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Der Rahmen

Was Innovationsberatung leistet — und was nicht

Beratungsgespräch über Suchfelder und die Bewertung von Innovationsideen

Innovationsberatung — je nach Haus auch Innovationsmanagement-Beratung, Innovationsmanagement-Consulting oder schlicht Beratung im Innovationsmanagement genannt — arbeitet an der Frage, warum aus Ideen keine Produkte werden, und setzt dort an, wo der Weg tatsächlich stockt. Gegenstand sind Suchfelder, Bewertungskriterien, Entscheidungspunkte und die Zuständigkeit für neue Vorhaben. Die schöpferische Leistung bleibt im Haus: Marktkenntnis, Technologiewissen und Kundennähe sitzen dort, wo täglich damit gearbeitet wird.

Sie bestimmt zuerst die Engstelle. Der Weg von der Idee zum Produkt hat drei Engstellen, die hintereinanderliegen: zu wenige verwertbare Ideen, keine Entscheidung über die vorhandenen, keine Kapazität für die entschiedenen. In den meisten Unternehmen ist genau eine davon wirklich zu — und es ist selten die erste. Wer einen Ideenwettbewerb ausruft, während zweihundert unbewertete Vorschläge in einer Tabelle stehen, verschiebt das Problem nach hinten.

Sie macht die Bewertung überprüfbar. Vorhaben scheitern selten an der Qualität der Idee, sondern an fehlenden Kriterien: wer entscheidet, woran, mit welchem Budget und bis wann. Eine belastbare Bewertung trennt Marktannahme, technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit voneinander und hält fest, welche Annahme geprüft sein muss, bevor weiteres Geld fließt.

Sie hält den Weg bis zur Markteinführung offen. Zwischen bestätigtem Konzept und verkaufsfähigem Produkt liegen Prototyp, Herstellbarkeit, Zulassung, Preisfindung und ein Vertrieb, der die Neuheit erklären können muss. Hier verlieren Vorhaben ihre Wirkung: Die Verantwortung wechselt in die Linie, und dort hat niemand darauf gewartet.

Was sie nicht leistet. Sie ersetzt keine Portfolio-Entscheidung der Geschäftsführung: Welcher Anteil des Umsatzes künftig aus neuen Produkten kommen soll, bleibt eine Eigentümerfrage. Sie ersetzt auch keine Entwicklungsabteilung — Konstruktion, Software und Zulassung bleiben Aufgabe Ihrer Fachbereiche oder eines beauftragten Partners. Und sie beantwortet nicht, wie ein Geschäft in neue Märkte skaliert; das gehört zur Wachstumsstrategie und folgt einer anderen Logik.

Wann es sich rechnet

Wann externe Unterstützung im Innovationsmanagement weiterhilft

Nicht jedes Innovationsvorhaben braucht Unterstützung von außen. Wo Suchfelder feststehen, Bewertungskriterien akzeptiert sind und Entwicklungskapazität frei ist, geht es intern schneller und günstiger. In den folgenden Lagen fällt die Rechnung erfahrungsgemäß anders aus — nicht weil Fachwissen fehlt, sondern Routine mit genau dieser Art von Entscheidung: Ein Unternehmen ordnet sein Innovationsportfolio alle paar Jahre neu, unsere Expertinnen und Experten mehrmals im Jahr.

Ideen liegen unbewertet

  • Vorschläge sammeln sich in Listen, Postfächern und Workshop-Protokollen — entschieden wird über keinen.
  • Ohne benannte Kriterien und einen festen Termin setzt sich am Ende die lauteste Idee durch, nicht die tragfähigste.

Ein Produkt verliert an Rendite

  • Der Deckungsbeitrag im Kerngeschäft sinkt, ein Nachfolgeprodukt ist nicht in Sicht.
  • Je später der Nachfolger begonnen wird, desto teurer wird die Lücke — und desto weniger Zeit bleibt für Fehlversuche.

