Beratung für Produktion und Operations
Produktionsoptimierung: Beratung für Durchsatz, Termintreue und stabile Werke
Produktionsoptimierung heißt, aus vorhandenen Anlagen, Schichten und Beständen mehr verlässlich lieferbare Menge zu holen. Sie setzt an vier Größen an: Durchsatz, Termintreue, Bestand und Stückkosten. Wichtig wird sie selten schleichend, sondern an einem Datum — wenn ein Kunde eine Eskalation eröffnet, ein Serienanlauf hinter der Hochlaufkurve bleibt, eine Anlage häufiger stillsteht als geplant oder der Absatzplan mehr verspricht, als das Werk fertigen kann. Nötig sind dafür belastbare Zahlen aus der Halle, eine Reihenfolge, die zuerst die tatsächlich begrenzende Stelle angeht, und eine Steuerung, die die nächste früh sichtbar macht. Genau daran arbeitet eine produktionsnahe Operations Beratung.
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Was Produktionsberatung leistet — und was nicht

Produktionsberatung — in der Industrie meist Produktionsoptimierung genannt, im internationalen Sprachgebrauch Operations Consulting — arbeitet an der Frage, wie viel ein Werk verlässlich liefern kann und woran das gerade hängt. Ihr Gegenstand sind Fertigungssteuerung, Kapazität, Materialfluss und Anlagenverfügbarkeit. Sie beginnt bei einer Beobachtung, die jede Fertigung teilt: In einem Werk begrenzt zu jedem Zeitpunkt genau eine Stelle den Durchsatz — und diese Stelle bleibt nicht, wo sie ist.
Sie trennt den Engpass vom Symptom. Ein Lieferrückstand ist kein Befund, sondern ein Ergebnis. Dahinter steht fast immer eine von vier Ursachen: eine Anlage, die nicht die geplante Zeit läuft; Material, das zu spät bereitsteht; eine Einlastung, die mehr verspricht als die Linie hergibt; oder ein Qualitätsproblem, das Nacharbeit erzeugt. In der Halle fühlen sich alle vier gleich an.
Sie rechnet in Durchsatz, nicht in Auslastung. Eine Maschine, die nicht die begrenzende Stelle ist, erzeugt bei voller Auslastung keinen zusätzlichen Umsatz, sondern zusätzlichen Bestand — Kapital, das zwischen den Arbeitsgängen steht. Eine Verbesserung ist deshalb nur dort eine Verbesserung, wo sie den Engpass betrifft; überall sonst verschiebt sie das Problem an eine unauffälligere Stelle.
Sie sorgt dafür, dass die nächste Grenze früh sichtbar wird. Ist die begrenzende Stelle gehoben, wandert sie weiter: an die nächste Anlage, in die Instandhaltung oder in die Planung. Ein Werk, das das erst am wachsenden Rückstand bemerkt, arbeitet dauerhaft im Nachlauf. Zu jeder Maßnahme gehört deshalb eine Kennzahl und ein Takt, in dem sie gelesen wird.
Was sie nicht leistet. Sie schafft keine Kapazität, die physikalisch nicht vorhanden ist: Übersteigt die Nachfrage dauerhaft die technische Grenze eines Standorts, ist das eine Investitionsfrage. Sie ersetzt auch keine Entscheidung über das Produktprogramm — eine Variantenvielfalt, die niemand kürzen will, bleibt ein Rüstproblem. Und sie kommt ohne Meister- und Schichtebene nicht aus: Werden die Zahlen dort nicht für richtig gehalten, hält keine neue Steuerung bis zur nächsten Sonderschicht.
Die organisatorisch-administrative Seite — Geschäftsprozesse, Schnittstellen, Rollen, Dokumentation — behandeln wir getrennt in der Prozessberatung. Reicht die Frage über das Werkstor hinaus und betrifft Netzwerk, Beschaffung oder Bestandsstrategie, gehört sie ins Supply Chain Consulting. Sales & Operations Planning berührt beide Seiten; hier steht die Fertigungssicht im Vordergrund: Kann das Werk liefern, was der Absatzplan verspricht?
Wann externe Unterstützung in Produktion und Werkssteuerung sinnvoll wird
Nicht jede Kennzahl, die kippt, braucht Hilfe von außen. Ist die Ursache bekannt, ist im Haus Kapazität frei und wurde ein vergleichbarer Fall schon einmal gelöst, ist der interne Weg der schnellere. In den folgenden Ausgangslagen fällt die Rechnung erfahrungsgemäß anders aus — meist weniger aus fachlichen als aus zeitlichen Gründen: Wer die Linie am Laufen hält, kann nicht gleichzeitig deren Ursachenanalyse führen.
