Beratung für Onlinehandel und digitale Vertriebskanäle
E-Commerce-Beratung: wachsen, ohne die Marge zu verlieren
E-Commerce-Beratung arbeitet an der Frage, wie ein Unternehmen über digitale Kanäle verkauft: welches Sortiment online überhaupt tragfähig ist, über welche Kanäle es angeboten wird — eigener Shop, Marktplatz, Handelspartner, Direktvertrieb —, wie Preis, Versand und Retoure zusammen einen Deckungsbeitrag ergeben und welche Systeme Bestellung, Warenbestand und Kundendaten verlässlich zusammenhalten. Wichtig wird das Thema, sobald der Onlinekanal aus dem Nebengeschäft herauswächst: wenn der Umsatz steigt und das Ergebnis nicht mitkommt, wenn ein zweiter Kanal dazukommt und die Abläufe daneben nicht mehr passen, wenn Werbekosten schneller wachsen als der Warenkorb oder wenn ein Shopsystem an seine Grenze stößt. Was es dann braucht, ist keine weitere Kampagne, sondern eine Reihenfolge: Der Engpass wird bestimmt, bevor investiert wird — und gerechnet wird je Bestellung, nicht an der Umsatzzeile.
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Was E-Commerce-Beratung leistet — und was nicht

E-Commerce-Beratung ist die Arbeit an einem Handelsgeschäft, das über Systeme läuft. Sie betrachtet vier Dinge zusammen, die im Alltag meist getrennt verantwortet werden: das Sortiment mit seiner Preis- und Kostenstruktur, die Kanäle, über die es angeboten wird, den Kaufweg vom ersten Kontakt bis zum bezahlten Warenkorb und den Betrieb dahinter — Verfügbarkeit, Versand, Retoure, Zahlung, Kundendaten. Getrennt lässt sich jedes dieser vier Felder verbessern; zusammen ergeben sie erst die Frage, die zählt: Was bleibt am Ende einer Bestellung übrig?
Der Engpass wandert. Ein Onlinegeschäft hat zu jedem Zeitpunkt genau einen Engpass, und jeder Wachstumsschritt verschiebt ihn. Zuerst fehlt qualifizierte Nachfrage. Ist sie da, trägt das Sortiment sie nicht — zu schmal, zu austauschbar, falsch bepreist. Trägt es sie, frisst die einzelne Bestellung ihren Beitrag selbst auf, weil Versand, Retoure, Zahlungsgebühr und Akquisitionskosten zusammen mehr kosten als die Marge hergibt. Hält die Rechnung, bricht der Betrieb an der nächsten Mengenstufe. Und hält der Betrieb, halten Daten und Systeme das Ganze nicht mehr zusammen. Wer am alten Engpass weiteroptimiert, zahlt zweimal: einmal für die Maßnahme, einmal für die Zeit, in der der eigentliche Engpass unangetastet blieb.
Drei Fragen, an denen sich das prüfen lässt. Kommt genug qualifizierte Nachfrage an, und zu welchen Kosten? Bleibt nach Retoure, Versand, Zahlung und Akquisition je Bestellung etwas übrig — und bei welchen Artikeln nicht? Trägt der Betrieb die nächste Mengenstufe, ohne dass Lieferzeit, Servicelast und Fehlerquote davonlaufen? Diese drei Fragen — Nachfrage, Beitrag je Bestellung, Belastbarkeit — ordnen fast jede Aufgabe ein, die im Onlinehandel auf den Tisch kommt.
Und ein zusätzlicher Kanal ist ein zusätzliches Geschäft. Ein Marktplatz, ein eigener Shop neben dem Handelsgeschäft, ein Direktvertrieb an Endkunden: Jeder Kanal bringt eine eigene Kostenstruktur, eine eigene Preislogik, eigene Datenrechte und einen eigenen Betriebsaufwand mit. Er wird deshalb einzeln gerechnet, nicht als weiterer Absatzweg im selben Deckungsbeitrag mitgeführt.