Die Entwicklung ist ausgelastet, aber nicht am Neuen

  • F&E-Kapazität geht in Varianten, Kundenanpassungen und Fehlerbehebung.
  • Wer nichts beendet, bekommt keine Kapazität für Neues frei. Das Streichen fällt von außen leichter.

Eine neue Technologie verschiebt das Feld

  • Künstliche Intelligenz, Elektrifizierung, neue Materialien oder Regulierung verändern die Anforderungen an das Produkt.
  • Die Frage ist nicht, ob reagiert wird, sondern welches Suchfeld zuerst besetzt wird — und mit welchem Einsatz.

Ein Innovationsprogramm läuft, liefert aber nichts

  • Innovationslabor, Accelerator oder ein eigenes Team bestehen, im Produktportfolio taucht das Ergebnis nicht auf.
  • Meist fehlt der Übergang in die Linie, nicht die Idee.

Neues soll dauerhaft entstehen, nicht einmalig

  • Innovation soll aufhören, Projekt zu sein, und eine Aufgabe mit Zuständigkeit und Takt werden.
  • Dafür braucht es Rollen, ein eigenes Budget und Entscheidungsregeln — Bereitschaft allein trägt das nicht.

Erkennen Sie Ihre Lage in einer dieser Situationen wieder? Ein kurzes Gespräch genügt, um zu benennen, an welcher der drei Engstellen es bei Ihnen klemmt — und welcher Schritt dort wirklich etwas bewegt.

Themenfelder

Die Themenfelder einer Innovationsberatung

Die Felder greifen ineinander, werden aber selten gleichzeitig gebraucht. Welches zuerst zählt, ergibt sich aus der Engstelle: Fehlt die Richtung, beginnt es bei den Suchfeldern; stockt die Entscheidung, bei Bewertung und Innovationsprozess; fehlt die Umsetzung, bei F&E-Steuerung und Organisation.

Innovationsstrategie und Suchfelder

Wo Neues entstehen soll und wo ausdrücklich nicht: Suchfelder aus Markt-, Technologie- und Kundenbeobachtung ableiten, gegen die Unternehmensstrategie spiegeln und mit einem Anteil am künftigen Umsatz hinterlegen. Eine Innovationsstrategie grenzt ein, statt zu inspirieren.

Ideenmanagement und Bewertung

Ideen aus Belegschaft, Kunden und Partnern werden erfasst, verglichen und entschieden. Wichtiger als das Werkzeug sind die Kriterien und die Rückmeldung: Ein funktionierendes Ideenmanagement misst sich an der Zahl der Entscheidungen, nicht an der Zahl der Eingaben.

Innovationsprozess und Entscheidungspunkte

Ein durchgängiger Innovationsprozess von der Idee bis zum Konzept — als Stage-Gate, in Lean-Startup-Schleifen oder als Mischung aus beidem. Entscheidend ist, dass an jedem Punkt jemand befugt ist, weiterzugehen, umzusteuern oder zu beenden.

F&E-Steuerung und Produktentwicklung

Forschung und Entwicklung so takten, dass Kapazität für Neues bleibt: das Portfolio sichten, Vorhaben nach Wertbeitrag und Risiko ordnen, Schnittstellen zu Konstruktion, Zulassung und Fertigung klären. Der größte Gewinn entsteht häufig dadurch, dass Vorhaben beendet werden.

Open Innovation und Partnernetzwerk

Zusammenarbeit mit Start-ups, Hochschulen, Lieferanten und Kunden überall dort, wo eigene Entwicklung zu lange dauern würde. Dazu gehören Auswahl und Zugang, vor allem aber Rechte an Ergebnissen, Abnahmekriterien und eine interne Ansprechperson, die entscheiden darf.

Innovationskultur und Organisation

Rollen, Budget und Freiräume, damit Innovation nicht am Kalender einzelner Engagierter hängt. Dazu zählen die Aufgabenteilung zwischen Linie und Innovationseinheit, ein eigenes Budget und Führungskräfte, die einen sauber beendeten Versuch anders behandeln als einen Fehler.

