Beratung für Innovationsmanagement
Innovationsmanagement: von der Idee bis zum marktfähigen Produkt
Innovationsmanagement ist die Organisation der Arbeit an dem, was ein Unternehmen morgen verkauft: Suchfelder festlegen, Ideen sammeln und bewerten, Konzepte prüfen und die tragfähigen bis in ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein neues Geschäftsmodell bringen. Wichtig wird es meist nicht, weil Ideen fehlen, sondern weil sie liegen bleiben — weil niemand entscheidet, welche weiterverfolgt wird, weil das Tagesgeschäft jede freie Stunde bindet oder weil ein bewährtes Produkt spürbar an Rendite verliert. Nötig sind dafür klare Suchfelder, nachvollziehbare Bewertungskriterien, ein Weg mit echten Entscheidungspunkten und eine Organisation, in der auch das Beenden eines Vorhabens als Ergebnis zählt. Genau daran arbeitet eine Innovationsberatung.
Führende Unternehmen vertrauen auf unser Netzwerk
Was Innovationsberatung leistet — und was nicht

Innovationsberatung — je nach Haus auch Innovationsmanagement-Beratung, Innovationsmanagement-Consulting oder schlicht Beratung im Innovationsmanagement genannt — arbeitet an der Frage, warum aus Ideen keine Produkte werden, und setzt dort an, wo der Weg tatsächlich stockt. Gegenstand sind Suchfelder, Bewertungskriterien, Entscheidungspunkte und die Zuständigkeit für neue Vorhaben. Die schöpferische Leistung bleibt im Haus: Marktkenntnis, Technologiewissen und Kundennähe sitzen dort, wo täglich damit gearbeitet wird.
Sie bestimmt zuerst die Engstelle. Der Weg von der Idee zum Produkt hat drei Engstellen, die hintereinanderliegen: zu wenige verwertbare Ideen, keine Entscheidung über die vorhandenen, keine Kapazität für die entschiedenen. In den meisten Unternehmen ist genau eine davon wirklich zu — und es ist selten die erste. Wer einen Ideenwettbewerb ausruft, während zweihundert unbewertete Vorschläge in einer Tabelle stehen, verschiebt das Problem nach hinten.
Sie macht die Bewertung überprüfbar. Vorhaben scheitern selten an der Qualität der Idee, sondern an fehlenden Kriterien: wer entscheidet, woran, mit welchem Budget und bis wann. Eine belastbare Bewertung trennt Marktannahme, technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit voneinander und hält fest, welche Annahme geprüft sein muss, bevor weiteres Geld fließt.
Sie hält den Weg bis zur Markteinführung offen. Zwischen bestätigtem Konzept und verkaufsfähigem Produkt liegen Prototyp, Herstellbarkeit, Zulassung, Preisfindung und ein Vertrieb, der die Neuheit erklären können muss. Hier verlieren Vorhaben ihre Wirkung: Die Verantwortung wechselt in die Linie, und dort hat niemand darauf gewartet.
Was sie nicht leistet. Sie ersetzt keine Portfolio-Entscheidung der Geschäftsführung: Welcher Anteil des Umsatzes künftig aus neuen Produkten kommen soll, bleibt eine Eigentümerfrage. Sie ersetzt auch keine Entwicklungsabteilung — Konstruktion, Software und Zulassung bleiben Aufgabe Ihrer Fachbereiche oder eines beauftragten Partners. Und sie beantwortet nicht, wie ein Geschäft in neue Märkte skaliert; das gehört zur Wachstumsstrategie und folgt einer anderen Logik.
Wann externe Unterstützung im Innovationsmanagement weiterhilft
Nicht jedes Innovationsvorhaben braucht Unterstützung von außen. Wo Suchfelder feststehen, Bewertungskriterien akzeptiert sind und Entwicklungskapazität frei ist, geht es intern schneller und günstiger. In den folgenden Lagen fällt die Rechnung erfahrungsgemäß anders aus — nicht weil Fachwissen fehlt, sondern Routine mit genau dieser Art von Entscheidung: Ein Unternehmen ordnet sein Innovationsportfolio alle paar Jahre neu, unsere Expertinnen und Experten mehrmals im Jahr.
