Beratung für Vertrieb und Vertriebsoptimierung
Vertriebsberatung: Vertriebsoptimierung, die im Abschluss ankommt
Vertriebsberatung beschäftigt sich damit, wie ein Unternehmen aus seinem Markt tatsächlich Umsatz macht — über die Auswahl der Kunden, den Zuschnitt des Angebots, den Preis und die Art, wie der Vertrieb gesteuert wird. Wichtig wird sie meist dann, wenn Aufwand und Ergebnis auseinanderlaufen: Die Pipeline ist gefüllt und der Abschluss bleibt aus, der Forecast hält nur bis kurz vor Quartalsende, ein neues Angebot findet seinen Weg zum Kunden nicht, oder ein gewachsener Vertrieb lässt sich nicht mehr über Erfahrungswerte führen. Nötig ist dafür weniger zusätzliche Aktivität als Klarheit: ein beschriebener Zielkunde, ein nachvollziehbarer Angebots- und Preisprozess, belastbare Daten im CRM und Kennzahlen, über deren Bedeutung im Haus niemand mehr streitet.
Führende Unternehmen vertrauen auf unser Netzwerk
Was Vertriebsberatung leistet — und was nicht

Vertriebsberatung — international auch als Sales Consulting geführt — arbeitet am Weg vom Markt bis zum unterschriebenen Vertrag. Dieser Weg lässt sich in vier Übergänge zerlegen: vom Markt zum Kontakt, vom Kontakt zum Angebot, vom Angebot zum Abschluss und vom Abschluss zum Wiederkauf. Umsatz entsteht an diesen Übergängen, nicht in der Summe der Aktivitäten davor. Bricht einer davon, verpufft jede zusätzliche Anstrengung an den übrigen drei — und genau deshalb beginnt Vertriebsoptimierung mit einer Messung und nicht mit einer Maßnahme.
Die Bezeichnungen gehen dabei durcheinander. Gesucht wird nach Vertriebsberatung oder B2B-Vertriebsberatung, nach Vertriebsoptimierung, nach Beratung für den Vertrieb, nach Sales Consulting oder Sales-Beratung, nach Consulting für den Vertrieb, nach einer Unternehmensberatung für Vertrieb und Marketing oder nach einem Unternehmensberater für Vertrieb. Manche nennen die Rolle Vertriebsoptimierer, andere wollen schlicht den Vertrieb optimieren. Gemeint ist meist dieselbe Aufgabe; nur der Ausschnitt unterscheidet sich: Eine Beratung zur Vertriebsstrategie beginnt beim Markt, eine Vertriebsoptimierung beim bestehenden Prozess.
Sie sucht den Übergang, an dem es klemmt. Ein Vertrieb mit zu wenig Terminen hat ein anderes Problem als einer mit vielen Terminen und wenigen Angeboten — und beide haben ein anderes Problem als einer, der Angebote schreibt und sie im Preisgespräch verliert. Alle drei Fälle fühlen sich im Alltag gleich an: Es wird viel gearbeitet, und die Zahl am Quartalsende stimmt trotzdem nicht. Erst die Konversion zwischen den Stufen trennt sie voneinander.
Sie arbeitet an Angebot und Preis, nicht nur an der Ansprache. Der größte Hebel liegt in vielen Häusern nicht in mehr Erstkontakten, sondern im Angebotsprozess: darin, welche Anfragen überhaupt bearbeitet werden, wie schnell ein Angebot beim Kunden liegt, welcher Nachlass ohne Rückfrage möglich ist und wer Ausnahmen genehmigt. Ein Rabatt, der zur Gewohnheit geworden ist, kostet dauerhaft Marge und taucht in keiner Vertriebsstatistik als Verlust auf.
Sie macht die Vertriebssteuerung unabhängig von Meinung. Ein Forecast, der auf Zuruf entsteht, ist eine Sammlung von Einschätzungen. Belastbar wird er erst, wenn jede Phase an ein überprüfbares Ereignis geknüpft ist: ein bestätigtes Budget, ein benannter Entscheider, ein vereinbarter Termin für die Unterschrift. Dazu gehört die unspektakuläre Arbeit an Datenqualität und Pflegedisziplin im CRM, ohne die jede Auswertung eine Schätzung bleibt.