Welches Feld bei Ihnen zuerst greifen muss, lässt sich in einem kurzen Gespräch benennen. Schildern Sie uns Ihre Lage — Sie bekommen eine Einschätzung, kein Angebotspaket.

Aufstellung

Wie viel Unterstützung von außen sinnvoll ist

Über das Ergebnis entscheidet oft nicht die Methode, sondern die Aufstellung: wer die Verantwortung trägt, wie viel Kapazität von außen kommt und über welchen Zeitraum. Unser Netzwerk deckt die folgenden Aufstellungen ab, ein Wechsel im Verlauf ist der Normalfall. Für alle gilt dasselbe: im Haus eine Person mit Entscheidungsbefugnis, schriftlich festgehaltene Kriterien und ein Termin, an dem tatsächlich entschieden wird.

Punktueller Einsatz
Fachliche Zweitmeinung

Eine erfahrene Person prüft eine klar umrissene Frage: die Tragfähigkeit eines Konzepts, die Bewertung eines Portfolios oder die Marktannahme hinter einem Business Case — sinnvoll, wenn intern gearbeitet wird und nur eine unabhängige Außensicht fehlt.

Aufbauarbeit
Aufbau des Innovationsprozesses

Externe Unterstützung baut gemeinsam mit Ihren Leuten die Struktur auf: Suchfelder, Bewertungskriterien, Entscheidungsrunde, Berichtsweg. Was gemeinsam entsteht, wird später auch gepflegt.

Mandat auf Zeit
Verantwortung für ein Vorhaben

Eine externe Person führt ein einzelnes Innovationsvorhaben oder eine Innovationseinheit mit Entscheidungsbefugnis: bei einer Vakanz oder wenn ein Vorhaben eine Instanz außerhalb der bestehenden Interessenlagen braucht.

Zusätzliche Kapazität
Verstärkung der Entwicklung

Zusätzliche Fachleute arbeiten in Ihrem Team an Konzept, Prototyp oder Markteinführung mit — dort, wo die eigene Entwicklung ausgelastet ist.

Branchenbild

Was Innovationsarbeit je nach Branche schwer macht

Der Anspruch, Neues hervorzubringen, ist überall derselbe; der Aufwand liegt an völlig verschiedenen Stellen. Im Maschinenbau entscheidet die Herstellbarkeit über den Erfolg einer Idee, in der Medizintechnik die Zulassung, im Handel die Geschwindigkeit vom Muster bis ins Regal und in der Energiewirtschaft die Regulierung. Wer diese Unterschiede erst im laufenden Vorhaben lernt, bezahlt sie mit Zeit.

Wir besetzen deshalb nach Branchenerfahrung: mit Fachleuten, die die Zulassungswege, die üblichen Entwicklungszyklen, die Lieferantenstruktur und die Stellen kennen, an denen vergleichbare Vorhaben zuvor gescheitert sind. Grundlage ist ein Expertennetzwerk über 25 Fachbereiche hinweg, aus dem sich Profile für Strategie, Produktentwicklung und Umsetzung kombinieren lassen. In den folgenden Branchen arbeiten wir regelmäßig — jede Kachel nennt, was dort den Takt vorgibt und woran Fortschritt sichtbar wird.

Innovationsmanagement in Industrie und Maschinenbau – automatisierte Fertigungslinie

Industrie & Maschinenbau

Innovationsmanagement in der Automobilindustrie – digitaler Fahrzeugzwilling

Automotive & Zulieferer

Innovationsmanagement in Pharma und Medizintechnik – Auswertung klinischer Daten

Pharma & Medizintechnik

Innovationsmanagement in Konsumgüterindustrie und Handel – digitales Sortiment

Konsumgüter & Handel

Innovationsmanagement in der Energiewirtschaft – Windpark im Morgenlicht

Energie & Versorgung

Innovationsmanagement bei IT- und Softwareanbietern – vernetzte Produktentwicklung