Ideen liegen unbewertet
- Vorschläge sammeln sich in Listen, Postfächern und Workshop-Protokollen — entschieden wird über keinen.
- Ohne benannte Kriterien und einen festen Termin setzt sich am Ende die lauteste Idee durch, nicht die tragfähigste.
Ein Produkt verliert an Rendite
- Der Deckungsbeitrag im Kerngeschäft sinkt, ein Nachfolgeprodukt ist nicht in Sicht.
- Je später der Nachfolger begonnen wird, desto teurer wird die Lücke — und desto weniger Zeit bleibt für Fehlversuche.
Die Entwicklung ist ausgelastet, aber nicht am Neuen
- F&E-Kapazität geht in Varianten, Kundenanpassungen und Fehlerbehebung.
- Wer nichts beendet, bekommt keine Kapazität für Neues frei. Das Streichen fällt von außen leichter.
Eine neue Technologie verschiebt das Feld
- Künstliche Intelligenz, Elektrifizierung, neue Materialien oder Regulierung verändern die Anforderungen an das Produkt.
- Die Frage ist nicht, ob reagiert wird, sondern welches Suchfeld zuerst besetzt wird — und mit welchem Einsatz.
Ein Innovationsprogramm läuft, liefert aber nichts
- Innovationslabor, Accelerator oder ein eigenes Team bestehen, im Produktportfolio taucht das Ergebnis nicht auf.
- Meist fehlt der Übergang in die Linie, nicht die Idee.
Neues soll dauerhaft entstehen, nicht einmalig
- Innovation soll aufhören, Projekt zu sein, und eine Aufgabe mit Zuständigkeit und Takt werden.
- Dafür braucht es Rollen, ein eigenes Budget und Entscheidungsregeln — Bereitschaft allein trägt das nicht.
Erkennen Sie Ihre Lage in einer dieser Situationen wieder? Ein kurzes Gespräch genügt, um zu benennen, an welcher der drei Engstellen es bei Ihnen klemmt — und welcher Schritt dort wirklich etwas bewegt.
Die Themenfelder einer Innovationsberatung
Die Felder greifen ineinander, werden aber selten gleichzeitig gebraucht. Welches zuerst zählt, ergibt sich aus der Engstelle: Fehlt die Richtung, beginnt es bei den Suchfeldern; stockt die Entscheidung, bei Bewertung und Innovationsprozess; fehlt die Umsetzung, bei F&E-Steuerung und Organisation.
Innovationsstrategie und Suchfelder
Wo Neues entstehen soll und wo ausdrücklich nicht: Suchfelder aus Markt-, Technologie- und Kundenbeobachtung ableiten, gegen die Unternehmensstrategie spiegeln und mit einem Anteil am künftigen Umsatz hinterlegen. Eine Innovationsstrategie grenzt ein, statt zu inspirieren.
Ideenmanagement und Bewertung
Ideen aus Belegschaft, Kunden und Partnern werden erfasst, verglichen und entschieden. Wichtiger als das Werkzeug sind die Kriterien und die Rückmeldung: Ein funktionierendes Ideenmanagement misst sich an der Zahl der Entscheidungen, nicht an der Zahl der Eingaben.
Innovationsprozess und Entscheidungspunkte
Ein durchgängiger Innovationsprozess von der Idee bis zum Konzept — als Stage-Gate, in Lean-Startup-Schleifen oder als Mischung aus beidem. Entscheidend ist, dass an jedem Punkt jemand befugt ist, weiterzugehen, umzusteuern oder zu beenden.
F&E-Steuerung und Produktentwicklung
Forschung und Entwicklung so takten, dass Kapazität für Neues bleibt: das Portfolio sichten, Vorhaben nach Wertbeitrag und Risiko ordnen, Schnittstellen zu Konstruktion, Zulassung und Fertigung klären. Der größte Gewinn entsteht häufig dadurch, dass Vorhaben beendet werden.
