen dort zusammen, mit einem Berichtsweg, der Entscheidungen auslöst statt Statusfolien zu erzeugen. Sie entscheidet nicht selbst, sondern sorgt dafür, dass die zugesagten Effekte einen Termin und einen Namen bekommen.
Branchentakt im M&A: was den Wert einer Zielgesellschaft bestimmt
Eine Transaktion lässt sich nicht branchenneutral prüfen, weil in jeder Branche eine andere Größe über den Wert entscheidet — und damit über den Prüfschwerpunkt. Im Maschinen- und Anlagenbau steckt das Ergebnis in Projektverträgen und im Auftragsbestand, nicht im letzten Jahresabschluss. Im Softwaregeschäft entscheidet die Qualität wiederkehrender Erlöse und die Abwanderungsquote, weniger die Marge. Im Handel bindet der Warenbestand Kapital und verschiebt das Working Capital je Stichtag. Im Gesundheitswesen hängt der Erlös an Zulassungen und Vergütungsregeln, die ein Eigentümerwechsel berühren kann. In der Energiewirtschaft trägt der Wert an Abnahmeverträgen und Förderregimen mit fester Laufzeit. Bei objektgetragenen Geschäften entscheiden Mietverträge, Bausubstanz und Finanzierungsauflagen. Wir besetzen daher nach Branchenerfahrung: Wer denselben Markt schon mehrfach für Käufer und Verkäufer geprüft hat, erkennt in wenigen Tagen, welche Position im Datenraum die entscheidende ist — und welche Zahl erfahrungsgemäß nicht hält. Die folgenden Schwerpunkte sind ein Ausschnitt; angrenzende Branchen besetzen wir aus demselben Erfahrungskreis.
Maschinen- & Anlagenbau
Das Ergebnis entsteht in langlaufenden Projekten, also liegt es in der Bewertung des Auftragsbestands: Fertigstellungsgrade, Nachtragslagen, Gewährleistungsrückstellungen und Vertragsstrafen. Ein Jahresabschluss zeigt davon wenig. Prüfschwerpunkte sind die Margen einzelner Großprojekte, die Abhängigkeit von wenigen Kunden und die Frage, wie viel des Ergebnisses aus Serviceverträgen kommt — dem Teil, der nach dem Eigentümerwechsel am stabilsten bleibt. Die Nachfolgelage ist hier der häufigste Transaktionsanlass.
Handel & Konsumgüter
Der Warenbestand ist der größte bewertungsrelevante Posten und schwankt mit der Saison — eine Kaufpreisformel ohne Normalwert für das Working Capital verschiebt hier sechsstellige Beträge. Weitere Prüffelder sind Konditionssysteme mit Rückvergütungen, die Abhängigkeit von einzelnen Handelspartnern, Eigenmarkenanteil und Retourenquoten. Auf der Integrationsseite entscheidet, wie schnell Sortiment, Einkauf und Logistik zusammengelegt werden können, ohne Verfügbarkeit zu verlieren.
Software & Technologie
Bewertet wird die Qualität der wiederkehrenden Erlöse: Vertragslaufzeiten, Abwanderung, Umsatzausbau im Bestand, Anteil einmaliger Projekterlöse und die Frage, wie viel Entwicklungsaufwand als Investition aktiviert wurde. Technische Prüffelder sind Codeabhängigkeiten, Open-Source-Lizenzen und Sicherheitslücken; personell die Bindung weniger Schlüsselentwickler. Nach dem Closing ist die Produktzusammenführung der schwierigste Teil, nicht die Organisation.
Gesundheitswesen & Pharma
Der Erlös hängt an Vergütungsregeln, Zulassungen und Versorgungsaufträgen, die an Personen oder Standorte gebunden sein können — ein Eigentümerwechsel berührt sie direkt. Prüffelder sind der Bestand und die Übertragbarkeit dieser Rechte, Abrechnungsprüfungen aus zurückliegenden Jahren, Dokumentationspflichten und die Bindung von Leistungsträgern. Fallzahl und Personalausstattung tragen das Ergebnis stärker als die Preisseite.
