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Einordnung

Was Digitalisierungsberatung leistet — und was nicht

Zwei Beraterinnen und Berater arbeiten eine Digitalisierungs-Standortbestimmung durch

Digitalisierungsberatung — im deutschen Sprachgebrauch auch Transformationsberatung — arbeitet an der Frage, welche Veränderung ein Unternehmen tatsächlich braucht und in welcher Reihenfolge sie trägt. Ihr Gegenstand sind Zielbild, Abläufe und Zuständigkeiten, nicht die Auswahl einer Software. Ihr Nutzen liegt deshalb vor allem an zwei Stellen: am Anfang, wenn entschieden wird, was überhaupt angefasst wird, und am Ende, wenn sich zeigt, ob der neue Ablauf ohne Begleitung hält.

Sie klärt die Ausgangslage, bevor Technik ausgewählt wird. Ein Ablauf, der über Jahre um seine Ausnahmen herum gewachsen ist, wird durch neue Software nicht kürzer, sondern teurer. Eine belastbare Einordnung unterscheidet deshalb, ob ein Verlust in der Technik, im Prozess oder in der Zuständigkeit entsteht — drei Ursachen, die sich im Alltag ähnlich anfühlen und völlig unterschiedliche Antworten verlangen.

Sie stellt eine Rangfolge her, keine Wunschliste. In den meisten Unternehmen gibt es mehr Digitalisierungsideen als Kapazität, sie umzusetzen. Der Wert einer Beratung liegt hier weniger im Hinzufügen als im Weglassen: Was verändert im nächsten Geschäftsjahr wirklich etwas, was kann warten, was wird gestrichen. Vier Programme mit halber Besetzung dauern länger als zwei mit voller.

Sie begleitet bis dorthin, wo Vorhaben ihre Wirkung verlieren. Zwischen Konzept und Regelbetrieb liegen Datenmigration, Berechtigungskonzept und Sonderfälle, die in keiner Anforderung stehen. Fehler dort fallen erst nach dem Go-live auf. Eine Beratung, die mit der Roadmap endet, übergibt genau an der Stelle, an der es schwierig wird.

Was sie nicht leistet. Sie nimmt niemandem die Entscheidung über das eigene Geschäftsmodell ab. Ohne die Bereitschaft, Prozesse und Zuständigkeiten wirklich zu ändern, bildet auch die beste Software den alten Ablauf digital ab — nur mit höheren Lizenzkosten. Und sie ersetzt keinen Systemintegrator: Die Einführung selbst leisten Ihre Fachbereiche gemeinsam mit dem gewählten Anbieter.

Anlässe

Wann externe Unterstützung bei der Digitalisierung sinnvoll ist

Externe Unterstützung ist nicht immer die richtige Antwort. Steht das Zielbild, ist im Haus Kapazität frei und wurde ein vergleichbarer Prozess schon einmal erfolgreich umgestellt, ist der interne Weg der schnellere und der günstigere. In den folgenden Ausgangslagen fällt die Rechnung erfahrungsgemäß anders aus — nicht weil Wissen über das eigene Geschäft fehlt, sondern Routine mit genau dieser Art von Veränderung: Ein Systemwechsel steht in einem Unternehmen alle fünf bis zehn Jahre an, in unserem Netzwerk mehrmals im Jahr.

1. Die Roadmap steht, aber nichts bewegt sich

  • Konzepte liegen vor, oft sogar zwei — es fehlt Umsetzungskapazität mit Entscheidungsnähe.
  • Wer die Umsetzung nebenbei zum Tagesgeschäft machen soll, priorisiert im Zweifel das Tagesgeschäft. Zu Recht.

2. Ein Systemwechsel steht an

  • ERP, CRM oder Cloud-Migration — und niemand im Haus hat das schon einmal begleitet.
  • Fehler in Datenmigration und Berechtigungskonzept fallen erst nach dem Go-live auf und sind dann teuer.

3. Die Datenlage trägt keine Entscheidung

  • Berichte widersprechen sich, jede Abteilung hat ihre eigene Wahrheit.
  • Selten ein Werkzeugproblem, fast immer ein Definitions- und Verantwortungsproblem.