Open Innovation und Partnernetzwerk
Zusammenarbeit mit Start-ups, Hochschulen, Lieferanten und Kunden überall dort, wo eigene Entwicklung zu lange dauern würde. Dazu gehören Auswahl und Zugang, vor allem aber Rechte an Ergebnissen, Abnahmekriterien und eine interne Ansprechperson, die entscheiden darf.
Innovationskultur und Organisation
Rollen, Budget und Freiräume, damit Innovation nicht am Kalender einzelner Engagierter hängt. Dazu zählen die Aufgabenteilung zwischen Linie und Innovationseinheit, ein eigenes Budget und Führungskräfte, die einen sauber beendeten Versuch anders behandeln als einen Fehler.
Welches Feld bei Ihnen zuerst greifen muss, lässt sich in einem kurzen Gespräch benennen. Schildern Sie uns Ihre Lage — Sie bekommen eine Einschätzung, kein Angebotspaket.
Wie viel Unterstützung von außen sinnvoll ist
Über das Ergebnis entscheidet oft nicht die Methode, sondern die Aufstellung: wer die Verantwortung trägt, wie viel Kapazität von außen kommt und über welchen Zeitraum. Unser Netzwerk deckt die folgenden Aufstellungen ab, ein Wechsel im Verlauf ist der Normalfall. Für alle gilt dasselbe: im Haus eine Person mit Entscheidungsbefugnis, schriftlich festgehaltene Kriterien und ein Termin, an dem tatsächlich entschieden wird.
Fachliche Zweitmeinung
Eine erfahrene Person prüft eine klar umrissene Frage: die Tragfähigkeit eines Konzepts, die Bewertung eines Portfolios oder die Marktannahme hinter einem Business Case — sinnvoll, wenn intern gearbeitet wird und nur eine unabhängige Außensicht fehlt.
Aufbau des Innovationsprozesses
Externe Unterstützung baut gemeinsam mit Ihren Leuten die Struktur auf: Suchfelder, Bewertungskriterien, Entscheidungsrunde, Berichtsweg. Was gemeinsam entsteht, wird später auch gepflegt.
Verantwortung für ein Vorhaben
Eine externe Person führt ein einzelnes Innovationsvorhaben oder eine Innovationseinheit mit Entscheidungsbefugnis: bei einer Vakanz oder wenn ein Vorhaben eine Instanz außerhalb der bestehenden Interessenlagen braucht.
Verstärkung der Entwicklung
Zusätzliche Fachleute arbeiten in Ihrem Team an Konzept, Prototyp oder Markteinführung mit — dort, wo die eigene Entwicklung ausgelastet ist.
Was Innovationsarbeit je nach Branche schwer macht
Der Anspruch, Neues hervorzubringen, ist überall derselbe; der Aufwand liegt an völlig verschiedenen Stellen. Im Maschinenbau entscheidet die Herstellbarkeit über den Erfolg einer Idee, in der Medizintechnik die Zulassung, im Handel die Geschwindigkeit vom Muster bis ins Regal und in der Energiewirtschaft die Regulierung. Wer diese Unterschiede erst im laufenden Vorhaben lernt, bezahlt sie mit Zeit.
Wir besetzen deshalb nach Branchenerfahrung: mit Fachleuten, die die Zulassungswege, die üblichen Entwicklungszyklen, die Lieferantenstruktur und die Stellen kennen, an denen vergleichbare Vorhaben zuvor gescheitert sind. Grundlage ist ein Expertennetzwerk über 25 Fachbereiche hinweg, aus dem sich Profile für Strategie, Produktentwicklung und Umsetzung kombinieren lassen. In den folgenden Branchen arbeiten wir regelmäßig — jede Kachel nennt, was dort den Takt vorgibt und woran Fortschritt sichtbar wird.