IT & Software

Innovationsmanagement in Industrie und Maschinenbau – automatisierte Fertigungslinie

Industrie & Maschinenbau

Innovationsmanagement in der Automobilindustrie – digitaler Fahrzeugzwilling

Automotive & Zulieferer

Innovationsmanagement in Pharma und Medizintechnik – Auswertung klinischer Daten

Pharma & Medizintechnik

Innovationsmanagement in Konsumgüterindustrie und Handel – digitales Sortiment

Konsumgüter & Handel

Innovationsmanagement in der Energiewirtschaft – Windpark im Morgenlicht

Energie & Versorgung

Innovationsmanagement bei IT- und Softwareanbietern – vernetzte Produktentwicklung

IT & Software

Auftragstypen

Was Innovationsvorhaben in der Praxis umfassen — und woran der Fortschritt sichtbar wird

Was in diesem Feld tatsächlich beauftragt wird, fällt zum größten Teil in wenige wiederkehrende Typen. Jeder hat eine typische Ausgangslage, eine Reihenfolge, die sich bewährt hat, und eine Größe, an der sich Fortschritt ablesen lässt — vereinbart vor dem Start, nicht geschätzt am Ende.

Suchfelder und Innovationsstrategie

Ausgangslage: Das Kerngeschäft trägt noch, aber die Frage, woher der Umsatz in fünf Jahren kommt, hat keine belastbare Antwort. Der Weg führt über Markt- und Technologiebeobachtung zu wenigen benannten Suchfeldern, die gegen die eigenen Fähigkeiten geprüft werden. Sichtbar wird der Fortschritt daran, dass jedes laufende Vorhaben einem Suchfeld zugeordnet ist.

Ideenpipeline und Bewertungssystem

Ausgangslage: Ideen kommen zusammen, aber niemand entscheidet über sie; Rückmeldungen bleiben aus, die Beteiligung sinkt. Aufgebaut werden Erfassung, Bewertungskriterien, eine Entscheidungsrunde mit festem Takt und eine Rückmeldung an die Einreichenden. Sichtbar wird der Fortschritt an der Zahl entschiedener Ideen je Quartal.

Von der Idee zum marktfähigen Produkt

Ausgangslage: Ein Konzept ist bestätigt, der Weg in den Markt aber nicht organisiert — Prototyp, Herstellbarkeit, Zulassung, Preis und Vertriebsargument liegen bei verschiedenen Stellen. Begleitet wird die Kette bis zur Markteinführung, mit früh geprüften Annahmen statt spät entdeckter Überraschungen. Sichtbar wird der Fortschritt an der Zeit bis zur Markteinführung und am Umsatz, den das neue Angebot im ersten Jahr trägt.

F&E-Portfolio neu ordnen

Ausgangslage: Die Entwicklung ist voll ausgelastet, liefert aber vor allem Varianten und Nacharbeiten; für Neues bleibt nichts übrig. Das Portfolio wird gesichtet, nach Wertbeitrag und Risiko geordnet, Vorhaben werden zusammengelegt oder beendet. Sichtbar wird der Fortschritt am Anteil der Entwicklungskapazität, der auf neue Produkte entfällt, und an der Zahl gleichzeitig laufender Vorhaben.

Besetzung

Wer ein Innovationsvorhaben besetzt

Ob ein Vorhaben einen Innovationsmanager, einen Innovationsberater mit Strategiefokus oder ein Entwicklungsprofil braucht, hängt von der Engstelle ab: Für Suchfelder und Bewertung wird anders besetzt als für Prototyp und Markteinführung, und mit dem Übergang vom Konzept in die Entwicklung verschiebt sich der Bedarf noch einmal. Die folgenden Profile werden bei Innovationsthemen am häufigsten angefragt; sie sind ein Ausschnitt, über die Kategorieseiten kommen zahlreiche weitere Rollen hinzu. Aufgabenprofil, typische Einsatzformen und die Tagessatzspanne stehen jeweils auf der Rollenseite.