4. Zwei Organisationen wachsen zusammen

  • Doppelte Systeme, unterschiedliche Stammdaten und unklare Prozesse nach einer Übernahme.
  • Je länger zwei Landschaften parallel laufen, desto teurer wird die Zusammenführung.

5. Ein Projekt ist ins Stocken geraten

  • Eine ehrliche Außensicht, bevor mehr Budget hineinläuft.
  • Wer das Vorhaben verantwortet, kann es schlecht selbst infrage stellen — von außen kostet das wenige Wochen.

6. Die Organisation soll befähigt werden

  • Externe Umsetzung ist gelaufen, das Wissen ist aber nicht im Haus geblieben.
  • Rollen, Verantwortlichkeiten und Pflegeprozesse werden geklärt, damit der neue Ablauf ohne Begleitung trägt.

Findet sich Ihre Ausgangslage in einem dieser Anlässe wieder? Zwanzig Minuten genügen für eine erste Einordnung: was zuerst gemessen werden sollte, welches Vorhaben Vorrang hat — und ob Sie dafür überhaupt jemanden von außen brauchen.

Leistungen

Die Leistungsbereiche einer Digitalisierungsberatung im Überblick

Wir besetzen einen Bereich einzeln oder mehrere zusammen — je nachdem, wo ein Vorhaben steht. In der Praxis beginnt es meist mit Standortbestimmung und Priorisierung; Architektur, Daten und Change folgen dort, wo die Reihenfolge es verlangt.

Digitalstrategie und Zielbild

Wohin die Digitalisierung führen soll, in Zahlen statt Schlagworten. Dazu gehört eine belastbare Standortbestimmung, ein Zielbild für die nächsten zwei bis drei Jahre und eine Priorisierung nach Wertbeitrag, nicht nach Sichtbarkeit. Ergebnis ist eine Reihenfolge, die auch dann noch trägt, wenn das Budget gekürzt wird.

Technologieberatung und Architektur

Auswahl und Bewertung von Systemen, Zielarchitektur, Schnittstellen, Aufwands- und Risikoabschätzung. Herstellerneutral: wir verkaufen keine Lizenzen und haben keine Partnerprovisionen, die eine Empfehlung färben könnten. Dazu gehört die ehrliche Antwort, wann ein bestehendes System besser ertüchtigt als ersetzt wird.

Prozessdigitalisierung

Medienbrüche schließen, Durchlaufzeiten senken, Automatisierung dort, wo sie sich rechnet. Vor jeder Automatisierung steht die Vereinfachung: ein Ablauf mit sieben Freigabestufen wird nicht dadurch besser, dass er digital sieben Freigabestufen hat. Gemessen wird an Durchlaufzeit, Fehlerquote und Kosten pro Vorgang.

Daten und Analytics

Datenmodell, Datenqualität, Governance und die Berichte, auf die sich am Ende alle einigen können. Der unspektakuläre Teil — Definitionen, Verantwortlichkeiten, Pflegeprozesse — entscheidet darüber, ob eine Datenplattform nach zwei Jahren noch benutzt wird oder ob wieder in Tabellen gerechnet wird.

Change und Enablement

Befähigung der Teams, Kommunikation, Rollen und Verantwortlichkeiten. Der Teil, an dem Transformationen scheitern, und der Teil, der am häufigsten gestrichen wird, wenn es eng wird. Dazu gehören Schulungen, vor allem aber klare Antworten auf die Frage, was sich für die einzelne Person im Alltag ändert.

Transformation Office

Steuerung über mehrere Vorhaben hinweg, mit Transparenz über Fortschritt, Abhängigkeiten, Risiken und Budgetverbrauch. Sinnvoll ab etwa vier parallelen Vorhaben oder sobald mehrere Bereiche auf dieselben knappen internen Ressourcen zugreifen.

Welcher dieser Bereiche bei Ihnen zuerst greifen muss, lässt sich in zwanzig Minuten einordnen. Schildern Sie uns die Ausgangslage — Sie erhalten eine Einschätzung, keine Präsentation.