Energie & Versorgung
Der Wert liegt in Verträgen mit fester Laufzeit: Abnahme- und Einspeiseverträge, Förderregime, Netzanschluss und Genehmigungen. Prüffelder sind Restlaufzeiten und Anpassungsklauseln, der Zustand und die Restnutzungsdauer der Anlagen, Rückbau- und Entsorgungsverpflichtungen sowie die Absicherung von Preisrisiken. Bei Projektübernahmen entscheidet der Genehmigungsstand über den Preis mehr als die Ertragsrechnung.
Immobilien & Bau
Bei objektgetragenen Geschäften trägt der Wert an Mietverträgen, Bausubstanz und Finanzierungsauflagen. Prüffelder sind Restlaufzeiten und Indexierung der Mietverträge, Instandhaltungsstau, Baulasten und Altlasten, dazu die Frage, ob bestehende Finanzierungen einen Eigentümerwechsel überhaupt zulassen. Beim Kauf von Bauunternehmen liegt der Prüfschwerpunkt wieder auf der Projektseite: Nachträge, Gewährleistung, Bürgschaften.
Maschinen- & Anlagenbau
Das Ergebnis entsteht in langlaufenden Projekten, also liegt es in der Bewertung des Auftragsbestands: Fertigstellungsgrade, Nachtragslagen, Gewährleistungsrückstellungen und Vertragsstrafen. Ein Jahresabschluss zeigt davon wenig. Prüfschwerpunkte sind die Margen einzelner Großprojekte, die Abhängigkeit von wenigen Kunden und die Frage, wie viel des Ergebnisses aus Serviceverträgen kommt — dem Teil, der nach dem Eigentümerwechsel am stabilsten bleibt. Die Nachfolgelage ist hier der häufigste Transaktionsanlass.
Handel & Konsumgüter
Der Warenbestand ist der größte bewertungsrelevante Posten und schwankt mit der Saison — eine Kaufpreisformel ohne Normalwert für das Working Capital verschiebt hier sechsstellige Beträge. Weitere Prüffelder sind Konditionssysteme mit Rückvergütungen, die Abhängigkeit von einzelnen Handelspartnern, Eigenmarkenanteil und Retourenquoten. Auf der Integrationsseite entscheidet, wie schnell Sortiment, Einkauf und Logistik zusammengelegt werden können, ohne Verfügbarkeit zu verlieren.
Software & Technologie
Bewertet wird die Qualität der wiederkehrenden Erlöse: Vertragslaufzeiten, Abwanderung, Umsatzausbau im Bestand, Anteil einmaliger Projekterlöse und die Frage, wie viel Entwicklungsaufwand als Investition aktiviert wurde. Technische Prüffelder sind Codeabhängigkeiten, Open-Source-Lizenzen und Sicherheitslücken; personell die Bindung weniger Schlüsselentwickler. Nach dem Closing ist die Produktzusammenführung der schwierigste Teil, nicht die Organisation.
Gesundheitswesen & Pharma
Der Erlös hängt an Vergütungsregeln, Zulassungen und Versorgungsaufträgen, die an Personen oder Standorte gebunden sein können — ein Eigentümerwechsel berührt sie direkt. Prüffelder sind der Bestand und die Übertragbarkeit dieser Rechte, Abrechnungsprüfungen aus zurückliegenden Jahren, Dokumentationspflichten und die Bindung von Leistungsträgern. Fallzahl und Personalausstattung tragen das Ergebnis stärker als die Preisseite.
Energie & Versorgung
Der Wert liegt in Verträgen mit fester Laufzeit: Abnahme- und Einspeiseverträge, Förderregime, Netzanschluss und Genehmigungen. Prüffelder sind Restlaufzeiten und Anpassungsklauseln, der Zustand und die Restnutzungsdauer der Anlagen, Rückbau- und Entsorgungsverpflichtungen sowie die Absicherung von Preisrisiken. Bei Projektübernahmen entscheidet der Genehmigungsstand über den Preis mehr als die Ertragsrechnung.