Der Weg von der Idee bis in den Markt

Wie lange die Schritte dauern, hängt von Branche, Zulassungslage und Portfolio ab, ihre Reihenfolge nicht: erst eingrenzen, dann bewerten, dann prüfen, dann einführen, dann übergeben. Übersprungene Schritte holt ein Vorhaben später teurer nach.

Erster Schritt im Innovationsvorhaben: Suchfelder eingrenzen

Suchfelder eingrenzen

Markt-, Technologie- und Kundenbeobachtung werden zusammengeführt und gegen die eigenen Fähigkeiten gespiegelt.
Aus vielen Möglichkeiten werden wenige benannte Suchfelder — mitsamt den Feldern, die ausdrücklich nicht bearbeitet werden.
Zweiter Schritt: Ideen sammeln und nach Kriterien entscheiden

Ideen sammeln und entscheiden

Ideen aus Belegschaft, Kunden und Partnern werden erfasst und nach denselben Kriterien beurteilt.
Marktannahme, technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit werden getrennt bewertet, nicht in einem Gesamteindruck vermischt.
Dritter Schritt: Konzept und Machbarkeit prüfen

Konzept und Machbarkeit

Aus der entschiedenen Idee wird ein Konzept mit Zielgruppe, Nutzenversprechen, grober Kalkulation und offener Risikoliste.
Geprüft wird zuerst die Annahme, an der das Vorhaben am ehesten scheitert — nicht die, die sich am leichtesten prüfen lässt.
Vierter Schritt: Prototyp bauen und am Markt testen

Prototyp und Test

Ein Muster, ein Pilotkunde oder ein begrenzter Markttest bringen echte Rückmeldung statt weiterer Annahmen.
Vor dem Test steht die Frage, welches Ergebnis für einen Abbruch sprechen würde — sonst bestätigt der Test nur die Erwartung.
Fünfter Schritt: Markteinführung des neuen Angebots

Markteinführung

Preis, Vertriebsargument, Schulung und Nachschub werden gemeinsam vorbereitet, nicht nacheinander.
Der Vertrieb muss die Neuheit erklären können; ohne das bleibt das beste Produkt im Regal.
Sechster Schritt: Übergang in die Linie und Wirkung messen

Übergang in die Linie

Verantwortung, Budget und Pflege gehen an eine benannte Stelle in der Organisation über.
Gemessen wird an den Größen, die vor dem Start vereinbart wurden — Umsatzanteil neuer Produkte, Zeit bis zur Einführung, Zahl entschiedener Ideen.
Preisrahmen

Tagessätze und Budget in der Innovationsberatung

Der Tagessatz hängt in diesem Feld weniger vom Thema ab als von der Verantwortung, die jemand übernimmt. Die folgenden Spannen stammen aus den Profilen unseres Netzwerks im Bereich Strategie- und Managementberatung und gelten für selbstständige Expertinnen und Experten sowie Interim Manager — nicht für die Honorare klassischer Unternehmensberatungen.

Was den Tagessatz bestimmt

Fachliche Arbeit ohne Führungsmandat liegt überwiegend zwischen 600 und 1.600 € pro Tag: Ein Freelance Innovation Manager wird mit 800–1.400 € geführt, ein Freelance Strategy Consultant mit 900–1.600 €, ein Freelance Startup Advisor mit 600–1.200 € und ein Freelance Scale-up Consultant mit 800–1.400 €. Kommt Führungsverantwortung hinzu, verschiebt sich die Spanne deutlich nach oben: Interim COO 1.500–2.300 €, Interim Managing Director 1.500–2.400 €, Interim CEO 1.600–2.500 €; ein Freelance Executive Coach liegt bei 1.000–2.000 €. Innerhalb einer Spanne entscheiden vier Dinge: die Branchenerfahrung, weil Zulassungswege und Entwicklungszyklen sonst erst gelernt werden müssen; die Zahl der Schnittstellen, weil Abstimmung Zeit kostet; die geforderte Entscheidungsbefugnis; und die Dringlichkeit, denn kurzfristige Verfügbarkeit ist selbst ein Wert.