Zusammenarbeit

Vier Zuschnitte, in denen wir arbeiten

Über das Ergebnis entscheidet häufig nicht die fachliche Tiefe, sondern der Zuschnitt: wie viel externe Kapazität, mit welchem Mandat, über welchen Zeitraum. Vier Zuschnitte deckt unser Netzwerk ab; ein Wechsel im Verlauf ist der Normalfall. Für alle vier gilt dasselbe Gerüst: eine benannte interne Verantwortung, schriftliche Ziele vor dem Start und ein zu Projektbeginn vereinbarter Übergabepunkt.

Kurzeinsatz

Punktuelle Expertise

Eine erfahrene Person für eine klar umrissene Frage: eine Systembewertung, ein Architekturentwurf, ein Review eines laufenden Vorhabens. Typisch zwei bis acht Wochen, oft in Teilzeit. Sinnvoll, wenn im Haus gearbeitet wird und nur eine Erfahrungslücke geschlossen werden muss.

Umsetzung

Gemischtes Umsetzungsteam

Zwei bis fünf externe Fachleute arbeiten in einem Team mit Ihren Mitarbeitenden, unter interner fachlicher Führung. Das gängigste Modell bei Systemwechseln und Prozessvorhaben, typisch drei bis neun Monate. Der Vorteil ist die Übergabe: Wissen bleibt im Haus, weil es dort entsteht.

Mandat

Verantwortung auf Zeit

Eine externe Person übernimmt eine Führungs- oder Programmverantwortung mit Entscheidungsbefugnis — bei Vakanzen, in Sondersituationen oder wenn ein Vorhaben eine Instanz braucht, die nicht in den internen Interessenlagen steht. Typisch sechs bis achtzehn Monate, mit vereinbartem Übergabepunkt.

Steuerung

Transformation Office

Eine kleine Steuerungseinheit über mehreren Vorhaben: Planung, Abhängigkeiten, Risiken, Berichtswesen an die Geschäftsführung. Sie setzt nicht selbst um, sondern sorgt dafür, dass Entscheidungen fallen und Engpässe sichtbar werden, bevor sie zum Verzug führen.

Branchenerfahrung

Digitale Transformation nach Branche: was den Takt vorgibt

Der Transformationsdruck ist überall hoch, die Engpässe liegen aber an völlig verschiedenen Stellen. In der Fertigung entscheidet die Datendurchgängigkeit von der Maschine bis in die Planung, im Handel die Beherrschung von Produkt- und Preisdaten über mehrere Kanäle, bei Banken und Versicherungen die Nachweisbarkeit jeder einzelnen Änderung. Wer diese Unterschiede erst im Projekt lernt, bezahlt sie über die Laufzeit.

Wir besetzen deshalb nach Branchenerfahrung, nicht nach Verfügbarkeit: mit Fachleuten, die die Regulatorik, die üblichen Systemlandschaften, die Kennzahlen und die Stellen kennen, an denen vergleichbare Vorhaben zuvor gescheitert sind. Die Grundlage dafür ist ein Netzwerk aus 25 Fachbereichen mit mehr als 300 Rollenprofilen. In den folgenden Branchen arbeiten wir regelmäßig — jede Kachel nennt, was dort zuerst weh tut und woran der Fortschritt gemessen wird.

Digitale Transformation in Industrie und Produktion – Roboterzelle in der Fertigung

Industrie & Produktion

Digitalisierung in Logistik und Supply Chain – Hochregallager

Logistik & Supply Chain

Digitalisierung in Handel und Konsumgüterindustrie: Beraterin im Gespräch

Handel & Konsumgüter

Digitalisierung im Gesundheitswesen – Klinikteam bei der digitalen Fallbesprechung

Gesundheitswesen

Digitale Transformation bei Banken und Versicherungen: Team am Konferenztisch

Banken & Versicherungen

Digitale Transformation bei IT- und Softwareanbietern: Entwicklerteam am Bildschirm

IT & Software

Digitale Transformation in Industrie und Produktion – Roboterzelle in der Fertigung

Industrie & Produktion

Digitalisierung in Logistik und Supply Chain – Hochregallager

Logistik & Supply Chain

Digitalisierung in Handel und Konsumgüterindustrie: Beraterin im Gespräch

Handel & Konsumgüter

Digitalisierung im Gesundheitswesen – Klinikteam bei der digitalen Fallbesprechung

Gesundheitswesen

Digitale Transformation bei Banken und Versicherungen: Team am Konferenztisch

Banken & Versicherungen

Digitale Transformation bei IT- und Softwareanbietern: Entwicklerteam am Bildschirm

IT & Software

Vorhaben

Vorhaben, die typischerweise beauftragt werden — und ihre Kennzahl

Was in Transformationsprogrammen tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in vier Typen. Jeder hat eine typische Ausgangslage, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und eine Zielgröße, die vor Projektbeginn vereinbart und während der Laufzeit gemessen wird — nicht am Ende geschätzt.