1. Der Rückstand wächst schneller, als er abgebaut wird
- Sonderschichten laufen, der Auftragsbestand sinkt trotzdem nicht — zusätzliche Zeit wirkt an der falschen Stelle.
- Kundeneskalationen binden die Führungsebene, die eigentlich die Ursache eingrenzen müsste.
2. Ein Serienanlauf bleibt hinter der Hochlaufkurve
- Stückzahlen und Ausbeute erreichen die Planwerte nicht, Prozessparameter sind noch in Bewegung.
- Jeder Woche Verzug im Hochlauf folgt Umsatz, den der Vertrieb bereits verkauft hat.
3. Eine Anlage bestimmt den Takt des ganzen Werks
- Vor einer Station stapelt sich Ware, dahinter warten Mitarbeitende — der Hinweis auf die begrenzende Stelle.
- Ungeplante Stillstände häufen sich, ohne erkennbares Muster.
4. Absatzplan und Fertigungsplan passen nicht zusammen
- Vertrieb, Planung und Werk rechnen mit anderen Zahlen und einigen sich erst in der Eskalation.
- Bestände steigen und Liefertreue sinkt zugleich — ein Widerspruch, der auf die Planung zurückgeht.
5. Ein Qualitätsvorfall bindet die gesamte Führungsmannschaft
- Sperrbestände, Nacharbeit und Kundenaudits laufen parallel zum Tagesgeschäft.
- 8D-Berichte und Sofortmaßnahmen brauchen eine eigene Zuständigkeit.
6. Eine Schlüsselposition im Werk ist unbesetzt
- Werk-, Produktions- oder Instandhaltungsleitung fällt aus, während ein Vorhaben läuft.
- Die interne Nachbesetzung dauert Monate, die Fertigung wartet nicht.
Erkennen Sie Ihre Lage in einem dieser Druckpunkte wieder? Zwanzig Minuten reichen für eine erste Eingrenzung: welche Zahl zuerst gemessen werden sollte, welche Ursache dahinter am wahrscheinlichsten ist — und ob Sie dafür überhaupt jemanden von außen brauchen.
Von der Werkssteuerung bis zur Instandhaltung: die Handlungsfelder
Die Felder werden einzeln oder in Kombination besetzt, je nachdem, wo ein Werk gerade steht. Sie greifen unterschiedlich schnell: Steuerung und Engpassarbeit wirken binnen Wochen auf die Menge, Instandhaltungs- und Planungsthemen zahlen sich über Quartale aus. Es ist ein Ausschnitt; weitere Themen aus dem Werksalltag decken die Rollenprofile ab.
Produktions- und Werksstrategie
Welche Mengen an welchem Standort gefertigt werden, welche Fertigungstiefe sinnvoll bleibt und wie ein Werkslayout die geplanten Volumina überhaupt tragen kann. Dazu gehören Kapazitätsszenarien über mehrere Jahre und eine ehrliche Bewertung von Schichtmodellen gegen Investitionen.
Durchsatz, Kapazität und Engpasssteuerung
Die begrenzende Stelle finden, ihre verfügbare Zeit schützen und den Materialfluss darauf ausrichten. Dazu gehören Wertstromaufnahme, Taktabgleich, Rüstzeitreduzierung und eine Einlastung, die der Linie nicht mehr zumutet als sie leisten kann. Gemessen wird an Ausbringung je Schicht und Durchlaufzeit.
Sales & Operations Planning (S&OP)
Der monatliche Abgleich zwischen Absatzplan, Bestand und Fertigungskapazität — aus der Sicht des Werks: Was davon ist machbar, und was kostet es. Dazu gehören eine belastbare Bedarfsprognose, ein grobkapazitiver Abgleich und eine dokumentierte Entscheidungsrunde.
Taskforce- und Krisenprojekte
Lieferrückstand, Qualitätsvorfall oder Anlaufkrise: Situationen, in denen Wochen zählen und die Linienorganisation bereits ausgelastet ist. Kennzeichen sind Präsenz vor Ort, tägliche Taktung, klare Sofortmaßnahmen und ein Ausstiegspunkt, der beim Start definiert wird.
Anlauf- und Ramp-up-Management
Von der Vorserie bis zur bestätigten Kammlinie: Reifegradverfolgung, Prozessfähigkeit, Lieferantenanläufe und Übergabe an die Serienmannschaft. Die meisten Anläufe scheitern nicht an der Technik, sondern an unklaren Freigabekriterien.