Wie ein Budget aufgesetzt wird

Der Tagessatz allein sagt wenig — entscheidend ist die Auslastung. Der Aufbau eines Innovationsprozesses läuft üblicherweise in Teilzeit, etwa zwei Tage pro Woche; ein Mandat mit Führungsverantwortung dagegen in Vollzeit. Zwei Tage pro Woche über ein Quartal ergeben rund 26 Einsatztage: bei einem Tagessatz von 1.100 € also etwa 29.000 € — eine Größenordnung, die sich vor der Beauftragung gegen den erwarteten Nutzen halten lässt. Sinnvoll ist es, das Budget an den Entscheidungspunkten zu schneiden: ein Betrag bis zur Bewertung, ein weiterer bis zum geprüften Konzept, ein dritter bis zur Einführung. So wird nach jedem Abschnitt neu entschieden, statt einmal am Anfang über die gesamte Summe.

Der Unterschied zur klassischen Unternehmensberatung liegt weniger im Tagessatz als im Modell: Dort arbeitet ein Team mit mehreren Ebenen, von denen ein Teil das Vorhaben zum Lernen nutzt, und der Overhead ist eingepreist. Bei uns entsteht ein Vertrag je Person, die selbst arbeitet — ohne Pyramide, ohne Beteiligung an Lizenz- oder Implementierungsumsätzen. Dafür bringt eine einzelne Person kein Backoffice und keine parallele Rechercheeinheit mit; wo das gebraucht wird, besetzen wir mehrere Profile nebeneinander.

Die Besetzung folgt der Engstelle. Die vollständige Übersicht für Strategie- und Führungsthemen steht unter Strategie- & Managementberatung — darunter der Freelance Innovation Manager. Für Produkt und Portfolio ergänzen Product Management & UX, für technische Entwicklung Industrial Engineering, für datengetriebene Anwendungsfälle KI & Machine Learning und für Kultur und Organisation Transformation & Changemanagement. Geht es um Skalierung, Markteintritt und Expansion statt um neue Produkte, finden Sie den passenden Rahmen unter Wachstumsstrategie.

Zeitpunkt

Innovationsbudgets wachsen kaum noch — der Unterschied entsteht in der Umsetzung

92,5 Mrd. €

gaben Unternehmen in Deutschland 2024 für eigene Forschung und Entwicklung aus — ein Plus von 2,3 Prozent, das kaum über der Inflation liegt.
Stifterverband, November 2025

41 %

der mittelständischen Unternehmen brachten zwischen 2022 und 2024 Innovationen hervor. Die Quote hat sich stabilisiert, den langen Rückgang seit Mitte der 2000er gleicht sie nicht aus.
KfW-Innovationsbericht Mittelstand 2025

35,4 Mrd. €

betrugen die Innovationsausgaben des Mittelstands 2024 — nominal 1,8 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.
KfW Research, Innovationsbericht Mittelstand
Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zum Innovationsmanagement