ERP- oder CRM-Wechsel

Ausgangslage: ein über Jahre gewachsenes System mit Anpassungen, die niemand mehr vollständig kennt, und ein Hersteller, der den Support befristet. Die Reihenfolge, die trägt: erst Prozesse und Stammdaten bereinigen, dann Zielbild und Auswahl, dann Migration in Wellen statt in einem Schnitt. Gemessen wird an der Durchlaufzeit der Kernprozesse nach dem Go-live — und daran, wie viele Sonderlösungen wieder entstanden sind.

Cloud-Migration und Betriebsmodell

Ausgangslage: eigene Infrastruktur am Ende ihres Lebenszyklus, Investitionsentscheidung steht an. Entscheidend ist, nicht alles zu verschieben: Anwendungen werden nach Nutzen und Aufwand sortiert, ein Teil wandert, ein Teil wird abgelöst, ein Teil bleibt bewusst, wo er ist. Gemessen wird an Betriebskosten pro Anwendung, Ausfallzeiten und der Zeit von der Anforderung bis zur bereitgestellten Umgebung.

Prozessdigitalisierung im Kerngeschäft

Ausgangslage: ein Ablauf, der über mehrere Systeme und Abteilungen läuft, mit manuellen Übergaben dazwischen — Auftragsabwicklung, Rechnungsprüfung, Reklamation. Zuerst wird der Prozess vereinfacht, dann automatisiert, in dieser Reihenfolge. Gemessen wird an Kosten pro Vorgang, Fehlerquote und dem Anteil der Vorgänge, die ohne manuellen Eingriff durchlaufen.

Datenplattform und Berichtswesen

Ausgangslage: jede Abteilung rechnet eigene Zahlen, Entscheidungen verzögern sich, weil erst die Datengrundlage geklärt werden muss. Der Weg führt über Definitionen und Verantwortlichkeiten, nicht über die Werkzeugauswahl. Gemessen wird daran, wie lange eine belastbare Antwort auf eine Standardfrage braucht — und ob in Sitzungen noch über die Zahl diskutiert wird oder über die Entscheidung.

Expertenrollen

Von der Digitalstrategie bis zur ERP-Migration: häufig besetzte Profile

Der Zuschnitt eines Vorhabens bestimmt die Besetzung — eine Standortbestimmung braucht ein anderes Profil als eine Datenmigration, und mit dem Übergang von der Konzeption in die Umsetzung verschiebt sich der Bedarf. Die folgenden Profile werden in Digitalisierungsvorhaben am häufigsten angefragt; sie sind ein Ausschnitt, über die Kategorieseite kommen zahlreiche weitere Transformationsrollen hinzu. Aufgabenprofil, typische Einsätze und Tagessatzspanne stehen auf der jeweiligen Rollenseite.

Von der Standortbestimmung bis zum Regelbetrieb: der Ablauf

Umfang und Dauer der Schritte hängen von Größe und Systemlandschaft ab, die Abfolge nicht: erst messen, dann priorisieren, dann bauen, dann übergeben. Wir überspringen keinen Schritt und verkürzen ihn nur, wenn belastbare Vorarbeit vorliegt.