Was E-Commerce-Beratung nicht leistet. Sie ersetzt keine Mediaagentur und bucht keine Kampagnen; sie programmiert keinen Shop und übernimmt keinen Betrieb; sie ersetzt vor allem keine Sortiments- und Preisentscheidung, die im Unternehmen zu treffen ist. Und sie kann kein Geschäftsmodell retten, dessen Produkte online strukturell keinen Beitrag tragen — dann ist die ehrliche Antwort, welche Artikel gar nicht erst online gehören.
Wann externe Unterstützung im Onlinehandel weiterhilft
Nicht jede Aufgabe im Onlinehandel braucht Hilfe von außen. Ist der Engpass benannt, das Sortiment verstanden und im Team Luft für die Umsetzung, ist der interne Weg der schnellere. In den folgenden Lagen fällt die Rechnung anders aus, und zwar aus einem strukturellen Grund: Ein Handelsteam durchlebt einen Kanalaufbau, einen Systemwechsel oder eine Margenwende alle paar Jahre einmal — und kennt dabei nur die eigene Ausgangslage.
1. Der Umsatz wächst, das Ergebnis bleibt zurück
- Die Bestellungen nehmen zu, der Deckungsbeitrag je Bestellung ist aber nie sauber gerechnet worden.
- Versandkosten, Retourenaufwand, Zahlungsgebühren und Werbekosten liegen in verschiedenen Auswertungen und werden nie zusammengeführt.
- Eine belastbare Rechnung je Artikel und je Kanal verhindert, dass am falschen Ende gespart wird.
2. Ein zusätzlicher Kanal steht an
- Marktplatz, eigener Shop neben dem Handelsgeschäft oder Direktvertrieb an Endkunden — die Entscheidung ist gefallen, die Rechnung dahinter nicht.
- Preisführung, Gebietsschutz, Datenrechte und Retourenlast unterscheiden sich je Kanal erheblich.
- Externe Erfahrung kennt die Konditionsmodelle der Plattformen und die Konflikte mit dem bestehenden Vertrieb.
3. Das Shopsystem stößt an seine Grenze
- Sortimentsgröße, Varianten, Sprachen oder Zahlungsarten überfordern die vorhandene Lösung.
- Ein Systemwechsel bildet ab, was fachlich vorher entschieden ist: Sortimentslogik, Preispflege, Datenhoheit, Schnittstellen zur Warenwirtschaft.
- Bleibt das offen, wird der bisherige Zustand teuer neu gebaut.
4. Werbekosten wachsen schneller als der Warenkorb
- Der Anteil bezahlter Bestellungen steigt, die Kosten je Neukunde ebenso — und der Wiederkauf trägt sie nicht.
- Die Frage ist selten der Kanal, sondern die Verteilung zwischen Neukundengewinnung und Bestandskundenbindung.
- Ohne Messung bis zur bezahlten und behaltenen Bestellung optimiert man auf eine Zwischengröße.
5. Retouren und Lieferzeiten laufen aus dem Ruder
- Die Retourenquote steigt in einzelnen Sortimenten, ohne dass die Ursache benannt ist.
- Servicelast, Nachbearbeitung und Wertverlust je zurückgeschickter Sendung werden selten vollständig erfasst.
- Wirkung entsteht an Produktdaten, Größenberatung und Sortimentsauswahl, nicht an der Rücksendegebühr.
6. Die Verantwortung für den Onlinekanal ist unbesetzt
- Der Kanal ist gewachsen, aber niemand führt ihn mit Ergebnisverantwortung — Marketing, Vertrieb und IT teilen ihn sich.
- Entscheidungen zu Preis, Sortiment und Bestand werden dadurch an drei Stellen und selten gemeinsam getroffen.
- Eine Besetzung auf Zeit hält den Kanal handlungsfähig, bis die Rolle intern geklärt ist.