Was sie nicht leistet. Sie verkauft nicht anstelle der eigenen Mannschaft, und sie rettet kein Angebot, für das es im Markt keine Nachfrage gibt. Bleiben Zuständigkeiten, Zielsysteme und Provisionslogik unverändert, hält auch ein sauber beschriebener Vertriebsprozess nur bis zum nächsten Quartalsdruck. Und sie nimmt niemandem die Entscheidung ab, welche Kunden ein Unternehmen künftig nicht mehr bedienen will — die fällt in der Geschäftsführung.
Wann externe Unterstützung im Vertrieb wirklich trägt
Nicht jede Vertriebsschwäche braucht Beratung. Sind Zielkunde, Angebotsprozess und Steuerung im Haus geklärt und ist Kapazität für die Umsetzung frei, ist der interne Weg der schnellere und der günstigere. In den folgenden Konstellationen fällt die Rechnung erfahrungsgemäß anders aus — nicht, weil das Wissen über den eigenen Markt fehlt, sondern die Routine mit dieser Art von Umbau: Eine Vertriebsorganisation wird in einem Unternehmen selten neu geschnitten, in unserem Netzwerk mehrmals im Jahr.
Volle Pipeline, ausbleibende Abschlüsse
- Die Aktivitätszahlen stimmen, die Abschlussquote nicht — ein Hinweis auf die Auswahl der Gelegenheiten, nicht auf ihre Menge.
- Wer den Trichter oben weiter öffnet, verschiebt das Problem nach hinten und bindet Kapazität, die unten fehlt.
Der Forecast hält der Realität nicht stand
- Prognose und Ergebnis laufen Quartal für Quartal auseinander, ohne dass jemand die Phase benennen kann, ab der es kippt.
- Meist fehlen überprüfbare Kriterien je Phase; die Einschätzung ersetzt das Ereignis.
Ein neues Angebot findet seinen Markt nicht
- Produkt oder Leistung sind fertig, der Weg zum Kunden ist es nicht — Zielsegment, Kanal und Preislogik sind ungeklärt.
- Go-to-Market entscheidet sich vor der ersten Kampagne, nicht danach.
Der Vertrieb ist gewachsen, die Steuerung nicht
- Was mit acht Leuten über Zuruf funktioniert hat, trägt mit dreißig nicht mehr.
- Gebiete, Zuständigkeiten und Übergaben sind gewachsen und widersprechen sich an den Rändern.
Nachlässe sind zur Regel geworden
- Kaum ein Abschluss kommt ohne Sonderkondition zustande, und niemand kann die Summe der Ausnahmen beziffern.
- Die Marge sinkt langsam genug, dass es in keinem Monatsbericht auffällt.
Der Umsatz hängt an wenigen Köpfen
- Zwei oder drei Personen tragen den Großteil des Ergebnisses; ihr Wissen steht nicht im System.
- Jeder Weggang, jede Krankheit und jede Urlaubswoche wird unmittelbar zum Umsatzrisiko.
Erkennen Sie Ihre Lage in einer dieser Konstellationen wieder? Zwanzig Minuten reichen für eine erste Verortung: an welchem Übergang die Konversion vermutlich bricht, welche Zahl Sie zuerst brauchen — und ob Sie dafür überhaupt jemanden von außen benötigen.
Handlungsfelder einer Vertriebsberatung im Überblick
Ein Feld wird einzeln besetzt oder mehrere zusammen — je nachdem, welcher Übergang klemmt. Meist beginnt es bei Zielkunde und Angebotsprozess; Steuerung, Preis und Kanäle folgen dort, wo die Messung es verlangt.
Vertriebsstrategie und Go-to-Market
Wer genau gewonnen werden soll, mit welchem Nutzenversprechen und über welchen Weg. Dazu gehören eine belastbare Beschreibung des Zielkunden, die Abgrenzung dessen, was bewusst nicht bearbeitet wird, und eine Kanalentscheidung, die zur Größe des Geschäfts passt — eine Vertriebsstrategie, die auch unter Quartalsdruck trägt.