Schritt 1: Analyse und Bewertung der Ausgangslage im Transformationsvorhaben

1. Standortbestimmung

Zwei bis drei Wochen: Prozesse, Systeme, Datenlage und Zuständigkeiten werden aufgenommen — anhand dessen, was tatsächlich läuft, nicht anhand der Dokumentation.
Gespräche mit Sachbearbeitung, Werkern und Fachbereichsleitung machen die Umgehungslösungen sichtbar, die in keinem Systemreport auftauchen.
Ergebnis ist ein belastbares Bild des Ausgangspunkts samt benannter Engpässe — kein Gefühl und keine Absichtserklärung.
Schritt 2: Zieldefinition und Strategie für die digitale Transformation

2. Zielbild und Priorisierung

Was zuerst, was später, was gar nicht — mit Aufwand, Nutzen und Risiko je Vorhaben, offen dokumentiert.
Priorisierung nach Wertbeitrag, nicht nach Sichtbarkeit im Unternehmen. Zurückgestellte Vorhaben werden benannt, nicht verschwiegen.
Am Ende steht eine Reihenfolge, die auch bei gekürztem Budget noch trägt, weil die ersten Schritte für sich Nutzen liefern.
Schritt 3: Technologische Integration und Systemauswahl

3. Technologie und Architektur

Herstellerneutrale Auswahl und Bewertung der Systeme, die das Zielbild tragen — ohne Lizenzinteresse und ohne Partnerprovision.
Zielarchitektur, Schnittstellen, Datenflüsse und eine realistische Aufwands- und Risikoabschätzung je Option.
Dazu gehört die ehrliche Antwort, wann ein bestehendes System besser ertüchtigt als ersetzt wird.
Schritt 4: Change Management und Befähigung der Teams

4. Befähigung der Organisation

Rollen, Verantwortlichkeiten und Kommunikation werden geklärt, bevor Systeme ausgerollt werden.
Teams werden befähigt, damit der neue Prozess nach dem Projekt trägt — mit Schulungen, vor allem aber mit klaren Antworten darauf, was sich im Alltag ändert.
Widerstand wird ernst genommen statt weggeplant: er zeigt meist auf eine Stelle, an der der neue Ablauf noch nicht funktioniert.
Schritt 5: Umsetzung und Monitoring der Maßnahmen

5. Umsetzung mit Verantwortung

Wir besetzen die Aufgaben, die das Vorhaben tatsächlich braucht, und übernehmen Verantwortung für Ergebnisse statt für Präsentationen.
Schrittweise Einführung entlang von Meilensteinen statt Big Bang — jede Welle liefert einen eigenen, überprüfbaren Nutzen.
Interne Mitarbeitende arbeiten im selben Team mit, damit das Wissen dort entsteht, wo es später gebraucht wird.
Schritt 6: Evaluation und Optimierung nach dem Rollout

6. Wirkung messen und übergeben

Wenige, klar messbare Ziele, die zu Projektbeginn feststehen: Durchlaufzeit, Fehlerquote, Kosten pro Vorgang, Time-to-Market.
Nachsteuern auf Basis der gemessenen Werte, nicht auf Basis von Statusfolien.
Der Übergabepunkt ist zu Projektbeginn vereinbart: Am Ende arbeitet die Organisation ohne externe Unterstützung weiter.
Preisrahmen

Tagessätze in Digitalisierungsvorhaben: was Fachleute auf Zeit und Interim Manager kosten

Zwei Zahlen bestimmen das Budget eines Digitalisierungsvorhabens: der Tagessatz und die Zahl der Tage. Die zweite ist die größere Größe, wird aber seltener geplant. Abgerechnet wird über unser Netzwerk nach Tagessatz — ohne Projektpauschale und ohne erfolgsabhängige Bestandteile.

Was den Satz bewegt. An erster Stelle die Verfügbarkeit: Profile, die einen Systemwechsel bereits zweimal begleitet haben, sind knapp, und Knappheit wirkt stärker als jeder andere Faktor. Danach die Entscheidungsnähe der Rolle — wer eine Zielarchitektur verantwortet oder ein Programm gegenüber der Geschäftsführung vertritt, liegt über einer Rolle, die zuliefert. Dann die Branche: regulierte Umgebungen mit Nachweispflichten verlangen Zusatzerfahrung, die den Kreis verengt. Der Präsenzanteil schlägt in beide Richtungen aus — Werke, Filialen und Schichtbetrieb brauchen Anwesenheit, während Architektur- und Datenarbeit weitgehend remote läuft und den Kandidatenkreis über die eigene Region hinaus öffnet. Zuletzt die Laufzeit: ein Einsatz über zwölf Monate liegt pro Tag unter einem Vier-Wochen-Einsatz mit demselben Einarbeitungsaufwand.

