Beratung für Nachhaltigkeit und ESG
Nachhaltigkeitsberatung und CSRD: von der ESG-Pflicht zur Strategie, die sich rechnet
Nachhaltigkeitsberatung verbindet zwei Fragen, die in Unternehmen oft getrennt behandelt werden: Was muss offengelegt, belegt und geprüft werden — und was davon rechnet sich ohnehin? Gegenstand sind Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen entlang der eigenen Wertschöpfung, von der Energie im Werk über die Lieferkette bis zur Berichterstattung. Wichtig wird das Thema meist über einen äußeren Anlass: eine Berichtspflicht nach CSRD oder VSME, ein Kundenfragebogen, eine Bankanfrage zu Nachhaltigkeitskennzahlen. Nötig sind dafür zuerst eine Entscheidung darüber, welche Themen für das eigene Geschäftsmodell wesentlich sind, dann Daten, die ihre Herkunft belegen können, und schließlich Maßnahmen, die einen Reduktionspfad mit Investitionsbedarf hinterlegen — statt einer Absichtserklärung.
Führende Unternehmen vertrauen auf unser Netzwerk
Was Nachhaltigkeitsberatung leistet — und was nicht

Nachhaltigkeitsberatung, häufig auch ESG-Beratung genannt, wird an zwei Maßstäben gemessen, die selten dieselbe Antwort geben. Die regulatorische Logik fragt, was offengelegt, belegt und geprüft werden muss. Die wirtschaftliche Logik fragt, was Kosten senkt, Aufträge sichert oder Finanzierungskonditionen verbessert. Wer nur die erste Rechnung bedient, produziert einen Bericht; wer nur die zweite bedient, verpasst Stichtage. Beide zusammen ergeben eine ESG-Strategie, die trägt.
Sie bestimmt zuerst den Umfang, nicht den Bericht. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ist keine Pflichtübung, sondern die Entscheidung darüber, worüber in den kommenden Jahren berichtet wird — und damit über den Erhebungsaufwand jedes Folgejahres. Zu großzügig angelegt, erbt eine Organisation eine Datensammlung, die niemand pflegen kann; zu eng angelegt, muss sie in der Prüfung begründet werden. Das ist eine Frage von Schwellenwerten und nachvollziehbarer Dokumentation, nicht von Haltung.
Sie sortiert Maßnahmen nach doppeltem Nutzen. Fast überall gibt es mehr Ideen als Kapazität, und die Auswahl entscheidet über die Umsetzung. Eine Maßnahme, die zugleich Energiekosten senkt und den CO2-Fußabdruck verkleinert, findet ihren Platz im Investitionsplan; eine, die nur einen Berichtsindikator füllt, wird verschoben. Bewertet wird deshalb nach Vermeidungskosten je Tonne, eingeordnet in die ohnehin geplanten Ersatzinvestitionen — dort liegen die günstigsten Tonnen.
Sie macht Zahlen prüffähig. Der erste Nachhaltigkeitsbericht entsteht fast immer in einer Sonderanstrengung aus Tabellen und Zurufen. Der zweite soll geprüft werden, und dann muss für jede Zahl gesagt werden können, aus welchem System sie stammt, wer sie verantwortet und welche Kontrolle sie durchlaufen hat. Diese Arbeit vorzuziehen ist unspektakulär und der einzige Weg, aus einem Berichtsprojekt einen Regelbetrieb zu machen.
Was sie nicht leistet. Sie ist keine Wirtschaftsprüfung und keine Rechtsberatung: Regulatorische Anforderungen werden eingeordnet und vorbereitet, die verbindliche Beurteilung des Einzelfalls gehört zu Prüfern und Juristen. Und sie kann Veränderungen in Beschaffung, Produktdesign oder Prozessen nicht ersetzen — bleiben die aus, entsteht aus jeder Nachhaltigkeitsstrategie am Ende nur eine Absichtserklärung mit Berichtskosten.