Industrie & Maschinenbau
Im Maschinen- und Anlagenbau entscheidet sich der Wert einer Idee an der Herstellbarkeit. Ein Konzept, das im Technikum funktioniert, aber Sonderteile, neue Fügeverfahren oder zusätzliche Prüfschritte verlangt, wird in der Serie teuer — und das fällt erst bei der Kalkulation auf. Wir bringen Entwicklung, Konstruktion, Einkauf und Fertigung früh an denselben Tisch, ordnen das Entwicklungsportfolio nach Wertbeitrag und klären, welche Vorhaben in eine Variante und welche in eine echte Neuentwicklung gehören. Häufig liegt der größte Hebel nicht im Produkt selbst, sondern in Dienstleistungen darum herum: Fernwartung, Ersatzteilversorgung, Verfügbarkeitszusagen. Gemessen wird an der Entwicklungsdauer bis zur Serienfreigabe, am Herstellkostenziel und am Umsatzanteil aus Produkten der letzten Jahre.
Automotive & Zulieferer
Zulieferer und Hersteller entwickeln gegen fremde Takte: Der Kunde setzt den Termin, die Regulierung setzt die Randbedingungen, und Elektrifizierung wie softwaredefinierte Fahrzeuge verschieben ganze Baugruppen. Innovationsarbeit heißt hier zuerst, das eigene Portfolio danach zu sortieren, welche Teile in fünf Jahren noch gebraucht werden. Dazu kommt der Wechsel vom Bauteil zur Funktion: Wer Software liefert, verkauft Aktualisierungen statt Stückzahlen und braucht dafür andere Verträge. Gemessen wird an Reifegradzielen je Meilenstein und am Anteil der Entwicklung für neue Antriebs- und Softwarethemen.
Pharma & Medizintechnik
Hier gibt die Zulassung den Takt vor. Studienlage, Normenlandschaft und Nachweispflichten bestimmen, wie eine Idee geführt werden muss, und eine spät nachgeholte Dokumentation kostet mehr als die Entwicklung selbst. Innovationsarbeit bedeutet deshalb, regulatorische Anforderungen von Beginn an im Konzept zu führen und früh zu prüfen, was das größte Risiko trägt. Digitale Anwendungen verändern zusätzlich Erstattungsfragen und die Zusammenarbeit mit Kliniken. Gemessen wird an der Zeit bis zur Zulassungsreife und am Aufwand für die technische Dokumentation.
Konsumgüter & Handel
Im Konsumgüterbereich ist Geschwindigkeit das eigentliche Thema: vom Muster über die Listung bis in das Regal oder den Shop vergehen oft Monate, in denen sich der Anlass für die Idee schon wieder verschoben hat. Entscheidend sind ein geordneter Weg für Sortimentsneuheiten, klare Abbruchregeln und eine ehrliche Sicht darauf, wie viele Varianten das Sortiment trägt. Oft entsteht mehr Wert durch das Streichen schwacher Artikel als durch weitere Neuheiten. Gemessen wird am Umsatzanteil neuer Artikel und an der Zeit von der Idee bis zur Listung.
Energie & Versorgung
Energieversorger entwickeln in einem Rahmen, den sie nicht selbst setzen: Förderkulissen, Netzanschlussregeln und Marktdesign entscheiden, wann ein Geschäftsmodell überhaupt tragfähig wird. Innovationsarbeit heißt hier, Vorhaben in Stufen zu schneiden, die auch bei geänderten Rahmenbedingungen einen Wert behalten, und den Unterschied zwischen Pilotanlage und Regelbetrieb ernst zu nehmen — die meisten Vorhaben scheitern beim Übergang, nicht im Versuch. Gemessen wird an der Zahl der Piloten, die in den Regelbetrieb übergehen, und am Deckungsbeitrag neuer Angebote.