Vertriebsorganisation und Rollen
Zuschnitt von Gebieten und Segmenten, Trennung von Neugeschäft und Bestandsbetreuung, Übergabepunkte zwischen Innen- und Außendienst. Die Frage ist selten, wie viele Personen es braucht, sondern welche Aufgabe wo liegt — und wer eine Ausnahme entscheiden darf.
Pipeline, Forecast und Vertriebssteuerung
Phasenmodell mit überprüfbaren Kriterien, Konversionsraten je Übergang, ein Forecast, dem die Geschäftsführung folgen kann. Dazu gehören wenige Kennzahlen statt eines Berichtswesens, das niemand liest: Konversion je Phase, Durchlaufzeit, Auftragswert, Anteil Bestandsgeschäft.
Preis-, Angebots- und Konditionsprozess
Preislogik, Rabattstufen, Freigabegrenzen und die Geschwindigkeit, mit der ein Angebot beim Kunden liegt. Hier entsteht Marge oder sie verschwindet — meist unbemerkt, weil eine Sonderkondition einzeln immer begründbar ist. Gemessen wird an realisierter Marge und Angebotsdauer.
Kanäle, Partner- und Key-Account-Vertrieb
Direkt, über Partner oder beides: Kanalkonflikte, Partnerauswahl, Konditionsmodelle und die Betreuung der wenigen Kunden, die den Großteil des Ergebnisses ausmachen. Ein ungesteuerter Partnerkanal kostet Marge und Kundenzugang zugleich.
CRM, Sales Tech und Datenqualität
Das System soll die Arbeit tragen, nicht dokumentieren. Dazu gehören ein Datenmodell, das zum Vertriebsprozess passt, Pflichtfelder mit Zweck, saubere Stammdaten und Auswertungen ohne Nacharbeit. Ohne diesen Teil bleibt jede Steuerung eine Schätzung.
Welches Feld bei Ihnen zuerst greifen muss, lässt sich in einem kurzen Gespräch verorten. Schildern Sie uns Ihre Zahlen — Sie bekommen eine Einschätzung zurück, keine Präsentation.
So werden Vertriebsvorhaben besetzt
Ob ein Vorhaben trägt, entscheidet häufig nicht die fachliche Tiefe, sondern die Form der Besetzung: wie viel externe Kapazität, mit welchem Mandat, an welcher Stelle der Organisation. Vier Formen deckt unser Netzwerk ab, ein Wechsel im Verlauf ist üblich. Für alle vier gilt dasselbe: eine benannte interne Verantwortung, schriftlich vereinbarte Zielgrößen und ein Ende, das schon vor dem Start feststeht.
Vertriebsdiagnose auf Zeit
Eine erfahrene Person nimmt die vier Übergänge auf, misst die Konversion und benennt die Stelle mit dem größten Verlust. Ergebnis ist eine Rangfolge von Maßnahmen mit Aufwand und erwarteter Wirkung. Sinnvoll, wenn im Haus gearbeitet wird und nur eine unabhängige Außensicht auf die Zahlen fehlt.
Mitarbeit im Vertriebsteam
Ein bis drei externe Fachleute arbeiten unter interner Führung mit — an Angebotsprozess, Pipeline-Hygiene, Preisfreigaben oder dem Aufbau einer Segmentbetreuung. Das gängigste Modell, weil die Änderung dort entsteht, wo sie später gelebt werden muss, und das Wissen im Haus bleibt.
Vertriebsleitung auf Zeit
Eine externe Person übernimmt Vertriebsverantwortung mit Entscheidungsbefugnis — bei einer Vakanz, in einer Sondersituation oder wenn Entscheidungen anstehen, die aus den internen Interessenlagen heraus schwer zu treffen sind. Der Übergabepunkt an die Nachfolge wird zu Beginn vereinbart.