Wann externe Unterstützung bei ESG-Themen den Aufwand wert ist
Sind die wesentlichen Themen geklärt, steht die Datenbasis und hat im Haus schon einmal jemand einen prüffähigen Bericht verantwortet, brauchen Sie uns nicht. Mehrere Auslöser sprechen dagegen für Unterstützung — und sie haben denselben Kern: Es geht nicht um Fachwissen zu Nachhaltigkeit, sondern um Erfahrung mit Nachweispflichten. Ein erster Bericht ist ein Einmalereignis im Unternehmen; in unserem Netzwerk ist er Routine.
1. Die erste Berichtspflicht steht an
- CSRD, VSME oder ein Kundenstandard — und niemand im Haus hat das schon einmal von Anfang bis Testat begleitet.
- Fehler in Systemgrenzen und Datenherkunft fallen erst in der Prüfung auf und sind dann teuer.
2. Kunden, Banken oder Investoren fordern ESG-Daten
- Fragebögen, Ratings und Kreditbedingungen verlangen Kennzahlen, die es intern so noch nicht gibt.
- Jede Abteilung beantwortet sie anders — und die Antworten widersprechen sich zwischen zwei Kunden.
3. Die CO2-Bilanz endet bei Scope 1 und 2
- Der eigene Verbrauch ist erfasst, die vorgelagerte Kette nicht — dort liegen meist über achtzig Prozent.
- Ohne Scope 3 lässt sich weder ein Reduktionsziel begründen noch ein Kundenaudit bestehen.
4. Die Lieferkette lässt sich nicht belegen
- Sorgfaltspflichten verlangen Risikoanalyse und Nachweise über Lieferanten, die man teils nur als Kreditorennummer kennt.
- Wer erst beim Vorfall anfängt zu suchen, hat weder Daten noch Zeit.
5. Die Nachhaltigkeitsstrategie existiert nur als Broschüre
Ziele sind formuliert, aber weder mit Budget noch mit Verantwortlichkeiten hinterlegt. Solange kein Investitionsrahmen und keine Person mit Mandat dahinterstehen, bleibt die Strategie ein Kapitel im Geschäftsbericht.
6. Nachhaltigkeitsdaten liegen in Tabellen statt im System
- Der erste Bericht war eine Sonderanstrengung, der zweite soll prüffähig sein — das ist ein anderer Anspruch.
- Das ist selten eine Frage des Werkzeugs und fast immer eine der Definitionen und Zuständigkeiten.
Trifft einer dieser Auslöser auf Sie zu? In zwanzig Minuten lässt sich einordnen, ob zuerst die Wesentlichkeit, die Datenbasis oder der Reduktionspfad ansteht — und welcher Stichtag tatsächlich für Sie gilt.
Von der Wesentlichkeitsanalyse bis zum ESG-Reporting: die Beratungsfelder
Die Felder der ESG-Beratung sind einzeln oder in Kombination besetzbar. Die Reihenfolge ist dabei nicht beliebig: Wesentlichkeit und Berichtsgrenzen stehen vor jeder Datenerhebung, und die Datenbasis steht vor jedem Reduktionsziel, das später verteidigt werden muss.
Nachhaltigkeitsstrategie und Zielbild
Wohin die Nachhaltigkeit führen soll, in Zahlen statt Leitbildern: Standortbestimmung, Zielbild für drei bis fünf Jahre und eine Priorisierung nach Wirkung und Wirtschaftlichkeit statt nach Sichtbarkeit. Ergebnis ist eine Reihenfolge, die auch bei gekürztem Budget trägt — weil die ersten Schritte für sich rechnen.
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Die Wesentlichkeitsanalyse entscheidet, worüber berichtet wird und worüber nicht — und damit über den Aufwand der nächsten Jahre. Wir führen sie so, dass sie beides erfüllt: die formalen Anforderungen an Impact- und Finanzwesentlichkeit und den internen Zweck, eine Rangfolge zu erzeugen, hinter der die Geschäftsführung tatsächlich steht. Inklusive Stakeholder-Einbindung, Schwellenwerten und nachvollziehbarer Dokumentation.