Erkennen Sie eine dieser Lagen wieder? Eine kurze Einordnung braucht keine zwanzig Minuten: wo der Engpass gerade sitzt, welche Zahl zuerst nachgerechnet gehört — und ob dafür überhaupt jemand von außen nötig ist.
Aufgabenfelder, an denen E-Commerce-Beratung ansetzt
Die Aufgabenfelder im Onlinehandel sind einzeln oder in Kombination besetzbar. Fast immer beginnt die Arbeit in einem Feld und greift dann auf die benachbarten über, weil eines das andere trägt — Nachfrage ohne tragfähige Preisrechnung erzeugt teure Bestellungen, und ein optimierter Kaufweg ohne belastbaren Betrieb erzeugt Reklamationen. Welches Feld zuerst drankommt, entscheidet der Engpass — nicht die Reihenfolge dieser Liste.
Nachfrage und Kanalmix
Woher die Bestellungen kommen sollen und zu welchem Preis: Verteilung zwischen Suchmaschinen, bezahlter Werbung, Preisportalen, Newsletter und Marktplatzplatzierung, Messung bis zur bezahlten Bestellung statt bis zum Klick, Trennung von Neukundengewinnung und Wiederkauf. Ergebnis ist eine Budgetlogik, die je Kanal an einem Beitrag gemessen wird — nicht an Reichweite.
Sortiment, Preis und Deckungsbeitrag
Welche Artikel online tragen und welche nicht: Sortimentsschnitt für den Onlinekanal, Preisstellung gegenüber Filiale, Handelspartner und Marktplatz, Versandkostenschwellen, Aktions- und Rabattlogik, Rechnung je Bestellung nach Retoure, Versand, Zahlung und Werbung. Der unspektakuläre Teil — saubere Kosten je Artikel — entscheidet, ob die Ergebnisse belastbar sind.
Kaufweg und Kaufabschluss
Der Weg vom ersten Kontakt bis zur bezahlten Bestellung: Kategoriestruktur und Suche bei großen Sortimenten, Produktdaten und Bilder, Verfügbarkeits- und Lieferzeitangabe, Zahlungsarten, Kaufabschluss ohne Zwangsregistrierung. Gearbeitet wird an den Stellen mit gemessenem Abbruch, nicht an einer Neugestaltung nach Geschmack.
Marktplätze und Direktvertrieb
Der Aufbau zusätzlicher Kanäle als eigenständiges Geschäft: Auswahl der Plattformen, Konditions- und Gebührenmodelle, Produktdatenaufbereitung je Kanal, Preisführung und Konflikte mit bestehenden Handelspartnern, Datenrechte und Kundenzugang. Jeder Kanal bekommt eine eigene Rechnung und einen eigenen Ausstiegspunkt.
Fulfillment, Versand und Retoure
Der Betrieb hinter der Bestellung: Lagerlogik und Bestandsführung über Kanäle hinweg, Dienstleisterauswahl und Versandarten, Lieferversprechen, Retourenannahme, Prüfung und Wiedereinlagerung, Erfassung der tatsächlichen Kosten je zurückgeschickter Sendung. Ziel ist nicht die niedrigste Retourenquote, sondern die günstigste Kombination aus Quote, Umsatz und Aufwand.
Daten, Systeme und Schnittstellen
Was Shop, Warenwirtschaft, Produktdaten, Zahlungsanbieter, Versanddienstleister und Kundendaten zusammenhält: Systemlandschaft und Schnittstellen, Produktdatenpflege als eigener Prozess, Auswahl und Wechsel von Shopsystemen, Auswertungen, denen Handel, Marketing und Controlling gleichermaßen folgen. Vor jeder Automatisierung steht die Entscheidung, welches System die Wahrheit führt.