Kanal- und Partneraufbau
Eine befristete Aufgabe mit klarem Ergebnis: ein neues Segment erschließen, einen Partnerkanal aufsetzen, ein Land öffnen. Gearbeitet wird gegen eine vereinbarte Zielgröße — erste Abschlüsse, aktive Partner, gefüllte Pipeline — und nicht gegen eine Präsenzzeit.
Vertrieb nach Branche: wo die Abschlusshürde liegt
Der Druck auf den Vertrieb ist überall hoch, die Hürde vor dem Abschluss liegt aber an sehr verschiedenen Stellen. Im Maschinen- und Anlagenbau entscheidet die technische Klärung vor dem Angebot, im Softwaregeschäft die Verlängerung statt der Neukunde, bei Banken und Versicherungen die Nachweisbarkeit jedes Beratungsschritts. Wer diese Unterschiede erst im Projekt lernt, bezahlt sie über die gesamte Laufzeit.
Wir besetzen deshalb nach Branchenerfahrung: mit Fachleuten, die die Einkaufsgremien, die üblichen Vertragsformen, die Kennzahlen und die Stellen kennen, an denen vergleichbare Vorhaben zuvor gescheitert sind. Wer die Einkaufsroutinen einer Branche nicht kennt, verhandelt gegen Regeln, die niemand ausspricht. Dahinter steht ein Expertennetzwerk mit 25 Fachbereichen und mehreren hundert Profilen. In den folgenden Branchen arbeiten wir regelmäßig — jede Kachel nennt, wo dort der Abschluss hängt und woran der Fortschritt gemessen wird.
Maschinen- und Anlagenbau
Der Abschluss hängt hier selten am Preisgespräch, sondern an der technischen Klärung davor: Anforderungen, Machbarkeit, Sonderkonstruktion. Jede Woche Verzug zwischen Anfrage und Angebot kostet Abschlusswahrscheinlichkeit. Der Hebel liegt im Zusammenspiel von Vertrieb und Technik — wer entscheidet, welche Anfrage bearbeitet wird, und wie lange eine Kalkulation dauern darf. Dazu kommt das Servicegeschäft, oft profitabler als der Anlagenverkauf und trotzdem nebenher betrieben. Gemessen wird an der Zeit bis zum Angebot, der Angebotserfolgsquote und dem Anteil wiederkehrender Serviceerlöse.
IT und Software
Im Softwaregeschäft entscheidet nicht der erste Abschluss über das Ergebnis, sondern die Verlängerung und die Ausweitung im Bestand. Ein Vertrieb, der nur bis zur Unterschrift denkt, produziert Kündigungen im zweiten Jahr. Typische Themen: der Zuschnitt zwischen Innendienst und Außendienst, die Übergabe an die Betreuung, eine Paket- und Preislogik, die Ausweitung erlaubt, und ein Pre-Sales-Prozess, der technische Fragen früh klärt. Gemessen wird an Abschlussquote je Segment, Verlängerungsquote und Zeit bis zur produktiven Nutzung.
Banken und Versicherungen
Jeder Schritt muss dokumentiert und nachvollziehbar sein — das prägt Beratungsgespräch, Angebot und Abschluss gleichermaßen. Der Aufwand für Nachweise konkurriert direkt mit der Zeit beim Kunden; wer den Ablauf nicht ordnet, verliert beides. Vertriebsarbeit heißt hier zuerst: klare Segmentierung, ein Beratungsablauf, der die Pflichten trägt, ohne das Gespräch zu ersticken, und Übergaben zwischen Fläche und Spezialisten ohne Nacharbeit. Gemessen wird an Abschlüssen je Beratungstag und am Anteil vollständiger Vorgänge ohne Rückfrage.
Gesundheitswesen und Medizintechnik
Entschieden wird selten von einer Person: Anwendung, Einkauf, Hygiene, Technik und Verwaltung haben unterschiedliche Kriterien, und ein überzeugter Anwender allein trägt keinen Abschluss. Dazu kommen Ausschreibungen, Einkaufsgemeinschaften und Budgetzyklen, die den Zeitpunkt bestimmen. Vertriebsarbeit heißt hier, das Gremium früh sichtbar zu machen und für jede Rolle das passende Argument bereitzuhalten. Gemessen wird an erreichten Rollen je Vorgang und an der Trefferquote in Ausschreibungen.