CSRD-Beratung und ESRS-Berichterstattung
Von der Betroffenheitsprüfung über die Lückenanalyse gegen die ESRS-Datenpunkte bis zum prüffähigen Bericht — mit einer Struktur, die im zweiten Jahr ohne Sonderanstrengung wiederholbar ist: Datenherkunft dokumentiert, Verantwortlichkeiten benannt, Kontrollen definiert. Wer nicht berichtspflichtig ist, bekommt die schlanke Variante nach dem freiwilligen VSME-Standard.
CO2-Bilanz und Dekarbonisierungspfad
Corporate Carbon Footprint nach GHG Protocol über Scope 1, 2 und 3, mit dokumentierten Systemgrenzen und Emissionsfaktoren — und danach der Teil, der wirklich zählt: ein Reduktionspfad mit Maßnahmen, Investitionsbedarf und Vermeidungskosten je Tonne. Damit lässt sich entscheiden, statt nur zu berichten. Auf Produktebene ergänzen wir Product Carbon Footprints, wo Kunden sie verlangen.
Nachhaltige Lieferkette und Sorgfaltspflichten
Risikoanalyse über den Lieferantenstamm, Priorisierung nach Land, Branche und Warengruppe, Verankerung im Einkaufsprozess statt in einem separaten Fragebogen. Dazu Lieferantenkommunikation, Beschwerdeverfahren und die Dokumentation, die eine Sorgfaltspflicht belegbar macht. Für die Kerndetails der Beschaffung arbeiten wir mit unserer Einkaufsberatung und der Supply-Chain-Beratung zusammen.
ESG-Daten, Kennzahlen und Governance
Kennzahlendefinitionen, Erhebungsrhythmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen — der Teil, der entscheidet, ob im zweiten Jahr wieder Tabellen kursieren oder der Bericht aus dem Regelbetrieb fällt. Wir dokumentieren die Herkunft jeder Kennzahl bis in das Quellsystem und benennen für jede eine verantwortliche Person. Dazu die nüchterne Antwort, wann eine ESG-Software sich rechnet und wann das bestehende ERP mit einer sauberen Auswertung genügt.
Welches dieser Felder bei Ihnen zuerst ansteht, hängt vom Stichtag und von der vorhandenen Datenlage ab. Beides lässt sich in zwanzig Minuten klären.
Vier Einstiege in ein ESG-Vorhaben
Nachhaltigkeitsvorhaben haben Stichtage, und der Einstieg richtet sich danach, wie viel Zeit bis dahin bleibt. Vier Zuschnitte haben sich bewährt — von der Lückenanalyse in vier Wochen bis zur Programmsteuerung über mehrere Vorhaben. Ein Wechsel im Verlauf ist üblich: Aus der Erstberatung wird häufig ein Berichtsteam, aus dem Berichtsteam eine dauerhafte interne Rolle.
Lückenanalyse und Zweitmeinung
Eine erfahrene Person, ein klarer Auftrag: Betroffenheitsprüfung, Lückenanalyse gegen die ESRS-Datenpunkte oder ein Review einer vorhandenen CO2-Bilanz. Zwei bis sechs Wochen, oft in Teilzeit — sinnvoll, wenn im Haus gearbeitet wird und nur der Prüfblick von außen fehlt.
Team für den ersten Berichtszyklus
Zwei bis fünf externe Fachleute arbeiten mit Ihren Mitarbeitenden in einem Team, unter interner fachlicher Führung — der übliche Zuschnitt für den ersten Bericht und für Lieferketten-Vorhaben. Vier bis zwölf Monate, mit dem ausdrücklichen Ziel, dass der zweite Zyklus ohne uns läuft.