Instandhaltung, OEE und Produktionscontrolling
Anlagenverfügbarkeit systematisch heben: Störungserfassung, Ausfallanalyse, vorbeugende und zustandsorientierte Instandhaltung, Ersatzteilstrategie. Dazu ein Berichtswesen, das Verluste nach Verfügbarkeit, Leistung und Qualität trennt, statt sie zu einer Zahl zu verdichten.
Welches dieser Felder bei Ihnen zuerst greifen muss, hängt daran, wo der Durchsatz heute begrenzt wird. Schildern Sie uns die Ausgangslage — Sie bekommen eine Einschätzung, keinen Foliensatz.
Wie externe Unterstützung in einem Werk andockt
Über die Wirkung entscheidet oft weniger die fachliche Tiefe als der Andockpunkt: mit welchem Mandat jemand kommt, wie viel Präsenz vor Ort vereinbart ist und wer am Ende die Zahlen verantwortet. Ein Wechsel während der Laufzeit ist der Normalfall. Gemeinsam ist allen Formen dreierlei: eine benannte interne Ansprechperson auf Werksebene, schriftlich fixierte Zielgrößen vor dem ersten Tag und ein Übergabepunkt, der von Anfang an feststeht.
Analyse mit Zahlen aus der Halle
Eine erfahrene Person nimmt Wertstrom, Kapazitäten und Störgrößen auf und benennt die begrenzende Stelle — auf Basis von Maschinendaten und eigener Beobachtung in der Schicht, nicht anhand der Planwerte.
Kurzfristige Präsenz im Werk
Für Lieferrückstand, Qualitätsvorfall oder Anlaufkrise: kurzfristige Besetzung, überwiegend Präsenz vor Ort, tägliche Taktung mit Werkleitung und Schichtführung. Der Zuschnitt ist bewusst eng: eine Zielgröße, ein Zeitfenster, ein Übergabepunkt.
Führung auf Zeit mit Entscheidungsbefugnis
Eine externe Person übernimmt Werks-, Produktions- oder Instandhaltungsleitung — bei Vakanz, in Sondersituationen oder wenn eine Instanz gebraucht wird, die nicht in den gewachsenen Interessenlagen des Standorts steht. Verbunden mit Budget- und Personalverantwortung und geregelter Übergabe an die Nachfolge.
Aufbau der Fertigungssteuerung
Ein kleines Team baut Kennzahlen, Shopfloor-Management und den S&OP-Takt so auf, dass sie ohne Begleitung weiterlaufen. Es setzt nicht selbst um, sondern sorgt dafür, dass Abweichungen früh auffallen und Entscheidungen dort fallen, wo die Information entsteht.
Produktion nach Branche: was die Steuerung bestimmt
Der Druck auf die Fertigung ist überall hoch, die begrenzende Größe ist es nicht. In der Taktfertigung entscheidet die Linienverfügbarkeit über alles, weil ein Stillstand die gesamte Kette anhält. Im Anlagen- und Sondermaschinenbau bestimmt die Terminplanung über Einzelaufträge den Erfolg, nicht die Stückzahl. In der Prozessindustrie zählt die Fahrweise der Anlage, in der validierten Fertigung die Nachweisführung, in der Lebensmittelproduktion der Wechsel zwischen Chargen und Reinigung. Wer diesen Unterschied erst im laufenden Vorhaben bemerkt, zahlt ihn in Terminen.
Wir besetzen deshalb nach Fertigungserfahrung, nicht nach Verfügbarkeit: mit Fachleuten, die die Normen, die üblichen Schichtmodelle, die typischen Verlustquellen und die Stellen kennen, an denen vergleichbare Vorhaben zuvor gescheitert sind. In den folgenden Branchen arbeiten wir regelmäßig; jede Kachel nennt, was dort den Takt vorgibt und woran der Fortschritt abgelesen wird.
Fahrzeug- und Zulieferindustrie
In der Taktfertigung hält ein einzelner Stillstand die gesamte Linie an, und jede Minute ist unmittelbar in Stück umrechenbar. Der Hebel liegt selten in mehr Personal, sondern in der Verfügbarkeit der kritischen Stationen, in kurzen Rüstvorgängen und in einer Materialbereitstellung, die dem Takt folgt. Dazu kommt der Druck aus Kundenaudits nach IATF 16949. Häufig entstehen die größten Verluste nicht in der Hauptlinie, sondern in Vormontage, Nacharbeit und Umrüstung. Gemessen wird an Linienverfügbarkeit, Erstausbeute und Liefertreue.