Welches Aufgabenfeld bei Ihnen den größten Hebel hat, lässt sich in einem kurzen Gespräch grob einordnen — einschließlich der ehrlichen Antwort, ob sich ein Vorhaben dafür überhaupt rechnet.
Wie externe Kapazität im E-Commerce zugeschnitten wird
Im Onlinehandel entscheidet neben der Fachtiefe vor allem, wie weit der Auftrag reicht: Wer den Sortimentsschnitt für den Onlinekanal ändert, muss das gegenüber Einkauf, Vertrieb und Geschäftsführung vertreten können. Vier Zuschnitte haben sich dafür bewährt, vom geprüften Zweitblick auf eine einzelne Zahl bis zur Linienverantwortung für den Kanal. Sie sind kombinierbar und wechseln im Verlauf eines Vorhabens.
Zweitblick auf eine Rechnung oder einen Kanal
Eine einzelne Fachperson mit klar begrenztem Auftrag: die Deckungsbeitragsrechnung je Bestellung nachrechnen, ein Marktplatzangebot bewerten oder prüfen, warum die Werbekosten je Neukunde steigen. Ein schriftliches Ergebnis mit Zahlen und einer Empfehlung, keine Struktur drumherum.
Externe Kapazität im Handelsteam
Zwei bis fünf externe Fachleute arbeiten mit Ihrem Team zusammen, unter interner fachlicher Führung. Übliche Form bei Systemwechseln und Kanalaufbauten, weil das neue Vorgehen dort entstehen muss, wo es danach täglich gefahren wird.
Kanalverantwortung übergangsweise
Eine externe Person übernimmt Führungs- oder Ergebnisverantwortung für den Onlinekanal mit Entscheidungsbefugnis — bei einer Vakanz, in einer Margenwende oder wenn eine unbequeme Sortimentsentscheidung von außen leichter durchzusetzen ist.
Steuerung eines Kanal- oder Systemvorhabens
Eine kleine Einheit über Shop, Sortiment, Marketing und Betrieb: Zielverfolgung, Abhängigkeiten und Risiken an einer Stelle, dazu ein Berichtsweg in die Geschäftsführung, an dem entschieden und nicht nur berichtet wird. Sie verkauft nicht selbst, sondern sorgt dafür, dass zugesagte Schritte auch gegangen werden.
Wo der Engpass je Marktsegment zuerst auftritt
Ein Onlinegeschäft lässt sich nicht segmentneutral verbessern, weil das Sortiment die Regeln setzt. In Mode und Lifestyle entscheidet die Retoure über das Ergebnis, und sie hängt an Produktdaten und Passform, nicht an der Werbung. Bei Markenherstellern im Direktvertrieb ist der Konflikt mit dem eigenen Handel die eigentliche Aufgabe, nicht die Technik. Im Filialhandel ist der Bestand über Kanäle hinweg der Engpass: Was online verkauft wird, muss im Laden auffindbar und reserviert sein. Im B2B-Großhandel liegt der Hebel in kundenindividuellen Preisen, Stammkundenlisten und Nachbestellwegen, nicht in der Neukundengewinnung. In Gesundheit, Apotheke und Drogerie setzen Zulassung, Beratungspflicht und Werbebeschränkungen den Rahmen, innerhalb dessen überhaupt optimiert werden darf. Und in Reise und Freizeit ist das Produkt selbst ein Kalender: Verfügbarkeit, Preisstaffel und Stornierbarkeit sind Sortimentsentscheidungen. Wir besetzen deshalb nach Segmenterfahrung — jemand, der die Retourenmechanik im Modehandel kennt, ist im Großhandel mit Kundenpreislisten nicht automatisch die richtige Wahl. In den folgenden Segmenten haben wir Profile, die aus dem Geschäft selbst kommen und nicht nur die Werkzeuge kennen.