Die gängige Definition: Innovationsmanagement ist die planvolle Organisation aller Schritte, mit denen aus einer Idee ein neues Produkt, eine neue Dienstleistung, ein neuer Prozess oder ein neues Geschäftsmodell wird. Dazu gehören die Festlegung von Suchfeldern, das Sammeln und Bewerten von Ideen, die Prüfung von Konzepten, die Entwicklung und die Markteinführung sowie die Frage, wer im Unternehmen für all das zuständig ist. Der Unterschied zu einzelnen Innovationsprojekten liegt in der Wiederholbarkeit: Innovationsmanagement sorgt dafür, dass Neues nicht zufällig entsteht, sondern regelmäßig und nachvollziehbar entschieden wird.
Innovationsmanagement ist die Daueraufgabe im Unternehmen — sie liegt bei den eigenen Leuten und hört nicht auf. Eine Unternehmensberatung für Innovationsmanagement liefert die zeitlich begrenzte Unterstützung von außen: Sie hilft, die Engstelle zu bestimmen, Suchfelder und Bewertungskriterien aufzubauen, ein festgefahrenes Vorhaben wieder in Bewegung zu bringen oder Kapazität für eine Entwicklung bereitzustellen. Eine gute Innovationsberatung macht sich entbehrlich: Am Ende arbeitet die Organisation mit den aufgebauten Regeln weiter, ohne dass jemand von außen die Sitzung leiten muss.
Zu den verbreiteten Innovationsmethoden zählen Design Thinking für das Verstehen von Nutzerproblemen, Lean-Startup-Schleifen für das frühe Prüfen von Annahmen, Stage-Gate für Vorhaben mit hohem Investitionsbedarf, Szenario- und Trendanalysen für Suchfelder sowie Open Innovation für die Zusammenarbeit mit Start-ups, Hochschulen und Lieferanten. Keine dieser Methoden ist für sich richtig oder falsch — die Wahl folgt der Engstelle. Fehlt die Entscheidung, hilft keine weitere Ideenmethode, sondern nur ein Kriterienkatalog mit Termin.
Ein üblicher Ablauf führt von der Eingrenzung der Suchfelder über das Sammeln und Bewerten von Ideen zu Konzept und Machbarkeitsprüfung, weiter zu Prototyp und Test, zur Markteinführung und schließlich zum Übergang in die Linie. Wichtig ist weniger die Zahl der Stufen als die Qualität der Entscheidungspunkte dazwischen: An jedem Punkt muss jemand befugt sein, weiterzugehen, umzusteuern oder zu beenden — ein Prozess ohne echte Abbruchmöglichkeit ist ein Fließband.
Belastbar sind Größen, die vor dem Start vereinbart werden: der Umsatzanteil aus Produkten, die in den letzten Jahren eingeführt wurden, die Zeit von der Idee bis zur Markteinführung, die Zahl der Ideen, über die tatsächlich entschieden wurde, und der Anteil der Entwicklungskapazität, der auf Neues statt auf Varianten entfällt. Wenig aussagekräftig sind die Zahl eingereichter Ideen und die Zahl der Workshops.
Die Kosten ergeben sich aus Tagessatz und Auslastung. In unserem Netzwerk liegen fachliche Profile ohne Führungsmandat überwiegend zwischen 600 und 1.600 € pro Tag, Mandate mit Führungsverantwortung zwischen 1.500 und 2.500 € pro Tag. Der Aufbau eines Innovationsprozesses läuft meist in Teilzeit: Zwei Tage pro Woche über ein Quartal ergeben rund 26 Einsatztage, bei 1.100 € Tagessatz also etwa 29.000 €.
Für einen Freelance Innovation Manager weist unser Netzwerk eine Spanne von 800 bis 1.400 € pro Tag aus. Nach oben wirken Branchenerfahrung in regulierten Feldern, Verantwortung für Budget und Entscheidungen sowie kurzfristige Verfügbarkeit; nach unten wirkt eine eng umrissene Aufgabe ohne Führungsanteil. Angrenzende Profile liegen anders: Strategieprofile werden mit 900 bis 1.600 € geführt, Mandate auf Führungsebene mit 1.500 bis 2.500 €.
Die häufigsten Gründe sind fehlende Entscheidungen, zu viele gleichzeitig laufende Vorhaben, ein Prüfen der bequemen statt der riskanten Annahme und ein ungeklärter Übergang vom Vorhaben in die Linie. Technik ist selten die Ursache. Dagegen hilft Weniges, konsequent angewandt: benannte Kriterien, ein Entscheidungstermin, das Beenden schwacher Vorhaben und eine Stelle, die das neue Produkt danach übernimmt.
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