Immobilien & Bau
Bei objektgetragenen Geschäften trägt der Wert an Mietverträgen, Bausubstanz und Finanzierungsauflagen. Prüffelder sind Restlaufzeiten und Indexierung der Mietverträge, Instandhaltungsstau, Baulasten und Altlasten, dazu die Frage, ob bestehende Finanzierungen einen Eigentümerwechsel überhaupt zulassen. Beim Kauf von Bauunternehmen liegt der Prüfschwerpunkt wieder auf der Projektseite: Nachträge, Gewährleistung, Bürgschaften.
Transaktionstypen und der Punkt, an dem sie kippen
Was tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in vier Typen. Jeder hat eine typische Ausgangslage, einen Prüfschwerpunkt und einen Punkt, an dem er kippt — die Stelle, an der erfahrungsgemäß Wert verloren geht, wenn niemand sie besetzt. Die Zielgröße wird in allen vier Fällen vor dem Start vereinbart und danach gemessen, nicht am Ende geschätzt.
Unternehmensverkauf und Nachfolge
Ausgangslage: Der Rückzug ist entschieden, Zahlen und Verträge sind über Jahre gewachsen, ein Käuferkreis existiert nur als Vermutung. Prüfschwerpunkt liegt auf der eigenen Seite — bereinigte Ergebnisse, Abhängigkeit vom Inhaber, übertragbare Kundenbeziehungen. Der Kipppunkt: die Aufbereitung der eigenen Unterlagen. Wer sie erst nach dem ersten Interessenten beginnt, verhandelt über Zahlen, die die Gegenseite bereits infrage gestellt hat.
Zukauf zur Erweiterung
Ausgangslage: Ein Ziel ist identifiziert, die eigene Organisation trägt das Tagesgeschäft und soll die Prüfung nebenbei stemmen. Prüfschwerpunkt ist die Übereinstimmung zwischen der vorgelegten Planung und dem, was das Bestandsgeschäft hergibt. Der Kipppunkt: die Kaufpreisformel. Definitionen von Nettoverschuldung und Working Capital werden spät verhandelt und wirken wie ein nachträglicher Preisaufschlag.
Carve-out aus einem Konzern
Ausgangslage: Ein Bereich soll abgegeben werden, existiert aber nie eigenständig gerechnet — Personal, Verträge, Systeme und Verwaltungsleistungen sind geteilt. Prüfschwerpunkt ist die Abgrenzung selbst. Der Kipppunkt: die Übergangsleistungen. Was der Verkäufer nach dem Closing weiter erbringt, zu welchem Preis und wie lange, wird entweder vor dem Signing geklärt oder es wird teuer.
Integration nach dem Closing
Ausgangslage: Der Abschluss ist erreicht, das Deal-Team ist zurück im Tagesgeschäft, beide Organisationen laufen unverändert weiter. Prüfschwerpunkt ist die Übersetzung der Kaufpreisbegründung in Maßnahmen mit Termin und Namen. Der Kipppunkt: die ersten Wochen. Führungsstruktur und Berichtsweg entscheiden sich in dieser Zeit — danach werden sie nur noch bestätigt.
Profile, die in Transaktionen besetzt werden
Von der Absichtserklärung bis zur Integration: die Stationen einer Transaktion
Umfang und Dauer der Stationen hängen von Größe, Verfahrensart und Datenlage ab, die Abfolge nicht: erst den Rahmen setzen, dann die Unterlagen herstellen, dann prüfen, dann in den Vertrag übersetzen, dann zusammenführen, dann nachmessen. Wir überspringen keine Station und verkürzen sie nur, wenn belastbare Vorarbeit vorliegt — eine Verhandlung ohne Prüfergebnis ist ein Gespräch über Prozentpunkte.