Interimsverantwortung im ESG-Bereich
Eine externe Person übernimmt Führungs- oder Programmverantwortung mit Entscheidungsbefugnis — bei einer Vakanz im Nachhaltigkeitsbereich, vor einem Stichtag oder wenn ein Vorhaben eine Instanz braucht, die nicht zwischen Einkauf, Produktion und Finanzen vermitteln muss. Sechs bis achtzehn Monate, mit vereinbartem Übergabepunkt.
Nachhaltigkeits-Programmsteuerung
Laufen Berichterstattung, Dekarbonisierung, Lieferkette und Produktanforderungen parallel, braucht es eine Stelle, die Abhängigkeiten und Stichtage zusammenhält. Sie setzt nicht selbst um, sondern sorgt dafür, dass Entscheidungen fallen, bevor eine Frist verstreicht.
Nachhaltigkeitsberatung nach Branche: wo die wesentlichen Themen liegen
Wo die wesentlichen Emissionen und Risiken liegen, unterscheidet sich fundamental. In der Fertigung sind es Energie, Prozesswärme und Materialeinsatz; in der Logistik die Leistung selbst; bei Banken und Versicherungen nicht der eigene Betrieb, sondern das Portfolio — dort, wo die Datenlage am dünnsten ist. Eine Wesentlichkeitsanalyse, die diesen Unterschied nicht kennt, erzeugt Aufwand an der falschen Stelle.
Wir besetzen daher mit Fachleuten, die den jeweiligen Branchenstandard und die zugehörigen Prüfanforderungen kennen: Emissionsfaktoren und Systemgrenzen in der Industrie, Tonnenkilometer-Rechnung in der Logistik, Absenkpfade und gestrandete Vermögenswerte in Immobilien, Offenlegung und EU-Taxonomie im Finanzsektor. Grundlage ist ein Netzwerk aus 25 Fachbereichen mit mehr als 300 Rollenprofilen. In den folgenden Branchen arbeiten wir regelmäßig — jede Kachel nennt die maßgebliche Kennzahl.
Industrie & Produktion
In der Fertigung liegt der größte Teil der eigenen Emissionen in Energie, Prozesswärme und Materialeinsatz — dort, wo Nachhaltigkeit und Kostenrechnung dieselbe Sprache sprechen. Der Hebel liegt selten in einer neuen Plattform, sondern in durchgängigen Verbrauchsdaten von der Anlage bis in die Kostenstelle. Wir klären, welche Anlagen verwertbare Daten liefern, wo sich eine Nachrüstung rechnet und welche Maßnahmen zuerst laufen — häufig entstehen die größten Effekte nicht in der Produktion, sondern beim eingekauften Material. Gemessen wird an Energieintensität je Produktionseinheit und Vermeidungskosten je Tonne CO2.
Logistik & Supply Chain
In Transport und Logistik entstehen Emissionen fast vollständig in der Leistung selbst — und Auftraggeber fragen sie immer häufiger ab. Das Problem ist selten der fehlende Wille, sondern die Datenlage: Frachtdaten liegen bei Dienstleistern, Auslastungen sind geschätzt, jede Berechnung liefert eine andere Zahl. Wir bringen Transport-, Auftrags- und Abrechnungsdaten zusammen und verankern die Emissionsrechnung in der Ausschreibung statt in einer Jahressonderauswertung. Erst danach lohnen Verlagerung, Bündelung und alternative Antriebe. Gemessen wird an Emissionen je Tonnenkilometer und dem Anteil der Sendungen mit belegbarer Datengrundlage.