Die Spannen unseres Bestands, wie sie auf den Rollenseiten ausgewiesen sind.

Jede Angabe ist eine Spanne und kein Festpreis; der Satz für einen konkreten Einsatz wird vor Beauftragung vereinbart.

Abschnittsweise freigeben, nicht als Gesamtsumme. Jeder Abschnitt endet mit einer Entscheidung, die auch „nicht weiter“ lauten darf: die Standortbestimmung mit einer belastbaren Reihenfolge, das erste Einzelvorhaben mit einer gemessenen Kennzahl, der Rollout mit einer Übergabe an den Betrieb. Wer alles in einem Betrag freigibt, verliert genau die Stellen, an denen ein Abbruch noch günstig wäre — und die sind in Digitalisierungsvorhaben die eigentliche Kostenbremse.

Der Unterschied zur klassischen Beratungsgesellschaft liegt weniger im Preis als darin, was Sie einkaufen. Dort beauftragen Sie ein Team samt Methodik, Qualitätssicherung und dem Apparat dahinter; hier besetzen Sie eine Rolle in Ihrer eigenen Linie. Das verlangt, dass die fachliche Führung im Haus bleibt, und hat zur Folge, dass die Erfahrung dort bleibt, wo der Vorgang bearbeitet wird. Lizenz-, Cloud- und Betriebskosten der eingesetzten Systeme gehören nicht zum Tagessatz und hängen an Ihrer Architektur, nicht an der Besetzung.

Die Besetzung richtet sich nach dem Zuschnitt: Eine Standortbestimmung braucht ein anderes Profil als eine ERP-Migration. Die vollständige Übersicht steht unter Transformation & Changemanagement — darunter Digital Transformation Consultants, Change-Management-Berater und ERP-Change-Manager. Für die technische Umsetzung ergänzen Cloud & Infrastruktur und Data Engineering & Data Science.

Warum jetzt

Der Abstand zwischen digital geführten und nachziehenden Unternehmen wächst

40%

der Unternehmen werden binnen eines Jahrzehnts verschwinden, wenn sie nicht auf neue Technologien umschwenken
John Chambers, Cisco

2 Jahre

Digitalisierung in zwei Monaten — so beschrieb Microsofts CEO den Schub, den die Pandemie ausgelöst hat. Das Tempo ist seither die neue Messlatte.
Satya Nadella, Microsoft (April 2020)

81%

bereits digitalisierter Unternehmen konnten diese dank Fördermitteln vorantreiben 

Digital X
Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Beratung für digitale Transformation