IT & Software
Softwarehäuser und IT-Anbieter haben das umgekehrte Problem: Ideen sind reichlich vorhanden, die Engstelle ist die Entwicklungskapazität und die Frage, was in der Roadmap Platz bekommt. Innovationsarbeit heißt hier, das Produktportfolio gegen Kundennutzen und Betriebskosten zu prüfen und neue Funktionen an einer überprüfbaren Annahme zu messen statt am Wunsch des lautesten Kunden. Künstliche Intelligenz verschärft das: Sie erzeugt viele Prototypen, von denen nur wenige Betrieb, Support und Preismodell überstehen. Gemessen wird an der Nutzung neuer Funktionen und am Anteil wiederkehrender Erlöse.
Industrie & Maschinenbau
Im Maschinen- und Anlagenbau entscheidet sich der Wert einer Idee an der Herstellbarkeit. Ein Konzept, das im Technikum funktioniert, aber Sonderteile, neue Fügeverfahren oder zusätzliche Prüfschritte verlangt, wird in der Serie teuer — und das fällt erst bei der Kalkulation auf. Wir bringen Entwicklung, Konstruktion, Einkauf und Fertigung früh an denselben Tisch, ordnen das Entwicklungsportfolio nach Wertbeitrag und klären, welche Vorhaben in eine Variante und welche in eine echte Neuentwicklung gehören. Häufig liegt der größte Hebel nicht im Produkt selbst, sondern in Dienstleistungen darum herum: Fernwartung, Ersatzteilversorgung, Verfügbarkeitszusagen. Gemessen wird an der Entwicklungsdauer bis zur Serienfreigabe, am Herstellkostenziel und am Umsatzanteil aus Produkten der letzten Jahre.
Automotive & Zulieferer
Zulieferer und Hersteller entwickeln gegen fremde Takte: Der Kunde setzt den Termin, die Regulierung setzt die Randbedingungen, und Elektrifizierung wie softwaredefinierte Fahrzeuge verschieben ganze Baugruppen. Innovationsarbeit heißt hier zuerst, das eigene Portfolio danach zu sortieren, welche Teile in fünf Jahren noch gebraucht werden. Dazu kommt der Wechsel vom Bauteil zur Funktion: Wer Software liefert, verkauft Aktualisierungen statt Stückzahlen und braucht dafür andere Verträge. Gemessen wird an Reifegradzielen je Meilenstein und am Anteil der Entwicklung für neue Antriebs- und Softwarethemen.
Pharma & Medizintechnik
Hier gibt die Zulassung den Takt vor. Studienlage, Normenlandschaft und Nachweispflichten bestimmen, wie eine Idee geführt werden muss, und eine spät nachgeholte Dokumentation kostet mehr als die Entwicklung selbst. Innovationsarbeit bedeutet deshalb, regulatorische Anforderungen von Beginn an im Konzept zu führen und früh zu prüfen, was das größte Risiko trägt. Digitale Anwendungen verändern zusätzlich Erstattungsfragen und die Zusammenarbeit mit Kliniken. Gemessen wird an der Zeit bis zur Zulassungsreife und am Aufwand für die technische Dokumentation.
Konsumgüter & Handel
Im Konsumgüterbereich ist Geschwindigkeit das eigentliche Thema: vom Muster über die Listung bis in das Regal oder den Shop vergehen oft Monate, in denen sich der Anlass für die Idee schon wieder verschoben hat. Entscheidend sind ein geordneter Weg für Sortimentsneuheiten, klare Abbruchregeln und eine ehrliche Sicht darauf, wie viele Varianten das Sortiment trägt. Oft entsteht mehr Wert durch das Streichen schwacher Artikel als durch weitere Neuheiten. Gemessen wird am Umsatzanteil neuer Artikel und an der Zeit von der Idee bis zur Listung.
Energie & Versorgung
Energieversorger entwickeln in einem Rahmen, den sie nicht selbst setzen: Förderkulissen, Netzanschlussregeln und Marktdesign entscheiden, wann ein Geschäftsmodell überhaupt tragfähig wird. Innovationsarbeit heißt hier, Vorhaben in Stufen zu schneiden, die auch bei geänderten Rahmenbedingungen einen Wert behalten, und den Unterschied zwischen Pilotanlage und Regelbetrieb ernst zu nehmen — die meisten Vorhaben scheitern beim Übergang, nicht im Versuch. Gemessen wird an der Zahl der Piloten, die in den Regelbetrieb übergehen, und am Deckungsbeitrag neuer Angebote.