Maschinen- und Anlagenbau
Einzel- und Kleinserienfertigung folgt keiner Taktlogik: Der Auftrag ist das Projekt, und der Termin entsteht aus Konstruktion, Beschaffung, Fertigung und Montage zugleich. Verzug entsteht meist nicht in der Werkstatt, sondern durch späte Konstruktionsstände und Teile, die erst in der Endmontage fehlen. Nötig ist eine Terminplanung, die Engpassressourcen wie Großzerspanung oder Inbetriebnahme über alle Aufträge hinweg betrachtet. Gemessen wird an Termintreue und Durchlaufzeit je Auftrag.
Chemie und Prozessindustrie
Kontinuierliche Anlagen kennen keinen Stückzähler: Über die Wirtschaftlichkeit entscheiden Fahrweise, Ausbeute, Energieeinsatz und die Länge der Kampagnen zwischen Produktwechseln. Ein ungeplanter Abfahrvorgang kostet weit mehr als die Stillstandszeit selbst, weil An- und Abfahren Material und Zeit verbraucht. Der Fortschritt liegt in stabilen Prozessparametern und in einer Planung, die Produktwechsel bündelt. Gemessen wird an Anlagenverfügbarkeit, Ausbeute und der Zahl ungeplanter Abfahrvorgänge.
Pharma und Medizintechnik
In validierter Fertigung ist jede Änderung ein eigenes Vorhaben: Was nicht dokumentiert und freigegeben ist, existiert für die Behörde nicht. Optimierung heißt hier zuerst, Verluste zu heben, die den validierten Zustand nicht berühren: Rüst- und Reinigungszeiten, Chargendokumentation, Freigabedurchlauf. Weil die Qualitätsorganisation mitentscheidet, gehört sie von Beginn an in die Steuerung. Gemessen wird an Chargenzykluszeit, Zeit bis zur Freigabe und Abweichungsquote.
Lebensmittel und Getränke
Kurze Haltbarkeiten, Saisonspitzen und Hygienevorgaben machen die Reihenfolge zur wichtigsten Stellschraube: Jeder Sorten- oder Allergenwechsel zieht einen Reinigungszyklus nach sich, der die Anlage aus der Produktion nimmt. Wer die Kampagnenplanung verbessert, gewinnt mehr Zeit als durch jede Beschleunigung der Linie. Dazu kommen Rohstoffschwankungen und Audits nach IFS oder BRC. Gemessen wird an Anlagenverfügbarkeit nach Reinigung, Ausbeute je Charge und Termintreue in der Saisonspitze.
Metall- und Kunststoffverarbeitung
Bei Zerspanung, Umformung und Spritzguss liegt der Gewinn in der Maschinenstunde: Rüstzeit, Werkzeugstandzeit und Losgrößen bestimmen, wie viel produktive Zeit übrig bleibt. Kleine Lose erhöhen die Flexibilität und fressen sie zugleich auf, wenn das Rüsten nicht systematisch verkürzt wird. Häufig fehlt eine verlässliche Erfassung, welche Maschine warum stand — ohne sie wird die Investitionsdiskussion zur Meinungsfrage. Gemessen wird an Hauptzeitanteil, Rüstzeit je Wechsel und Ausschussquote.
Fahrzeug- und Zulieferindustrie
In der Taktfertigung hält ein einzelner Stillstand die gesamte Linie an, und jede Minute ist unmittelbar in Stück umrechenbar. Der Hebel liegt selten in mehr Personal, sondern in der Verfügbarkeit der kritischen Stationen, in kurzen Rüstvorgängen und in einer Materialbereitstellung, die dem Takt folgt. Dazu kommt der Druck aus Kundenaudits nach IATF 16949. Häufig entstehen die größten Verluste nicht in der Hauptlinie, sondern in Vormontage, Nacharbeit und Umrüstung. Gemessen wird an Linienverfügbarkeit, Erstausbeute und Liefertreue.
Maschinen- und Anlagenbau
Einzel- und Kleinserienfertigung folgt keiner Taktlogik: Der Auftrag ist das Projekt, und der Termin entsteht aus Konstruktion, Beschaffung, Fertigung und Montage zugleich. Verzug entsteht meist nicht in der Werkstatt, sondern durch späte Konstruktionsstände und Teile, die erst in der Endmontage fehlen. Nötig ist eine Terminplanung, die Engpassressourcen wie Großzerspanung oder Inbetriebnahme über alle Aufträge hinweg betrachtet. Gemessen wird an Termintreue und Durchlaufzeit je Auftrag.