1. Rahmen, Zeitplan und Vertraulichkeit klären
2. Unterlagen herstellen und Datenraum aufbauen
3. Prüfstränge parallel abarbeiten
4. Befunde in Preis und Vertrag übersetzen
5. Zusammenführung vorbereiten und abarbeiten
6. Wertannahmen nachmessen und übergeben
Was M&A-Beratung kostet — Tagessätze und Budgetrahmen
Externe Unterstützung in Transaktionen rechnen wir nach Tagessatz ab, nicht nach Erfolgsprovision auf das Transaktionsvolumen. Der Satz ergibt sich aus fünf Größen: Seniorität und Zahl der abgeschlossenen Verfahren, Prüfstrang und Branche (regulierte Geschäfte, Carve-outs und grenzüberschreitende Verfahren liegen über dem Mittel), Verantwortungstiefe — eine einzelne Prüffrage liegt unter der Führung eines Verfahrens —, Präsenzanteil vor Ort und Verfügbarkeit im gesuchten Profil unter Termindruck.
Die Spannen unseres Bestands im Fachbereich M&A & Due Diligence liegen aktuell zwischen 900 € und 2.000 € pro Tag. Sie sind je Rolle offen ausgewiesen — auf der jeweiligen Rollenseite, nicht auf Anfrage:
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Freelance Post-Merger Integration Consultant
1.200 – 2.000 € pro Tag
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Freelance Legal Due Diligence Spezialist
1.000 – 1.700 € pro Tag
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Freelance Financial Due Diligence Spezialist
1.000 – 1.600 € pro Tag
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Freelance Commercial Due Diligence Spezialist
1.000 – 1.600 € pro Tag
-
900 – 1.400 € pro Tag
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Freelance Due Diligence Berater
900 – 1.400 € pro Tag
Alle Spannen stammen aus den Rollenseiten und werden dort laufend gepflegt.
Wie sich eine Transaktion budgetieren lässt. Sie planen über Personentage je Prüfstrang, nicht über einen Prozentsatz des Kaufpreises. Ein einzelner Prüfstrang an einem mittelständischen Ziel liegt meist bei 10 bis 25 Personentagen, eine Prüfung über mehrere Stränge entsprechend gebündelt. Die Verhandlungs- und Vertragsphase wird gesondert gerechnet, weil ihr Umfang von der Zahl der Feststellungen abhängt, nicht von der Größe des Ziels. Für die Integration gilt die umgekehrte Logik: Sie wird über eine Laufzeit besetzt, nicht über einen Umfang.
Zwei Hinweise, die vor der Beauftragung mehr wert sind als ein Rabatt. Erstens: Ein Prüfstrang, der eine Feststellung mit Betrag liefert, hat sich in der Regel selbst bezahlt — die Rechnung, die zählt, ist die gegen den Kaufpreis, nicht die gegen das Beratungsbudget. Zweitens: Der teuerste Posten einer Transaktion ist selten das Honorar, sondern nicht besetzte Kapazität nach dem Closing. Wir sagen vor der Beauftragung, wenn wir eine Aufgabe für intern lösbar halten.
Das sind Spannen und keine Festpreise. Was Ihr Vorhaben tatsächlich kostet, hängt am Zuschnitt — und den klären wir vorher, nicht in der Rechnung.
Was ein Vorhaben braucht, richtet sich nach der Station: Eine Financial Due Diligence verlangt andere Erfahrung als die Steuerung einer Integration. Die vollständige Übersicht steht unter M&A & Due Diligence — darunter Freelance M&A Berater, Freelance Due Diligence Berater, Freelance Financial Due Diligence Spezialist, Freelance Commercial Due Diligence Spezialist, Freelance Legal Due Diligence Spezialist und Freelance Post-Merger Integration Consultant. Angrenzend besetzen wir aus Finanzen & Controlling und Transformation & Change Management; die Bewertungs- und Finanzierungsseite steht unter Corporate Finance Beratung.
Die Nachfolgewelle im Mittelstand macht den Unternehmensverkauf zum Regelfall
109.000
42 %
+34 %
Häufig gestellte Fragen zur M&A-Beratung
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
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