IT & Software
Softwarehäuser und IT-Anbieter haben das umgekehrte Problem: Ideen sind reichlich vorhanden, die Engstelle ist die Entwicklungskapazität und die Frage, was in der Roadmap Platz bekommt. Innovationsarbeit heißt hier, das Produktportfolio gegen Kundennutzen und Betriebskosten zu prüfen und neue Funktionen an einer überprüfbaren Annahme zu messen statt am Wunsch des lautesten Kunden. Künstliche Intelligenz verschärft das: Sie erzeugt viele Prototypen, von denen nur wenige Betrieb, Support und Preismodell überstehen. Gemessen wird an der Nutzung neuer Funktionen und am Anteil wiederkehrender Erlöse.
Was Innovationsvorhaben in der Praxis umfassen — und woran der Fortschritt sichtbar wird
Was in diesem Feld tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in wenige wiederkehrende Typen. Jeder hat eine typische Ausgangslage, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und eine Größe, an der sich Fortschritt ablesen lässt — vereinbart vor dem Start, nicht geschätzt am Ende.
Suchfelder und Innovationsstrategie
Ausgangslage: Das Kerngeschäft trägt noch, aber die Frage, woher der Umsatz in fünf Jahren kommt, hat keine belastbare Antwort. Der Weg führt über Markt- und Technologiebeobachtung zu wenigen benannten Suchfeldern, die gegen die eigenen Fähigkeiten geprüft werden. Sichtbar wird der Fortschritt daran, dass jedes laufende Vorhaben einem Suchfeld zugeordnet ist.
Ideenpipeline und Bewertungssystem
Ausgangslage: Ideen kommen zusammen, aber niemand entscheidet über sie; Rückmeldungen bleiben aus, die Beteiligung sinkt. Aufgebaut werden Erfassung, Bewertungskriterien, eine Entscheidungsrunde mit festem Takt und eine Rückmeldung an die Einreichenden. Sichtbar wird der Fortschritt an der Zahl entschiedener Ideen je Quartal.
Von der Idee zum marktfähigen Produkt
Ausgangslage: Ein Konzept ist bestätigt, der Weg in den Markt aber nicht organisiert — Prototyp, Herstellbarkeit, Zulassung, Preis und Vertriebsargument liegen bei verschiedenen Stellen. Begleitet wird die Kette bis zur Markteinführung, mit früh geprüften Annahmen statt spät entdeckter Überraschungen. Sichtbar wird der Fortschritt an der Zeit bis zur Markteinführung und am Umsatz, den das neue Angebot im ersten Jahr trägt.
F&E-Portfolio neu ordnen
Ausgangslage: Die Entwicklung ist voll ausgelastet, liefert aber vor allem Varianten und Nacharbeiten; für Neues bleibt nichts übrig. Das Portfolio wird gesichtet, nach Wertbeitrag und Risiko geordnet, Vorhaben werden zusammengelegt oder beendet. Sichtbar wird der Fortschritt am Anteil der Entwicklungskapazität, der auf neue Produkte entfällt, und an der Zahl gleichzeitig laufender Vorhaben.
Wer ein Innovationsvorhaben besetzt
Der Weg von der Idee bis in den Markt
Wie lange die Schritte dauern, hängt von Branche, Zulassungslage und Portfolio ab, ihre Reihenfolge nicht: erst eingrenzen, dann bewerten, dann prüfen, dann einführen, dann übergeben. Übersprungene Schritte holt ein Vorhaben später teurer nach.