Immobilien & Bau
Bei Bestandshaltern und Bauunternehmen entscheidet Nachhaltigkeit inzwischen über Finanzierungskonditionen und Vermietbarkeit. Zwei Fragen stehen im Vordergrund: Wie steht das Portfolio zu einem klimaverträglichen Absenkpfad, und welche Objekte müssen wann angefasst werden, damit sie nicht zum gestrandeten Vermögenswert werden. Wir erheben Verbrauchs- und Gebäudedaten, priorisieren Sanierungen nach Emissionsminderung je investiertem Euro und bereiten die Nachweise für Banken und Mieter auf. Bei Neubau kommt der graue Anteil aus Baustoffen dazu. Gemessen wird an Energiekennwerten je Quadratmeter und der Sanierungsquote.
Banken, Versicherungen & Finanzdienstleister
Bei Finanzdienstleistern liegt die wesentliche Wirkung nicht im eigenen Betrieb, sondern im Portfolio — und dort ist die Datenlage am dünnsten. Anforderungen aus Offenlegung, EU-Taxonomie und Klimarisiken treffen auf Kunden- und Bestandsdaten, die für diesen Zweck nie erhoben wurden. Wir setzen die Erhebung dort an, wo sie in bestehende Prozesse passt: in Kreditvergabe, Zeichnung und Bestandsbetreuung statt in einer separaten Jahresabfrage — inklusive der nüchternen Einordnung, welche Kennzahl belastbar ist und welche Schätzung bleibt. Gemessen wird an der Datenabdeckung im Bestand und dem Aufwand für Nachweise.
Handel & Konsumgüter
Handel und Konsumgüterhersteller stehen zwischen Kundenerwartung, Handelsstandards und einem Sortiment, dessen Emissionen fast vollständig in der vorgelagerten Kette liegen. Handelspartner verlangen produktbezogene Angaben, aber die Stammdaten geben sie nicht her: Materialangaben fehlen, Lieferanten wechseln, und jede Aussage muss belegbar sein, um nicht als irreführende Werbung zu gelten. Wir sortieren Produkt- und Lieferantendaten und klären früh, welche Aussage haltbar ist. Erst danach lohnen Kennzeichnung und Kommunikation. Gemessen wird an der Datenabdeckung im Sortiment und dem Anteil belegbarer Produktaussagen.
Energie & Versorgungswirtschaft
Versorger berichten seit Jahren, stehen aber unter einem anderen Druck: Ihre Transformationspläne sind selbst das Produkt, an dem Aufsicht, Kapitalgeber und Kommunen sie messen. Der Aufwand liegt weniger im Erheben als im Zusammenführen — Erzeugung, Netz, Vertrieb und Beteiligungen haben eigene Systeme und Definitionen. Wir bringen die Kennzahlen auf eine gemeinsame Grundlage, verbinden den Transformationsplan mit der Investitionsplanung und bereiten die Nachweise für Förderung und Finanzierung vor. Gemessen wird an der Emissionsintensität der Erzeugung und dem Anteil bereits finanzierter Maßnahmen im Absenkpfad.
Industrie & Produktion
In der Fertigung liegt der größte Teil der eigenen Emissionen in Energie, Prozesswärme und Materialeinsatz — dort, wo Nachhaltigkeit und Kostenrechnung dieselbe Sprache sprechen. Der Hebel liegt selten in einer neuen Plattform, sondern in durchgängigen Verbrauchsdaten von der Anlage bis in die Kostenstelle. Wir klären, welche Anlagen verwertbare Daten liefern, wo sich eine Nachrüstung rechnet und welche Maßnahmen zuerst laufen — häufig entstehen die größten Effekte nicht in der Produktion, sondern beim eingekauften Material. Gemessen wird an Energieintensität je Produktionseinheit und Vermeidungskosten je Tonne CO2.
Logistik & Supply Chain
In Transport und Logistik entstehen Emissionen fast vollständig in der Leistung selbst — und Auftraggeber fragen sie immer häufiger ab. Das Problem ist selten der fehlende Wille, sondern die Datenlage: Frachtdaten liegen bei Dienstleistern, Auslastungen sind geschätzt, jede Berechnung liefert eine andere Zahl. Wir bringen Transport-, Auftrags- und Abrechnungsdaten zusammen und verankern die Emissionsrechnung in der Ausschreibung statt in einer Jahressonderauswertung. Erst danach lohnen Verlagerung, Bündelung und alternative Antriebe. Gemessen wird an Emissionen je Tonnenkilometer und dem Anteil der Sendungen mit belegbarer Datengrundlage.