Beratung für digitale Transformation verbindet Geschäftsmodell, Prozesse und Technologie zu einem Zielbild und begleitet dessen Umsetzung. Dazu gehören eine Standortbestimmung, die Priorisierung nach Wertbeitrag, Architektur- und Technologieentscheidungen, die Digitalisierung einzelner Prozesse und die Befähigung der Organisation. Sie unterscheidet sich von klassischer Strategieberatung dadurch, dass sie nicht mit der Roadmap endet, sondern bis zu messbaren Ergebnissen im Betrieb begleitet.
Technologieberatung beantwortet, welches System eingesetzt und wie es integriert wird — sie setzt eine getroffene Entscheidung voraus. Digitalisierungsberatung setzt eine Ebene darüber an: welche Wertschöpfung digital besser funktioniert, welche Prozesse sich dafür ändern müssen und in welcher Reihenfolge investiert wird. Die Technologieauswahl ist dann ein Teilschritt, nicht der Ausgangspunkt. In der Praxis greifen beide ineinander; entscheidend ist, dass die Reihenfolge stimmt.
Wenn eine Roadmap existiert, aber die Umsetzungskapazität fehlt. Wenn ein Systemwechsel ansteht, den niemand im Haus schon einmal begleitet hat. Wenn die Datenlage keine Entscheidung trägt, zwei Organisationen zusammenwachsen sollen oder ein Vorhaben stockt und eine ehrliche Außensicht braucht. Nicht sinnvoll ist externe Unterstützung, wenn Zielbild, Kapazität und Erfahrung intern vorhanden sind — dann kostet sie nur Abstimmung.
Die Standortbestimmung dauert zwei bis drei Wochen. Einzelvorhaben wie eine Prozessdigitalisierung oder eine Cloud-Migration liegen typischerweise bei drei bis neun Monaten. Programme über mehrere Bereiche laufen ein bis drei Jahre. Entscheidend ist weniger die Gesamtdauer als der Schnitt: Ein Vorhaben sollte in Abschnitte zerlegt sein, die je für sich einen messbaren Nutzen liefern — sonst hängt der gesamte Nutzen am Ende einer sehr langen Kette.
An überprüfbaren Zielgrößen, die vor Projektbeginn feststehen: Durchlaufzeit, Fehlerquote, Kosten pro Vorgang, Time-to-Market. An der Übergabefähigkeit — nach dem Projekt muss die Organisation ohne externe Unterstützung weiterarbeiten können. Und daran, ob unangenehme Befunde ausgesprochen werden: Eine Beratung, die nie widerspricht, bestätigt nur die vorhandene Meinung. Ein Foliensatz ohne veränderte Kennzahl ist kein Ergebnis.
Daten sind die Voraussetzung, KI eine Anwendung darauf. Ohne belastbares Datenmodell, geklärte Qualität und Governance bleibt jeder KI-Anwendungsfall ein Prototyp, der die Pilotphase nicht verlässt. Sinnvoll ist die Reihenfolge: Datenbasis und Prozessverständnis zuerst, danach Automatisierung und KI dort, wo sie sich rechnen. Wer umgekehrt vorgeht, automatisiert zuverlässig einen Prozess, der besser vereinfacht worden wäre.
Unklare Zielgrößen, zu viele parallele Vorhaben, fehlende Entscheidungsnähe im Projekt und eine Organisation, die Prozesse und Zuständigkeiten nicht verändern will. Dazu kommt der Übergang von der Konzeption in den Betrieb, an dem Verantwortung oft wechselt. Technik ist selten die Ursache: Meist wird ein alter Ablauf digital abgebildet, statt ihn vorher zu vereinfachen — das Ergebnis ist derselbe Prozess, nur teurer.
In der Regel beides. Interne Teams kennen Prozesse, Kunden und die ungeschriebenen Regeln des Hauses; externe Expertise bringt Erfahrung aus vergleichbaren Vorhaben und Kapazität für die Spitzenlast. Bewährt hat sich ein gemischtes Team mit klarer interner Verantwortung und einem zu Beginn vereinbarten Übergabepunkt. Welches Profil ein Vorhaben braucht, entscheidet der Zuschnitt — und mit dem Übergang von der Konzeption in die Umsetzung verschiebt sich der Bedarf.
Die Spannen auf unseren Rollenseiten reichen von 650 € für analytische Datenprofile bis 1.600 € für Programm- und Führungsverantwortung. Wo ein Profil innerhalb dieser Bandbreite liegt, entscheiden Verfügbarkeit, Entscheidungsnähe der Rolle, Branche, Präsenzanteil und Laufzeit. Ein belastbarer Wert entsteht erst mit dem Zuschnitt: Dieselbe Aufgabe kann als Zulieferung oder als verantwortete Rolle besetzt werden, und dazwischen liegen mehrere hundert Euro pro Tag. Die Spanne je Rolle ist auf der jeweiligen Rollenseite ausgewiesen und nicht erst auf Anfrage.
Neben dem Honorar der externen Fachleute fallen drei Blöcke an, die in frühen Schätzungen regelmäßig fehlen: Lizenz-, Cloud- und Betriebskosten der eingesetzten Systeme, die nach dem Projekt bleiben; interne Aufwände für Fachbereiche, Test und Abnahme, die keine Rechnung erzeugen, aber Kapazität binden; und Datenbereinigung samt Migration, deren Umfang sich erst am tatsächlichen Datenbestand zeigt. Für die Planung zählt deshalb weniger eine Gesamtsumme als die Frage, wie viele Tage in welchem Abschnitt anfallen — und in welcher Reihenfolge die Abschnitte liegen.
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