Mode & Lifestyle
Hier entscheidet die Retoure über das Ergebnis: Ein erheblicher Teil der Sendungen kommt ganz oder teilweise zurück, und jede Rücksendung kostet Transport, Prüfung, Nachbearbeitung und oft Wertverlust. Gearbeitet wird deshalb an den Ursachen — Größen- und Passformangaben, Produktbilder und -beschreibungen, Sortimentsauswahl je Kanal, Umgang mit Auswahlbestellungen — und an einer Rechnung, die Umsatz und Retourenaufwand je Artikelgruppe zusammenführt. Dazu kommen Saisonlogik, Abschriftensteuerung und die Frage, welche Teile des Sortiments den Onlinekanal überhaupt tragen.
Konsumgüter & Markenhersteller
Der Direktvertrieb an Endkunden bringt Marge und Kundenzugang, aber er berührt den bestehenden Handel. Die eigentliche Aufgabe ist deshalb selten technisch: Preisstellung gegenüber Handelspartnern und Marktplätzen, Sortimentstrennung zwischen Handel und Direktkanal, Umgang mit Konditionsgesprächen, Aufbau eigener Kundendaten. Dazu die operative Seite eines Geschäfts, das Endkunden noch nie selbst bedient hat: kleine Sendungsgrößen, Serviceanfragen, Retouren und ein Zahlungsverkehr mit ganz anderer Struktur als im Handelsgeschäft.
Filialhandel & Omnichannel
Der Engpass ist der Bestand über Kanäle hinweg. Was online angeboten wird, muss in der Filiale auffindbar, reserviert und verkäuflich sein — sonst entstehen Absagen, die teurer sind als eine entgangene Bestellung. Themen sind Bestandsgenauigkeit und Reservierungslogik, Abholung und Rückgabe im Laden, Versand aus der Filiale, Zuordnung von Umsatz und Ergebnis zwischen Kanal und Fläche sowie Preis- und Aktionsführung, die in Laden und Shop gleichzeitig funktioniert.
B2B-Großhandel & Hersteller
Im B2B-Onlinegeschäft geht es nicht um Neukundengewinnung, sondern um Nachbestellungen bestehender Kunden. Der Hebel liegt in kundenindividuellen Preisen und Rabattstaffeln, Stammkunden- und Wiederbestelllisten, Angeboten und Zahlungsziel auf Rechnung, technischen Produktdaten mit Datenblättern und Zubehörlogik sowie in der Anbindung an die Beschaffungssysteme der Kunden. Der Onlinekanal entlastet dabei den Innendienst — das ist der Nutzen, an dem er gemessen wird.
Gesundheit, Apotheke & Drogerie
Zulassung, Beratungspflicht und Werbebeschränkungen setzen hier den Rahmen, in dem überhaupt optimiert werden darf: Was gezeigt, empfohlen und versendet werden darf, ist rechtlich vorgeprüft. Themen sind Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Positionen, Produktinformationen mit Pflichtangaben, Beratungsstrecken vor dem Kauf, Chargen- und Verfallsdatenführung im Bestand sowie ein Sortiment aus Pflicht- und Freiwahlpositionen mit sehr unterschiedlicher Marge.
Reise & Freizeit
Das Produkt ist ein Kalender: Verfügbarkeit, Preisstaffel und Stornierbarkeit sind Sortimentsentscheidungen und keine Systemeinstellungen. Themen sind Preis- und Verfügbarkeitssteuerung über die Zeitachse, Umgang mit Vorlaufzeiten und Buchungsfenstern, Zusatzleistungen als Ergebnisbeitrag, Stornierungs- und Umbuchungsregeln samt ihrer Kostenwirkung sowie Buchungsstrecken, die Varianten und Teilnehmerdaten abfragen, ohne den Abschluss zu verlieren.