Chemie und Prozessindustrie
Kontinuierliche Anlagen kennen keinen Stückzähler: Über die Wirtschaftlichkeit entscheiden Fahrweise, Ausbeute, Energieeinsatz und die Länge der Kampagnen zwischen Produktwechseln. Ein ungeplanter Abfahrvorgang kostet weit mehr als die Stillstandszeit selbst, weil An- und Abfahren Material und Zeit verbraucht. Der Fortschritt liegt in stabilen Prozessparametern und in einer Planung, die Produktwechsel bündelt. Gemessen wird an Anlagenverfügbarkeit, Ausbeute und der Zahl ungeplanter Abfahrvorgänge.
Pharma und Medizintechnik
In validierter Fertigung ist jede Änderung ein eigenes Vorhaben: Was nicht dokumentiert und freigegeben ist, existiert für die Behörde nicht. Optimierung heißt hier zuerst, Verluste zu heben, die den validierten Zustand nicht berühren: Rüst- und Reinigungszeiten, Chargendokumentation, Freigabedurchlauf. Weil die Qualitätsorganisation mitentscheidet, gehört sie von Beginn an in die Steuerung. Gemessen wird an Chargenzykluszeit, Zeit bis zur Freigabe und Abweichungsquote.
Lebensmittel und Getränke
Kurze Haltbarkeiten, Saisonspitzen und Hygienevorgaben machen die Reihenfolge zur wichtigsten Stellschraube: Jeder Sorten- oder Allergenwechsel zieht einen Reinigungszyklus nach sich, der die Anlage aus der Produktion nimmt. Wer die Kampagnenplanung verbessert, gewinnt mehr Zeit als durch jede Beschleunigung der Linie. Dazu kommen Rohstoffschwankungen und Audits nach IFS oder BRC. Gemessen wird an Anlagenverfügbarkeit nach Reinigung, Ausbeute je Charge und Termintreue in der Saisonspitze.
Metall- und Kunststoffverarbeitung
Bei Zerspanung, Umformung und Spritzguss liegt der Gewinn in der Maschinenstunde: Rüstzeit, Werkzeugstandzeit und Losgrößen bestimmen, wie viel produktive Zeit übrig bleibt. Kleine Lose erhöhen die Flexibilität und fressen sie zugleich auf, wenn das Rüsten nicht systematisch verkürzt wird. Häufig fehlt eine verlässliche Erfassung, welche Maschine warum stand — ohne sie wird die Investitionsdiskussion zur Meinungsfrage. Gemessen wird an Hauptzeitanteil, Rüstzeit je Wechsel und Ausschussquote.
Aufträge, die in der Produktion typischerweise vergeben werden — und ihre Zielgröße
Was in Werken tatsächlich beauftragt wird, lässt sich weitgehend auf wenige Auftragstypen zurückführen. Jeder hat eine wiederkehrende Ausgangslage, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und eine Zielgröße, die vor dem Start vereinbart und während der Laufzeit gemessen wird — nicht am Ende geschätzt. Die Aufzählung ist ein Ausschnitt aus dem, was am häufigsten angefragt wird.
Lieferrückstand abbauen und Termintreue zurückgewinnen
Ausgangslage: offene Positionen laufen auf, Kunden eskalieren, Sonderschichten helfen nicht mehr. Die Reihenfolge, die trägt: erst den Rückstand nach Ursache sortieren, dann die begrenzende Stelle entlasten, erst danach zusätzliche Zeit einsetzen. Gemessen wird an offenen Positionen über Zusagetermin und an der Liefertreue.
Einen S&OP-Regelkreis aufbauen
Ausgangslage: Vertrieb und Werk arbeiten mit unterschiedlichen Zahlen, Entscheidungen fallen erst in der Eskalation. Der Weg führt über eine gemeinsame Datenbasis und eine feste Entscheidungsrunde, nicht über ein neues Planungswerkzeug. Gemessen wird an Prognosegüte und am Anteil kurzfristiger Planänderungen.
Einen Serienanlauf stabilisieren
Ausgangslage: der Hochlauf bleibt hinter der Kurve, Ausbeute und Taktzeit erreichen die Zielwerte nicht. Zuerst werden Freigabekriterien und Prozessfähigkeit geklärt, dann die Störgrößen abgearbeitet, dann an die Serienmannschaft übergeben. Gemessen wird an Stückzahl je Woche gegen Plankurve und an der Erstausbeute.