Handel und Konsumgüter
Der Vertrieb verhandelt hier gegen professionelle Einkaufsorganisationen, und die Jahresgespräche entscheiden über einen großen Teil des Ergebnisses. Listung, Platzierung, Konditionen und Werbekostenzuschüsse hängen zusammen; wer sie einzeln verhandelt, verliert in der Summe. Nötig sind belastbare Zahlen zum eigenen Beitrag, eine Konditionslogik, die Leistung und Gegenleistung verknüpft, und eine Grenze, ab der ein Zugeständnis nicht mehr getragen wird. Gemessen wird an der realisierten Nettomarge nach allen Konditionen und an der Listungsquote.
Logistik und Transport
Ausschreibungen, Frachtraten und kurze Laufzeiten machen den Vertrieb hier zu einem Geschäft mit dauerhaftem Preisdruck. Wer nur über den Preis verkauft, verliert die nächste Ausschreibung an den, der günstiger kalkuliert. Der Hebel liegt in der Auswahl: welche Ausschreibungen bearbeitet werden, welche Relationen zum eigenen Netz passen und wo Zusatzleistungen den Preisvergleich verlassen. Gemessen wird an der Trefferquote, am Deckungsbeitrag je Relation und an der Netzauslastung.
Maschinen- und Anlagenbau
Der Abschluss hängt hier selten am Preisgespräch, sondern an der technischen Klärung davor: Anforderungen, Machbarkeit, Sonderkonstruktion. Jede Woche Verzug zwischen Anfrage und Angebot kostet Abschlusswahrscheinlichkeit. Der Hebel liegt im Zusammenspiel von Vertrieb und Technik — wer entscheidet, welche Anfrage bearbeitet wird, und wie lange eine Kalkulation dauern darf. Dazu kommt das Servicegeschäft, oft profitabler als der Anlagenverkauf und trotzdem nebenher betrieben. Gemessen wird an der Zeit bis zum Angebot, der Angebotserfolgsquote und dem Anteil wiederkehrender Serviceerlöse.
IT und Software
Im Softwaregeschäft entscheidet nicht der erste Abschluss über das Ergebnis, sondern die Verlängerung und die Ausweitung im Bestand. Ein Vertrieb, der nur bis zur Unterschrift denkt, produziert Kündigungen im zweiten Jahr. Typische Themen: der Zuschnitt zwischen Innendienst und Außendienst, die Übergabe an die Betreuung, eine Paket- und Preislogik, die Ausweitung erlaubt, und ein Pre-Sales-Prozess, der technische Fragen früh klärt. Gemessen wird an Abschlussquote je Segment, Verlängerungsquote und Zeit bis zur produktiven Nutzung.
Banken und Versicherungen
Jeder Schritt muss dokumentiert und nachvollziehbar sein — das prägt Beratungsgespräch, Angebot und Abschluss gleichermaßen. Der Aufwand für Nachweise konkurriert direkt mit der Zeit beim Kunden; wer den Ablauf nicht ordnet, verliert beides. Vertriebsarbeit heißt hier zuerst: klare Segmentierung, ein Beratungsablauf, der die Pflichten trägt, ohne das Gespräch zu ersticken, und Übergaben zwischen Fläche und Spezialisten ohne Nacharbeit. Gemessen wird an Abschlüssen je Beratungstag und am Anteil vollständiger Vorgänge ohne Rückfrage.
Gesundheitswesen und Medizintechnik
Entschieden wird selten von einer Person: Anwendung, Einkauf, Hygiene, Technik und Verwaltung haben unterschiedliche Kriterien, und ein überzeugter Anwender allein trägt keinen Abschluss. Dazu kommen Ausschreibungen, Einkaufsgemeinschaften und Budgetzyklen, die den Zeitpunkt bestimmen. Vertriebsarbeit heißt hier, das Gremium früh sichtbar zu machen und für jede Rolle das passende Argument bereitzuhalten. Gemessen wird an erreichten Rollen je Vorgang und an der Trefferquote in Ausschreibungen.