Mode & Lifestyle
Hier entscheidet die Retoure über das Ergebnis: Ein erheblicher Teil der Sendungen kommt ganz oder teilweise zurück, und jede Rücksendung kostet Transport, Prüfung, Nachbearbeitung und oft Wertverlust. Gearbeitet wird deshalb an den Ursachen — Größen- und Passformangaben, Produktbilder und -beschreibungen, Sortimentsauswahl je Kanal, Umgang mit Auswahlbestellungen — und an einer Rechnung, die Umsatz und Retourenaufwand je Artikelgruppe zusammenführt. Dazu kommen Saisonlogik, Abschriftensteuerung und die Frage, welche Teile des Sortiments den Onlinekanal überhaupt tragen.
Konsumgüter & Markenhersteller
Der Direktvertrieb an Endkunden bringt Marge und Kundenzugang, aber er berührt den bestehenden Handel. Die eigentliche Aufgabe ist deshalb selten technisch: Preisstellung gegenüber Handelspartnern und Marktplätzen, Sortimentstrennung zwischen Handel und Direktkanal, Umgang mit Konditionsgesprächen, Aufbau eigener Kundendaten. Dazu die operative Seite eines Geschäfts, das Endkunden noch nie selbst bedient hat: kleine Sendungsgrößen, Serviceanfragen, Retouren und ein Zahlungsverkehr mit ganz anderer Struktur als im Handelsgeschäft.
Filialhandel & Omnichannel
Der Engpass ist der Bestand über Kanäle hinweg. Was online angeboten wird, muss in der Filiale auffindbar, reserviert und verkäuflich sein — sonst entstehen Absagen, die teurer sind als eine entgangene Bestellung. Themen sind Bestandsgenauigkeit und Reservierungslogik, Abholung und Rückgabe im Laden, Versand aus der Filiale, Zuordnung von Umsatz und Ergebnis zwischen Kanal und Fläche sowie Preis- und Aktionsführung, die in Laden und Shop gleichzeitig funktioniert.
B2B-Großhandel & Hersteller
Im B2B-Onlinegeschäft geht es nicht um Neukundengewinnung, sondern um Nachbestellungen bestehender Kunden. Der Hebel liegt in kundenindividuellen Preisen und Rabattstaffeln, Stammkunden- und Wiederbestelllisten, Angeboten und Zahlungsziel auf Rechnung, technischen Produktdaten mit Datenblättern und Zubehörlogik sowie in der Anbindung an die Beschaffungssysteme der Kunden. Der Onlinekanal entlastet dabei den Innendienst — das ist der Nutzen, an dem er gemessen wird.
Gesundheit, Apotheke & Drogerie
Zulassung, Beratungspflicht und Werbebeschränkungen setzen hier den Rahmen, in dem überhaupt optimiert werden darf: Was gezeigt, empfohlen und versendet werden darf, ist rechtlich vorgeprüft. Themen sind Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Positionen, Produktinformationen mit Pflichtangaben, Beratungsstrecken vor dem Kauf, Chargen- und Verfallsdatenführung im Bestand sowie ein Sortiment aus Pflicht- und Freiwahlpositionen mit sehr unterschiedlicher Marge.
Reise & Freizeit
Das Produkt ist ein Kalender: Verfügbarkeit, Preisstaffel und Stornierbarkeit sind Sortimentsentscheidungen und keine Systemeinstellungen. Themen sind Preis- und Verfügbarkeitssteuerung über die Zeitachse, Umgang mit Vorlaufzeiten und Buchungsfenstern, Zusatzleistungen als Ergebnisbeitrag, Stornierungs- und Umbuchungsregeln samt ihrer Kostenwirkung sowie Buchungsstrecken, die Varianten und Teilnehmerdaten abfragen, ohne den Abschluss zu verlieren.
Auftragslagen, in denen E-Commerce-Beratung angefragt wird
Was im Onlinehandel tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in wenige Lagen. Jede hat eine typische Ausgangslage, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und eine Zielgröße, die vor dem Start vereinbart und während der Laufzeit gemessen wird — nicht am Ende geschätzt. Enthalten ist immer der Punkt, an dem die Verantwortung wieder ins Haus zurückgeht.