Immobilien & Bau
Bei Bestandshaltern und Bauunternehmen entscheidet Nachhaltigkeit inzwischen über Finanzierungskonditionen und Vermietbarkeit. Zwei Fragen stehen im Vordergrund: Wie steht das Portfolio zu einem klimaverträglichen Absenkpfad, und welche Objekte müssen wann angefasst werden, damit sie nicht zum gestrandeten Vermögenswert werden. Wir erheben Verbrauchs- und Gebäudedaten, priorisieren Sanierungen nach Emissionsminderung je investiertem Euro und bereiten die Nachweise für Banken und Mieter auf. Bei Neubau kommt der graue Anteil aus Baustoffen dazu. Gemessen wird an Energiekennwerten je Quadratmeter und der Sanierungsquote.
Banken, Versicherungen & Finanzdienstleister
Bei Finanzdienstleistern liegt die wesentliche Wirkung nicht im eigenen Betrieb, sondern im Portfolio — und dort ist die Datenlage am dünnsten. Anforderungen aus Offenlegung, EU-Taxonomie und Klimarisiken treffen auf Kunden- und Bestandsdaten, die für diesen Zweck nie erhoben wurden. Wir setzen die Erhebung dort an, wo sie in bestehende Prozesse passt: in Kreditvergabe, Zeichnung und Bestandsbetreuung statt in einer separaten Jahresabfrage — inklusive der nüchternen Einordnung, welche Kennzahl belastbar ist und welche Schätzung bleibt. Gemessen wird an der Datenabdeckung im Bestand und dem Aufwand für Nachweise.
Handel & Konsumgüter
Handel und Konsumgüterhersteller stehen zwischen Kundenerwartung, Handelsstandards und einem Sortiment, dessen Emissionen fast vollständig in der vorgelagerten Kette liegen. Handelspartner verlangen produktbezogene Angaben, aber die Stammdaten geben sie nicht her: Materialangaben fehlen, Lieferanten wechseln, und jede Aussage muss belegbar sein, um nicht als irreführende Werbung zu gelten. Wir sortieren Produkt- und Lieferantendaten und klären früh, welche Aussage haltbar ist. Erst danach lohnen Kennzeichnung und Kommunikation. Gemessen wird an der Datenabdeckung im Sortiment und dem Anteil belegbarer Produktaussagen.
Energie & Versorgungswirtschaft
Versorger berichten seit Jahren, stehen aber unter einem anderen Druck: Ihre Transformationspläne sind selbst das Produkt, an dem Aufsicht, Kapitalgeber und Kommunen sie messen. Der Aufwand liegt weniger im Erheben als im Zusammenführen — Erzeugung, Netz, Vertrieb und Beteiligungen haben eigene Systeme und Definitionen. Wir bringen die Kennzahlen auf eine gemeinsame Grundlage, verbinden den Transformationsplan mit der Investitionsplanung und bereiten die Nachweise für Förderung und Finanzierung vor. Gemessen wird an der Emissionsintensität der Erzeugung und dem Anteil bereits finanzierter Maßnahmen im Absenkpfad.
Programme, die den Großteil der ESG-Arbeit ausmachen
Was in Nachhaltigkeitsprogrammen tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in vier Typen. Jeder hat einen Stichtag oder einen externen Anlass, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und eine Kennzahl, an der sich zeigt, ob er funktioniert hat — festgelegt vor Beginn, nicht im Rückblick.