Handel und Konsumgüter
Der Vertrieb verhandelt hier gegen professionelle Einkaufsorganisationen, und die Jahresgespräche entscheiden über einen großen Teil des Ergebnisses. Listung, Platzierung, Konditionen und Werbekostenzuschüsse hängen zusammen; wer sie einzeln verhandelt, verliert in der Summe. Nötig sind belastbare Zahlen zum eigenen Beitrag, eine Konditionslogik, die Leistung und Gegenleistung verknüpft, und eine Grenze, ab der ein Zugeständnis nicht mehr getragen wird. Gemessen wird an der realisierten Nettomarge nach allen Konditionen und an der Listungsquote.
Logistik und Transport
Ausschreibungen, Frachtraten und kurze Laufzeiten machen den Vertrieb hier zu einem Geschäft mit dauerhaftem Preisdruck. Wer nur über den Preis verkauft, verliert die nächste Ausschreibung an den, der günstiger kalkuliert. Der Hebel liegt in der Auswahl: welche Ausschreibungen bearbeitet werden, welche Relationen zum eigenen Netz passen und wo Zusatzleistungen den Preisvergleich verlassen. Gemessen wird an der Trefferquote, am Deckungsbeitrag je Relation und an der Netzauslastung.
Projekttypen im Vertrieb und woran sie gemessen werden
Was im Vertrieb tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in wenige Typen. Jeder hat eine typische Ausgangslage, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und eine Zielgröße, die vor dem Start vereinbart und während der Laufzeit gemessen wird — nicht am Ende geschätzt.
Neuzuschnitt der Vertriebsorganisation
Ausgangslage: Gebiete, Segmente und Zuständigkeiten sind über Jahre gewachsen, Übergaben zwischen Innen- und Außendienst funktionieren nur, weil sich einzelne Personen kennen. Die Reihenfolge, die trägt: erst Kundenwert und Betreuungsaufwand je Segment ermitteln, dann Aufgaben zuschneiden, dann Personen zuordnen. Gemessen wird an der Betreuungsdichte je Segment.
Forecast- und Pipeline-Disziplin
Ausgangslage: Die Prognose weicht regelmäßig ab, und die Diskussion dreht sich um die Zahl statt um die Entscheidung. Der Weg führt über ein Phasenmodell mit überprüfbaren Kriterien, eine bereinigte Pipeline und eine feste Taktung. Gemessen wird an Prognosegenauigkeit und Konversion je Übergang.
Preis- und Konditionssystem
Ausgangslage: Nachlässe entstehen im Einzelfall, die Summe kennt niemand, und die Marge sinkt langsamer, als sie auffällt. Der Weg führt über eine Auswertung der realisierten Preise, eine Rabattlogik mit Freigabegrenzen und die Klärung, wer Ausnahmen entscheidet. Gemessen wird an Nettomarge und Regelabweichung.
Aufbau eines Partner- und Kanalvertriebs
Ausgangslage: Der direkte Vertrieb stößt an eine Grenze — regional, fachlich oder bei kleineren Aufträgen. Der Weg führt über wenige passende Partner statt vieler, ein Konditionsmodell ohne Kanalkonflikt und eine Betreuung, die befähigt. Gemessen wird an aktiven Partnern, Umsatz je Partner und der Stabilität des Direktgeschäfts.
Profile, die in Vertriebsvorhaben besetzt werden
So läuft ein Vertriebsvorhaben ab
Umfang und Dauer der Schritte hängen von Größe, Segmentzahl und Systemlandschaft ab, die Abfolge nicht: erst messen, dann entscheiden, dann umbauen, dann übergeben. Ein Schritt wird nicht übersprungen, sondern höchstens verkürzt, wenn belastbare Vorarbeit vorliegt.