Wechsel oder Ausbau des Shopsystems
Ausgangslage: Sortimentsgröße, Varianten oder Zahlungsarten überfordern die vorhandene Lösung, und ein Systemwechsel steht im Raum. Die Reihenfolge, die trägt: erst Sortiments- und Preislogik, Datenhoheit und Schnittstellen zur Warenwirtschaft entscheiden, dann auswählen, dann einführen. Zielgröße sind Ausfallzeit, Auffindbarkeit nach der Umstellung und die Zahl manueller Schritte, die danach entfallen.
Aufbau eines zusätzlichen Kanals
Ausgangslage: Ein Marktplatz, ein eigener Shop oder ein Direktvertrieb soll dazukommen, und die Entscheidung ist gefallen, bevor die Rechnung stand. Zuerst wird der Kanal einzeln gerechnet — Gebühren, Preisführung, Retourenlast, Datenrechte —, dann werden Produktdaten und Betrieb dafür aufgebaut, dann wird stufenweise geöffnet. Zielgröße ist der Beitrag je Bestellung in diesem Kanal, nicht sein Umsatz.
Margen- und Retourenprogramm
Ausgangslage: Der Umsatz stimmt, das Ergebnis nicht, und niemand kann sagen, welche Artikel es kosten. Zuerst werden Kosten je Bestellung und je Artikelgruppe vollständig zusammengeführt, dann werden Retourenursachen an Produktdaten und Sortiment angefasst, dann Versand- und Zahlungskonditionen. Zielgröße ist der Deckungsbeitrag je Bestellung gegen eine zu Beginn fixierte Basis.
Nachfrage und Kundenbindung neu ordnen
Ausgangslage: Die Kosten je Neukunde steigen, der Wiederkauf trägt sie nicht, und das Budget verteilt sich nach Gewohnheit. Zuerst wird bis zur bezahlten und behaltenen Bestellung gemessen, dann werden Neukundengewinnung und Bestandskundenbindung getrennt gesteuert, dann Lebenszyklus-Strecken aufgebaut. Zielgröße ist der Beitrag eines Kunden über mehrere Bestellungen, nicht der erste Kauf.
Rollenbilder, die im E-Commerce nachgefragt werden
In welcher Reihenfolge ein E-Commerce-Vorhaben läuft
Umfang und Dauer der Schritte hängen von Sortimentsgröße, Kanalzahl und Datenlage ab, die Abfolge nicht: erst rechnen, dann den Engpass benennen, dann an ihm arbeiten, dann die nächste Stufe absichern. Wir überspringen keinen Schritt und verkürzen ihn nur, wenn belastbare Vorarbeit vorliegt — eine Maßnahme ohne Rechnung dahinter ist ein Versuch, kein Vorhaben.