Suchfelder eingrenzen
Ideen sammeln und entscheiden
Konzept und Machbarkeit
Prototyp und Test
Markteinführung
Übergang in die Linie
Tagessätze und Budget in der Innovationsberatung
Der Tagessatz hängt in diesem Feld weniger vom Thema ab als von der Verantwortung, die jemand übernimmt. Die folgenden Spannen stammen aus den Profilen unseres Netzwerks im Bereich Strategie- und Managementberatung und gelten für selbstständige Expertinnen und Experten sowie Interim Manager — nicht für die Honorare klassischer Unternehmensberatungen.
Was den Tagessatz bestimmt
Fachliche Arbeit ohne Führungsmandat liegt überwiegend zwischen 600 und 1.600 € pro Tag: Ein Freelance Innovation Manager wird mit 800–1.400 € geführt, ein Freelance Strategy Consultant mit 900–1.600 €, ein Freelance Startup Advisor mit 600–1.200 € und ein Freelance Scale-up Consultant mit 800–1.400 €. Kommt Führungsverantwortung hinzu, verschiebt sich die Spanne deutlich nach oben: Interim COO 1.500–2.300 €, Interim Managing Director 1.500–2.400 €, Interim CEO 1.600–2.500 €; ein Freelance Executive Coach liegt bei 1.000–2.000 €. Innerhalb einer Spanne entscheiden vier Dinge: die Branchenerfahrung, weil Zulassungswege und Entwicklungszyklen sonst erst gelernt werden müssen; die Zahl der Schnittstellen, weil Abstimmung Zeit kostet; die geforderte Entscheidungsbefugnis; und die Dringlichkeit, denn kurzfristige Verfügbarkeit ist selbst ein Wert.
Wie ein Budget aufgesetzt wird
Der Tagessatz allein sagt wenig — entscheidend ist die Auslastung. Der Aufbau eines Innovationsprozesses läuft üblicherweise in Teilzeit, etwa zwei Tage pro Woche; ein Mandat mit Führungsverantwortung dagegen in Vollzeit. Zwei Tage pro Woche über ein Quartal ergeben rund 26 Einsatztage: bei einem Tagessatz von 1.100 € also etwa 29.000 € — eine Größenordnung, die sich vor der Beauftragung gegen den erwarteten Nutzen halten lässt. Sinnvoll ist es, das Budget an den Entscheidungspunkten zu schneiden: ein Betrag bis zur Bewertung, ein weiterer bis zum geprüften Konzept, ein dritter bis zur Einführung. So wird nach jedem Abschnitt neu entschieden, statt einmal am Anfang über die gesamte Summe.
Der Unterschied zur klassischen Unternehmensberatung liegt weniger im Tagessatz als im Modell: Dort arbeitet ein Team mit mehreren Ebenen, von denen ein Teil das Vorhaben zum Lernen nutzt, und der Overhead ist eingepreist. Bei uns entsteht ein Vertrag je Person, die selbst arbeitet — ohne Pyramide, ohne Beteiligung an Lizenz- oder Implementierungsumsätzen. Dafür bringt eine einzelne Person kein Backoffice und keine parallele Rechercheeinheit mit; wo das gebraucht wird, besetzen wir mehrere Profile nebeneinander.
Die Besetzung folgt der Engstelle. Die vollständige Übersicht für Strategie- und Führungsthemen steht unter Strategie- & Managementberatung — darunter der Freelance Innovation Manager. Für Produkt und Portfolio ergänzen Product Management & UX, für technische Entwicklung Industrial Engineering, für datengetriebene Anwendungsfälle KI & Machine Learning und für Kultur und Organisation Transformation & Changemanagement. Geht es um Skalierung, Markteintritt und Expansion statt um neue Produkte, finden Sie den passenden Rahmen unter Wachstumsstrategie.
Innovationsbudgets wachsen kaum noch — der Unterschied entsteht in der Umsetzung
92,5 Mrd. €
41 %
35,4 Mrd. €
Häufig gestellte Fragen zum Innovationsmanagement
Ausgezeichnet. Finden nicht nur wir selbst.
consultingheads wurde mehrfach von führenden Fachmagazinen und unabhängigen Dritten ausgezeichnet.