Der erste Nachhaltigkeitsbericht
Ausgangslage: Berichtspflicht oder Kundenanforderung steht fest, im Haus gibt es Einzeldaten und viel guten Willen. Die Reihenfolge, die trägt: erst Wesentlichkeit und Berichtsgrenzen, dann Lückenanalyse gegen die Datenpunkte, dann Erhebung mit dokumentierter Herkunft — und erst zuletzt Text. Gemessen wird daran, wie viele Kennzahlen im zweiten Jahr ohne Sonderanstrengung aus dem Regelbetrieb kommen.
CO2-Bilanz inklusive Scope 3
Ausgangslage: Scope 1 und 2 sind erfasst, die vorgelagerte Kette fehlt — und damit der größte Teil der Bilanz. Entscheidend ist, nicht alles gleich genau zu rechnen: Zuerst eine grobe Schätzung über alle Kategorien, dann Vertiefung dort, wo die Masse liegt und wo Entscheidungen anstehen. Gemessen wird an der Abdeckung der Scope-3-Kategorien, dem Anteil primärer statt durchschnittsbasierter Daten und der Wiederholbarkeit der Berechnung.
Dekarbonisierung von Produktion und Standorten
Ausgangslage: Ein Reduktionsziel ist kommuniziert, der Weg dorthin nicht hinterlegt. Er führt über eine Maßnahmenliste mit Investitionsbedarf, Einsparung und Vermeidungskosten je Tonne — und über die Einordnung in die ohnehin geplanten Ersatzinvestitionen, weil dort die günstigsten Tonnen liegen. Gemessen wird an Emissionsminderung je investiertem Euro und dem Anteil des Zielpfads, der im Investitionsplan steht.
ESG-Anforderungen aus Kundenaudits und Finanzierung
Ausgangslage: Kunden, Banken oder Ratingagenturen fragen Kennzahlen ab, die intern niemand konsistent beantworten kann — jede Abteilung füllt den Fragebogen anders aus. Der Weg führt über eine gemeinsame Kennzahlendefinition, eine zentrale Antwortbasis und eine benannte Verantwortung. Gemessen wird an der Bearbeitungszeit je Fragebogen und der Entwicklung der Rating- oder Auditergebnisse.
Von Carbon Accounting bis ESG-Reporting: häufig besetzte Profile
Von der Wesentlichkeit zum prüffähigen Bericht: der Ablauf
Am Anfang steht immer die Frage nach dem Umfang — sie bestimmt Aufwand und Kosten aller folgenden Schritte. Danach Datenbasis, Befähigung, Umsetzung und Bericht. Dauer und Tiefe hängen von Größe, Standortzahl und Datenlage ab, die Abfolge nicht: Wer Daten vor der Wesentlichkeit erhebt, sammelt Zahlen, die niemand braucht.
1. Betroffenheit und Ausgangslage
2. Wesentlichkeit und Priorisierung
3. Datenbasis und Kennzahlen
4. Befähigung und Zuständigkeiten
5. Umsetzung der Maßnahmen
6. Prüfung, Bericht und Fortschreibung
Nachhaltigkeitsberatung: Kosten, Tagessätze und was die Nachweistiefe daran ändert
Preise sind in diesem Feld deshalb schwer zu finden, weil der Aufwand nicht am Thema hängt, sondern an der Nachweistiefe: Eine Kennzahl, die intern genügt, verursacht einen Bruchteil des Aufwands derselben Kennzahl, die später einer externen Prüfung standhalten soll. Den Tagessatz verschieben deshalb der Konsolidierungskreis — Zahl der Gesellschaften, Standorte und Lieferstufen —, die Reife der vorhandenen Daten, die Frage, ob das Ergebnis prüffähig sein muss, und der Abstand zum Stichtag: Was kurz davor besetzt wird, ist teurer als das, was ein Jahr vorher geplant wurde. ESG-Kosten entstehen damit weniger durch die Beratung selbst als durch den Umfang, den sie zu belegen hat.