Zahlen aufnehmen
Kunden und Angebote prüfen
Zielbild festlegen
Prozess und Steuerung aufsetzen
Team befähigen
Wirkung messen und übergeben
Was Vertriebsberatung kostet: Tagessätze und Budgetrahmen
Vertriebsberatung rechnen wir über Tagessätze ab, nicht über Projektpauschalen. Was ein Tag kostet, hängt an vier Dingen: der Verantwortungstiefe der Rolle, der Branchen- und Systemerfahrung, dem Anteil an Präsenz vor Ort und der Laufzeit — lange, planbare Einsätze liegen am unteren Rand einer Spanne, kurzfristige Besetzungen mit hohem Reiseanteil am oberen.
Die folgenden Spannen stammen aus den Rollenseiten unseres eigenen Netzwerks im Bereich Sales & Business Development und sind dort je Profil hinterlegt.
-
1.280 – 1.710 € pro Tag
-
Interim CSO (Chief Sales Officer)
1.280 – 1.710 € pro Tag
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Freelance Go-to-Market (GTM) Strategist
800 – 1.400 € pro Tag
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700 – 1.300 € pro Tag
-
940 – 1.240 € pro Tag
-
940 – 1.240 € pro Tag
-
710 – 1.240 € pro Tag
-
Freelance Business Development Manager
700 – 1.200 € pro Tag
-
870 – 1.140 € pro Tag
-
790 – 1.040 € pro Tag
-
Freelance Sales Operations Specialist
780 – 1.030 € pro Tag
-
Freelance SaaS Sales Specialist
780 – 1.030 € pro Tag
-
Freelance Revenue Operations Specialist
780 – 1.030 € pro Tag
-
780 – 1.030 € pro Tag
-
Freelance Enterprise Sales Specialist
780 – 1.030 € pro Tag
-
Freelance Channel Sales Manager
780 – 1.030 € pro Tag
-
Freelance Strategic Account Manager
770 – 1.010 € pro Tag
-
760 – 1.000 € pro Tag
-
760 – 1.000 € pro Tag
-
750 – 980 € pro Tag
-
750 – 980 € pro Tag
-
Freelance Inside Sales Specialist
530 – 700 € pro Tag
Die Spanne je Profil steht auf der jeweiligen Rollenseite, zusammen mit dem Aufgabenzuschnitt.
Für die Budgetierung ist die Rechnung einfacher, als sie wirkt. Eine Aufnahme der vier Übergänge kommt mit einer Person in Teilzeit über wenige Wochen aus; ein Umbau von Angebots- und Preisprozess läuft über Monate mit schwankender Auslastung; eine Vertriebsleitung auf Zeit ist eine Vollzeitposition. Sinnvoll ist, ein Vorhaben in Abschnitte zu schneiden, die je für sich eine überprüfbare Wirkung haben — dann steht nach dem ersten Abschnitt eine Entscheidung an und nicht erst nach dem gesamten Budget.
Der Unterschied zur klassischen Beratungsgesellschaft liegt weniger im Tagessatz als in der Struktur dahinter: Sie bezahlen die Person, die arbeitet, ohne Pyramide aus nachgelagerten Ebenen und ohne Mindestteamgröße. Dafür bringt ein Freelancer keine Methodenfabrik mit; was er kann, steht auf seiner Rollenseite.
Welche Profile ein Vertriebsvorhaben braucht, entscheidet der Übergang, an dem es klemmt. Die vollständige Übersicht steht unter Sales & Business Development — darunter Interim Sales Manager, Sales Operations Specialists und Pricing Strategists. Für die Datenseite der Vertriebssteuerung ergänzt Data Engineering & Data Science. Geht es um Kampagnen, Content und Leadgenerierung, ist die Digital-Marketing-Beratung der passendere Einstieg; stehen Marktzugang und Skalierung im Vordergrund, führt die Wachstumsstrategie weiter.
Der Zugang zu Entscheidern wird schwieriger, nicht leichter
67 %
74 %
1,8×
Häufig gestellte Fragen zur Vertriebsberatung
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
consultingheads wurde mehrfach von führenden Fachmagazinen und unabhängigen Dritten ausgezeichnet.