Anlagenverfügbarkeit und OEE heben
Ausgangslage: ungeplante Stillstände häufen sich, die Instandhaltung arbeitet reaktiv, belastbare Störungsdaten fehlen. Der Weg führt über eine ehrliche Verlusterfassung, die Trennung in Verfügbarkeits-, Leistungs- und Qualitätsverluste und erst danach über die Wartungsstrategie. Gemessen wird an der OEE der Engpassanlage und am Anteil geplanter Instandhaltungsstunden.
Von der Werksleitung bis zur Instandhaltung: welche Profile besetzt werden
Vom Werksrundgang bis zum Regelkreis: der Ablauf
Umfang und Dauer der Schritte hängen von Werksgröße, Fertigungsart und Datenlage ab, die Abfolge nicht: erst sehen, dann messen, dann die begrenzende Stelle heben, dann absichern. Übersprungen wird kein Schritt; verkürzt wird nur, wo belastbare Vorarbeit vorliegt.
1. Werksrundgang und Bestandsaufnahme
2. Verlustanalyse und Engpassbestimmung
3. Maßnahmen priorisieren und Zielgrößen festlegen
4. Umsetzung in der Schicht
5. Wirkung messen und nachsteuern
6. Übergabe und Regelbetrieb
Was Beratung und Interim Management in der Produktion kosten
Abgerechnet wird im Freelancer- und Interim-Modell nach Tagessatz, nicht nach Projektpauschale. Der Satz hängt an vier Größen: der Seniorität — ob jemand eine Methode anwendet oder ein Werk verantwortet; der Branche und Regulatorik — validierte Fertigung und Automotive-Audits verlangen Vorerfahrung, die den Satz hebt; dem Präsenzanteil — Produktionsarbeit findet überwiegend vor Ort statt, und je nach Standort kommen Reisekosten hinzu; sowie der Einsatzdauer — längere Mandate liegen in der Regel unter dem Satz eines kurzen Kriseneinsatzes.
Die folgenden Spannen sind die auf unseren Rollenseiten ausgewiesenen Tagessätze im Bereich Operations & Produktion — kein Angebot, sondern das, was für diese Profile aufgerufen wird:
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1.200 – 1.900 € pro Tag
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1.000 – 1.700 € pro Tag
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900 – 1.500 € pro Tag
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Freelance Six Sigma Black Belt
750 – 1.300 € pro Tag
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750 – 1.300 € pro Tag
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700 – 1.200 € pro Tag
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650 – 1.150 € pro Tag
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650 – 1.100 € pro Tag
Wie sich ein Vorhaben budgetieren lässt. Rechnen Sie mit Einsatztagen, nicht mit Kalenderwochen. Eine Analyse mit Werksrundgang und Verlustaufnahme liegt üblicherweise im niedrigen zweistelligen Tagebereich. Eine Taskforce ist dagegen nahezu Vollzeit vor Ort; hier bestimmt die Zahl der Präsenztage die Kosten, nicht der Tagessatz. Eine Führungsvertretung auf Zeit rechnet sich am ehrlichsten gegen die Kosten der unbesetzten Stelle und der Verzögerung, die ohne Besetzung entsteht.
Der Unterschied zur klassischen Beratungsgesellschaft. Dort wird ein Team beauftragt, in dem eine erfahrene Person verantwortet und mehrere jüngere ausführen — die Mischkalkulation senkt das Tagesmittel und erhöht die Gesamtzahl der Tage. Im Freelancer- und Interim-Modell zahlen Sie einen höheren Satz für weniger Köpfe: Es kommt die Person, die auch arbeitet. Für abgegrenzte Vorhaben in der Fertigung ist das in der Summe meist die kleinere Rechnung; bei breiten Programmen über mehrere Standorte kann es anders ausfallen. Alle Sätze verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer und Reisekosten.
Welche Besetzung passt, entscheidet der Zuschnitt: Eine Verlustanalyse verlangt ein anderes Profil als eine Werksvertretung. Die vollständige Übersicht steht unter Operations & Produktion — darunter Interim Werksleiter, Interim Produktionsleiter und Freelance Lean Manager. Für angrenzende Fragen ergänzen Industrial Engineering und Supply Chain Management.
Freie Kapazität ist in deutschen Werken vorhanden — sie steht nur selten dort, wo sie gebraucht wird
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Häufig gestellte Fragen zur Produktionsoptimierung
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