Die folgenden Spannen sind auf den Rollenseiten unseres Netzwerks im Bereich ESG & Sustainability offengelegt; sie zeigen den Rahmen dieser Profile, ein konkreter Satz entsteht erst am Zuschnitt. Erhebung und Dokumentation liegen am unteren Rand:
-
900 – 1.500 € pro Tag
-
Freelance Green Finance Spezialist
900 – 1.500 € pro Tag
-
Freelance ESG Reporting Consultant
800 – 1.400 € pro Tag
-
Freelance Nachhaltigkeitsberater Supply Chain
950 – 1.350 € pro Tag
-
Freelance Corporate Sustainability Manager
700 – 1.200 € pro Tag
-
Freelance Circular Economy Consultant
700 – 1.200 € pro Tag
-
Freelance Carbon Accounting Spezialist
700 – 1.200 € pro Tag
-
Freelance CO2-Bilanzierung Consultant
650 – 1.100 € pro Tag
-
Freelance Nachhaltigkeitsberichterstatter
600 – 1.000 € pro Tag
-
Freelance Environmental Manager (ISO 14001)
600 – 1.000 € pro Tag
Ein ESG-Vorhaben wird stufenweise budgetiert, nicht am Stück. Die erste Freigabe endet mit der doppelten Wesentlichkeitsanalyse und beantwortet, worüber überhaupt berichtet wird — die kleinste Summe, und die einzige, die alle folgenden größer oder kleiner macht. Die zweite baut die Datenbasis auf; ihr Umfang bemisst sich an der Zahl der Datenpunkte und Standorte, nicht an der Zahl der Themen. Die dritte trägt Bericht und Prüfungsvorbereitung. Eine einzige Freigabe über alles nimmt Ihnen die Gelegenheit, den Umfang nach der ersten Stufe noch einmal zu verkleinern.
Warum eine Prüfungs- oder Auditgesellschaft anders kalkuliert. Dort wird ein Ergebnis beurteilt, und wer testiert, darf aus Unabhängigkeitsgründen nicht selbst aufgebaut haben, was er später prüft. Wir stellen Fachleute, die im Haus mitarbeiten, die Erhebung einrichten und das Wissen dort lassen, wo die Zahlen jedes Jahr entstehen. Gebühren für Prüfung, Zertifizierung und Audits Dritter werden von diesen Stellen aufgerufen und hier bewusst nicht beziffert. Und wann welche Berichtspflicht aus CSRD, ESRS oder dem Lieferkettengesetz für Sie greift, hängt an Größe, Rechtsform und nationaler Umsetzung — das gehört im Einzelfall geprüft und ist keine Rechtsberatung.
Welche Profile ein ESG-Vorhaben braucht, entscheidet sein Anlass. Eine Übersicht der Rollen, die wir in Nachhaltigkeitsprojekten besetzen, finden Sie unter ESG & Sustainability — darunter unter anderem ESG Reporting Consultants, Carbon-Accounting-Spezialisten, CO2-Bilanzierung, Green Finance und Environmental Management nach ISO 14001. Für die vorgelagerte Kette ergänzen Supply Chain Management und Einkauf & Procurement, für Kennzahlen und Finanzierung Finanzen & Controlling.
Sustainability consulting in English. International teams and headquarters often use the English terms: our sustainability consulting services cover ESG strategy, double materiality, CSRD and ESRS reporting, carbon accounting across scope 1 to 3 and supply chain due diligence — delivered in German or English by a sustainability consultant or ESG consultant from our network. Eine englischsprachige Fassung dieser Seite finden Sie unter Sustainability Consulting.
Drei Entwicklungen, die den Zeitpunkt bestimmen
Steigendes Umweltbewusstsein
Gesetzliche Anforderungen
Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen zur Nachhaltigkeitsberatung
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
consultingheads wurde mehrfach von führenden Fachmagazinen und unabhängigen Dritten ausgezeichnet.