1. Zahlen je Bestellung zusammenführen
2. Den Engpass benennen
3. Sortiment und Preis nachziehen
4. Nachfrage und Kaufweg anpassen
5. Betrieb auf die nächste Stufe bringen
6. Wirkung messen und Verantwortung zurückgeben
Tagessätze im E-Commerce und woraus sich ein Budget zusammensetzt
Externe Unterstützung im Onlinehandel wird bei uns nach Tagessatz abgerechnet, nicht nach Projektpauschale. Er ergibt sich aus fünf Größen: Seniorität und Ergebnisverantwortung, Segment und Sortimentsart (regulierte Sortimente und erklärungsbedürftige B2B-Produkte liegen über dem Mittel), Präsenzanteil, Laufzeit und Verfügbarkeit. Über die Fachbereiche Marketing, Product Management & UX und Kundenservice liegen die ausgewiesenen Spannen aktuell zwischen 500 € und 1.900 € pro Tag. Führungsrollen auf Zeit liegen am oberen Ende, gestalterische und analytische Aufgaben am unteren. Die Spanne je Rolle steht offen auf der jeweiligen Rollenseite — hier zum Vergleich nebeneinander:
-
Interim CMO (Chief Marketing Officer)
1.400 – 1.900 € pro Tag
-
1.200 – 1.800 € pro Tag
-
1.100 – 1.600 € pro Tag
-
Freelance Head of Customer Service
900 – 1.500 € pro Tag
-
Freelance Customer Experience Stratege
900 – 1.500 € pro Tag
-
900 – 1.400 € pro Tag
-
Freelance Customer Experience Manager
800 – 1.400 € pro Tag
-
Freelance Contact Center Manager
800 – 1.300 € pro Tag
-
Freelance Product Manager Strategie
850 – 1.250 € pro Tag
-
Freelance Performance Marketing Manager
800 – 1.200 € pro Tag
-
Freelance Product Marketing Manager
800 – 1.150 € pro Tag
-
Freelance Voice of Customer Specialist
700 – 1.150 € pro Tag
-
Freelance Digital Product Manager
750 – 1.100 € pro Tag
-
720 – 1.100 € pro Tag
-
Freelance Customer Data Analyst
700 – 1.100 € pro Tag
-
650 – 1.100 € pro Tag
-
Freelance Market Research Consultant
600 – 1.100 € pro Tag
-
Freelance Marketing Automation Specialist
750 – 1.050 € pro Tag
-
Freelance Demand Generation Manager
750 – 1.050 € pro Tag
-
700 – 1.050 € pro Tag
-
Freelance Teamleiter Kundenservice
650 – 1.050 € pro Tag
-
700 – 1.000 € pro Tag
-
Freelance Digital Marketing Manager
700 – 1.000 € pro Tag
-
650 – 950 € pro Tag
-
600 – 950 € pro Tag
-
Freelance Customer Success Manager
550 – 950 € pro Tag
-
550 – 850 € pro Tag
-
500 – 800 € pro Tag
Jede Spanne stammt aus der zugehörigen Rollenseite und steht dort offen — ohne Anfrage.
Woraus ein Budget entsteht. Geplant wird in Personentagen, nicht in einer Gesamtsumme. Eine vollständige Rechnung je Bestellung samt Kanal- und Artikelsicht liegt für einen mittelständischen Bestand meist bei 10 bis 20 Personentagen. Die Bewertung eines zusätzlichen Kanals vor der Entscheidung braucht 8 bis 15 Tage. Ein Margen- und Retourenprogramm über mehrere Sortimente läuft in Wellen über mehrere Monate mit einem Kernteam von zwei bis drei Profilen in Teilzeit. Ein Systemwechsel wird nicht nach Tagen geplant, sondern nach Entscheidungen: Solange Sortimentslogik, Datenhoheit und Schnittstellen offen sind, ist jede Tagesschätzung eine Vermutung.
Was das Budget verlässlich macht. Vor dem Start werden drei Dinge schriftlich festgehalten: die Zielgröße mit ihrer Ausgangsbasis, der Übergabepunkt und die Bedingung, unter der abgebrochen wird. Damit ist ein Vorhaben jederzeit bewertbar — auch dann, wenn die Antwort lautet, dass der geplante Schritt sich nicht rechnet.
Welches Profil passt, hängt am Engpass: Eine Deckungsbeitragsrechnung verlangt andere Erfahrung als der Umbau einer Buchungsstrecke. Die vollständigen Übersichten stehen unter Marketing, Product Management & UX und Kundenservice & Customer Experience — darunter auch Profile, die hier nicht als Kachel auftauchen.
Der Onlinehandel wächst wieder — aber nicht dort, wo die Marge liegt
54,4 %
2,8 %
550 Mio.
Fragen, die im Onlinehandel regelmäßig gestellt werden
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
consultingheads wurde mehrfach von führenden Fachmagazinen und unabhängigen Dritten ausgezeichnet.